Setzrisse und schiefe Böden

Ich wohne seid ca. 1 Jahr in einem alten Anbau (35qm) aus der Nachkriegszeit. Bevor ich hier eingezogen bin, merkte ich nicht, dass die Böden so schief sind. (Ist mit bloßen Auge gut sichtbar und man merkt es beim gehen) Schief allerdings nur in eine Richtung. Ich denke es ist ein Unterschied von ca. 10-15 cm von Wohnungseingang bis zum Ende. Die Wände sind auch schief, eigentlich ist alles schief.

Dann waren da noch diese großen Setzrisse die durch das gesamte Mauerwerk (Ich wohne im Obergeschoss, bei meinem Nachbarn unter mir, wars aber auch) gingen. Diese waren am Ende der Wohnung und am Anfang. Über den Fenstern befand sich aber auch ein großer Riss. Die Risse waren 2-6 cm groß und wurden wieder zugemauert. (Loses Mauerwerk entfernt und zugemacht) Bisher kamen keine Risse wieder (Laut Vormieter waren diese Risse vor ca. 2 Jahren aufgetreten). Die Frage ist nun, ob das alles so okay ist, oder ich mir Sorgen machen muss. Ich denke drüber nach in eine Andere Wohnung zu ziehen … ich erwarte hier keine 100%tige Antwort, ehr etwas das mein Gewissen etwas beruhigt.

Vielen Dank :slight_smile:

Hallo ehrlich gesagt würde ich mich dort nicht wohl fühlen. Wenn es sich um ein Fachwerkhaus handelt ist ein schiefer Boden normal und da passiert auch nichts . Bei einem normal gebauten Haus ist das nicht so gut .
viele Grüße noro

Nun das haus ist aus Trümmern des zweiten Weltkrieges gebaut und auch nur der Anbau ( in dem ich halt wohne :smiley: ). Ich weiß es halt nicht. Kann ein Haus einfach so zusammenfallen, oder kündigt sich das langsam weiter an?

Wenn Du im Ruhrgebiet oder Saarland über ehemaligen Bergbaugebieten lebst, ist das völlig normal.

Wenn das Haus 50 Jahre alt ist, Du nicht über Bergbau lebst und die Risse treten jetzt erst auf, … das würde mich allerdings wundern.

Die letzte 60-70 Jahre hat es schon mal gehalten.
Scheinbar hat sich vor 2 Jahren etwas gesenkt, die Bewegung hat aber gestoppt, sonst wären die Risse wieder aufgebrochen.

Um eine Prognose zu erstellen, müsste man wissen, was da im Untergrund los ist. Wie schon geschrieben wurde, ist Bergbau eine Möglichkeit.

Der Schiefe Turm von Pisa steht auch schon um die 700 Jahre, in der jetzigen Form. Baubeginn war 1173 und nach dem Bau der ersten 3 Etagen hat sich der Turm schief gelegt. Wie man heute weiss, hat man einen Teil des Fundamentes über einem alten römischen Kanal/Strasse erstellt. Man hat dann erst mal 100 Jahre gewartet, bis man weiter gebaut hat. Erst Ende des letzten Jahrtausens musste dann der Untergrund saniert werden, damit der Turm nicht doch noch umfällt. Jetzt geht man davon aus, dass der Turm für die nächsten 300 Jahre gesichert ist.

MfG Peter(TOO)

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