Hallo,
ich kümmere mich beruflich auch um einen kleinen Server. Das Ding läuft mit Linux und stellt ein paar Programmdateien (Samba, NFS) sowie zwei Drucker (Samba, Cups) für ein halbes Dutzend XP- und Linuxworkstations (beim booten der WS auswählbar) zur Verfügung.
Leider ist gestern der jetzt 4Jahre ununterbrochen laufende Server (Athlon 1,4GHz) gestorben - Hitzetod, nachdem der Lüfter auf dem Motherboardchipsatz den Geist aufgegeben hat. Die Festplatte habe ich dann in den noch vorhandenen Vorgänger des Servers (P1/133MHz !) eingebaut, deshalb besteht erstmal kein Zeitdruck für die Anschaffung eines neuen Servers.
Meine Frage:
der blöde Lüfter und die Folgen seines Ausfalls (das Ding hatte keine Drehzahlüberwachung) lassen mich für einen neuen Server an ein passiv gekühltes System denken. Das einzige, was sich da noch drehen soll, wären zwei gespiegelte Festplatten. Ist das sinnvoll oder preislich derart daneben, daß man lieber einen Lüfter in Kauf nehmen sollte, der dann eben Drehzahlüberwacht sein müsste (gibt’s das überhaupt für Netzteillüfter?)? Was sollte man noch beachten?
Gruß und Danke im Voraus
Axel
Meine Frage:
der blöde Lüfter und die Folgen seines Ausfalls (das Ding
hatte keine Drehzahlüberwachung) lassen mich für einen neuen
Server an ein passiv gekühltes System denken. Das einzige, was
sich da noch drehen soll, wären zwei gespiegelte Festplatten.
Ist das sinnvoll oder preislich derart daneben, daß man lieber
einen Lüfter in Kauf nehmen sollte, der dann eben
Drehzahlüberwacht sein müsste (gibt’s das überhaupt für
Netzteillüfter?)? Was sollte man noch beachten?
Gruß und Danke im Voraus
Axel
Hallo Axel,
die professionellen Server, die ich kenne, haben das Gegenteil von passiver Lüftung: so viele grosse Profilüfter, wie sich nur unterbringen lassen, so dass der Ausfall eines einzelnen das System nicht gefährdet. Unser IBM-Server hatte zwar Kühlkörper ohne aufmontierten Lüfter auf den Prozessoren, die wurden aber durch einen Kunststoff-Luftkanal von mehreren Lüftern mit mehr als 100 mm Durchmesser angeblasen.
Die Zeiten sicherer passiver Kühlung sind wohl mit dem Pentium MMX 233 zu Ende gegangen, bei heutigen Systemen, die eine Fussbodenheizung im Winter versorgen könnten, dürfte das nicht mehr machbar sein.
Gruss Reinhard
Moien
Ist das sinnvoll oder preislich derart daneben, daß man lieber
einen Lüfter in Kauf nehmen sollte, der dann eben
Drehzahlüberwacht sein müsste (gibt’s das überhaupt für
Netzteillüfter?)? Was sollte man noch beachten?
Es gibt durchaus passiv gekühlte Systeme. Allerdings sind die entweder langsam oder sauteuer. Wenn der PI 133 für die Gruppe ausreicht: sowas in passiv kostet etwa 100 Euro (mit Gehäuse und Netzteil, ohne Platten), 150 (ohne Gehäuse oder Platten) wenn eine Graka dran sein soll.
Wenn es die Leistung des alten AMD 1.4 sein soll muss man bei komplett passiven auf ULV PentiumM gehen. Da kostet die CPU alleine über 150 Euro.
Andererseits überlebt selbst ein stinknormaler P4 (die derzeit grösste thermische Katastrophe) den Ausfall des CPU-Lüfters meistens einige Tage (Die CPU schaltet runter wenn die Tempertur steigt). Netzteillüfter ist allerdings tötlich.
Viele normale Boards können CPU und Motherboardlüfter shcon von hause aus überwachen. Man braucht manchmal Treiber, aber das sollte selbst unter Linux mit lmsensors gehen. Nachteil: Netzteillüfter werden nicht vom Motherboard kontrolliert und dementsprechend auch nicht überwacht.
Es gibt aber auch Lüfterüberwacher die lospiepen sobald ein angeschlossener Lüfter steht. Die Pieper sind sehr, sehr laut aber bei Netzteillüfter auch aufwendig zu installieren. Selbst wenn das OS hängt und das BIOS nicht mehr reagiert gehen die Teile noch.
cu
Hallo Axel,
da du hier so fragst geh ich davon aus das du selber den
neuen Server zusammenstellen willst und nicht einfach ‚nur‘
bei Dell oder so was aussuchen willst.
Ich sehe für dich zwei Ansätze: Wenig Wärme erzeugen durch
Runtertakten und/oder redundante Kühlung zur Wärmeabführung.
Leider ist gestern der jetzt 4Jahre ununterbrochen laufende
Server (Athlon 1,4GHz) gestorben - Hitzetod, nachdem der
Lüfter auf dem Motherboardchipsatz den Geist aufgegeben hat.
Da offenbar die CPU-Leistung nicht sehr hoch sein muss, würde
ich im neuen System die CPU runtergetaktet (!) einbauen.
Dadurch minimiert sich die Heizleistung beachtlich und der
Lebensdauer tut es auch gut.
der blöde Lüfter und die Folgen seines Ausfalls (das Ding
hatte keine Drehzahlüberwachung) lassen mich für einen neuen
Server an ein passiv gekühltes System denken. Das einzige, was
sich da noch drehen soll, wären zwei gespiegelte Festplatten.
Das passt mMn in sich nicht zusammen. Ein ‚echtes‘ passives
System in diesem Sinn dürfte dann nicht mal im Netzteil einen
Ventilator haben. Wenn es den aber hat, hängt doch wieder alles
von dem einen Stück Mechanik ab.
Ich halte redundante Belüftung für den besseren Weg.
- ein 2,5 m Rack mit Belüftung von Hohlboden her und Entlüftung
durch 6 oder 9 großes Fans oben wäre der ideale Rahmen *träum* - ein großes Gehäuse mit mehreren möglichst großen Gehäuselüftern.
- modernem Netzteil mit 12 Zoll Lüfter in Richtung der CPU.
- ein großer Kühlkörper auf der CPU mit großem Venilator drauf.
Wenn dazu das Gerät noch an einer klug gewählten Stelle steht
(und in sich halbwegs aufgeräumt ist) solltest du mit
-Netzteillüfter
-Gehäuselüfter(n)
-Kühlkörperlüfter
3 verschiedene Systeme zur Verfügung haben von denen jedes ALLEIN
den Kühlkörper auf der CPU ausreichend belüften kann.
Ich würde sowohl FSB als auch Multiplikator der CPU anfassen und
mich für einen Athlon64 entscheiden da diese eine geringere Ver-
lustleistung haben als gleichschnellere/-teurere von Intel. Aber
fürs Runtertakten von CPUs gibt es hier bessere Experten als mich.
Zwei Gedanken noch: Die Auswahl der Gehäuses ist fast das wichtigste
dabei und auch die aktuellen Festplatten mögen es kühl 
Viele Grüße
Jake
Hallo,
Ist das sinnvoll oder preislich derart daneben, daß man lieber
einen Lüfter in Kauf nehmen sollte, der dann eben
Drehzahlüberwacht sein müsste (gibt’s das überhaupt für
Netzteillüfter?)? Was sollte man noch beachten?
Hm, keine Ahnung, irgendwie würde ich meinen Ehrgeiz nicht darin hängen, eine
lüfterlose Maschine zu bekommen, sondern eher einen soliden Rechner.
Ich mag vom Aufbau ja die alten Sun-Rechner, die sind sehr solide. Meine Ultra
1 läuft sehr rund, ebenso die Ultra 5. Ich würde den Dingern noch eine lange
Laufzeit zutrauen, bei Ebay gibts sowas für ein paar Euros.
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HTH,
Sebastian
Danke
Hallo,
nachdem alle hier dieselbe Meinung haben, werde ich mich wohl doch nache einem System mit redundanten Lüftern schauen. Diesmal dann mit entsprechender Warneinrichtung, damit nach einem Lüfterausfall das System runterfährt und nichts weiteres kaputtgeht.
Danke Euch allen
Axel