Shutter Island - Filminterpretation

Hallo liebe w-w-w Nutzer,

gestern habe ich mir den Film Shutter Island angesehen und fand ihn auch recht gut gemacht.

Kurz vor Ende des Films wurde ja klar, dass sich „teddy“ in eine phantasiewelt geflüchtet hat, da seine manisch depressive frau seine 3 kinder getötet hat.

als dieses riesen rollenspiel dann aufgelöst wurde , schien es, dass „teddy“ seine eigentliche, wahre geschichte akzeptiert und zunehmend besser damit klar kommt.

allerdings wurde auch gesagt, dass es bei ihm schon öfter soweit war, dass er fast geheilt schien und er dann immer wieder zurück in seine phantasiewelt springt.

Nun zur eigentlichen Frage:

Am Ende sitzen er und sein behandelnder arzt ( der in seiner phantasiewelt sein partner ist ) auf der treppe und rauchen.

plötzlich scheint es, als hätte teddy einen derben rückschlag und würde wieder am anfang der geschichte stehen ( natürlich als marshal in seiner Phantasiewelt ).

Als dann die Betreuer mit dem Eispickel im Handtuch kommen, um ihm eine Lobothomie zu verpassen,sagte er sinngemäß , er würde lieber als gesunder mensch sterben, als als monster zu leben.

meine interpretation war nun folgende :

er weiss ganz genau was alles passiert ist und ist auch „noch“ gesund und nicht wieder in seiner phantasiewelt. allerdings klässt er sich durch die lobothomie lieber zu einem „zombie“ machen, als weiterhin mit diesem ganzen wissen zu leben.

mein bruder meint, er wäre tatsächlich wieder in seiner phantasiewelt, aber das glaube ich nicht.

wie interpretiert ihr das ende?

danke für zahlreiche antworten im voraus

Mit freundlichen Grüßen

Ymc

Hi,

also, falls es dir nicht zu viel zu lesen ist, rate ich dir mal diese Seite zu benutzen. Da gibts die verschiedensten Interpretationen von verschiedenen Nutzern.
Viel Spaß :smile:

http://www.fehler-im-film.de/forum/showthread.php?t=…

Hallo,

habe mir diesen Film auch erst letzte Woche angesehen und war ebenso sehr angetan. Beim Ende habe ich natürlich ebenso gegrübelt und ich denke mal, es ist ebenso beabsichtigt, dass man beide Möglichkeiten interpretieren kann … also entweder hatte Ted einen Rückfall ODER er weiss, was alles um ihn herumpassiert und hat davon genug, so dass er sich der Lobotomie stellt.

Aber meine Freundin, mit der ich den Film gesehen habe, hatte eben einen ganz interessanten Einwurf:

Wenn Ted seinen Rückfall nicht gehabt hätte, dann wäre die Heilmethode des Doktors (Ben Kingsley) ja erfolgreich gewesen und Ted wäre sicherlich entlassen worden, da seine Psychose ja geheilt wäre. Er war ja auf der Insel, weil er durch seine Fantasien zu starker Gewaltbereitschaft neigte, so hat er z.B. am Leuchtturm den einen Wärter niedergeschlagen.

Warum also sollte Ted freiwillig auf seine (mögliche) Freiheit und somit dem Wegkommen von der Insel verzichten, wenn er wirklich gesund war und dies hätte gar nicht vortäuschen müssen.

Also würde ich eher davon ausgehen, dass er leider nicht geheilt werden konnte und weiter in seiner erfundenen Welt lebt …

Btw., DiCaprios Nachfolge-Film „Inception“ hatte auch ein sehr … nennen wir es mal … zu Spekulationen anregendes Ende, auch den kann ich nur empfehlen!

MfG

Na also das ist für mich offensichtlich, wenn wir mal von dem Ende ausgehen, dass er geheilt wurde.

Du sagst, er könnte dann ja ein Freier Mann sein, also warum stellt er sich der Lobotomie.

Er sagt ja am Schluss als er aufsteht : " Lieber als guter Mensch sterben, als als Monster zu leben ( Sinngemäß ).

Bedeutet für mich, das er wieder Klar im Kopf ist, aber eben weil er nicht damit leben kann / will, mit dem Wissen, was alles passiert ist und mit seinen Kindern etc., sich freiwillig für die Lobotomie entscheidet, damit er nicht mit dem Wissen leben muss.

Mit freundlichen Grüßen