Diesen Satz finde ich bei Bentham, den er einem preussischen König zuschreibt. Nur was heisst dies?
Irgendwas mit dienen, 2x - nicht - und datur kommt doch von dare, geben?
Hilfe!
Diesen Satz finde ich bei Bentham, den er einem preussischen König zuschreibt. Nur was heisst dies?
Irgendwas mit dienen, 2x - nicht - und datur kommt doch von dare, geben?
Hilfe!
Irgendwas mit dienen, 2x - nicht - und datur kommt doch von
dare, geben?
Hallo Karl-Heinz,
non datur (gern im Sinn der Logik gebraucht): … gibt es nicht.
Also: „Eine servitus servitutis gibt es nicht.“
Servitus servitutis: Die Knechtschaft einer Knechtschaft (?),
Sklaverei einer Sklaverei (?).
Da müsste man den Zusammenhang kennen, weil der lateinische Genitiv sehr vieldeutig ist.
Gruß!
H.
Nun, es stammt aus einer Fussnote (Chapter II) von Benthams Werk „Of Principles of Morals and Legislation“.
Bentham sagt weiterhin das quia als Konjunktion für den Spruch dient.
Für das jurisprudenze Ohr soll dann -tus -tutis weniger melodisch klingen als -atus -are es wären.
Ich bin mit meinem Latein am Ende.
Servus,
mir kommt das vor wie ein genitivus obiectivus: servitus servitutis wäre dann die „Knechtschaft gegenüber, hinsichtlich, im Bezug auf der/die Knechtschaft“, juristisch wohl „gegenüber einem im Status der Knechtschaft befindlichen Unfreien“.
Also: „Es gibt kein Knechtschaftsverhältnis im Bezug auf ein (schon bestehendes) Knechtschaftsverhältnis“ >> „…im Bezug auf einen selbst im Knechtschaftsverhältnis Befindlichen“.
Würde das im gegebenen Kontext einen Sinn geben?
Schöne Grüße
MM
Ja Karl Heinz,
Bentham sagt weiterhin das quia als Konjunktion für den Spruch
dient.
Das heißt ja doch, dass der Spruch als Begründung gedacht ist („quia“ heißt „weil“) - wofür denn bloß? (Spann uns doch nicht so auf die Folter!)
Für das jurisprudenze Ohr soll dann -tus -tutis weniger
melodisch klingen als -atus -are es wären.:
Da geht’s mir jetzt genauso:
Ich bin mit meinem Latein am Ende.
? Kann der Satz bedeuten:
… weil Knechtschaft/Dienstbarkeit (o. ä.) keine Knechtschaft … haben kann;
etwa in dem Sinn: ein Knecht/Sklave/Diener kann (als Unfreier) nicht gleichzeitg selbst einen Knecht/Sklaven/Diener haben?
Schöne Grüße!
H.
Ps.: Ich hab mal die Einführung eines von mir öfter schon vemissten Brettes „Rechtsgeschichte“ angeregt - leider unerhört.
Hallo, Hannes und andere Grübler,
? Kann der Satz bedeuten:
… weil Knechtschaft/Dienstbarkeit (o. ä.) keine Knechtschaft
… haben kann;
etwa in dem Sinn: ein Knecht/Sklave/Diener kann (als Unfreier)
nicht gleichzeitg selbst einen Knecht/Sklaven/Diener haben?
ohne zu wissen, ob das bei dem Bentham-Text wirklich hilfreich ist, wage ich eine weitere Spekulation: Könnte es sich um den juristischen Begriff der „Servitut“ handeln?
Servitut (lat., Dienstbarkeit), das an einer fremden Sache bestellte dingliche Recht, vermöge dessen dem Berechtigten bestimmte Gebrauchsrechte an jener Sache zustehen…
http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/…
Über einen ähnlichen Spruch gibt es eine Abhandlung, allerdings bezogen auf französisches Recht:
Die Bedeutung des Römischen Rechtssatzes: „Servitus servitutis esse non potest“ im französ. Rechte
Von Georg Löhr, Landger.-Referendar , nachzulesen auf http://dlib-zs.mpier.mpg.de/mj/kleioc/0010/exec/bigp…
Gruß
Kreszenz