Server als Heizung für Bitcoin-Mining bei Photovoltaik

Ich habe eine Photovoltaikanlage und brauche eine neue Heizung. Ich würde dazu einen Server zum Bitcoin-Mining verwenden und die Abwärme als Heizung nutzen. So könnte man durch Heizen auch Geld verdienen.

Was haltet ihr davon?

Gruß
Lisa

eine Weltidee! (frei nach Dittsche)

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unausgereift und unvollständig beschrieben.

Du willst damit einen Pufferspeicher erwärmen oder wie exakt soll das vor sich gehen?
Noch ne Wärmepumpe dazwischen? oder wie heiß darf dein Server werden?

Wärmeführung… wie? Server unmittelbar am Speicher und per Kupfer direkt an das Wasser übergeben oder dachtest du an eine Zusatzheizung und eine direkte Übertragung an die Luft?

Einzukalkulieren wäre der Leerlauf des Servers, wenn keine Wärme benötigt wird - der hat ja nen Anschaffungspreis bzw. man hätte dann eine Kühlung nötig.

Letztlich: das macht jeder PC, jeder Fernseher und jeder Kühlschrank jetzt schon. Der Witz der Anlage würde darin liegen, die Wärme gezielt zu nutzen… und dazu wurde nix beschrieben.

grüße
lipi

Ich hab keine Ahnung wie Du auf die Rechnung kommst, das EIN „Server“ der 24/7 läuft und ca. 3Kw Stromverbrauch hat (z.B. Antminer S21, S9 braucht „nur“ knapp halb so viel) also ca. 30-70kWh/Tag braucht an einer PV Anlage mit genug Akku Speicher noch genug Hashes errechnen könnte das da was über bleibt.
Das Einzige was man machen KÖNNTE ist die warme Abluft zum erwärmen der Panele im Winter und so eisfrei erhalten also unabhängig von einander als Einzelsystem betrachten. Viel Spaß.

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Ich möchte dazu Kühlköper mit Wasserkühlung und kein Umweg über Luft nuzen.

Sowas ähnliches gibt als fertige Heizung, ist aber viel teurer als ein Server:

Dafür, dass so ein Server billiger ist als eine Heizung, obwohl er heizt und rechnen kann, könnte es Gründe geben. Ich habe von dem Server keine Ahnung, aber lese oben, dass der eine Leistungsaufnahme von 70 kWh pro Tag hat oder erreichen kann.
Mit anderen Worten: Du hast eine Heizung, die nicht auf Effizienz getrimmt ist, sondern auf Rechenleistung und die Wärme gibt es dann dazu - entweder knapp 3 KW oder nichts. Eine Heizung zeichnet sich hingegen im Allgemeinen dadurch aus, dass sie regelbar ist und nur die Wärme abgibt, die benötigt wird.

Außerdem brauchst Du ein Leitungs-/Verteilsystem, damit die Bude nicht nur dort warm wird, wo der Server steht. Der - soweit ich das nachlesen konnte - auch einen Höllenlärm macht. Du brauchst also eine Art schalldichten Raum - und natürlich das Verteilersystem, das die Wärme aus dem Raum in den Rest der Immobilie leitet.

Dann hätten wir noch das kleine Problem, dass die 3 KW in einem kalten Winter wahrscheinlich viel zu wenig sind und Du eine zusätzliche Heizung brauchst, um die Bude auf Temperatur zu halten.

Im Übrigen verstehe ich den Hinweis mit der PV-Anlage nicht. Ich weiß natürlich nicht, welche Fläche die hat, aber so ganz allgemein habe ich Zweifel daran, dass die PV-Anlage in der Heizperiode genug Strom liefert, um die Server-Heizung zu betreiben und wenn das Teil man das normale Netz anzapfst, zahlst Du 30-40 Ct/kWh und damit ungefähr das Vierfache von dem, was jeder andere Energieträger kostet (außer Uranerz, natürlich). Wärmepumpen rechnen sich nur, weil sie aus einer Kilowattstunde Strom 3-4 Kilowattstunden Wärme machen, während Dein Server aus einer Kilowattstunde Strom mit ein bisschen Glück 2,9 kWh Wärme macht.

Gruß
C.

Es gibt schon lange deartige Systeme. Sie nutzen die Abwärme von Prozessoren als Heizquelle. Die Idee ist also schon alt, ich wollte nur wissen, ob sich das mit einem Server nicht billiger realisieren lässt und jch wollte den Server auch mit Wasser kühlen, ohne den Umweg über die Luft

Gruß

Lisa

Mir ist nicht ganz klar, was Du uns sagen möchtest. Das Wesen eines Rechenzentrums ist, dass es Rechenleistung erbringt und diese Rechenleistung rechtfertigt die Investition in die Geräte. Die entstehende Wärme ist ein Abfallprodukt, das man in den letzten Jahren aber immer mehr sinnvoll zu nutzen versucht. Manchmal in Form von Nachrüstung, manchmal auch direkt als Teil des Gesamtkonzeptes.

Du verfolgst das komplett gegensätzliche Konzept: Du willst Rechenleistung erbringen, die Du nicht brauchst, um als Haupteffekt Wärme zu erzeugen und dafür willst Du Strom nutzen, den Du in der Jahreszeit, in der Du Heizleistung brauchst, nicht in hinreichender Menge erzeugen kannst, so dass Du noch teureren Strom (auch der PV-Strom ist ja nicht kostenlos, sondern kostet Dich mindestens die entgangene Einspeisevergütung) aus dem Netz benötigst.

Wenn Du mit Strom heizen willst, dann kauf Dir ein paar Heizlüfter. Die sind deutlich billiger, besser regelbar und wahrscheinlich sogar noch einen Hauch effizienter.

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Mir schon. Klicks generieren auf unsägliches …

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Hast du dir in den letzten Wochen einmal den Ertrag deiner PV-Anlage angeschaut?

Kennst du deine Verbräuche?

Die meisten PV-Anlagen erzeugen wunderschöne Grafiken und Statistiken bezüglich Produktion, Verbrauch und Einspeisemenge.

Oder fährst du komplett „im Blindflug“?

Ich habe einen Kunden mit einer wunderschönen PV-Anlage und einer hocheffizienten Wärmepumpe.

Der hat im Januar 2026 211,75 kWh Strom erzeugt. Das sind im Schnitt 285 Watt Dauerleistung.
Er hat im selben Zeitraum 2,14 MWh Srom für Haus und Heizung verbraucht. Das entspricht 2,9 kW Dauerleistung. Nicht schlecht für ein großes, vollunterkellertes Haus in dem drei Personen leben und wo auch täglich gekocht wird.

Um einen Server mit rund 3 kW Leistung laufen lassen zu können hast du höchstwahrscheinlich viel zu wenig PV-Module auf dem Dach. Vermutlich würdest du nicht einmal 10% der nötigen Energie vom Dach bekommen.

Beim aktuellen Bitcoin Kurs, Rechenaufwand pro Bitcoin, 234 TH/s bei 3510 Watt Stromaufnahme berechne ich einen Gegenwert in Bitcoin von etwa 10 ct pro kWh.

Eine ins Stromnetz eingespeiste kWh bringt dir je nach Alter der Anlage 8 bis 50 ct pro kWh.
Ist die PV-Anlage noch jung, sind es 8 ct/kWh.

Jetzt kaufst du dir also so einen Miner für 3500 €. Den kannst du nur laufen lassen, wenn mehr als 3,5 kW Überschuss da sind. Wie oft mag das sein? 300 Stunden im Jahr? 500 Stunden?

Würde er 8760 h im Jahr laufen, dann könnte man damit 0,047 Bitcoin im Jahr erzeugen (aktuell 2700 €). Bei (unwahrscheinlich hohen) 500 Stunden: 154 € im Jahr.

Kann mir noch jemand folgen?

3500 € ausgeben, um keine 200 € im Jahr für Bitcoin zu erzielen, wobei man aber gleichzeitig einiges an Einspeisevergütung aufgibt.

Oder, wenn man es vom PV-Ertrag aus betrachtet: 2 ct/kWh mehr Ertrag als bei Einspeisung, das aber nur für wenige hundert Stunden im Jahr, an denen man mehr als 3,5 kW Überschuss hat. Sagen wir 500 h im Jahr? Dann sind es 500 h * 0,02 €/kWh * 3,5 kW = 35 € jährlicher Ertrag. In 100 Jahren hätte sich das rentiert. (Natürlich nicht, weil der Rechenaufwand je Bitcoin kontinuierlich erhöht wird und weil der Minder vorher defekt sein wird).

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Ist der Zweck dieses Forum nicht Fragen und dürfen hier keine gestellt werden?

Fragen beantworten und Aufklärung betreiben.

Die Antwort auf deine Frage hätte auch lauten können: „nichts“.
Wärst du damit zufrieden gewesen?

Niemand hat etwas anderes behauptet, aber wenn als Antwort auf viele ausführliche und sachlich durchaus wertvolle Beiträge lediglich Links auf ein Unternehmen mit völlig anderem Geschäftsmodell und ein hauchzart reißerisches YT-Video kommen, das es mit den Tatsachen auch nicht ganz so genau nimmt, fand ich die Frage nach dem „warum?“ nicht völlig abwegig.

Dass sich Deine Reaktion auf die nächsten ausführlichen Beispiele wieder nur auf diese eine Frage beschränkt, lässt mich auch wieder ratlos zurück. Oder anders formuliert: natürlich soll man hier Fragen stellen, aber es ist für die Antwortenden deutlich motivierender, wenn ein Fragesteller auf die Antworten auch inhaltlich eingeht, anstatt dass er sie keines Wortes würdigt.

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Der Server soll auch abseits in einem ehem. Stadel stehen und in das Zentralheizungs Netz mit einspeisen

Ich habre hier auf eine normale Frage fast nur Kritk bekommen

Die versuche ich dsmit incl. einem Akku zu vermeiden und unsrere PV Anlagen haben etwa 35-40 kw

Den Beitrag wollte ich auch wieder löschen, weil er für einen anderen User gedacht war.

Die Kritik hat doch mit Dir als Person nichts zu tun. Kritisiert wurde
a) die unvollständige bzw. wenig präzise Beschreibung der geplanten Lösung und
b) der Umstand, dass das Vorhaben wirtschaftlich wenig Sinn macht.

Wenn Du nur hören wolltest, was das für eine tolle Idee ist, ist das Ergebnis natürlich aus Deiner Sicht ein bisschen unbefriedigend, aber es hilft Dir ja auch nicht, wenn Dir alle applaudieren und sich die Sache am Ende nicht rechnet bzw. gar nicht funktioniert.

Der Beitrag ist deswegen nur so kurz, weil ich dafür nur rund 15 Min. Zeit hatte und ich ich noch weiter ausführen möchte

Gruß

Lisa

Was macht es hier Sinn, weil kein kommerzielles Interesse besteht?