Setze ich ein Kommata?

Hallo,

folgender Satz:

Ich bin mir sicher, meine bereits erworbene (,?) ausgeprägte Kommunikationskompetenz ist für den Beruf von Vorteil.

Setze ich an der Stelle in der Klammer ein Kommata oder nicht?

Hallo,

Ich bin mir sicher, meine bereits erworbene (,?) ausgeprägte
Kommunikationskompetenz ist für den Beruf von Vorteil.

Setze ich an der Stelle in der Klammer ein Kommata oder nicht?

Du setzt kein Komma („Kommata“ ist Mehrzahl), siehe http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/… :

"Zwischen nicht gleichrangigen Adjektiven und Partizipien schreibt man kein Komma.
Es geht hierbei um Adjektive und Partizipien, von denen das erste die ganze folgende Wortgruppe bestimmt:
die allgemeine politische Lage
lauwarmes englisches Bier
deine neue gefütterte Jacke
"

In Deinem Beispiel sind „erworbene“ und „ausgeprägte“ nicht gleichrangig.

Gruß
Kreszenz

wie wäre es mit:
„Ich bin mir sicher, dass meine bereits erworbene, ausgeprägte Kommunikationskompetenz für den Beruf von Vorteil ist.“

wie wäre es mit:
„Ich bin mir sicher, dass meine bereits erworbene, ausgeprägte
Kommunikationskompetenz für den Beruf von Vorteil ist.“

Das Komma kann entfallen, aber mit „und“ ersetzen finde ich stillistisch besser. „Ich bin mir sicher, dass meine bereits erworbene und ausgeprägte
Kommunikationskompetenz für den Beruf von Vorteil ist.“

Hi,

Ich bin mir sicher, meine bereits erworbene (,?) ausgeprägte
Kommunikationskompetenz ist für den Beruf von Vorteil.

Unabhängig von der bereits geklärten Komma-Frage: dieser Satz ist unerträglich. Das ist ein Hirngeschwurbel von jemandem, der Selbstverständlichkeiten zu Bedeutendem erheben will.

Aber wenn es denn sein soll würde ich den Satz darauf verkürzen:

Ich bin mir sicher, meine bereits erworbene (,?) ausgeprägte
Kommunikationskompetenz ist für den Beruf (**) von Vorteil.

(**)
Geht es um eine Ausbildung? Dann ist „Beruf“ ok - sonst würde ich eher schreiben „für diese Aufgabe“

Gruß,

Anja

Das Komma kann entfallen, aber mit „und“ ersetzen finde ich
stillistisch besser.

Wenn man zwischen die Beifügungen ein „und“ sinnvoll setzen könnte, sind, kann das Komma eben gerade nicht entfallen, weil es sich dann um gleichrangige Adjektive handeln würde.

Bei dem Satz

„Ich bin mir sicher, dass meine bereits
erworbene und ausgeprägte
Kommunikationskompetenz für den Beruf von Vorteil ist.“

sind weder Komma noch „und“ korrekt, weil die Beifügungen nicht gleichrangig sind, sondern das erste Adjektiv (erworbene) die folgende Fügung (ausgeprägte Kommunikationskompetenz) näher bestimmt.

„Meine erworbenen und ausgeprägten Kenntnisse“ ist ebenso fehlerhaft wie „die letzten und großen Ferien“ (bzw. die letzten, großen Ferien) oder „Wir wünschen ein gutes und neues Jahr“ (bzw. ein gutes, neues Jahr).

Gruß
Kreszenz

Du hast sicherlich recht bei allem, aber irgendwie mein Sprachgefuehl spricht dagegen. Bei diesem Wortwahl wuerde man beim lebendigen Sprechen immer eine rhetorische Pause machen, was das Komma im schriftlichen Text wiederspiegelt, oder vielleicht noch die Sprachmelodie bei „ausgepreaegt“ aendern, den Ton anheben etc. Ich finde das Beste waere ein Wort von beiden entfallen lassen.

aber irgendwie mein
Sprachgefuehl spricht dagegen. Bei diesem Wortwahl wuerde man
beim lebendigen Sprechen immer eine rhetorische Pause machen,
was das Komma im schriftlichen Text wiederspiegelt, oder
vielleicht noch die Sprachmelodie bei „ausgepreaegt“ aendern,

Das mag schon sein; hier wurde aber ausdrücklich nach einer Rechtschreibregel gefragt (offenbar im Zusammenhang mit einem Bewerbungs_schreiben_).

Das eigene „Sprachgefühl“ - selbst dann, wenn es im Gegensatz zu den geltenden Regeln steht - als Maßstab für orthographische oder sprachliche Korrektheit zu setzen und entsprechende Ratschläge zu Schreibweise oder Kommasetzung zu geben, halte ich für sehr problematisch.
Es gibt eben nun mal Fälle (z. B. Bewerbungsschreiben, wissenschaftliche Arbeiten etc.), wo es darauf ankommt, die aktuell gültige Rechtschreibung zu beherrschen, egal, ob einem das schmeckt oder nicht.

Gruß
Kreszenz

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