Serotonintransportergenpromotorpolymorphismus

Hallo!

Ich habe von dem Polymorphismus im Serotonintransportergenpromotor gehört und mal was dazu gelesen. Die Häufigkeit des kürzeren stärkeren Promotors sei etwa 0,3:
http://biopsychologie.tu-dresden.de/_download/3/3_0_…

Ist Psychologen/Psychiatern hier bekannt, ob besondere Persönlichkeitsunterschiede bei homozygoten Trägern auch subklinisch häufig hervortreten?

Viele Grüße, Stefan

Hallo Stefan!

Vielen Dank für den Link zu diesem äußerst interessanten Artikel. Ich hatte über dieses Thema bisher noch nichts gelesen.

Ist Psychologen/Psychiatern hier bekannt, ob besondere
Persönlichkeitsunterschiede bei homozygoten Trägern auch
subklinisch häufig hervortreten?

Ich habe gerade den Artikel überflogen, bin mir aber nicht sicher, ob ich Deine Frage richtig verstanden habe. Die Versuchspersonen waren alle gesund. Die homozygoten Träger des kurzen 5-HTTLPR-Allels erschreckten die Geräusche signifikant stärker als die homozygoten Träger des langen Allels. Das ist m.E. ein subklinischer Persönlichkeitsunterschied. Klinisch wäre er erst dann, wenn die homozygoten Träger unter Angststörungen litten.

Viele Grüße,

Falk

Hallo Falk!

Ich wurde auf den Polymorphismus durch eine Vorlesung aufmerksam. Da wurde nur mit einer Grafik gezeigt, dass homozygote Träger nach vier „schweren Schicksalserlebnissen“ oder sowas eine Chance von 15% haben, suizidal zu werden, während die W’keit bei „gesund“ homozygoten für den schwachen Promotor so bei etwa 1% liegt.

Ich frage mich, ob dieser Genotyp, da er suizidales bzw. depressives Verhalten stark zu beieinflussen scheint, auch stark mit der allgemeinen Persönlichkeit eines Menschen korreliert.

Viele Grüße, Stefan