Sich unentbehrlich machen: Literatur dazu?

Tach’chen.

Häufig wird empfohlen, man solle sich im Job unentbehrlich machen, beispielsweise dadurch, sein Wissen nicht weiterzugeben. Kann mir jemand Bücher nennen, in denen diese Taktik propagiert wird?

Vielen Dank
TTR

Hallo!

Ich kann dir keine Bücher nennen, die diese „Taktik“ propagieren möchte aber trotzdem meinen Senf dazu loswerden.
Grundsätzlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass niemand unersetzlich ist. Es mag Menschen mit besonderen Kenntnissen oder Fähigkeiten geben, bei denen es schwer ist, einen adäquaten Ersatz zu finden. Ich mutmaße jetzt einfach mal, dass dies nur auf wenige Leute zutrifft.

Abgesehen davon kommt es im Kollegenkreis nicht besonders gut an, wenn jemand auf seinem Wissen sitzt. Das spricht zum einem dafür, dass er davon nicht besonders viel hat, wenn er es sich nicht leisten kann, andere daran teilhaben zu lassen, und zum anderen macht das äußerst unsympatisch, da dieses Verhalten sehr unkollegial ist.

Bei kleinen Firmen kann das vielleicht funktionieren, wenn du wirklich ein Know-How-Träger bist. Dann solltest du das aber eigentlich nicht nötig haben. Bei größeren Firmen interessiert das unter umständen niemanden. Da hilft auch kein „auf dem Wissen sitzen“, wenn die gesamte Abteilung dicht gemacht wird.

Gruß

Michael

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Gugu,

Häufig wird empfohlen, man solle sich im Job unentbehrlich machen, beispielsweise dadurch, sein Wissen nicht weiterzugeben.

Das hatte vielleicht früher mal in irgendwelchen Behörden funktioniert.

Es gibt dieses schöne Sprichwort „Sicherheit schafft man sich dadurch, dass man nicht gebunden ist“.
Wie schon mein Vorposter sagte, wenn die Abteilung dicht gemacht wird hat man Spässle gehabt. Hat man sich jedoch die Möglichkeit geschaffen, einfach zu springen, kann man so eine Schließung eventuell überleben, indem man den Fachbereich wechselt.
Das schafft man jedoch definitiv nicht dadurch, dass man auf seinem Wissen hockt und niemanden daran teilhaben läßt.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dadurch, dass so ziemlich alles, was ich tue bestens dokumentiert und für das gesamte Unternehmen verfügbar ist, bin ich nicht mehr so leicht wegzudenken. Denn: die Welt verändert sich, und der Kerl, der die 500 Seiten Dokumente hinterlegt hat, ist am Schluß der gleiche schlaue Kopf, der auch in der Lage ist, die Prozesse, ihre Interaktionen und Schnittstellen zu verstehen und bei Gegebenheit anzupassen.
Die Leute, von denen keiner so genau weiß, was sie machen und wie sie das machen können einfach ausgewechselt werden - es gibt ja keinen Hinweis darauf, dass ihr Wegfallen irgendwelche Schnittstellen in Mitleidenschaft zieht.

Und übrigens - professionelle Trainer in Spezialgebieten (d.h. Leute, die dadurch Geld verdienen ihr Wissen zB. der IT oder des Marketings zu propagieren) brauchen sich um Arbeitsplatzsicherheit keine Gedanken zu machen. Die finden immer was.

Kann mir jemand Bücher nennen, in denen diese Taktik propagiert wird?

Witze sind im anderen Brett.

Gruss,
Michael

ausschließlich sachdienliche Hinweise bitte !!
Tach’chen.

Wer Last auf der Seele hat, möge doch besser einen Therapeuten aufsuchen.

Für sachdienliche Hinweise zum Thema (Literatur welche die Taktik des „sich im Unternehmen unersetzlich machen“ propagiert) weiterhin dankbar:
TTR

Tach’chen TTR,

http://www.zeitzuleben.de/blog/entry/1/3847/Unersetz…

http://www.amazon.de/Verkaufsfaktor-Kundenbegeisteru…

http://www.benedikt-stockebrand.de/never-touch-2_d.pdf

Gruß
BT