Shareholder Value?

Hallo,

ich suche den Shareholder Value
und den Stakeholder Value der Firma ProSiebenSat.1 Media AG.

Kann mir da jemand helfen?

thx Tanja

Hey,

diese Werte sind m.E. Begriffe aus der Managementlehre und lassen Sich nicht „in Zahlen“ fassen.

Shareholder sind die Aktionäre und Stakeholder sind alle „Partner“ der AG (Mitarbeiter, Eigentümer, Lieferanten und und und). Das Management kann durch sehr viele Maßnahmen den Wert der Beteiligung/Partnerschaft für den Aktionä/Partner steigern, z.B. Aktienrückkaufprogramme, Qualitätszertifizierungen und Fortbildungsmaßnahmen.

Keine AG weisst Details aus.

Gruß

H.

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Hallo,

ich bin zur Zeit Studentin und habe vor kurzem im Fach „Business Planning“
gelernt wie man den Shareholder Value berechnet und welche Bedeutung er hat.

Ich wollte für ein anderes Projekt (Firmenportrait) diese beiden wichtigen Werte einfügen. Leider habe ich im Internet keine berechneten Werte oder die notwendigen Daten zur Berechnung gefunden?

Wer berechnet den mit welchen Werten den Share und Stakeholder Value eines Unternehmens?

mfg
Tanja

Hallo,

Hallo,

ich bin zur Zeit Studentin und habe vor kurzem im Fach
„Business Planning“
gelernt wie man den Shareholder Value berechnet und welche
Bedeutung er hat.

… dann weist Du wie man den Wert berechnet? Die Formel könntest Du mir mal mailen.

Ich wollte für ein anderes Projekt (Firmenportrait) diese
beiden wichtigen Werte einfügen. Leider habe ich im Internet
keine berechneten Werte oder die notwendigen Daten zur
Berechnung gefunden?

Wer berechnet den mit welchen Werten den Share und Stakeholder
Value eines Unternehmens?

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass es eine Legaldefinition für die Berechnung gibt, deswegen kann man da auch keine Zahl berechnen, meine ich…

mfg
Tanja

Gruss

H.

Hallo H.,

du könntest natürlich auch googeln… z.B.

http://www.phil.uni-erlangen.de/economics/bwl/lehrbu…

Gruß Ivo

Berechnung

  1. Der Shareholder Value
    1.1. Verbreitete Meinungen zu den erzielten Unternehmensgewinnen
    Eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts zeigte, daß die deutsche Bevölkerung eine völlig unrealistische Vorstellung von der Höhe der Unternehmensgewinne hat. Knapp die Hälfte der befragten Personen schätzte, daß einer Unternehmung aus dem Industriebereich von 100 Euro Umsatz nach Abzug sämtlicher Kosten und Steuern gut 20 Euro und mehr als Gewinn zurückbleiben.
    Mögliche Gründe für diese Phantasiezahl sind:
    ? Stundenansatz für die eigene Person,
    ? Schwarzarbeit,
    ? Handelsspanne (z. B. im Detailhandel) sowie
    ? Schlußverkauf (radikale Preisreduktionen).
    Tatsache ist, daß der Gewinn sich nach Abzug aller Kosten und Steuern von 100 Euro Umsatz bei rund 2 Euro einpendelt. In Krisenzeiten kann der Gewinn sogar deutlich schlechter ausfal-len.
    Trotz dieser relativ ernüchternden Zahl erwirtschaften alle Unternehmen zusammen jedes Jahr Gewinnbeträge in Milliardenhöhe. Was geschieht mit diesem Geld?
    Gewinne werden für verschiedene Zwecke verwendet. Der versteuerte Unternehmensgewinn bleibt zu einem Teil ?im Unternehmen? - das ist der einbehaltene Gewinn - und wird zum anderen Teil an die Eigentümer des Unternehmens (Inhaber, Aktionäre, Anteilseigner) ausge-zahlt - das ist der ausgeschüttete Gewinn.
    In der Regel (ist vom Ergebnis abhängig) bleibt die Hälfte des Gewinns im Unternehmen.
    Aber auch der ausgeschüttete Gewinn muß für das Unternehmen nicht definitiv verloren ge-hen - er kann durch Kapitalerhöhungen wieder zurückgeholt werden. Dazu die Faustregel:
    Je besser die Eigentümer am Gewinn beteiligt werden, um so eher sind sie bereit, im Unter-nehmen zusätzliches Geld (z. B. in Form von Aktien) zu investieren. Gute Dividenden sind auf Dauer also auch im Interesse des Unternehmens.
    Oben erwähnte Faustregel ist auch ein Bestandteil des im folgenden zu erläuternden Konzepts des Shareholder Value.
    1.2. Der Shareholder Value als eindimensionales (fokussiertes) Konzept zur Zielverfolgung
    1.2.1. Einleitung
    Dreht sich die Diskussion um den Shareholder Value, kann die Stimmung schnell gereizt werden, verhärten sich die Fronten, reden sich die Gewerkschafter, Unternehmer, Arbeitneh-mer und Kapitalgeber die Köpfe heiß.
    Der Shareholder Value wird in der breiten Öffentlichkeit meist dann breit diskutiert, wenn Fusionen oder Übernahmen bevorstehen. So ließ die Bekanntgabe der Fusion der Unterneh-men Ciba und Sandoz in 90er Jahren die Schweizer Bevölkerung aufhorchen. Durch die Fusi-on schnellte der Aktienkurs in die Höhe und die Aktionäre der beiden Firmen waren innerhalb kürzester Zeit ca. 20 Milliarden Franken reicher.
    Kehrseite der Medaille war allerdings der angekündigte Abbau von mehreren Tausend Ar-beitsplätzen. Shareholder Value ist seitdem häufig als Arbeitsplatzvernichter und Hebel für kurzfristige Börsengewinne verschrien.
    Das Basiswerk für diesen Ansatz lieferte 1986 Alfred Rappaport. Hintergrund seiner Überle-gungen war die Tatsache, daß während der 70er und zu Beginn der 80er Jahre viele Unter-nehmen zweistellige Gewinnzuwachsraten und überragende Umsatzzuwächse verzeichnen konnten, der Aktienkurs sich jedoch kaum oder sogar negativ bewegte.
    Sein Fazit aus dieser Beobachtung: Zeitpunktbezogene Meßgrößen des Rechnungswesens wie etwa der Gewinn pro Aktie oder Rentabilität des investierten Kapitals lassen eine Reihe von Aspekten außer Acht. Sie berücksichtigen z.B. nicht, wie sich der Marktwert für Anteils-scheine verändert oder wieviel Kapital zur Finanzierung des Unternehmenswachstums not-wendig sein wird.
    1.2.2. Definition
    Beim Shareholder Value, wörtlich übersetzt mit Aktionärswert (shareholder = Anteilseigner), geht es um die Steigerung des Wertes des ganzen Unternehmens.
    1.2.3. Inhalt
    Ausgangspunkt für die Bestimmung des Shareholder Value bildet das Konzept des Discoun-ted Cash-flow (abdiskontierter Cash-flow). Der Cash-flow (Einzahlungsüberschuß) bestimmt den Betrag, der einer Unternehmung für neue Investitionen und für die Ausschüttung an ihre Kapitalgeber zur Verfügung steht.
    Aufgrund des Zeitwerts des Geldes und fehlenden Sicherheit des Eintreffens von zukünftigen Zahlungen, müssen die Cash-flows auf die Gegenwart abdiskontiert werden. Der Zinssatz, mit dem die Erträge abdiskontiert werden, heißt Diskontsatz oder Kapitalkostensatz. Er setzt sich aus einer risikolosen Rendite und einer Risikoprämie zusammen. Die Höhe der Risikoprämie variiert je nach Unternehmen und Stabilität seiner Erträge.

Beispiel für die Berechnung des Cash-flow (CF):
Die Neu AG ist ein mittleres Unternehmen, das vor kurzer Zeit an der Börse notiert wurde. Es besteht erst seit fünf Jahren und wurde von drei Jungunternehmern gegründet.
Die erwarteten Erträge (E) für die nächsten vier Jahre sehen wie folgt aus:
2000: 100 Geldeinheiten
2001: 150 Geldeinheiten
2002: 120 Geldeinheiten
2003: 200 Geldeinheiten
Diese Erträge müssen nun mit dem Diskontsatz (i) abdiskontiert werden. Die risikolose Ren-dite (Bundesobligationen) beträgt 4% und die Risikoprämie beläuft sich auf 6%, zusammen-gerechnet ergibt dies einen Diskontsatz von 10%.
Die Formel zur Berechnung der Discounted Cash-flows (CF) lautet:

Übertragen auf unser Beispiel läßt sich folgender Discounted Cash-flow im Jahre 1999 be-rechnen:

Wenn der Unternehmenswert (Discounted Cash-flow) bestimmt ist, läßt sich der Share-holder Value leicht ableiten. Er berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Unter-nehmenswert (Discounted Cash-flow) - im Beispiel 441, 64 Geldeinheiten - und dem Wert der ausstehenden Schulden.

Was ist aber genau der Nutzen für die Aktionäre?
Wie genau bestimmt sich dieser Nutzen, der sich aus dem Kapitalgewinn und der Dividenden-rendite zusammensetzt?
Der Aktionär profitiert nicht so sehr vom Shareholder Value an sich, sondern vielmehr von dessen Schaffung (Creation). Und das geschieht, wenn ein Unternehmen in Projekte inves-tiert, deren Rendite über den Kapitalkosten liegt.

Fazit:
Die Erfüllung oder noch viel mehr das Übertreffen der Erwartungen der Aktionäre erhöht die unmittelbare Aktienrendite.
Folgende Möglichkeiten existieren, um den Share-holder Value zu maximieren:
? Konzentration auf eigene Stärken,
? Restrukturierungen,
? Beteiligung der Führungskräfte am Unternehmen,
? Kommunikation.
1.3. Voten für und gegen den Shareholder Value
1.3.1. Voten für den Shareholder Value
? Die Verfolgung des Konzeptes bringt mehr Transparenz in die Entscheidungsgremien.
? Die nachhaltig erzielte Rendite gilt als Maßstab für die Qualität und Leistungsfähig-keit eines Unternehmens.
? Hohe Kapitalrenditen sind ein Zeichen hoher Wettbewerbsfähigkeit.
? Die Kapitalrendite ist eine objektiv meßbare Größe und gibt genau Auskunft über die Zweckmäßigkeit des Einsatzes der verfügbaren Ressourcen.
? Die Börse ist ein wichtiges Disziplinierungsmittel. Entwickelt sich der Börsenkurse einer Aktie schlecht, so werden das Management und der Aufsichtsrat zum Handeln gezwungen.
1.3.2. Voten gegen den Shareholder Value
? Das Konzept kann nur bei Unternehmen angewendet werden, die an einer Börse no-tiert sind.
? Durch das Konzept verpflichtet sich das Management ausschließlich dem Kapital.
? Durch die Fokussierung auf die Rendite werden die Bedürfnisse der Menschen und der Gesellschaft zweitrangig.
? Das alleinige Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen, führt zur Schließung von Unterneh-menszweigen und damit zum Abbau von Arbeitsplätzen.
? Das Motto lautet: Mit immer weniger Arbeitskräften soll eine immer höhere Wert-schöpfung erreicht werden.
2. Der Stakeholder Value als ?alternatives? Konzept der Zielverfolgung
2.1. Einleitung
Gegner des Shareholder Values betonen immer wieder, daß die Art und Weise der Interaktion mit dem Umsystem (Gesellschaft etc.) von strategischer Bedeutung für das Unternehmen ist.
Ein alternativer Ansatz zur Analyse und Handhabung der Beziehungen zwischen Unterneh-men und übriger Gesellschaft ist das Stakeholder Value Konzept.
2.1.1. Definition
Beim Stakeholder Value Konzept verpflichtet sich das Unternehmen, den Interessen, Ansprü-chen oder Rechten von verschiedensten Personengruppen, den sog. Stakeholders, gerecht zu werden.
2.1.2. Inhalt
Die Unternehmen verfügen über vier Hauptkategorien von Anspruchsgruppen:

  1. unternehmensinterne (Eigentümer, Management und Mitarbeiter),
  2. wirtschaftliche (Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber etc.),
  3. gesellschaftliche (Staat, Medien, Kirchen etc.) sowie
  4. Anwaltsgruppen des Ökosystems (Interessenverbände, Natur- und Umweltschutz-gruppen etc.).
    Die Stakeholderbeziehungen sind nicht nur zweiseitig verknüpft, sondern vernetzen sich auf vielfältige Art und Weise miteinander.
    Deshalb stellt sich die Frage, wie die Unternehmen die Anspruchsgruppen erkennen können und wie sie mit den unterschiedlichen Ansprüchen umgehen sollen.
    Ein praktisches Stakeholder Management könnte die folgenden Punkte umfassen:
    ? Erfassen und Analyse der relevanten Anspruchsgruppen,
    ? Verarbeitung der Erkenntnisse der verschiedenen Gruppierungen für die Formulierung der eigenen Strategie,
    ? Verankerung der Gesellschaftsorientierung in der Unternehmenskultur und
    ? Umsetzung und Kontrolle der Strategien (verstanden als interaktiver Prozeß zwischen Gesellschaft und Unternehmen).

Quelle: IOP Universität Bern

… schon klar, für die „Neu AG“ berechne ich Euch das auch, aber für ein multinationales Unternehmen…?

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Hallo.

ich suche den Shareholder Value
und den Stakeholder Value der Firma ProSiebenSat.1 Media AG.

Beides existiert wohl als Begriff, aber nicht als Zahl. Greifbar sind aber die Zahlen zum Stammkapital und der gegenwärtigen Marktkapitalisierung. Einen Unternehmenswert kannst Du nur auf den Moment bezogen ermitteln, und auch nur dann, wenn gerade einer auf der Matte steht, der die Klitsche übernehmen will. Das ist so ähnlich wie bei Gemälden - einen objektiv feststellbaren Wert gibt es nicht, nur den, den ein verrückter Sammler gerade zu zahlen bereit ist :wink:

Gruß kw