Servomotoren

Hallo

Neulich hatten wir in einem produktionsbetrieb folgendes Problem.
An einer Verpackungsmaschine lief ein ein Servomotor nicht mehr richtig.Nach einigen Proben und suchen,stellte sich heraus,dass ein Kugelager IM Servomotor defekt war.Nun moechte ich fragen,ob jemand weiss,ob man den Motor ausernander bauen kann um das Lager zu tauschen,So weit ich weiss,haben ja die Servomotoren Permanentmagnete die beim oeffnen beschaedigt werden koennen.
Weiss jemand Rat?Gibt es vielleicht im WWW mehr infos dazu?
Vielen Dank
Stefan

Soweit ich weiß , sind die Kugellager alle genormt , so das man wahrscheinlich Ersatz bekommen kann .
Absplitterungen an Magneten müssen sorgfältig entfernt werden , weil , sonst ist bald wieder dasselbe Problem .
Das ist übrigens nicht so einfach .
Es kann auch sein , das der/die Magnet(en) mal einen Hammerschlag bekommen hat und zersplittert ist , wovon auch das Kugellager kapputt gegangen sein kann .
Eventuell ist es sicherer , einen neuen Motor einzubauen .
Den Rotor im Gehäuse zu zentrieren , wird wohl etwas schwierig werden , hier kann man nur mit Cleverness weiterkommen , das Teil müßte man sich ansehen .
MfG

…und was machst Du mit dem Geber
Hi,

wenn Du einen normalen 3-phasige Servomotor hast, der über einen Umrichter angesteuert wird, ist das nicht so ohne.

Du hast das Problem, wenn Du den Motor gegenüber dem Lagegeber verdrehst, der motor falsch bestromt wird.

Der Geber muss auf den Motor abgestimmt werden. Also ich würd lieber die Finger davon lassen, die Pollage dann mit dem Oszi wieder emessen ist nicht so einfach.

Soooo teuer sind die Motorenwerkstätten auch nicht…

Gruß,

Sven

Hi!

Nun moechte
ich fragen,ob jemand weiss,ob man den Motor ausernander bauen
kann um das Lager zu tauschen,

Ja.

So weit ich weiss,haben ja die
Servomotoren Permanentmagnete die beim oeffnen beschaedigt
werden koennen.

So empfindsam sind die nicht. Du musst nur drauf achten, dass Du eine Eisenwelle (mit ähnlichem Durchmesser) anstatt des Rotors vorichtig einsetzt um den Magneten zu schützen.
Zumindest haben das unsere Elektromaschinenbauer so gemacht.

Mit der Positionierung dürftest Du keine Probleme bekommen, wenn Du überall Markierungen anbringst. Im allgemeinen wird für den Referenzwert sowieso ein externer Schalter an der Anlage gesetzt. Am besten die Schaltpläne vorher zu Rate ziehen.

Hi,

also mit der Reparatur von Servo´s ist das wirklich nicht so einfach, selbst die Elektrowerkstätten tun sich da etwas schwer.
Wie weiter oben schon angedeutet, geht es um die Justierung des Lagegebers (meistens ein s.g. Resolver).
Der liefert nicht nur das IST - Drehzahlsignal für den Drehzahlregler (Rundlaufgenauigkeit) sowie eine evtl. vorh. Positioniersteuerung, sondern wird auch für die Ansteuerung der Motorwicklungen benötigt.

Da auf dem Rotor Permanentmagnete aufgeklebt sind, welche den Rotor eindeutig polarisieren (N/S) , muss die Statorwicklung genau 90° zum Rotormagnetfeld gleichsinnig bestromt werden – nur so kann das optimale Drehmoment entwickelt werden. Liefert der Resolver falsche Lageinformationen, so kann es passieren, dass der Antrieb nach der Reparatur „etwas schwach auf der Brust ist“ (da ja effektiv nur der SINUS des Winkels zwischen xPol des Rotors und xPol des Stators als drehmomentbildende Komponente zur Verfügung steht) und thermisch zu hoch belastet wird.
Ich empfehle den Servo´ a.d. Hersteller zur Reparatur zu schicken.

Gruß - Schulle