Meine Frage wäre, kann man mit Setzfix auch größere Fundamente erstellen,z.B für eine ca.25qm große Terrasse die mit Holz belegt werden soll?
Hallo waendelin,
„Setz-Fix“ - diese Bezeichnung sollten wir uns einmal auf der Zunge zergehen lassen und damit Deine Frage bereits beantworten.
Setzen (eines Gartenzaunes oder eines Pfahls) und Fix (geht sie, die Montage).
Es ist also ein Schnellmörtel von dem wir hier sprechen, eine Trockenmörtelmischung, welche für kleinere Betonierarbeiten Einsatz finden kann, womit Deine Frage bereits eine Antwort aus der Produktbezeichnung abgeleitet erhalten hätte.
Doch wir schauen uns einmal -da wir neugierig sind- die Verarbeitung von „Setz-Fix“ an. Das wird nun interessant!
Da wird ein Bodenaushub notwendig. Üblicherweise für einen kleinen Pfosten 30cm x 30cm x 50cm (LxBxT) oder den Pfahl einer Wäschespinne. Aber WIR wollen ja hier mehr!
Das wäre -wenn wir nun einen Pfahl für unsere Wäschespinne fix setzen wollten- eine überschaubare Fläche von nur 0,09m².
Du willst nun ein 25m² großes Fundament damit gießen. Das wird spannend!
Du arbeitest nach dem herstellerseitig beschriebenen Verfahren, wo mit schichtenweise aufgetragenem Trockenmörtel und einer Gießkanne für die Wasserzufuhr gearbeitet werden soll. Einige Säcke werden es schon werden, bei 25m² Fläche und ca. 20cm Aufbauhöhe, welche du ranschleppen musst.
Neben den nachfolgend beschriebenen Arbeiten musst Du die nicht nur ranholen, öffnen, ausgießen, sondern auch die ganzen Papiersäcke entsorgen. Wind beispielsweise macht „anhänglich“. Back to the roots.
Alte (fliegende) Papiersäcke im Arbeitsfeld stören in mehrfacher Hinsicht die Harmonie beim Arbeiten.
Noch ist nichts mit der Trockenmischung passiert, zumindest solange kein Wind weht und es nicht regnet. Aber wir sind optimistisch, dass uns das Werk gelingen werde.
Lieber „waendelin“, selbst der Laien kann bis hierhin nicht darüber hinwegsehen, dass bei dem Eintragsverfahren des Anmach- bzw. Reaktionswassers (und Zement + Wasser ist eine chemische Umsetzung) kein definierter Wasser/Zement-Faktor möglich ist.
Damit ist auch keine definierte Mörtelfestigkeit zu erwarten. Deine 25m²-Terrasse bzw. das Fundament ist (nicht nur in übertragenem Sinne) kritisch, da wahrscheinlich nur „auf Sand“ gebaut.
Nun kommen wir aber zur Verarbeitungstechnologie. Hier lohnt sich das Weiterlesen besonders.
25m², das wäre in meiner Vorstellung ein Feld von 5m x 5m. Und zwar mit einer pulverigen Trockenmischung versehen, ca. 20cm tief im Aushub.
Und da läuft „wanedelin“ mit einer 5l-Gießkanne oder einem Wasserschlauch in einem stellenweise immer pampiger werdenden Mörtelbrei. Die Spuren seines Wandelns sind sichtbar, da sich durch die steife oder pulverige Konsistenz die Öffnungen hinter Deinen Stiefelspuren (hast Du doch hoffentlich?? Halbschuhe geht nicht!) nicht schließen werden
Die Struktur der betonierten Oberfläche, sie zieht gerade an meinem geistigen Auge vorbei.
Auch höre ich deutlich Deine Flüche, die bereits heute aus der Zukunft bis in die Jetzt-Zeit schmerzhaft an mein Ohr dringen!
Nein, bitte weiter lesen! Jetzt kommt die „Sahnehaube“!
Je nach Außentemperatur beträgt die Aushärtungszeit des Schnellmörtels 20 Minuten, vielleicht (bei warmem Wetter) auch nur 10 Minuten.
Noch einmal: 25m². Und „waendelin“ mitten d´rin, stampft mit dem vor sich hinplätschernden Gartenschlauch in der Hand durch den Mörtelbrei. Hier ist die Mischung gut durchfeuchtet, da hinten aber noch zu trocken, und in der Mitte beginnt bereits die Aushärtung zum ungünstigen Zeitpunkt.
Und alles ist an der soeben geschaffenen Oberfläche krumpelig, was nur krumpelig sein und durch den nun beginnenden Aushärtungsvorgang nicht mehr geglättet werden kann.
Ich sage einmal scherzhaft: WENN Du das vorhast, was Du hier anfragtest, dann bitte ich Dich, mich vorher anzurufen, damit ich das Dilemma zumindest filmen und in kalten langen Winternächten meinen Enkeln etwas Spannendes vorführen kann…
-.-.-.-
Eher humorvoll grüßt: Klaus
Ernsthaft: Lasse es, um Gottes Willen!!
Hi Klaus,
danke für Deine nette Geschichte aber er wollte Fundamente gießen - für eine Holzterrasse mit einer Fläche von 25 qm - kein 25 qm Fundament!
bye
Rolf
so hab ich es auch verstanden,
du willst Punktfundamente setzen
warum soll es nicht gehen?
so hab ich es auch verstanden,
du willst Punktfundamente setzenwarum soll es nicht gehen?
Hallo Grußloser wie leider auch der Anfrager,
wo steht denn in der Anfrage etwas von Punktfundament?
„Meine Frage wäre, kann man mit Setzfix auch größere Fundamente
erstellen,z.B für eine ca.25qm große Terrasse die mit Holz belegt
werden soll?“
Für große Flächen nimmt man doch nix Schnelles, man will ja meist die ganze Fläche auf einmal machen, d.h. erst Matrial ausbringen, von mir aus rütteln, wässern, glattstreichen was auch immer, erst dann soll die Aushärtung beginnen.
Gruß
Reinhard
so hab ich es auch verstanden,
du willst Punktfundamente setzenwarum soll es nicht gehen?
*Fluch*
Hallo Finestra,
warum hast du die Antwort an mich gelöscht? Ich hatte sie gelesen, eine Antwort formuliert, dann ging das Abschicken nicht weil du deinen Artikel gelöscht hast.
Okay, dann poste ich nur meine Antwort auf deine Antwort ohne wg. datenschutz etwas aus deiner Antwort zu zitieren.
aha. Irgendwie war ich noch nie auf einer Holzterasse, kenne die nur aus amerikanischen Filmen 
Aber okay, da sind verschiedene „Punktefundamente“, alle gleich hoch, da legt man Vierkantbalken drauf. Quer darüber befestigt man dann Holzdielen?
In dieser Aufbauanleitung sieht man wie ich das meine (was ich vor Minuten noch gar nicht wußte *gg*):
http://www.holzterrasse-bauen.de/downloads/montagean…
Jetzt weiß ich nicht wie schnell dieses SetzFix ist, sein kann je nach Temperatur. Wenn ich da unter einem Vierkantbalken 6 „Punnkte“ setzen will, wärs doch irgendwie gut, ich mach da sechs Haufen, oder von mir aus 6 sechs Löcher, kipp da das Zeugs rein, ein Kumpel wirft (bei Löchern) noch Steine dazu damit man weniger davon braucht, dann lege ich den Balken daraus und bringe ihn in die Waage, oder in ein Gefälle wegen Regenwasser und SetzFis waretet brav ab bis es anfängt auszuhärten bis das für sechs "Punkte getan ist.
Sicherheitshalber (zumindest bei einem ersten Versuch meinerseits) erst wenn der Erste ausgehärtet ist befülle ich die restlichen „Punkte“ und lege alle Balken aus und sorge dafür daß die Oberflächen der Balken eine gleiche Ebene haben.
Wäre denn mein Vorgehen weitestgehend okay, oder würd das eine katastrophe?
Gruß
Reinhard
sorry, hatte Kunden da, zu schnell weg geschickt, und vergessen was zu schreiben, deshalb hab ich es gleich wieder gelöscht.
im Prinzip alles richtig, kommt drauf an welche Holzterrase er bauen will, so eine wie in deinem link oder eine Selbsttragende.
Bei der die ich meine kommt man mit wenige Punktfundamente aus, und den Ausgleich mach ich auch nicht mit dem Fundament, sondern mit den Stützfüssen meiner Pfosten.
lange Rede kurzer Sinn - für kleine Fundamente ist das Zeug sicher geeignet, für große Betonflächen oder Fundamente bestimmt nicht.
Alternativvorschlag
Hallo!
Also erhrlich gesagt glaube ich auch nicht,
dass man für eine Holzterasse eine Bodenplatte betoniert.
Da wäre der UP bestimmt schon auf die Idee gekommen,
mal auszurechnen, wieviel Material man da braucht,
und dass das so nicht möglich ist.
Von Setzfix habe ich schon gelesen,
aber solches neumodisches Zeug ist nichts für mich,
besonders weil der Sandhaufen, das Zementfass und die Mischmaschine hinter dem Haus steht.
Mit meinem Vater zusammen hab ich auch schon eine Holzterasse gebaut, so 7 x 6 m.
Ich hatte noch einige 1 m lange und 25 cm dicke Betonrohre übrig.
Diese haben wir 80 cm tief eingegraben, und aussenrum mit Splitt festgesampft.
Schön mit der Schlauchwaage alles eingemessen,
und die Rohre dann mit Beton gefüllt, Beton festgestampft.
Dann Schnüre gespannt, und ich hab dann aus Armierungseisen und Flacheisen Halterungen gebaut, auf denen Eisenträger liegen, diese dann in den Beton gesteckt.
Quer dazu Balken,und darauf wurden die Terassenbretter befestigt.
Die Eisenträger deshalb, weil darauf noch ein relativ massives Gartenhaus steht.
Aber Rohre eingraben und ausbetonieren finde ich für Punktfundamente keine schlechte Sache,
das ist 1. sehr einfach, und hebt sich bei Frost nicht.
Es kann auch Kunstftoffrohr sein.
Grüße, Steffen!
Hallo liebe Leute,
erst einmal herzlichen Dank für alle Zuschriften. Ich glaube, ich hatte mich ein wenig sehr undeutlich ausgedrückt, sorry dafür!
Ich wollte natürlich kein 25qm großes Fundament gießen, sondern nur Punktfundamente, in die ich H-Träger setzen möchte.So,ich hoffe nun ist es verständlicher.
Gruß Waendelin