Server-Kosten pM bei Fremd-Admininstration

Hallo!

Ich hätt’ da 'mal eine Frage an die Experten unter Euch, die beruflich selbst Server administrieren:

Unsere Abteilung in der Firma hat wie jede andere einen zugeteilten Speicherplatz auf dem Server von 100 GByte (nach Rahmenvertrag). Davon sind etwa 80 GByte von laufenden Projekten belegt. Das Einsparungspotential - wer macht sich die Mühe? - dürfte bei rund 15-20 GByte liegen.

Allerdings sieht die Gesamtplanung vor, zunächst rund 10.000 Bilder elektronisch zu archivieren. Bedingung: Fotos im Format TIFF unkomprimiert, je bis max. 10 MB; (Lese-) Zugriff firmenweit vorgesehen. Der von mir kalkulierte Speicherbedarf liegt zwischen 60 und 75 GByte, je nachdem, welches Bildmaterial noch zu Tage kommen wird.

Nun zur Gretchenfrage:

Die (outgesourcte) Service-Gesellschaft stellt je 1 GByte Überhang (>100 GB) mit 18.- Euro monatlich in Rechnung.

Ist das viel, wenig oder etwa angemessen?

Ich bin wirklich sehr neugierig, was Ihr dazu meint.

(Detailfragen können bis zu einer gewissen Diskretionsgrenze noch beantwortet werden…)

Gruß D.

PS: Der erwähnte Rahmenvertrag sei jetzt nicht in Frage gestellt, auch wenn sich die Service-Gesellschaft damit eine Goldene Nase verdient.

Hi,
Mich würde interessieren, ob auch ein Übertragunsvolumen begrenzt ist oder all inclusive ?
Was nutzt ein großes Süpeichervolumen, wenn ich das Übertragunsvolumen schon nach zu kurzer Zeit erreiche und dann für jedes weitere übertragende MB noch einmal gesondert zahlen muss ?

Gruß
BJ

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hy,

hmm, für mich stellt sich da eher die Frage warum man die zusätzlichen anfallenden GB extra zahlt und sich nicht einen entsprechend anderen Server mietet?! Nach Deiner Kalkulation und wenn man dazu noch etwas „Luft“ nach oben einkalkuliert wird es mitsicherheit so sein, das es mehr wird :wink:
Also wären alternativen bestimmt nicht sooo schlecht…

gruß
h.

Ich hätt’ da 'mal eine Frage an die Experten unter Euch, die
beruflich selbst Server administrieren:

Unsere Abteilung in der Firma hat wie jede andere einen
zugeteilten Speicherplatz auf dem Server von 100 GByte (nach
Rahmenvertrag). Davon sind etwa 80 GByte von laufenden
Projekten belegt. Das Einsparungspotential - wer macht sich
die Mühe? - dürfte bei rund 15-20 GByte liegen.

Allerdings sieht die Gesamtplanung vor, zunächst rund 10.000
Bilder elektronisch zu archivieren. Bedingung: Fotos im Format
TIFF unkomprimiert, je bis max. 10 MB; (Lese-) Zugriff
firmenweit vorgesehen. Der von mir kalkulierte Speicherbedarf
liegt zwischen 60 und 75 GByte, je nachdem, welches
Bildmaterial noch zu Tage kommen wird.

Nun zur Gretchenfrage:

Die (outgesourcte) Service-Gesellschaft stellt je 1 GByte
Überhang (>100 GB) mit 18.- Euro monatlich in Rechnung.

Ist das viel, wenig oder etwa angemessen?

Ich bin wirklich sehr neugierig, was Ihr dazu meint.

(Detailfragen können bis zu einer gewissen Diskretionsgrenze
noch beantwortet werden…)

Gruß D.

PS: Der erwähnte Rahmenvertrag sei jetzt nicht in Frage
gestellt, auch wenn sich die Service-Gesellschaft damit eine
Goldene Nase verdient.

Hallo, BigJohn!

Mich würde interessieren, ob auch ein Übertragunsvolumen
begrenzt ist oder all inclusive ?

Es ist wirklich komplett „all inclusive“.

Übertragunsvolumen

Es handelt sich nicht um einen Webserver bzw. Webspace wie man ihn von Hoster wie 1&1 usw. kennt. Und die Datenübertragung ist per Standleitung zu einem lokalen Server-Park gewährleistet.

Aufforderung: Denkt 'mal in groooßen Dimensionen. :wink:

Gruß, D.

Hy,

hmm, für mich stellt sich da eher die Frage warum man die
zusätzlichen anfallenden GB extra zahlt und sich nicht einen
entsprechend anderen Server mietet?!

Die Dienstleistung ist am Block „out-ge-sourced“; das heißt, der Rahmenvertrag sichert dem Dienstleister die Exklusivrechte, also mit Ausschließlichkeitsklausel - oder so. (Kenne mich juristisch da nicht so ganz aus.)

Es ist allerdings so, dass „dies“ vor ein paar Jahren (ich meine, es wäre 2003/2004 gewesen) eine geschäftspolitische Entscheidung war. Rund 50 Mitarbeiter wechselten zu der Service-Gesellschaft, die jetzt auch die Rechnungen schickt. - Etwa Mitte 2006 stellte sich dann auf Abteilungsebene der Haken an der Sache mit der 100-GB-Grenze heraus.

Es ist jetzt eben dringend an der Zeit, Argumente zu finden, warum der Rahmenvertrag geändert/erweitert werden muss. Ohne diese Argumente sind die Möglichkeiten der Geschäftsleitung sehr begrenzt, da „die“ nur einen blassen Dunst von Computertechnik haben. - Sieht man ja…

Deshalb meine Frage nach Preisen, die im Profi-Bereich berechnet werden.

Nach Deiner Kalkulation
und wenn man dazu noch etwas „Luft“ nach oben einkalkuliert
wird es mitsicherheit so sein, das es mehr wird :wink:
Also wären alternativen bestimmt nicht sooo schlecht…

In der Tat. Da gebe ich Dir vollkommen Recht.
Wir schreiben ja erst das Jahr 2007. Und ich denke, das erforderliche / wünschenswerte Volumen wird sich unter Anbetracht des technischen Fortschritts, wenn nicht etwas Entscheidendes unternommen wird bzw. passiert, bis sagen wir 2010 mehr als verdoppelt.

Gruß, D.

Hallo,

Die (outgesourcte) Service-Gesellschaft stellt je 1 GByte
Überhang (>100 GB) mit 18.- Euro monatlich in Rechnung.

Ist das viel, wenig oder etwa angemessen?

Vielleicht kommt es auch darauf an, was sonst noch so in der Leistung steckt, z.B. wie werden die Daten gesichert? Wie ist die Ausfallsicherheit?

Bei uns z.B. stellt die Datensicherung einen gewissen Engpass dar, die Sicherungs-Bänder können immer gar nicht nicht so schnell wachsen wie die Festplattengrößen. Selbst die Verwendung von Raid-Systemen schützt nicht vor Datenverlust (bei uns letztens 4 von5 Platten gleichzeitig ausgefallen, daher Datenverlust im laufenden Betrieb).
Letztendlich muss der ganze Aufwand im „Hintergrund“, falls es ihn gibt, ja auch finanziert werden, man sollte nicht nur die Preise/Kapazitäten der Festplatten betrachten.

Beatrix

Hallo,

Die (outgesourcte) Service-Gesellschaft stellt je 1 GByte

Überhang (>100 GB) mit 18.- Euro monatlich in Rechnung.

Ist das viel, wenig oder etwa angemessen?

Um dies beantworten zu können, müsste man wissen, was alles in den € 18,-- drin ist. Also z.B.

  • Hardwarekosten Erstinstallation/Hardware-Kosten Ersatzbeschaffung
  • Speichertechnologie (einfache P/SATA/SCSI-Platten oder ausfallsichere RAID X-Systeme, SAN, …) die Dinger kosten sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb höchst unterschiedlich, stellen aber auch sehr unterschiedliche Funktionalitäten zur Verfügung, die man braucht/nicht braucht und ggf. bezahlt, ohne dass man sie braucht. Im RZ-Bereich ist es daher üblich Unterschiedliche Klassen von Speichersystemen für verschiedene Anwendungen zu unterschiedlichen Preisen anzubieten.
  • Backup-Verfahren (Medium/Häufigkeit/Umfang), Wiederherstellungskosten

Ohne die Verträge bzw. Leistungsbeschreibungen genau zu kennen, kann man nicht sagen, ob der Betrag gerechtfertigt ist oder nicht. Wäre als ob man sagen würde, dass ein VW für 25.000,-- günstig ist oder nicht, ohne zu wissen, ob man von einem niegelnagelneuen Phaeton oder einem Polo erstes Modell spricht.

Grundsätzlich sollte man aber die Verträge mal daraufhin überprüfen, ob und welche Kündigungs-/Anpassungsfristen vorgesehen sind. Solche sollte man im IT-Bereich reletiv eng setzen, weil die technische Entwicklung sehr schnelllebig ist. Gerade bei den Speicherkosten macht es z.B. einen massiven Unterschied, ob ich irgendwann mal zur Zeit der ersten Kalkulation 1GB-Platten eingesetzt habe, die pro Stück x-Euro gekostet haben, ich heute aber nur noch Platten mit 100 GB bekomme, die jetzt genauso viel kosten. Und wenn das Backup-System inzwischen auch 100mal schneller ist (schön wäre es) und die Tapes dafür auch bei identischem Volumenzuwachs preisstabil geblieben wären, dann gäbe ee gute sachliche Gründe heute pro 100GB das zu verlangen, was man früher für 1GB verlangt hat. (und natürlich noch 100 andere Gründe, warum man es sicher doch nicht so billig, aber doch zumindest deutlich billiger machen kann).

An solchen Dingen kann man aber als einzelner Sachbearbeiter nichts machen. Das muss über die Abteilungsleiter eskaliert werden, um dann auf Ebene der vertragsschließenden Einheit zu Neuverhandlungen zu kommen. Ich spiele diese Spiele in großen RZ ziemlich regelmäßig, und möchte dir daher nicht zuviel Hoffnungen machen, dass Du da alleine etwas erreichen könntest. Allein die Beauftragung solcher Neuverhandlungen erfordert schon ein nettes Budget, das man in einzelnen Abteilungen schon gar nicht hat.

Gruß vom Wiz

Hallo und Danke!

Die (outgesourcte) Service-Gesellschaft stellt je 1 GByte
Überhang (>100 GB) mit 18.- Euro monatlich in Rechnung.

Ist das viel, wenig oder etwa angemessen?

Obwohl ich Euch nicht viel verraten durfte zum Wer und Wo, und obwohl ich nicht viel über die erwähnte Service-Gesellschaft und deren reelle Ausstattung weiß…, haben mir Eure Antworten und Gegenfragen doch ziemlich weitergeholfen.

Vielleicht kann ich einmal zu fortgeschrittener Zeit etwas mehr berichten; auch wenn es noch Monate dauert, dann ‚hier im Brett IT-Sicherheit‘.

Danke + liebe Grüße

D.