Sexualstraftäter

ich weiß nicht, ob das dafür das richtige Forum ist.
Gestern las ich in einer Zeitung, dass viele es beführworten würden, wenn Sexualstraftäter zwangskastriert werden.
Was meint Ihr dazu?
Meine Meinung: stricktes nein! Nicht aus Mitleid mit dem Täter (und wer hat Mitleid mit dem Opfer?). Nein, der Grund liegt in der politisch ausnützbaren Möglichkeit. Schließlich ist das ein ganz alter Hut. In deutschland bis vor 56 Jahren, in der Sovjetunion bis vor kurzem. Und da sich in Russland sehr wenig bewegt hat, glaube ich auch heute noch möglich! In anderen totalitären Staaten wird es ebenfalls angewandt.
Ich bin mir im klarem, wenn meinem Kind einer was antut, schreie ich nach Rache. Da sehe ich rot.
Doch das ist der Fehler.
Grüße
Raimund

Verbrechen finden im Kopf statt…
… nicht im penis.

Also:
Zwangskastrierung bringt net viel, wenn überhaupt. Ein Sexualverbrechen besteht nicht nur in der penetriereung des opfers, sondern insbesondere in der über das Opfer ausgeübte Gewalt und Macht.

Das heisst: die meisten Sexualstraftaten werden eben nicht durch einen übermäßigen Sexulatrieb in erster Linie verursacht, sondern aus anderen Gründen. ausserdem dürfte es ein Gerücht sein, das die Kastration das sexuelle Verlangen total unterdrückt. Phantasien zum Umsetzten hat wohl jeder… egal ob kastriert oder nicht.

Ich halt net viel davon.
Die Strafe würde nicht abschreckend wirken… (ich erinnere an div. Todesstrafendiskussionen)

Gruß
Mike

hi raimund.
alter schwede, wer kommt denn wieder auf solche ideen?
die strafmittel finger-,hand- und fußabhacken in den einen sowie todesstrafe in den anderen ländern zeigen doch, daß derlei maßnahmen nichts, aber auch gar nichts verhindern.
grüße, rené

hallo, Rné,
stand so vile ich mich erinnern kann in Bildwoche (Fernsehzeitung)Gegliedert in Ost- und Westdeutschland,hohe und weniger hohe Schulbildung (oder war´Alter?). Muss mal nachsehen.
Grüße
Raimund

Verbrechen finden leider nicht nurim Kopf statt
Leider stimmt Deine Überschrift nicht mit der Realität überein, aber ich vestehe, was Du sagen wolltest.

Tach Mike

Von einer Zwangskastration halte ich nicht viel. Vielmehr bringt in solchen Fällen eine Sicherungsverwahrung des Täters. Aus dieser Sicherungsverwahrung sollte er nur dann freikommen können, wenn er a) einer medikamentösen und psychologischen Therapie und b) einer Kastration zu stimmt.

Ich erinnere hier an den Fall Bartsch, der einer Kastration zu gestimmt hat, um die Chance zu bekommen, irgendwann einmal freigelassen zu werden.

Tschö ErBi

Meine Meinung: stricktes nein! Nicht aus Mitleid mit dem Täter
(und wer hat Mitleid mit dem Opfer?). Nein, der Grund liegt in
der politisch ausnützbaren Möglichkeit.

Stimme Dir absolut zu!
Keine Straftat kann es rechtfertigen, dass der Staat Körperverletzung (ohne Notwehr!) begeht. Der Schritt von der Zwangskastration zur Todesstrafe ist für mich nicht mehr allzuweit.
Die Devise muss lauten: Konsequente und verantwortungsvolle Durchsetzung der bestehenden Gesetze.

Ciao
Kaj

Einwurf
Hallo Raimund,

ging es denn um die physische oder um eine chemische Kastration?

Entscheidende Frage denke ich.

Gruß
Christian

Stimme Dir absolut zu!
Keine Straftat kann es rechtfertigen, dass der Staat
Körperverletzung (ohne Notwehr!) begeht. Der Schritt von der
Zwangskastration zur Todesstrafe ist für mich nicht mehr
allzuweit.

Hallo Kaj
in der Diskussion ist die sogenannte chemische Kastration, durch ein Medikament.
Da wird nix abgeschnitten, keine Bange.
Gruß
Rainer

hallo, Christian,
ich meinte Zwangskastration ohne Einschränkung auf chemische oder operative oder sonst wie geartete Methode.
Also nicht die Kastration als solche, sondern um die gewaltsame Anwendung.
Wenn ein Straftäter aus eigenen Stücken sich dazu entschließt (z.B. weil er merkt, dass ihn seine Sexualhormone in regelmäßigen Abständen das Hirn vernebelt), dann ist das ok. Doch mit Gewalt?
Grüße
Raimund

in der Diskussion ist die sogenannte chemische Kastration,
durch ein Medikament.
Da wird nix abgeschnitten, keine Bange.

Schon klar. Das Ding bleibt dran. Trotzdem stellt auch die ungewollte Verabreichung von Medikamenten eine Körperverletzung dar!

Ciao
Kaj

Hi!

ging es denn um die physische oder um eine chemische
Kastration?

Entscheidende Frage denke ich.

Finde ich nicht! Beides ist IMHO Körperverletzung.

in der Diskussion ist die sogenannte chemische Kastration,
durch ein Medikament.
Da wird nix abgeschnitten, keine Bange.

Schon klar. Das Ding bleibt dran. Trotzdem stellt auch die
ungewollte Verabreichung von Medikamenten eine
Körperverletzung dar!

Das ist nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Straftäters erlaubt, schließlich leben wir in einem Rechtsstaat.
Gruß
Rainer

erfahrungen in skandinavien mit lustmördern haben gezeigt, daß jene täter(freiwillig kastriert) auch danach noch tötungsdelikte verübten.
vergewaltigung ist eine sache des gehirnes und nicht des geschlechtsteiles.

strubbel

hallo, strubbel,
also bringt eine Zwangskastration nichts!
außer Befriedigung der Rachegelüste der Opfer.
Grüße
Raimund

genau wie

hallo, strubbel,
also bringt eine Zwangskastration nichts!
außer Befriedigung der Rachegelüste der Opfer.
Grüße
Raimund

die todesstrafe, unlängst lief im tv(bei xxp) eine reportage über lebenslängliche in(glaub ich) virginia.
dort heißt es wirklich lebenslänglich: die straftäter saßen im rollstuhl, waren altersblind usw.
half denen alles nix, es sei denn, sie würden begnadigt.
interessant war, daß ein teil der insassen vergessen hatte WARUM sie überhaupt sitzen.
also aufgrund von demenz oder altersheimer gezeichnet.
ich gebe hier bewußt kein statement dazu ab, soll sich jeder selber eine meinung bilden.

cu
strubbel

Da es ja gerade aktuell ist…
Hi!

Ich halte jegliche Art körperlicher Gewalt für falsch!

Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, dass gewise Straftäter nach ein paar Jahren wieder auf freien Fuß gesetzt werden, nur um das nächste Verbrechen zu begehen!
Lebenslänglich sollte auch lebenslang sein - meine Meinung!

Ich kann ein Rechtssystem nicht verstehen, in dem ein korrupter Betrüger für insgesamt 17,5 Jahren hinter Gitter muss, und ein perverser Kindermörder (Duisburg) bekommt 3,5 Jahre weniger…
Da stimmt irgendwo die Verhältmismäßigkeit nicht mehr.

Grüße
Guido, der seinen Pazifismus allerdings wohl im Falle eines Verbrechens an seinen Sohn gänzlich vergessen würde…

100% der gleichen Meinung o.T.
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