Sich unnötig Probleme machen

Hallo,

ich befürchte (mein Freund wirft es mir immer wieder vor), dass ich mir gerne selber Probleme mache.
Eigentlich geht es mir im Moment gut, doch ich finde immer wieder Dinge, die mir Sorgen bereiten. Es gibt quasi kein Tag, an dem alle Sorgen weg sind.

Entweder ist mein Freund zu wenig für mich da und wir verbringen kaum Zeit miteinander.
Oder ich rege mich darüber auf, dass ich den Haushalt alleine machen muss.
Oder mich bringt es mal wieder auf die Palme, dass er sich einfach nicht entscheiden kann, wo er in Zukunft arbeiten möchte und daher ein Umzug nicht möglich ist. Ich will dringend aus unserer Wohnung raus, es klapp aber wegen ihm nicht. Oder aber mich stört es, dass er anscheinen kein Interesse an einer beruflichen Karriere hat und er mit 24 keine berufliche Qualifikation anstrebt. Was mich wiederum verzweifeln lässt, da ich irgendwann mal Geld für ein Eigenheim und Urlaub haben möchte.

In den letzten Tagen trat alles regelmäßig zusammen auf.

Eigene Probleme habe ich kaum, denn die kann ich ja selbst beeinflussen und Verändern. Ich zerbreche mich so gesehen für ihn den Kopf. Er kann mein Gejammere nicht mehr hören und wirft mir an den Kopf, dass ich keine Sorgen haben brauche. Wenn die Psyche doch so einfach umzustimmen wäre, bräuchten wir keine Psychologen…

Er hingegen ist eher der Mensch „ich lass alles auf mich zukommen und wenn das Problem unausweichlich ist, lasse ich mir langsam etwas einfallen“.

Wie komme ich aus diesem „Ich mache mir über alles Gedanken“ Trott raus? Oder ist das ganz „normal“ und charakterabhängig?

Was kann ich tun?
Wenn jemand spezielle Ideen für die oben kurz aufgezählten Gedanken hat, darf er sie auch gerne aufschreiben.

grübelnde Grüße
Tato

also ich finde schon dass du ein eigenes problem hast - sogar einige.
er ist nicht so wie du ihn haben willst…
du meckerst aber du fällst keine entscheidung
du machst dein glück von anderem - speziell ihm abhängig.

es sind deine wertevorstellungen - er soll zielstrebiger sein, damit du keine sorge haben musst… haus etc…
er ist nicht für dein glück veranwortlich sondern du selbst.
ausserdem kannst du ja deinen weg diesbezüglich gehen wenn du heute schon alles so genau festgelegt hast - anderen aber solltest du zumindest zugestehen dass sie ihre ansicht erst entwickeln und/oder ändern…

er erledigt nichts im haushalt? tja, da bedauer ich dich dann mal - 3 möglichkeiten - die eine wie gehabt - du jammerst und unternimmst nichts oder aber: du redest mal in ruhiger minute mit ihm und legst mit ihm zusammen eine verteilung der aufgaben fest - und lässt es auch liegen wenn er es nicht macht - planst dafür deine zeit mit anderen wichtigen dingen des lebens - spass nämlich. oder 3 du verlässt ihn und suchst dir den mann der das alles hat was du so vermisst - dafür wird er andere macken haben aber nun…

wenn du etwas verändern willst musst du dich zuerst verändern - sei es im umgang mit dem partner - wenn du die ständig meckernde mami spielst - wird er sich auch wie der pubertierende bub verhalten - so einfach ist das…

du solltest evtl mehr zeit damit verbringen dich selbst zu beobachten und dir auch mal die frage zu stellen was es dir denn gibt unzufrieden zu sein undevtl auch woher du diese eigenart hast.
im grunde gibst du aus meiner sicht auf diese weise die verantwortung für dein wohlgefühl ab - an deinen freund - aber der ball gehlrt in deine hände nicht in seine.

ein buch, das genau dieses thema behandelt - leicht lesbar und mit wirklich praktischen lebbaren tips der veränderung des eigenen verhaltens: wohin mit meiner wut (den titel wirst du dann beim lesen verstehen)

hast du in dem einen fall auch berechtigung zur unzufriedenheit so ist der umgang damit entscheident über die aussicht auf eine veränderung.
und im anderen falle mögen deine erwartungshaltungen doch ein wenig unberechtigt sein - sofern man überhaupt von recht oder unrecht im zusammenhang mit ansprüchen oder erwartungen sprechen kann.

eines ist aber klar - wenn du mit etwas unzufrieden bist - musst du auch in der lage sein es zu verdeutlichen und dabei nur von dir zu reden, ohne vorwürfe sondern als eine art wunsch. und wenn du keine konkreten angebote machen kannst wie es anders aussehen könnte- wirst du keinen meter voran kommen.

das ist wie mit kindern - einfach nur sagen nein schafft keine klarheit und damit wachsen die missverständnisse und spannungen.

also lerne zu erkennen was du warum willst und ob das wirklich so wichtig ist und/oder ob du tatsache ein anrecht darauf hast.
als nächstes würde ich mich der nachvollziehbaren erklärung widmen - und meckern und jammern gehört sicher nicht dazu - danach kommt das mit dem konsturktiven vorschlägen…

du machst es dir ein wenig leicht so ich finde… nicht nur dass du einfach nur meckerst und die verantwortung für dich an andere abgibst - also hier der freund - du erklärst nichtmal wie das andere aussehen soll was du so gerne hättest - und wunderst dich dann wieso sich nichts ändert?

deine probleme sind also vielfältig und bevor du das alles nicht angehst wird sich auch nichts verändern…

so einfach ist das und doch so schwer…

LG

nina

Hi Tato,

wenn Dich Sachen oder Verhaltensweisen ärgern, ist es wichtig und richtig, das nicht zu übergehen, sondern nach Lösungen zu suchen. In Deinem Fall kann das durchaus die Konsequenz haben, den derzeitigen Partner in den Wind zu schießen.

Wie gefällt Dir der Gedanke?

Hallo Tato,

warum hast Du nicht gleich geschrieben: Mein Freund macht mir ständig Probleme- wenn ersich anders verhalten würde dann ginge es mir besser.

So einfach ist das also für Dich??
Kein Vorwurf von mir- es scheint in der Natur des Menschen zu liegen sich möglichst viel und oft mit den Problemen, Macken und Eigenarten ANDERER Menschen zu beschäftigen- würden sie den Blickwinkel auf sich selbst richten- es könnte ja unangenehm werden.

Meine Erkenntnis eines bis dato sehr abwechslungsreichen Lebens:

-Ich kann keine anderen Menschen ändern
-Ich bin nicht auf der Welt um andere Menschen zu ändern
-Ich habe nicht das Recht andere Menschen zu ändern
-Ich habe nicht das Recht andere Menschen so hinzubiegen wie ich es gerne hätte
-Mein Leben, mein Glück, meine Zufriedenheit darf nicht abhängig sein, vom Handeln und Verhalten anderer Menschen
-Ich bin zuständig für mein Glück und meine Zufriedenheit
-Ich habe Verantwortung für mein Leben- und nur für dieses
-Ich habe kein Recht zu werten, was die Lebensweise anderer Menschen betrifft

Ich darf mir etwas von anderen Menschen WÜNSCHEN- ob sie mir den Wunsch erfüllen liegt ganz alleine bei ihnen
Ich kann durch ändern meines eigenen Verhaltens bei anderen Menschen etwas bewirken

Du kommst da raus, wenn Du Dich auf Dich selbst konzentrierst und ein eigenes Leben „lebst“ andere Lebensweisen als ebenfalls berechtigt respektierst.

Ein Zusammenleben in einer Partnerschaft bedeutet aber auch immer Kompromisse suchen, dem Partner ein Stück entgegenkommen und verstehen lernen. Hat er gänzlich andere Vorstellung der gemeinsamen Zukunft wird es schwer.
Ein Zusammenleben erscheint mir aber wesentlich leichter, wenn ich die Freiräume schaffe um meinen eigenen Bedürfnisse gerecht zu werden und die des Partners nicht zu beschränken.

Das ist doch wohl wirklich einfach!!

Liebe Tato- wäre das Lebebn so einfach- gäbe es vielleicht auch dieses Forum nicht. Hoffe, dass ich Dir ein paar Denkanstösse geben konnte zum Grübeln- aber über Dich selbst bitte…

Liebe Grüße

Frank

Hallo,

In Deinem Fall kann das durchaus die Konsequenz haben,
den derzeitigen Partner in den Wind zu schießen.
Wie gefällt Dir der Gedanke?

Gar nicht. Es gibt viele Dinge, bei denen wir einer Meinung sind. Mir geht es eher um Lösungsmöglichkeiten und nicht darum, dem Problem aus dem Weg zu gehen.
In jeder Partnerschaft wird es Meinungsverschiedenheiten geben…

Gruß
Tato

Hallo,

Danke für deine ausführliche Antwort.

er ist nicht so wie du ihn haben willst…

Eine 100%ige Übereinstimmung wird es nie geben - dann müsste ich mich klonen, könnte mich dann aber wahrscheinlich selbst nicht mehr ertragen :wink:

er ist nicht für dein glück veranwortlich sondern du selbst.

Wie mach ich mir das Glück? Die passenden Zutaten habe ich (Freund, berufliche Ziele, halbwegs intakte Familie), ich bekomme die Zubereitung aber nicht auf die Reihe…

ausserdem kannst du ja deinen weg diesbezüglich gehen wenn du
heute schon alles so genau festgelegt hast - anderen aber
solltest du zumindest zugestehen dass sie ihre ansicht erst
entwickeln und/oder ändern…

Das schaff ich anscheinend noch nicht. Fremden stehe ich alles zu, nur ihm nicht.

er erledigt nichts im haushalt?

Naja, er arbeitet 40Stunden / Woche. Ich studiere und bin viel zu Hause, muss aber eigentlich lernen. Im Moment ziehe ich das lernen vor, ärgere mich aber über die liegengebliebenen Sachen. Ihn stört das nicht, denn er ist ja nicht zu Hause - ich falle immer darüber. Schon wieder ein Punkt zum sauer sein…
Ich kann verstehen, dass er nach 21 Uhr kein Staub mehr wischen will. Das ist also eher ein organisatorisches Problem, welches wir irgendwie noch nicht auf die Reihe bekommen.

oder 3 du verlässt ihn und suchst dir den mann der das alles hat was :du so vermisst - dafür wird er andere macken haben aber nun…

Eben. Nein, ich liebe ihn und will ihn nicht verlassen.

wenn du etwas verändern willst musst du dich zuerst verändern

Uff. Ja, nur wie mach ich das?

du solltest evtl mehr zeit damit verbringen dich selbst zu
beobachten und dir auch mal die frage zu stellen was es dir
denn gibt unzufrieden zu sein undevtl auch woher du diese
eigenart hast.

Ich werde mal darüber nachdenken. Zwar kann ich ein paar mögliche Zusammenhänge vorstellen, aber mir fehlt der Übergang zur Schlussfolgerung bzw. zur Verhaltensänderung.

ein buch, das genau dieses thema behandelt - leicht lesbar und
mit wirklich praktischen lebbaren tips der veränderung des
eigenen verhaltens: wohin mit meiner wut (den titel wirst du
dann beim lesen verstehen)

Werd ich mir mal besorgen…

wenn du mit etwas unzufrieden bist - musst du auch in der lage sein es :zu verdeutlichen und dabei nur von dir zu reden, ohne vorwürfe sondern :als eine art wunsch.

Das kommt mir sehr bekannt vor. Zugegeben, manchmal neige ich zu Vorwürfen. Das ich meinen Freund damit kränke und zur Verzweifelung bringe, weiß ich. Ich muss es bloß abstellen.

du erklärst nichtmal wie das andere aussehen soll was du so gerne :hättest - und wunderst dich dann wieso sich nichts ändert?

Ihm sag ich schon, was ich gerne hätte. Allerdings neige ich dann dazu, ihn verändern zu wollen und das steht mir nicht zu.

Gruß
Tato

Hallo Frank,

danke für deine Antwort.
Ich lass deine Antwort kommentarlos so stehen und denke darüber nach.
* für dich

Gruß
Tato

Ich bin’s nochmal.

Inzwischen habe ich etwas nachgedacht.
Eines meiner Probleme kann ich nicht für mich lösen. Das gelingt mir / uns seit Wochen nicht.

Wir wollen seit ein paar Monaten ausziehen, da die Wohnung schimmelt und zu klein ist. Ich habe nicht genug Platz zum Lernen und wir haben kaum Rückzugsmöglichkeiten.
Er hat vor ein paar Wochen den Job gewechselt und ist noch in der Probezeit. Zwischen seinem Job und meiner Uni liegen 90km. Im Moment wohnen wir fast in der Mitte der Strecke. Da wir ausziehen wollen, sind / waren wir auf Wohnungssuche. Diese wird immer wieder verschoben, weil er erst seine Probezeit abwarten möchte (verständlich). Falls er nicht übernommen wird bzw. ihm der Job nicht gefällt, sucht er dann einen Job in der Nähe meiner Uni. Natürlich wäre mir ein Umzug in meinen Studienort am liebsten, da ich so die Kontakte besser pflegen kann.
Diese Entscheidung dauert noch und wird noch viel länger dauern, wenn er erst einmal wieder auf Jobsuche ist. Im Moment ist er mit seinem Job glücklich. Trotzdem ahne ich, dass er in absehbarerer den Job wieder wechseln will. Wenn es absehbar ist, wäre es ungünstig jetzt umzuziehen, um ein paar Monate später wieder den Ort zu wechseln.
Das bedeutet, der langersehnte Umzug ist - bis auf einen unbestimmten Zeitpunkt - aufgeschoben.

Wie gehe ich am besten mit dieser Situation um?

Gruß
Tato

Hi Tato

Gar nicht. Es gibt viele Dinge, bei denen wir einer Meinung
sind. Mir geht es eher um Lösungsmöglichkeiten und nicht
darum, dem Problem aus dem Weg zu gehen.
In jeder Partnerschaft wird es Meinungsverschiedenheiten
geben…

Beides hätte ich so eingeschätzt: 1., dass Du „in den Wind scheissen“ gleichsetzen interpretierst als endgültiges Ende der Beziehung, statt auf die Entscheidungsunfähigkeit - bzw. willigkeit derart zu reagieren, dass Du allein z. B. eine neue Wohnung suchst.

und 2., dass Du derartiges Verhalten als „dem Problem aus dem Weg gehen“ wertest, anstatt (D)eine Problemlösung darin zu erkennen: Läuft jemand, der die Überwindung eines Hindernisses für nicht zu bewältigen hält oder erkennt, weg, wenn er um das Hindernis herumgeht?

Kann es sein, dass Du Dich mit Deinen Problemen „eigentlich“ ganz wohl fühlst und lieber gar ncihts ändern willst?

Hallo Tato,

auch hier hört es sich für mich so an, als wenn es mehr oder weniger von Deinem Freund abhängig scheint, ob und wohin ihr umziehen werdet. Du entwickelst sogar die Fähigkeit in die Zukunft zu blicken und ahnst schon wie er handeln wird.
Eine Fähigkeit, die sich nur entwickeln kann, wenn man den Partner in- und auswendig kennt. Ich glaube sogar Du denkst und handelst für ihn mit. Du machst auch den Haushalt „für ihn mit“ Planst Du auch SEINE Zukunft?

Du bist weg vom ER und beim WIR angelangt- schön wenn Du zum ICH kommen könntest…

Du verlangst Entscheidungen und möchtest klare Verhältnisse, Du hast konkrete Vorstellungen wie EURE Zukunft aussehen soll- ist es auch die Zukunft, wie Dein Freund sie sieht?

Die andere Seite: Dein Freund lässt die Dinge lieber auf sich zukommen und entscheidet, wenn die Zeit „reif“ ist. Er ist vielleicht der Typ Mensch der erst nach dem allerletzten Aufruf für Passagier X zum Gate gelangt… Das bringt Dich wahrscheinlich auf die Palme (ich kann mir das so richtig gut vorstellen!!)

Vielleicht lohnt es sich ja einmal zu überlegen, warum Du diese SICHERHEIT benötigst- die sichere Planung- vielleicht lohnt es sich auch einmal zu überlegen- wenn die Situation für Dich so unerträglich erscheint- warum Du keine Nägel mit Köpfen machst. Ein Ultimatum und dann auch tatsächlich handeln!

Was ist in Deinem Leben bisher passiert, dass Du Dir die Dinge so geregelt wünschst? Was ist die Ursache dafür, dass es Dir offensichtlich schwer fällt „eigene Entscheidungen“ zu treffen? Warum machst Du Dich unbewußt ABHÄNGIG von Deinem Freund und X- verschiedenen anderen Dingen, bis hin zum Schimmel in der Wohnung?

Warum ist diese für mich (und Deinen Freund) vollkommen gewöhnlich erscheinende Situation beinahe unerträglich?

Ich finde es schade, dass Du nicht im hier und jetzt lebst und das Schönste daraus machst. Wir ändern weder die Vergangenheit, noch lässt sich die Zukunft so planen, wie Du es anscheinend möchtest. Wir können träumen und wünschen und hoffen, dass es so kommt- aber niemand kann wissen wie es läuft. Genieße den Augenblick, denn hier findet das Leben statt- nicht in der Zukunft.
Mein Eindruck war auch noch, dass Du Dich von irgendetwas gedrängt fühlst- Dir kann es nicht schnell genug gehen. Wie ist es wenn alles so kommt wie Du es möchtest- kehrt dann Ruhe ein- bist Du dann „satt“ kannst Du das Erreichte dann genießen?

Ich habe meine Zweifel und könnte mir gut vorstellen, dass dann wieder etwas Neues kommt.

Es gibt Menschen, denen macht es Angst- diese Ungewissheit, wie es weitergehen wird. Sie brauchen Sicherheit. Das kann ich verstehen. Aber was wäre das Leben, wenn wir wüßten was abgeht? Ich mag es mir nicht vorstellen.

Deine Überschrift lautet „sich unnötig Probleme machen“
Ich an Deiner Stelle hätte geschrieben: „Ich habe Sorgen“
Mein Eindruck ist: Du machst Dir Sorgen um die gemeinsame Zukunft.

Ich wünsche Dir ein wenig mehr Gelassenheit und die Kraft zu entscheiden und zu handeln, wenn DU es für richtig hälst und Deinen eigenen Weg zu finden.

Du hast einen ganz entscheidenden Vorteil- Du kannst sehr gut beobachten und daraus schließen, wie die Dinge sich entwickeln könnten, dass müsste Dir Sicherheit genug geben entscheidungsfähiger zu werden…so aus dem Bauch heraus und wenn es dann doch anders kommt? Na dann auf ein Neues- Stillstand hat es in meinem Leben noch nie gegeben- in Deinem etwa?

Ein lieber Gruß

Frank

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Hallo Frank,

auch hier hört es sich für mich so an, als wenn es mehr oder
weniger von Deinem Freund abhängig scheint, ob und wohin ihr
umziehen werdet.

In diesem Fall schon. Denn es wäre ja verrückt, jetzt umzuziehen, wenn seine berufliche Lage noch nicht sicher ist. Ich nehme nur Rücksicht (ist das nicht normal für eine Beziehung?), aber
Rücksicht + meine Ungeduld + erforderliche Sicherheit + seine Gelassenheit = ungehalten, grübeln, grantig
hmm, irgendwie muss ich diese Gleichung ins Gleichgewicht bringen…

Ich glaube sogar Du denkst und handelst für ihn mit.

Ja, teilweise. Er arbeitet neuerdings Rund um die Uhr - ich erledige einige Dinge in seinem Namen. Aber auch was andere Dinge angeht, magst du recht haben…

Du hast konkrete Vorstellungen wie EURE Zukunft aussehen soll-
ist es auch die Zukunft, wie Dein Freund sie sieht?

Ja, auch. Bloß er sieht es nur als Träumerei, ich sehe es als Ziel - so würde ich es formulieren.

Das bringt Dich wahrscheinlich auf die Palme (ich kann mir das so :richtig gut vorstellen!!)

hehe

Vielleicht lohnt es sich ja einmal zu überlegen, warum Du
diese SICHERHEIT benötigst- die sichere Planung-

Mein Vater ist ähnlich. Doch warum genau ich diese Sicherheit benötige weiß ich nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine sehr chaotische Zeit hinter mir habe und nun Ruhe einkehren soll. Obwohl, eigentlich war ich schon immer so.

vielleicht lohnt es sich auch einmal zu überlegen- wenn die Situation :für Dich so unerträglich erscheint- warum Du keine Nägel mit
Köpfen machst. Ein Ultimatum und dann auch tatsächlich handeln!

In Bezug auf was?

Was ist in Deinem Leben bisher passiert, dass Du Dir die Dinge
so geregelt wünschst?

Vielleicht mangelnde Beeinflussbarkeit der einschneidenen Lebensereignisse (Tod in der Familie, Trennung der Eltern, Erkrankung der Mutter)?

Was ist die Ursache dafür, dass es Dir offensichtlich schwer fällt :„eigene Entscheidungen“ zu treffen?

Entscheidungen, die ich nur mich betreffen, kann ich schon treffen. Auch, wenn dies manchmal etwas länger dauert. Wenn diese Entscheidungen von X oder Y abhängen und ich warten muss, werde ich kirre.

Warum machst Du Dich unbewußt ABHÄNGIG von Deinem
Freund und X- verschiedenen anderen Dingen, bis hin zum
Schimmel in der Wohnung?

Das ist mir - wie von dir beschrieben - nicht bewusst…
Kannst du mir nicht sagen, wie ich davon los komme bzw. wie ich anhängige Probleme unabhägig lösen (konkreter Umzug) kann?

Warum ist diese für mich (und Deinen Freund) vollkommen
gewöhnlich erscheinende Situation beinahe unerträglich?

Keine Ahnung. Wahrscheinlich deshalb, weil ich vieles zu einer Sorge erklären muss…

Wie ist es wenn alles so kommt wie Du es möchtest- kehrt dann Ruhe
ein- bist Du dann „satt“ kannst Du das Erreichte dann genießen?
Ich habe meine Zweifel und könnte mir gut vorstellen, dass
dann wieder etwas Neues kommt.

*g* jepp

Ein lieber Gruß

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Tato

Hi Tato,

Gratulation! Darauf kann man doch aufbauen. Im Übrigen finde ich es ganz schön mutig eine Schwäche von Dir (so siehst Du es doch) hier öffentlich zu diskutieren. Respekt.

Was ist in Deinem Leben bisher passiert, dass Du Dir die Dinge
so geregelt wünschst?

Vielleicht mangelnde Beeinflussbarkeit der einschneidenen
Lebensereignisse (Tod in der Familie, Trennung der Eltern,
Erkrankung der Mutter)?

So kann ich Deine Sorge sehr gut verstehen!! Bei diesen Ereignissen warst Du hilflos- ohnmächtig- Du warst zum Zusehen verdammt. Solche Geschichten können Lebenspläne natürlich beeinflussen. Das Du Dir nun Ruhe und Sicherheit wünschst ist für mich nur allzu verständlich!

Manchmal gibt es im Leben Begebenheiten, die wir nicht beeinflussen können- Tod- Krankheit- Trennung. Vielleicht kann Dein Freund Dir ja ein Stück entgegenkommen, wenn Du ihm verständlich machen kannst- das hinter diesem Hintergrund die Planung für Dich so wichtig ist.
Du könntest Dir auch bewußt machen, das dies hier nun eine ANDERE SACHE ist- Du kannst BEEINFLUSSEN, die Dinge in die Hand nehmen und handeln.

Du hast konkrete Vorstellungen wie EURE Zukunft aussehen soll-
ist es auch die Zukunft, wie Dein Freund sie sieht?

Ja, auch. Bloß er sieht es nur als Träumerei, ich sehe es als
Ziel - so würde ich es formulieren.

Ziele zu haben halte ich für wichtig- und Träumen mindestens für genauso wichtig. Beides ist berechtigt und legitim.
Für mich liest es sich aber -wenn Du es schreibst- wie: Ziele haben positiv besetzt- träumen negativ besetzt.

Warum machst Du Dich unbewußt ABHÄNGIG von Deinem
Freund und X- verschiedenen anderen Dingen, bis hin zum
Schimmel in der Wohnung?

Das ist mir - wie von dir beschrieben - nicht bewusst…
Kannst du mir nicht sagen, wie ich davon los komme bzw. wie
ich anhängige Probleme unabhägig lösen (konkreter Umzug) kann?

Aber HALLO- HALLOOOOOO!!
Du wirst doch nicht etwa das tun was ich Dir sage???
Du willst doch wohl nicht das ich für Dich LÖSUNGEN finde.

Finde Deine LÖSUNG selbst. Es ist nicht schwer- aber Du solltest sie selbst finden. Du machst Dich wieder ABHÄNGIG. Wenn es schief läuft ist der böse Frank schuld der hat ja gesagt ich soll es so machen. Du machst es Dir schon wieder zu einfach. Aber der Kern Deiner Schwierigkeit wird hier ganz deutlich: Dir scheint nicht bewußt zu sein, dass Du Dich schon wieder ABHÄNGIG machst- in diesem Fall von mir.
Ich habe genug mit MEINEM EIGENEN Leben zu tun, da werde ich doch keine Lösungen für Dein Leben finden!!

Versuchen wir es mal anders:

Was Entscheidungen in meinem Leben betrifft war viele Jahre absolutes Chaos. Das hatte vor allem damit zu tun, das in meinem Leben immer anderer Entscheidungen für mich getroffen hatten. Selbst war ich unfähig zu handeln. Ich habe niemals EINEN Arzt besucht sondern immer mehrere Meinungen hören wollen, bis ich am Ende gar nicht mehr wußte wo die Glocken hingen. Wenn ich Weg A vor mir hatte, habe ich mir alles vorgestellt was schief laufen könnte und dann Weg B und Weg C ausgemalt- am Ende wußte ich gar nichts mehr. Ich war unfähig zu handeln, weil ich mich für keinen Weg entscheiden konnte- STILLSTAND.
Ich hatte ANGST FEHLER zu machen und deshalb habe ich lieber gar nichts gemacht- oder das was andere mir sagten.

Wie bin ich da raus gekommen?

Ich habe eines Tages beschlossen genau entgegengesetzt zu handeln. Bisher war ich ein kleiner Feigling ich bin nie ein Risiko eingegangen und habe beschlossen nun einmal etwas zu wagen. Ich habe mir gedacht ich entscheide jetzt und wenn es dann unglücklich ausgeht kann ich doch immer noch zurück und es korrigieren- es gibt doch immer eine zweite und eine dritte Chance. Alles ist wichtiger als STILLSTAND- also machen. Die Zauberworte heißen: AUSPROBIEREN und ERFAHREN und ERLEBEN. Der Rest ergibt sich von selbst- mit jeder Entscheidung bin ich SICHERER geworden- man könnte behaupten das ich heute ein FELS bin-

Mit dieser gewonnenen Sicherheit ist dann auch die Gelassenheit gekommen. Das Grübeln hat sich durch ERFAHRUNG gelegt:

Szene Vorstellungsgespräch- tausendmal alles durchdacht- jede Frage- jede Antwort parat- vor dem Spiegel geübt- auswendig gelernt- alles in Betracht gezogen- aus dem Haus gegangen- noch eine halbe Stunde bis zum Gespräch…und dann kommt der Bus nicht.

Ich mache mich nicht mehr verrückt, weil ich erfahren habe das alles planen immer durchkreuzt werden kann. Das spannende am Leben ist, das ich nicht weiß was kommt- ich kann das heute richtig genießen- ein Abenteuer- mal schauen wie die Dinge sich entwickeln- ganz entspannt-

Eines ist allerdings klar- es war ein langer Prozess- es geht nicht von heute auf morgen, deshalb wünsche ich Dir nochmal den Mut zum Risiko und das VERTRAUEN in Dich selbst. Du schaffst es! Du schaffst es weil Du ANNEHMEN kannst und nicht bewußt dagegen steuerst. Für solche (meine Antworten) Postings haben mich schon Menschen (hier im Forum) zum Teufel gewünscht. Du hast meine Bewunderung!

Frank

2 „Gefällt mir“

Hallo Frank,

Gratulation! Darauf kann man doch aufbauen. Im Übrigen finde
ich es ganz schön mutig eine Schwäche von Dir (so siehst Du es
doch) hier öffentlich zu diskutieren. Respekt.

Tja, ich brauchte einen Anfang zum konstruktiven Grübeln. Da ich unzufrieden bin, mein Freund es nicht mehr hören kann und ich keinen Dr. konsultieren möchte, bleibt mir dieses Forum mit den zahlreichen hilfsbereiten Leuten.
Ich denke, ich bin hier anonym…

Ziele zu haben halte ich für wichtig- und Träumen mindestens
für genauso wichtig. Beides ist berechtigt und legitim.
Für mich liest es sich aber -wenn Du es schreibst- wie: Ziele
haben positiv besetzt- träumen negativ besetzt.

Nein, keinesfalls. Träume sind für mich bloß etwas weiter weg und weniger greifbar. Ich habe auch Träume, nur sind sie noch keine Ziele, weil Ziele m.E. zur Bedingung haben müssen, dass sie erreichbar sind (ob sie erreicht werden, ist etwas anderes). Das ist aber eher eine Definitionssache.

Du wirst doch nicht etwa das tun was ich Dir sage???

Nö.

Du willst doch wohl nicht das ich für Dich LÖSUNGEN finde.

Ich wollte bloß ein paar Anregungen. Ich spring schon nicht aus dem Fenster, nur weil du es sagst…
Manchmal liegt die Lösung so nahe, doch man sieht sie einfach nicht.

Du hast meine Bewunderung!

Danke

Gruß
Tato

habe dir gemailt, da ich finde, meine antwort sprengt den rahmen der rubrik doch zu sehr.

LG

nina

…1., dass Du "in den Wind scheissen…

das ist aber schon ein vertippter oder?*lach

Hallo, Tato,
ich denke du verstehst Günther nicht richtig.
Er stellt dir nur die in der Tat einzig möglichen Alternativen vor.

1 - Es findet eine Einigung über die strittigen Punkte statt
2 - Eine Einigung ist nicht möglich.

In letzterem Fall wird kein Weg um eine Auflösung der Beziehung herumführen.

Die andere Möglichkeit ist, sich damit auseinanderzusetzen, inwieweit jeder der beiden Partner bereit ist, auf den anderen zuzugehen und sein Verhalten zu ändern, bzw. inwieweit jeder der beiden Partner bereit ist, das Verhalten des anderen hinzunehmen. Kommt es bei diesen Überlegungen nicht zu einer Einigung, bleibt nur die endgültige einseitige Unterwerfung oder die Möglichkeit 2.

Grüße
Eckard

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Lapsus
Hi Nina,

sorry - natürlich mit „ie“ (schiessen)

Kann das ein freudscher Tippfehler gewesen sein?

Danke für den Hinweis, der in diesem Zusammenhang fast „Pflichtwitz“-Charakter bekommt.

Danke für die Erläuterung
Hi Eckard,

mit Deinen Worten wird in der Tat deutlicher, was m. E. logische Konsequenz ist.

Bei vielen Antworten von Tato muss ich an den Satz einer lieben Freundin denken, die mir nach heftiger Diskussion sagte: „Frauen wollen keine Lösungen diskutieren, sondern einfach drüber reden!“

Das haeb ich einerseits verinnerlicht und andererseits gewinnt der Urinstikt „Problem lösen“ bisweilen den Wettlauf mit der Zeit - was ich an sich nicht so schlimm finde.

ja war schon klasse, zumal ich selbst mal ähnliches verzapft habe - und mich das doch sehr erinnerte… :smile:

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