ich habe vor zwei Tagen begonnen die sowieso homöopathische Dosis von 150mg Seroquel Prolong auf 100 zu reduzieren.
Seit heute früh ist mir richtig schwindelig, ich kann kaum gerade aus gehen und mir ist zeitweise übel. Im Liegen wird der Schwindel besser, aber es reicht schon, dass ich den Kopf hebe und alles dreht sich.
Der Hausarzt meinte nur, das könne mal vorkommen und hat mich krank geschrieben.
Was denkt ihr?
Könnte es trotz der geringen Menge am Seroquel liegen?
Ich bin so langsam am Verzweifeln weil ich mir krank machen nicht leisten kann, es aber einfach nicht weggeht. Blutdruck ist in Ordnung, Blutzucker auch, getrunken habe ich auch genug.
Guten morgen blue_wave_88,
ich selbst nehme täglich 100 mg Seroquel. Aber das „normale“ Seroquel. Das Prolong vertrage ich nicht, das macht mich den ganzen Tag extrem schläfrig und versetzt mich in einen Dämmerzustand.
Also, was Absetzen von Seroquel kann ich von meiner Seite aus nur sagen - mit Vorsicht genießen! Ich weiß ja nicht, weshalb du Seroquel bekommst. Ich bekomme es wegen meiner schizo-affektiven Psychose (Schizophrenie mit optischen Halluzinationen sowie einhergehenden Depressionen). Ich reagiere auf Absetzen bzw Reduzieren extrem sensibel. Das muss aber nicht bei jedem so sein, ich scheine eine Ausnahme zu sein. Sobald ich reduziere, stellen sich meine optischen Halluzinationen ein, ich träume vermehrt, Kopfschmerzen, werde unruhig, kann nicht mehr richtig schlafen, wache dann teilweise um 3 Uhr nachts auf, die Welt wird feindlich und böse… Also ich darf nicht reduzieren. Es wurde auch schon versucht auf zb Abilify oder Solian umzustellen, leider ohne Erfolg. Aber ich bin ja auch sehr zufrieden mit Seroquel, vertrage es sehr gut. Also, du musst überlegen, was sind die Risiken wenn du reduzierst, und was erhoffst du dir von der Reduzierung. Beobachte genau, ob die Symptome zurückkehren, weshalb du Seroquel genommen hast. Mache es nicht ohne ärztliche Rücksprache, und ich meine hier nicht den Hausarzt! Die haben bei sowas schlicht keine Ahnung. Du musst zum Psychiater / Neurologen… Also mache es bitte nicht leichtfertig, achte auf dich. Ich für meinen Teil brauche das Seroquel, ohne die Medikamente rutsche ich wieder in die Psychose. Leichtfertiges und eigenmächtiges Absetzen hat mir vor 2 Jahren einen schönen 8-wöchigen „Urlaub“ in der Psychiatrie eingebracht. Achte auf dich!!
Viele Grüße
Fraggle
Achja , „homöopathische Dosis“ bei 150 mg, halte ich für eine falsche Bezeichnung. 150 mg ist wirksam und meiner Meinung nach nicht wenig. Ich selbst nehme ja 100 mg.
Und wegen deiner Frage wegen Schwindel, Übelkeit wegen des Reduzierens - definitiv kann das von der Reduzierung kommen. Diese Symptome kenne ich auch. Kopfschmerzen können auch hinzu kommen. Die Frage ist auch wie lange hast du 150 mg Seroquel genommen - Wochen, Monate, Jahre?
Nicht auf die leichte Schulter nehmen! Seroquel sind keine Globoli, und dass dich das Reduzieren körperlich beansprucht ist normal. Das ist extremer Stress für den Körper wenn du 150 mg gewohnt warst. Eventuell solltest du es mit Zwischenschritten machen, zb 125 mg , danach 100 mg
Danke für deine schnelle Antwort.
Ich habe es wegen starker Unruhe, Stimmungsschwankungen und Geräuschempfindlichkeit bekommen. Da ich im Moment nur in einer Krisenambulanz bin und die erneute Diagnostik erst in ein paar Wochen ist, läuft alles etwas kompliziert.
Ich habe vorhin dort angerufen und mir wurde gesagt, das es nicht mit dem Seroquel zusammenhängen könne, es würde nur dazu kommen wenn hochdosiert wird. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was ich von dieser Antwort halten soll. Selbst im Beipackzettel finden sich Übelkeit,Schwindel etc. als Absetzsymptome.
Allerdings dachte ich nicht, dass es schon bei 50mg die über 3 Wochen genommen worden ein Problem ist.
Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich nicht einfach mal 25-50mg der Unretardierten dazu nehmen soll und abwarten ob der Schwindel verschwindet.
Dass es nicht mit dem Seroquel zusammenhängen könne, ist schlichtweg Quatsch. Darauf würde ich nichts geben. Es ist ohnehin so, nach meiner Erfahrung, dass Ärzte, Psychiatier und gerade Mitarbeiter in der Psychiatrie ihre heißgeliebten Tabletten in den Himmel loben - Nebenwirkungen kommen erstmal nie von den Tabletten. Ich hatte mal wegen Abilify Bewegungsdrang und Zuckungen, bekam dann wegen dieser Nebenwirkungen von Abilify ein weiteres Medikament - Akineton. Durch diese Kombi wurde ich fast ohnmächtig, bin umgefallen beim Sport in der Psychiatrie. Natürlich lag es niemals an den Medikamenten. Hatte noch nie solche Probleme. Ich solle mich nicht so anstellen, hieß es. Ich hab manchmal das Gefühl die Pharmalobby hängt direkt dahinter, und erlaubt keine Kritik an den unfehlbaren Medikamenten.
Die Dosen, die du genommen hast bzw nimmst, sind gering. Als meine Psychose ganz akut war, hatte ich 800 mg bekommen, über den Tag verteilt, das normale Seroquel. Aber auch bei 100 mg, die ich jetzt nehme, merke ich ganz deutlich wenn ich weniger nehme. Also nimm es nicht auf die leichte Schulter. Ich würde nicht solche experimente machen und zu den Retardierten noch unretardierte zusätzlich nehme. Das Ergebnis ist unkalkulierbar. Reduziere einfach die retardierten GANZ langsam und beobachte dich gut. Seroquel ist sehr wirksam, aber der Körper gewöhnt sich auch schnell daran und straft dich ab wenn du zu schnell bzw hart absetzt
Ich weiß der Thread ist himmelalt dennoch beschäftigt mich im Moment genau dasselbe Problem wie Blubbboing.
Mich würde interessieren wie es dem Thread-ersteller ergangen ist, bei mir trat erstmals nach einer Seroquel xr Reduktion von 200mg auf 150mg der Schwindel auf und ich bin mittlerweile auf 50mg runterdosiert.
Der Schwindel ist zwar viel besser, ich kämpfe aber doch noch damit wenn ich längere Strecken in Bewegung bin, so fällt Sport machen bei mir im Moment weg, leider.
Hat sich der Schwindel wieder verflüchtigt nach Absetzen des Seroquel xr?