Sich ergänzende Verhaltensmuster der Elite

Mahlzeit zusammen,

es gibt in uns allen Muster (die uns zumeist nicht einmal bewusst sind), nach denen wir agieren und uns verhalten. Zum Beispiel hat jemand in seiner Kindheit starke Vernachlässigung erfahren und auf der anderen Seite (bedingend, ausgleichend, ergänzend) als Gegenpol total einengende Überbehütung (Kontrolle) von der Mutter. Dieses Muster war so prägend, dass der Betroffene es für sich übernommen hat und dieses später als junger Jugendlicher verinnerlicht hat. Er macht das selbe mit sich selbst, als Erwachsener weiter (unbewusst), auch wenn er sich längst von seinen Eltern losgelöst hat und von Ihnen unabhängig ist.

Interessant ist hierbei, dass es zu jedem Extrem auch ein Gegenpol-Muster (ausgleichend, bedingend, ergänzend) geben muss. Wer kennt den Gegenpol von elitärem und nahezu blindem Leistungsdrang (u. a. auch Workaholics), die nur leisten müssen, nur leisten können und sich (ihr „Selbst“) dabei nur über Position, Status und Erreichtes definieren bzw. stabilisieren können? Bestätigung von außen ist für sie stets nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Ist der Gegenpol hier „Mangel an Liebe und Zuwendung“?

Danke und Gruß,
Yedi386

es gibt in uns allen Muster, nach denen wir agieren.
Dieses Muster war so prägend, dass
der Betroffene es für sich übernommen hat
Interessant ist hierbei, dass es zu jedem Extrem auch ein
Gegenpol-Muster geben muss. Wer kennt den Gegenpol von elitärem und nahezu blindem Leistungsdrang,
Ist der Gegenpol „Mangel an Liebe und Zuwendung“?

Lieber Yedi,

dass es zu jedem Extrem einen Gegenpol „geben muss“, existiert m.E. nur in der Theorie des Yin und Yang.
Jedenfalls gibt es diesen Gegenpol m.E. nicht per se im Menschen.
Ich denke, dass wir überall dort, wo wir uns in ein Extrem begeben, etwas anderes in uns überdecken. Und ich denke auch, das ist der Hintergrund deiner Fragestellung: was kompensiert ein sog. „workaholic“?!?
Ich denke auch, dass Leistungsdrang nicht zwangsweise sein Gegenteil überdeckt. Sondern dass jeder Mensch da seine speziellen Muster hat.

Wenn Menschen zum Beispiel von ihren Eltern das Bild vermittelt bekommen, nur liebenswert zu sein, wenn sie etwas leisten, dann tragen sich die meisten mit dieser Last meist ein Leben lang herum.
Ein/ die Elternteil/e war/en nicht in der Lage, das Kind bedingungslos zu lieben. Das Kind wird im fortgeschrittenen Alter zum workaholic - weil es denkt, es wird geliebt wenn es erfolgreich ist und es braucht mangels Platz und Zeit im Leben nicht über sich nachdenken…
Hier trifft es zu, dass Leistungsdrang und mangelnde Liebe eng miteinander in Verbindung stehen.

Ich denke, dass Menschen auch zum workaholic werden können z.B. weil sie etwas verdrängen wollen/ nicht spüren wollen (wie z.B. Krankheit/ Verlust eines nahestehenden Menschen; eine Leere in sich; etc…)
oder z.B zu sozial sind, sich selbst ein Stück weit aufgeben und Probleme haben mit Nein-sagen und Grenzen-ziehen.

Im weitesten Sinne basieren auch diese Theorien, wie mir gerade auffällt, auf mangelnder Liebe und Zuwendung… !!!

Somit ist mein spontaner Gedanke, dass Leistungsdrang und mangelnde Liebe und Zuwendung i.d.R. miteinander in Verbindung stehen, dass jedoch der Begriff des Gegenpols schlecht gewählt ist.

nacheinem4:1Siegnichtmehrganznüchternggaberhoffentlichverständlich
grüßt
jeanne