Seti

Liebe/-r Experte/-in,

ich trage mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, bei seti mitzumachen. Eines schreckt mich allerdings etwas ab:

So wie ich es verstanden habe, biete ich dadurch einem anderen Computer(-Netzwerk) per Fernsteuerung oder wie man es auch immer bezeichnen will, Zugriff auf meinen Rechner.

Wie hoch ist denn da das Risiko? Wird dadurch nicht Trojaner, Würmern und anderen Mißbrauchsmöglichkeiten Tür und Tor geöffnet?

Danke im voraus für den Rat.

Grüße aus dem sonnigen Südhessen

sendet Morelle

Hallo Morelle,
ich selber mache bei SETI seit dem Jahre 2000 mit und außerdem seit ca. 2006 auch bei einem Klimaprojekt. Darüberhinaus gibt es noch Dutzende weitere wisenschaftlicher Projekte, die auf „verteiltes Rechnen“ setzen. All diese Projekte laufen auf einer einheitlichen Plattform (BOINC), die es dem Mitrechner ermöglicht, seine Prioitäten zu setzen (z.B. wann gerechnet werden darf und wann nicht, wieviel Prozent Rechnenleistung welches Projekt bekommen soll u.v.m.)
Diese Plattform läuft sehr zuverlässig, kümmert sich automatisch darum, neue Rechneneinheiten zu holen und fertige abzuschicken.
Daß es dabei jemals zu Angriffen auf den eigenen Rechner gekommen ist, daß Trojaner oder andere Viren dadurch auf Rechner gelangt sind, ist mir nicht bekannt. Und es haben sich bereits Millionen User an diversen Projekten beteiligt. (SETI hatt zu seiner Hochzeit über 5 Mio User!)
Außerdem gibt es die Möglichkeit, daß man in ein Team eintritt. Das gibt einem die Möglichkeit, sich besser auszutauschen, sich bei Problemem (auch anderer Art) zu helfen. Ich habe z.B. fast mein gesamtes Wissen über Computer durch diese Community erlangt.
Ich selber bin im Team „Seti-Nordlichter“ (http://www.nordlichter-team.de/index.php?title=Haupt…) Daneben gibt s aber auch vile weitere Team, das größte in D ist Seti-Germany. (http://www.setigermany.de/index.htm)

Ich hoffe, ich konnte dir weierhelfen, anonsten einfach noch mal fragen.
Viele Grüße von Uwe

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Nun, beim SETI-Programm installierst Du ein kleines Tool auf Deinem Rechner, was sich als Bildschirmschoner immer dann aktiviert, wenn Du nicht am Rechner bist. Es wird ein Datenpaket vom SETI-Server herunter geladen. Für diesen Moment braucht das Programm eine Online-Verbindung (oder eine Firewall-Freigabe). Während der Bearbeitung des Paketes ist keine Online-Verbindung nötig. Vergleichbar also wie mit einem Viren-Scanner, der auch nur immer zur Aktualisierung eine Verbindung braucht.

Die Gefahr, dass sich Hacker dazwischen setzen, und Malware einschleusen, ist natürlich immer gegeben. Allerdings schätze ich das in diesem Falle als sehr gering ein.

Eine Fernsteuerung des Rechners beinhaltet das SETI-Programm übrigens nicht…

entschuldigung das ich erst jetzt antworte.

Von dem Projekt bekommt man nur Daten die nicht ausführbar sind zugeschickt. Diese wird dann von einem Programm bearbeitet, welches man sich vorher auf dem eigenen Rechner installieren muss. Ich persönlich gehe davon aus das dieses Programm „sauber“ ist. Das Programm an sich verändert sich nicht außer man installiert ein Update.