Hallo Thea,
jetzt hast Du Sabines und meine Postings mal eben zusammengeworfen. Ich ziehe mal nur meine Ansichten heraus, ja?
…auf eine sachliche und wertfreie
Bezeichnung einigen, zum Beispiel Penis und Vagina, …
Da gibt es aber ein Problem.
Zu 90 % der Fälle, wenn (von Kindern jedenfalls) Vagina gesagt
wird, ist überhaupt nicht die Vagina gemeint.
Das war doch nur ein Beispiel. Ein Penis besteht auch nicht nur aus einem Stück. Ganz im Gegenteil sind die weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane praktisch „baugleich“, wenn es danach geht. Da brauchen wir uns ja jetzt nicht in biologischen Benennungstheorien ergehen. Der Tenor war NUR, einen möglichst sachlichen Begriff zu finden, mit dem viele etwas anfangen können, den man auch benutzen kann, wenn das Kind nicht mehr KLEIN-Kind ist sondern vielleicht BEINAHE-Teenie… Und Grundlage all dessen waren Sexualdelikte im weitesten Sinne.
Für die
weiblichen äußeren Geschlechtsteile gibt es nämlich überhaupt
kein vernünftiges Wort, höchstens das bei den meisten Leuten
unbekannte Wort Vulva.
Es geht doch auch aber hier auch gar nicht um diesen oder jenen Teil der Geschlechtsorgane, ob nun äußere oder innere. Es geht um einen einheitlichen Begriff, möglichst auch noch gesellschaftstauglich, für „das da unten“.
Das scheint ein körperlicher Bereich zu sein, der lange Zeit
totgeschwiegen wurde, und jetzt offensichtlich immer noch.
??? In meiner Familie, Kita, Schule eigentlich nie…
(Irgendwie erinnert mich das an die z. T. in Afrika üblichen
Verstümmelungen; da scheint das ja ein Teil zu sein, das so
oberpeinlich ist, dass es weg muss.)
Da hast Du den Sinn der Verstümmelungen nicht so ganz verstanden. Das ist ein sehr-sehr schlimmes Thema, die Ursache ist aber mitnichten eine peinliche Befindlichkeit!
Sie begründete das damit,
dass Sex etwas durchaus Ernsthaftes sei…
Wieso Sex? Das sind doch zunächst mal nur Körperteile, die bei
Kleinkindern nicht so fürchterlich viel mit Sex zu tun haben.
(wohl aber mit Intimität und Verletzlichkeit).
Schon Säuglinge verschaffen sich mit Berührungen ihrer Geschlechtsorgane gezielte Befriedigung.
Und gerade deshalb empfinde ich es so, dass die Worte, die man
für erwachsene Sexualpartner benutzt, unbedingt andere sein
müssen als die, die man bei seinen Kindern benutzt.
Auch das geht an meinem Anliegen eigentlich ziemlich vorbei…
…sie schwenkte da so ein, dass
jedes andere Körperteil doch auch ganz „normal“ tituliert
werden würde, …
Nicht unbedingt. Man sagt doch vielleicht auch mal Köpfchen,
Füßlein oder so.
Genau, man sagt es mal, und dann in einem ganz bestimmten Kontext.
Liebe Grüße
Jana
P.S. Wenn Du magst, führe ich das mal so richtig schön und breit aus. Ist kein Hirngespinst, sondern begann damit, dass in meiner Umgebung viele kleine Jungs Vergewaltigungen zum Opfer fielen, die alle im damaligen Alter meines Sohnes waren. So kam dieser Gesprächszyklus zustande Kinderärztin/Polizei/Hort/Schule.