Ich wende mich mit einem sehr heiklen Thema an Euch und bitte um zahlreiche Stellungnahme.
Mich interessiert, wo „sexueller Missbrauch“ beginnt, d.h. welche Übergriffe schon als Missbrauch betrachtet werden.
Ich denke, die Spannweite ist groß und reicht von „kleinen“ Berührungen, anzüglichen Bemerkungen bis zum eigentlichen Akt.
Hängt es mit persönlichen Empfindungen und Schmerzgrenzen zusammen? D.h. verschiedene Personen haben versch. Wahrnehmungen.
Ist es sexueller Missbrauch, wenn ein Vater zur Tochter geht, ihr die Bettdecke wegzieht und sie am Hinterteil runterdrückt und an der Matratze hin- und herreibt? Oder kann man schon von Missbrauch sprechen, wenn der Vater sich dauernd danach erkundigt, ob die Tochter sich gerade selbst befriedigt hätte?
Gibt es seitens der Justiz „Toleranzen“?
Ohne viel über die rechtliche Lage und den Strafvollzug wissen zu wollen, hoffe ich, Ihr könnt mir weiter helfen.
mir hat jemand, der zu den dirket betroffenen gehört, von einem Leitsatz in der Psycholigie erzählt:
„Mißbrauch beginnt dort, wo es dem Kind (als Beispiel) nicht mehr recht ist.“
Mißbrauch ist eine klassische Form der Grenzüberschreitung. Und wenn die Grenzen einer Person in bestimmter - in diesem Falle körperlicher - Hinsicht überschritten werden, liegt Mißbrauch vor.
Ist es sexueller Missbrauch, wenn ein Vater zur Tochter geht,
ihr die Bettdecke wegzieht und sie am Hinterteil runterdrückt
und an der Matratze hin- und herreibt?
Wenn die Tochter es nicht möchte, ist es m.E. Mißbrauch.
Oder kann man schon von
Missbrauch sprechen, wenn der Vater sich dauernd danach
erkundigt, ob die Tochter sich gerade selbst befriedigt hätte?
Das halte ich für einen Grenzbereich. Im rein körperlichen Sinne wird der Körper der Tochter nicht frequentiert. Selbstversändlich können bereits worte Schaden anrichten - ich habe allerdings Zweifel daran, dass indiskrete Fragen, Kommentare o.ä. alleine genügen, um von S
sexuellem Missbrauch zu sprechen.
Wichtige Grundlage des Mißbrauches ist je nach ‚Schwere‘ der Überschreitung auch die mangelnde Bereitschaft der Person, die den Mißbrauch betreibt, auf Interventionen des Betroffenen entsprechend zu reagieren.
Vor der Definition ‚Mißbrauch‘ sollte immer der gescheiterte Versuch liegen, durch Intervention das Verhalten der betreffenden Person, die die Grenzüberschreitung begangen hat, zu ändern.
für mich beginnt der Missbrauch bei dem Gedanken. Jegliche Handlung oder jegliches Gespräch was in so eine Richtung zielt ist ein Schritt zu weit. Selbst ein Klaps auf den Po eines Teenagers wäre ein strittiger Grenzfall wobei ich einen väterlichen Kuss oder eine väterliche Umarmung natürlich damit nicht meine.
Wie gesagt, der Vorsatz ist das entscheidende der aber zugegebenermaßen nicht leicht zu erkennen ist.
ein Vater, oder jeder Mann (Frauen missbrauchen auch, ich lasse es hier aber weiter unerwähnt), der die Absicht hat ein Kind zu missbrauchen, wird eine bestimmte Strategie entwickeln um sein Ziel zu erreichen, aus Sicherheitsgründen und mit dem Ziel Reaktionen zu testen.
Grenzüberschreitungen wie „versehentliches“ anfassen oder verbale Provokationen zeigen dem Täter, wie weit ein Kind darauf eingeht oder ob es stark genug ist sich zu wehren, ob es genug verunsichert ist seiner eigenen Wahrnehmung nicht zu trauen oder ob die emotionale/soziale Abhängigkeit groß genug ist, das sich das Kind gar nicht traut demjenigen etwas zu verweigern usw. Es wird einfach die Widerstandsfähigkeit getestet.
Je sicherer er sein kann, dass das Kind den Grenzüberschreitungen nichts entgegen zu setzen hat, umso intensiver werden diese Rituale bis er sein eigentliches Ziel erreicht.
Dabei wird nicht nur das Kind manipuliert sondern auch die Umwelt bzw. auch die Partnerin/Mutter, um die Wahrnehmung zu verwirren und die Duldung zu erreichen. Dies geschieht auf so subtile Weise das es kaum bemerkt wird.
Ist das Kind erstmal im sexuellen Missbrauch verstrickt kommen andere Strategien zum tragen: Redeverbote, Drohungen, Schuldzuweisungen usw.
Die Manipulationen sind so ausgefeilt dass das Kind keine Chance mehr hat da raus zu kommen, weil zu viel Angst vor den angedrohten Folgen besteht.
In deinem Falle wäre ich sehr aufmerksam was diese Manipulationen betrifft und empfinde das Verhalten des Vaters als Testritual um zu sehen ob er sein eigentliches Ziel erreichen kann.
Nochmal aber hallo!
Die Weisheiten kann ich nicht teilen.
Erstens „testen“ die Betreffenden meistens nicht, oft haben sie sogar nicht die „Absicht“ zu missbrauchen. Es passiert ihnen, weil sie sich nicht bremsen können.
Zweitens sind die beschriebenen Verhaltensweisen, wenn die Tochter nicht mindestens dreißig ist (oder sagen wir fünfunzwanzig) und diese Verhaltensweisen provoziert, aus psychologischer Sicht (vielleicht nicht aus juristischer) kein Testen mehr, sondern mindestens geschmacklos und allemal bei der eigenen Tochter ein Übergriff.
Eine Begutachtung zum Anvertrauen von Kindern (ob Mädchen oder Jungen) muss zur Ablehnung führen.
Da hilft kein genaues Hinschauen mehr.
Vieux
ich habe mit keinem Wort erwähnt das es KEIN Mißbrauch oder Übergriff ist, stattdessen habe ich mich extra zurückgehalten eine subjektive Beurteilung abzugeben.
Wo sexueller Mißbrauch anfängt oder aufhört, kann nur derjenige für sich selber definieren (meist erst nach Therapie), dem das wiederfährt bzw. die Juristen die der Gesetzesgrundlage folgen müssen.
Erstens „testen“ die Betreffenden meistens nicht, oft haben
sie sogar nicht die „Absicht“ zu missbrauchen. Es passiert
ihnen, weil sie sich nicht bremsen können.
Das benutzt du hoffentlich nicht als Entschuldigung für Entgleisungen oder? Wer sich nicht bremsen kann gehört in Psychologische Behandlung!
Da ich die Täterstrategien, Manipulationen und Testrituale am eigenen Leibe erfahren durfte, weiß ich wovon ich rede.
Ich sage deswegen mit Absicht Vorsicht! Weil das der Anfang von Mißbrauch ist und es gehandelt werden muß!
Ist es sexueller Missbrauch, wenn ein Vater zur Tochter geht,
ihr die Bettdecke wegzieht und sie am Hinterteil runterdrückt
und an der Matratze hin- und herreibt? Oder kann man schon von
Meiner Meinung nach eindeutig JA.
Missbrauch sprechen, wenn der Vater sich dauernd danach
erkundigt, ob die Tochter sich gerade selbst befriedigt hätte?
Meiner Meinung nach eindeutig JA. Das geht ihn absolut nichts an.
geht es Dir um Schemata, um Schubladen oder was genau möchtest Du wissen?
Wo bzw. Wann „sexueller Missbrauch“ beginnt oder was das explizid ist, kommt drauf an.
Relativ „übersichtlich“ sind jene Fälle, wo etwas Sexuelles gegen den erklärten Willen einer anderen Person passiert, schwieriger sind „Grenzfälle“, wo es u. U. nicht einmal eine klare Aussage im Nachhinein gibt bzw. wo durchaus konträre Motive für ein Tun ausschlaggebend sein können. So kann sich z. B. ein Vater zu seinem frierenden Kind ins Bett legen, um es zu wärmen - oder aus sexueller Motivation - oder aus beidem bzw. zunächst aus einem und später kommt der andere dazu. Oder was wäre, wenn er sich zu dem Kind legt, um es zu wärmen, aber einige Zeit später, wenn er gar nicht mehr beim Kind ist, von den Gedanken daran sexuell erregt wird oder er sich beim schlafenden Kind liegend selbst befriedigt, ohne dass sein Kind etwas davon mitbekommt???
Neben dem „sexuellen Missbrauch“ mit all dem Leid ist in unserer Gesellschaft auch der Vorwurf, nein schon der Verdacht, sexuellen Missbrauch begangen zu haben, folgenschwer. Wie man durch „sexuellen Missbrauch“ Menschen zerstören kann, kann man es fast auch durch entsprechende Denunziation - ich denke, dass ALLE und JEDE® Schutz vor beidem verdienen und deshalb in jedem Einzelfall sehr genau geschaut werden muss . . .
Schubladen und/oder Klischees helfen dabei nicht wirklich.
ich habe mit keinem Wort erwähnt das es KEIN Mißbrauch oder
Übergriff ist, stattdessen habe ich mich extra zurückgehalten
eine subjektive Beurteilung abzugeben.
ich bin deutlicher: Ich sage es ist Missbrauch
Wo sexueller Mißbrauch anfängt oder aufhört, kann nur
derjenige für sich selber definieren (meist erst nach
Therapie), dem das wiederfährt
ich sage klarer: bei den beschriebenen Verhaltensweisen ist es Missbrauch, auch wenn es die Betroffene (noch) nicht sieht.
Erstens „testen“ die Betreffenden meistens nicht, oft haben
sie sogar nicht die „Absicht“ zu missbrauchen. Es passiert
ihnen, weil sie sich nicht bremsen können.
Das benutzt du hoffentlich nicht als Entschuldigung für
Entgleisungen oder?
Ich denke, das konnte man aus meinen Bemerkungen nun wirklich nicht herauslesen: Das sind keine Entgleisungen, sondern eindeutige Hinweise auf Missbrauch.
Da ich die Täterstrategien, Manipulationen und Testrituale am
eigenen Leibe erfahren durfte, weiß ich wovon ich rede.
Ich sage deswegen mit Absicht Vorsicht! Weil das der Anfang
von Mißbrauch ist und es gehandelt werden muß!
Nicht „Vorsicht“ sagen, sondern den Missbrauch als solchen benennen!
Gruß
Vieux
PS: Ich wundere mich ein wenig, dass die Kollegen (Psychologen) sich hier so zurückhalten.
und bei Erwachsenen?
Mich würde mal interessieren, wenn das von dit beschriebene nicht einem Kind von einem Elterntei passiert, sondern unter jungen ca. gleichaltrigen gesetzlich Erwachsenen, ist das dann auch Missbrauch?
Ich vermute mal psychologisch ja, rechtlich nein?
Ist es sexueller Missbrauch, wenn ein Vater zur Tochter geht, ihr die Bettdecke wegzieht und sie am Hinterteil runterdrückt und an der Matratze hin- und herreibt? Oder kann man schon von Missbrauch sprechen, wenn der Vater sich dauernd danach erkundigt, ob die Tochter sich gerade selbst befriedigt hätte?
das kann ich nicht beurteilen, es kommt sicher auf die Umstände an und darüber sagst du zu wenig.
Sobald aber jemand die freie Selbstbestimmung des anderen manipuliert oder mißachtet um eigene Ziele zu erreichen, ist es sicher emotionaler Mißbrauch.
Das ausnutzen eines Machtgefälles, sei es emotional oder sexuell, gehört dazu.
Rechtlich hat man da schlechte Karten, denk ich mir, es sei denn es ist offene Gewalt im Spiel.
ehrlich gesagt find ich einige Antworten merkwürdig.
Sexuelle Übergriffe beginnen doch dort, wo man genau weiss: das ist nicht okay. Wenn man mit dem Hinterteil auf die Matratze gedrückt wird, was soll das? Was interessiert es einen Vater, ob die Tochter sich selbst befriedigt?
Wie die Justiz das sieht, weiss ich nicht.
Wenn Dir das selbst passiert, hast Du jemanden mit dem Du darüber reden kannst? Könntest Du Dir vorstellen, eine Beratungsstelle aufzusuchen?
Meiner Meinung nach hat das nicht mit unterschiedlichen Empfindungen zu tun geschweige denn, dass es da so etwas wie eine „Toleranzgrenze“ gibt.
@ pitbull, Deine Sichtweise kann ich nicht verstehen.
Was nicht sein darf, das sieht man besser nicht? Das ist schade. Ich will Dir nicht zu nahe treten, weil ich die Einstellung kenne. Aber genau diese Einstellung ist es, die die Betroffenen eher schweigen lässt.
ich bin wirklich mehr als verwundert - du interessierst dich für das thema und willst es genauer wissen?
warum bitte gehst du dann nicht auf eine der zahlreichen seiten über oder um kindesmissbrauch - diese seiten gibts es zu hauf und informationen darüber ab wann man was als grenzwertig oder übergrifflich wahrnehmen kann auch.
deine schilderung finde ich wirklich übel - die art der sorglosen darstellung der situationsbeschreibung.
(ich wundere mich auch darüber, das du offenbar selbst kein gefühl dafür hast wann ein erwachsener - auch elternteil - seine grenzen bei einem kind überschreitet - hier für mich zumindest offensichtlich - aber das ist meine pers. meinung)
auch dass du nicht bedenkst obs es für das kind übergrifflich ist finde ich merkwürdig - dir scheint es um eine rechtliche frage zu gehen und nicht um das was auf der hand liegt - die motivation des vaters (täters) und die gefühle des kindes (opfers).
wenn du mal eine suchmaschine bemühen würdest wüsstest du schon längst was du wissen willst. des weiteren gibts eine informationshotline:
hier kannst du anonym anrufen und kostenlos - schau dir die seite im internet an und stell da deine fragen - hier bekommst du qualifizierte auskünfte.
Link: http://www.nina-info.de/
tel: 01805 - 1234 65
und hier eine von den vielen seiten um das thema kindesmissbrauch: http://www.kinderschreie.de/01_home/index1.htm
und da gibts dann auch ein diskussionsforum - da kannst du auch fragen stellen oder so offen beschreiben was du hier schon getan hast leider…
welcher teufel dich geritten hat dein posting hier auf diese weise zu verfassen ist mit echt schleierhaft - sehr unbedacht wie mir scheint.
aber evtl. nutzt du diesen fehler - sprich die reaktionen und informationen und machst was draus…im sinne des kindes.
Mich würde mal interessieren, wenn das von dit beschriebene
nicht einem Kind von einem Elterntei passiert, sondern unter
jungen ca. gleichaltrigen gesetzlich Erwachsenen, ist das dann
auch Missbrauch?
IMHO haben beide beschriebenen Verhaltensweisen außerhalb einer sexuellen Beziehung nichts zu suchen, egal ob Vater und Tochter oder zwei wildfremde Personen. Es sind klare und extreme Überschreitungen der persönlichen Intimitätsgrenze.
Ich vermute mal psychologisch ja, rechtlich nein?
Beides ist eindeutig Belästigung, sowohl die Berührung als auch die Frage!