bei der Beschäftigung mit verschiedenen Religionen fiehl mir speziell bei den Buchreligionen (Juden, Christen, Muslime) auf, daß dort die Sexualität bzw. die Lust bei der Sexualität als etwas negatives apostrophiert wird. Andere Religionen habe nein wesentlich entspannteres Verhältniss zur Sexualität bzw. der Lust.
Gibt es dafür eine Erklärung?
Falsch!
sieh Dir mal das von uns als AT bezeihnete buch an. Sagt Dir das Hohelied Salomos etwas? Absolut positiv der Sexualität gegenüber. Negativ ist Die bibel nur dieser gegenüber, die gegen die Gebote verstoßen: Inzest, Ehebruch, Homosexualität…
Sex in der Ehe (und auch schon vorher) ist absolut nicht verpönt!
Die Christen sind allerdings etwas verkniffener. Woher das kommt, wird uns sicher Metapher erklären können. Von den Germanen und den Romanen kannnes nicht kommen: die hatten ein sehr reges Liebesleben.
Auch der Islam steht der Sexualität sehr positiv gegenüber.
Grüße
Raimund
bei der Beschäftigung mit verschiedenen Religionen fiehl mir
speziell bei den Buchreligionen (Juden, Christen, Muslime)
auf, daß dort die Sexualität bzw. die Lust bei der Sexualität
als etwas negatives apostrophiert wird. Andere Religionen habe
nein wesentlich entspannteres Verhältniss zur Sexualität bzw.
der Lust.
Gibt es dafür eine Erklärung?
Fuer das Judentum gilt das nicht. Sex ist ein Gebot. Der Mann gar ist in der Pflicht, seine Frau gut zu kleiden, besser als sich selbst, ihr zu schmeicheln, und so weiter bis schliesslich ihr ein erfuelltes Sexualleben zu geben. Nach ihrem Gusto bitteschoen, nicht nach seinem, und er hat sich Muehe zu geben.
Warum die Kirche anno dazumal Sex als etwas suendhaftes ansah koennte daran liegen, dass fuer Geistliche und Moenche irgendwann das Zoelibat erfunden wurde und diese Geistlichen irgendwann, ob sie Zoelibat hielten oder nicht, Sex als etwas suendhaftes nach aussen predigten. Aber bitte, das ist meine eigene laienhafte Ueberlegung, wie es zur Ansicht der Kirche anno dazumal kam, Sex sei etwas suendhaftes.
Ansonsten pflichte ich meinen bisherigen Vorrednern bei.
bei der Beschäftigung mit verschiedenen Religionen fiehl mir
speziell bei den Buchreligionen (Juden, Christen, Muslime)
auf, daß dort die Sexualität bzw. die Lust bei der Sexualität
als etwas negatives apostrophiert wird.
sex an sich nicht, wohl aber solche sexuellen praktiken und verhaltensweisen, die als teil von götzendienst galten, also zb. prostitution, zoophilie, homosexualität, sowie sex zwischen bestimmten verwandtschaftsgraden. auch selbstbefriedigung von männern ist biblisch verboten, weil dadurch samen zerstört wird. polygamie war andererseits erlaubt. ursprung dieser tabus war wahrscheinlich die abgrenzung von anderen kulten.
hallo datafox,
… wobei die Selbstbefriedigung zumindest von den Christen (ich glaube auch von den Juden) falsch verstanden wurde und wird.
Gott strafte Onan nicht, weil er seinen Samen „zerstörte“, sondern weil er sich weigerte seine Schwägerin, deren Mann gestorben war, zu schwängern.
Es war im alten Israel Sitte, dass der Bruder bei dessen Tod einspringen musste. Onan machte das zwar (unter Protest: muss die hässlich gewesen sein!), praktizierte aber coitus interruptus: „er lenkte seinen Samen auf die Erde“.
Grüße
Raimund
Gott strafte Onan nicht, weil er seinen Samen „zerstörte“,
sondern weil er sich weigerte seine Schwägerin, deren Mann
gestorben war, zu schwängern.
Es war im alten Israel Sitte, dass der Bruder bei dessen Tod
einspringen musste. Onan machte das zwar (unter Protest: muss
die hässlich gewesen sein!), praktizierte aber coitus
interruptus: „er lenkte seinen Samen auf die Erde“.
Onans Beweggründe waren andere, das Aussehen der Frau dürfte dabei nur eine geringe Wichtigkeit gehabt haben.
Er sollte an Bruders statt, dessen Frau schwängern, hätte aber eine Rechte an den Kindern gehabt, weil sie als die seines Bruders gegolten hätte. Dazu hatte er keine Lust und ließ den Samen zu Boden gleiten.
Gott strafte Onan nicht, weil er seinen Samen „zerstörte“,
sondern weil er sich weigerte seine Schwägerin, deren Mann
gestorben war, zu schwängern.
und, wo ist da der unterschied? logisch ist der hintergrund hier die leviratsehe, aber im weitesten sinne ja doch der ausspruch „seid fruchtbar und mehret euch“, also eben doch das „zerstören von samen“. was sicherlich NICHT stimmt, ist daß selbstbefriedigung wegen der lust verboten wäre. es geht um die aufgabe, eine familie zu haben. übrigens heutzutage heiratet kein jüdischer schwager die schwägerin mehr. er wird „ausgelöst“
ich sehe da schon einen Unterschied. Denn er wurde bestraft, weil er den Befehl Gottes missachtete. Aber lassen wir diese Spitzfindigkeiten.
Zum heutigem Judentum. Ich wusste gar nicht, dass es dieses „Gesetzt“ überhaupt noch gibt. Ich dachte, dass das schon lange gestrichen ist.
Ich stelle mir meine Frau vor, was die sagen würde, wenn ich meine Schwägerin noch zusätzlich heiraten und mit ihr in´s Bett steigen würde.
Die würde mir meine kleine Freund mit einem Griff abdrehen!
Wie geht eigentlich dieses „Auslösen“? Einfach sagen: „nee, mach´ ich nicht!“ oder zum Rebbe gehen und den Richterspruch sich geben lassen. Dazu ein Obolus für die Synagoge (nichts ist umsonst, auch nicht bei den Christen)?
Grüße
Raimund
…und so weiter bis
schliesslich ihr ein erfuelltes Sexualleben zu geben. Nach
ihrem Gusto bitteschoen, nicht nach seinem, und er hat sich
Muehe zu geben.
um Gottes willen, nicht so laut! Sonst hört das noch meine Frau! Das wäre schweißtreibend! Irgendwann muss ich ja noch schlafen, oder?
Grüße
Raimund
…und so weiter bis
schliesslich ihr ein erfuelltes Sexualleben zu geben. Nach
ihrem Gusto bitteschoen, nicht nach seinem, und er hat sich
Muehe zu geben.
um Gottes willen, nicht so laut! Sonst hört das noch meine
Frau! Das wäre schweißtreibend! Irgendwann muss ich ja noch
schlafen, oder?
Gib mir doch bitte mal die Email-addi Deiner Frau. Sie sollte wissen, was sie verpasst, wenn sie nicht einen Mann hat, der so observant, ob juedisch oder wie auch immer, darum weiss wie oben steht und sich entsprechend verhaelt, um Dich besser unter Druck zu setzen
Der Schwager kann sich nach Deuteronomium 25, 7-10 weigern, dieser Verpflichtung zur Schwagerehe (Leviratsehe) nachzukommen. Das rabbinische Gesetz verpflichtet den Schwager von diesem Verweigerungsrecht Gebrauch zu machen und die Witwe des Bruders freizugeben, so daß sie einen anderen heiraten kann (die rabbinischen Gelehrten hielten offenbar die Schwagerehe für unmoralisch). Die Freilassung erfolgt vor einem Rabbinatsgericht (bet din).
ich weiss nicht wo mit du dich beschäftigt hast, aber im Judentum ist Sex nichts negatives (wie Lego schon geschrieben hat). So muss(!) Sex Spass machen und bei beiden(!) zur Befriedigung kommen. Ausserdem gibt es genügend Tage (Schabbes, Feiertage) wo Sex selbst sogar Pflicht ist, einfach weil es zur Freude dazu gehört.
Was stimmt ist, dass bestimmte Praktiken und einige bestimmte Verhältnisse beim Sex den Juden verboten sind. Aber auch das sehen nur die orthodoxen Juden so.