Shell V-Power: Betrug!?

Hallo.

Mag sein, dass das schon Mal hier diskutiert wurde; hab aber bei der Suche nix gefunden…

Shell bietet doch diesen teuren Sprit „V-Power“ an, der angeblich zu mehr PS verhelfen soll.
Meiner Ansicht nach gibt es dabei folgendes Dilemma:

a) Wenn es tatsächlich mehr PS bringt, erlischt die Betriebserlaubnis des PKW, da die höheren PS-Zahlen nicht im Fahrzeugschein eingetragen sind.
b) Wenn es nicht mehr PS bringt, ist der Verkauf des teuren Sprit Betrug.

☼ Markuss ☼

P.S.: Ich tank das Zeug nicht.

ADAC Test
Hallo Markuss,

Habe vor kurzem mal einen Testbericht vom ADAC gelesen.
Darin stand eindeutig, daß dieses überteuerte Zeugs überhaup nix bringt, doch, nur einem bringt es Etwas und zwar dem, der es verkauft. *gg*

Da waren sogar Autos dabei, die auf dem Prüfstand weniger Leistung damit erbrachten und/oder der Spritverbrauch deutlich anstieg.

Soviel zum Thema.

Gruß
Sticky

…oder das strahlendste Weiß Ihres Lebens!

Hallo!

Shell bietet doch diesen teuren Sprit „V-Power“ an…

Nun hab mal gefälligst ein bißchen Verständnis! Schließlich wollen die gebeutelten Mineralölgesellschaften und deren Werbefritzen von irgendwas leben. Diese Leute stecken in einem Dilemma: Alle verhökern den gleichen Saft und jetzt muß man sich Sachen aus den Fingern saugen, damit die Kunden ausgerechnet bestimmte Tankstellen ansteuern und nicht die der Konkurrenz. Außerdem haben Mineralölgesellschaften das Problem der Preisfindung. Wo liegt die Schmerzgrenze? Solange es Leute gibt, die für gewöhnlichen Sprit nur aufgrund von Werbesprüchen noch mehr Geld zu zahlen bereit sind, ist die Schmerzgrenze in weiter Ferne. Das „Premium-Benzin“ ist der Kundschafter, der vorfühlt, was noch geht. Du kannst ganz sicher sein, dass die Mineralölgesellschaften den Absatz und seine Veränderungen als Funktion des Preises genau registrieren und penibel auswerten. Das macht nämlich jeder kluge Vermarkter. Ein besonders beworbenes und besonders teures Premium-Produkt und dessen Verkaufszahlen als Funktion des Preises liefern weitere Daten, die zusammen mit langjähriger Erfahrung Rückschlüsse auf die Befindlichkeiten des Marktes ermöglichen. Anders geht es nicht. Man kann ja schlecht die Kunden befragen, weil die nämlich mit Vorliebe dummes Zeug erzählen. Schon als der Sprit weniger als die Hälfte kostete, erzählten viele Leute, demnächst ihr Auto abzuschaffen, ihr Gewerbe aufzugeben oder aufgrund der unbezahlbaren Spritpreise Insolvenz anzumelden. Deshalb gibt nur der permanente Praxistest Auskunft, was wirklich geht.

Ein ähnliches Spiel wird bei vielen Produkten zelebriert, übrigens auch beim Heizöl. Auch da gibts Premium-Sorten, die ihre Kunden finden und anzeigen, dass der Markt noch Luft hat. Anbieter anderer Energieträger vom Gas bis zum Brennholz sind darüber nicht böse, denn der Markt zieht deren durchsetzbare Verkaufspreise mit in die Höhe. Das ist übrigens der Grund, weshalb Investitionen für den Wechsel des Energieträgers nicht an erster Stelle stehen sollten, sondern Investitionen zur dauerhaften Minderung des Verbrauchs.

Einer der Gründe für steigende Preise ist die Trägheit wohl der Mehrheit aller Verbraucher. Der Energiesektor ist ein Paradebeispiel dafür. Es gibt vereinzelt die Bereitschaft, mit hohen Umrüstkosten den Energieträger zu wechseln. Es gibt aber nur wenig Bereitschaft, das Verbrauchsverhalten spürbar zu verändern. Solange Millionen Menschen ihr Selbstwertgefühl an die Größe ihrer Karosse und deren Motorisierung knüpfen, ist das Ende der Preisfahnenstange noch nicht einmal in Sicht. Solange Hauseigentümer lieber 5.000 € für Heizöl ausgeben, als 500 € für einen sachkundigen Bau-Ing., der genau sagen wird, an welchen Stellen die Energie nutzlos verblasen wird, solange sind Energieträger noch nicht teuer genug.

Ich rede übrigens mit persönlichem Erfahrungshintergrund, der vielleicht nicht repräsentativ ist, aber eben meinem Erleben entspricht. So kenne ich etliche Häuser hier im Dorf bis ins Detail. Ich weiß, was nur nachträglich verkleidete Baracken sind, wo bei jedem Regen der Keller feucht wird und wo eine riesige Ölheizung im Bretterschuppen steht, auf Rat des Heizungsmonteurs ganzjährig betrieben, weil man dann immer warmes Wasser hat. Gegen solches Verhalten und gegen uralte Gepflogenheiten ist kein Kraut gewachsen. Die Menschen müßten sich mit der Problematik beschäftigen, müßten nicht einmal vordenken, Nachdenken würde schon reichen. Das ist zu viel verlangt und äußert sich in Beratungsresistenz. Solange Mineralöl irgend bezahlbar ist, wird nur geschimpft, aber nichts geändert.

Im Nachbardorf gibts einen Penny-Laden. Davor ein großer Parkplatz. Der ist immer voll. Und ein Fahrradständer. Der ist immer leer oder fast leer. Das war schon vor Jahren so und hat sich nicht geändert. Nein, die dort einkaufenden Leute sind nicht allesamt gehbehindert und nein, die dort einkaufenden Leute sind nicht allesamt von Terminen getriebene Spitzenmanager.

Gruß
Wolfgang

Shell V-Power / Aral Ultimate
Bei modernen Autos, die einen Klopfsensor haben, wird es tatsaechlich nichts bringen, da regelt das Steuergeraet entsprechend nach.

Erfahrungsgemaess gab’s bislang nur besseres Fahrverhalten bei alten Autos, die kein Steuergeraet hatten, sondern konventionelle Vergaser(n). Bei meinen Youngtimern hab ich etwas ruhigeren Lauf, geringeren Verbrauch an Litern (aber nicht unbedingt gemessen in Geldeinheiten, wegen hoeherem Literpreis), geringfuegig bessere Beschleunigung. Dabei ist aber zu Bedenken, dass die alten auf Super Pb ausgelegt sind, die 100ROZ und mehr hatten, Super Pb-frei oder Super-Plus liegt halt von ROZ drunter.

Hallo,

Hallo Markuss,

Habe vor kurzem mal einen Testbericht vom ADAC gelesen.

Anscheinend nicht bis zu ende.

Darin stand eindeutig, daß dieses überteuerte Zeugs überhaup
nix bringt, doch, nur einem bringt es Etwas und zwar dem, der
es verkauft. *gg*

  1. Das 100ROZ-Benzin ist Schwefelreduziert.
    Benzin und Diesel dürfen max. Schwefelgehalt bis 50 mg/kg nach EN-ISO 14596 haben.
  2. Das wird, laut EU, für alle Sorten auch Vorgabe werden, mit der EURO 5 oder 6.

Da waren sogar Autos dabei, die auf dem Prüfstand weniger
Leistung damit erbrachten und/oder der Spritverbrauch deutlich
anstieg.

  1. Die Motor-Elektronik muß vom Motorenhersteller auf die 100ROZ angepaßt werden, sonst schaltet diese auf das 95erSuper- bzw. Normal-Benzin-Programm.
  2. Das ist auch der Grund für Minderleistung und Mehrverbrauch.

Soviel zum Thema.

  1. Nochmal was zum lesen!
    http://www.motosport.ch/artikel_4692.html
    ROZ gibt die Klopffestigkeit von Otto-Kraftstoff an.
    http://www.motosport.ch/artikel_3984.html

* Je höher die Zahl ist, desto ruhiger verläuft die Verbrennung im Motorblock und desto geringer sind die Motorengeräusche
* ROZ Zahl bei Erdgas: 130 (zum Vergleich bleifreies Superbenzin hat 95)
http://www.stadtwerke-herne.de/unternehmen/umwelt/in…

Es kann also alles angepaßt werden.8-))

Gruß
Sticky

mfg
W.

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Hallo,

Bei modernen Autos, die einen Klopfsensor haben, wird es
tatsaechlich nichts bringen, da regelt das Steuergeraet
entsprechend nach.

Lies mal weiter oben den Post von mir

Erfahrungsgemaess gab’s bislang nur besseres Fahrverhalten bei
alten Autos, die kein Steuergeraet hatten, sondern
konventionelle Vergaser(n). Bei meinen Youngtimern hab ich
etwas ruhigeren Lauf, geringeren Verbrauch an Litern (aber
nicht unbedingt gemessen in Geldeinheiten, wegen hoeherem
Literpreis), geringfuegig bessere Beschleunigung. Dabei ist
aber zu Bedenken, dass die alten auf Super Pb ausgelegt sind,
die 100ROZ und mehr hatten,

Falsch.
Super-Benzin verbleit hatte nur 95ROZ!

Super Pb-frei oder Super-Plus
liegt halt von ROZ drunter.

Hat sich somit nichts geändert, außer das Blei fehlt.

mfg
W.

Es kann also alles angepaßt werden.8-))

Hallo WOlfgang,

erstmal Danke für die Links und *,

Aber wenn du sagst, daß alles angepasst werden kann, will ich das nicht so richtig glauben. Bei meinem 89er Benz (190E) kann ich manuell durch einen Drehshalter unter der Motorhaube zwischen Normal und Super Bleifrei wählen. Wenn ich 98er tanke, dreht er im Leerlauf höher, weshalb ich mich noch nicht getraut habe, Optimax bzw Ultimate auszuprobieren. Bin aber in 2 Wochen in Luxemburg, dann werd ich’s mir mal überlegen :wink:

Gruß
Sticky

Beide falsch …
Hallo zusammen,

Erfahrungsgemaess gab’s bislang nur besseres Fahrverhalten bei
alten Autos, die kein Steuergeraet hatten, sondern
konventionelle Vergaser(n). Bei meinen Youngtimern hab ich
etwas ruhigeren Lauf, geringeren Verbrauch an Litern (aber
nicht unbedingt gemessen in Geldeinheiten, wegen hoeherem
Literpreis), geringfuegig bessere Beschleunigung. Dabei ist
aber zu Bedenken, dass die alten auf Super Pb ausgelegt sind,
die 100ROZ und mehr hatten,

Falsch.

Stimmt, ist falsch.
Das alte Super verbleit hatte nicht 100, sondern 98 Oktan - und das entspricht dem heutigen „Super plus“, nicht aber diesem unsinnigen V-Power oder Ultimate 100.
Und meinem Oldie gebe ich das was er braucht und was er laut Hersteller haben soll: 98 Oktan.
Weniger ist schädlich, mehr ist so überflüssig wie ein Kropf.
(Und ICH muß für mein Geld noch arbeiten, und will es nicht ohne Not irgendwelchen halskranken Ölkonzernen in den Rachen werfen!)

Super-Benzin verbleit hatte nur 95ROZ!

Ist auch falsch!
Das (bleifreie) Euro-Super hat 95 Oktan, das alte Super verbleit hatte aber 98. Und um das auszugleichen, hat man halt mit Einführung des bleifreien Sprits auch das Super plus eingeführt …

Ach ja, ich selbst boykottiere Shell und Aral übrigens strikt, seit die diesen Schwachsinn eingeführt haben!
Die haben so ganz bewußt die Preise kaputtgemacht - und der Oldiefahrer, der wirklich noch seine 98 Oktan braucht, guckt dabei in die Röhre!

Bevor Shell damals seinen „Optiquatsch“ (mit 99 Oktan) eingeführt hatte, standen die Spritpreise praktisch immer im gleichen Verhältnis zueinander. Nach dem Markteintritt vom Optimatsch kamen aber wenig später die Preise in Bewegung, und das Super plus wurde im Verhältnis zum Eurosuper immer teurer!

Und heute muß man schon sehr genau aufpassen, wo man eigentlich tankt!
Shell und Aral sind ja ohnehin aus dem Rennen, weil ich mein Geld nicht ohne Not verbrennen möchte, aber inzwischen hat auch Esso sein Super plus deutlich verteuert - hier kosten die 98 Oktan nämlich inzwischen glatte 2 Cent mehr als bei der Konkurrenz!(bei ansonsten gleichem Preis für Normal und Eurosuper!)

Augen auf beim Tanken!

Schönen Gruß,
Robert

Super-Benzin verbleit hatte nur 95ROZ!

Na das halt ich fuer 'n Geruecht! So wie Robert schrieb, in Dt. war das verbleite Super i.d.R. 98 Okt, in manchen Laendern allerdings auch ueber 100 Okt. Empfohlen vom Hersteller bei meinem Oldie waren 98-101.

95 hat das normale Super bleifrei. Und fuer diesen Kraftstoff muesste ich den Zuendzeitpunkt aendern lassen.

Bei 98er von guter Qualitaet geht’s, bei schlechter Qualitaet faengt der Motor bereits das Ruckeln im unguenstigen Fall an bzw. dieslt geringfuegig beim Ausmachen kurz nach. Das Problem hatte ich bislang mit den beiden besagten Kraftstoffen nicht.

Hallo,

Die Anpaßung muß direkt in der Motor-Elektronik (ähnlich wie Chiptuning) durch vom Hersteller freigegebene Werkstätten vorgenommen werden. Der Vergleich zum Erdgas-Auto ist dann wohl auch klar.
Die Umrüstfirmen (Werkstätten) haben auch die entspechenden Möglichkeiten die Motorelektronik an die neuen Werte (ROZ 100 bzw. bei Erdgas ROZ 130) zu ändern.
Das geht nicht mit dem Umschalter.

mfg
W.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
die betriebserlaubnis erlischt nicht!!
ich habe mein auto chipgetunt und vom tüv abnehmen lassen, laut aussage vom tüv muss ich die höhere leistung nicht eintragen lassen.

in der tat v-power bringt nur einen phsychologischen effekt. die 100 octan sind wirkungslos, da bei den heutigen motoren der octansensor auf maximal 98 octan eingestellt ist. da heist, der motor verstellt den zündzeitpunkt nur für 98 octan.
im v-power sidn aber noch andere additive enthalten,welche möglicherweise in einen sehr geringen umfang den schadstoffaustoß verringern

mfg

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Fahren einen neuen BMW 3er E 90 6 Zyl. - und dieser ist lt. Betriebsanleitung auch für 100 Oktan ausgelegt…

Tanke eigentlich immer 100, da es nicht wesentlich teurer ist als 98 (im Nachbarland Österreich zumindest).

Gruß
Tanktourist Robert

Wilder Westen Tinktur gegen Warzen :smile:)
Im Mittelalter wollten Alchemisten aus Blei Gold machen.

Im Wilden Westen gab es die fahrenden Händler, die Tinkturen gegen Warzen und Magenverstimmungen anboten.

Heute bieten die Tankstellen V-Power an …

Ganz so schlimm ist es nicht.

Mit Super-Benzin statt Benzin kann ein Motor betrieben werden, der durch eine höherer Kompression mehr Leistung haben kann.
Das heist aber nicht, das ein Normal-Benzin Motor mehr Leistung hat, wenn man Super-Benzin tankt.

Genauso ist es mit V-Power.

Augenwischerei wird es dadurch, das ein Motor mehr Leistung haben KÖNNTE, wenn man ihn für V-Power umbaut.
Aber einfach tanken und losfahren und mehr Leistung haben, das ist Blödsinn.

Übringens, bei der Vorstellung von V-Power blieb der Demo-Wagen stehen, nachdem man V-Power tankte :smile:))

Oktan = Klopffestigkeit
Benzin, Super-Benzin oder V-Power unterscheiden sich nur in der Oktanzahl, die nur bedeutet, das ein Benzin höher belastbar ist (Klopffestigkeit)

Am besten, besser wie V-Power, wäre dann Autogas, mit 108 Oktan :smile: