Sich Vorfahren 'andichten' ?!

Ihr Lieben,

beim Durchstöbern von Familienahnentafeln aus dem 18./19.Jh. bin ich gerade zum 2. Mal auf den Fall gestoßen, dass Frauen im Alter von (manchmal deutlich) mehr als 50 Jahren noch Mutter geworden sein sollen. Was mag dahinterstecken ? Ein vielbeschäftigter Genealoge, der …? Oder Absicht (um uneheliche Kinder oder Kinder aus „nicht standesgemäßen“ Verbindungen irgendwo unterzubringen)? Nebenbei bemerkt: es geht um Familien mit Bauern und Kaufleuten. Habt ihr mal von etwas Ähnlichem gehört oder gelesen ?

Mit zerfurchter Stirn: Martin

Hallo !

Da damals 10 bis 15 Kinder keine Seltenheit waren, ist das wohl glaubhaft.

Gruß max

Ähem, ja, ich kann es zumindest aus meiner eigenen Familienchronik bestätigen. Da es keinerlei effektive Verhütung gab, waren die armen Frauen quasi ihr ganzes Leben lang schwanger oder Wöchnerinnen. Zehn Kinder waren durchaus keine Seltenheit! Natürlich haben viele von ihnen nicht überlebt (wg. schlechter Ernährung und mediz. Versorgung). Übrigens bekommt für uns Männer vor diesem Hintergrund die Trauungsformel: „Bis dass der Tod Euch scheide!“ natürlich eine ganz andere Dimension… Man(n) hatte doch wenigstens zwei, manchmal auch drei bis vier Frauen in seinem Männer-Leben, denn auch die Frauen starben viel früher, da Schwangerschaften für den Körper nunmal doch recht anstrengend sind. Zum gerechten Ausgleich werden die Frauen statistisch heute acht Jahre älter als die Männer und dürfen (i.d.R.) mehrere Jahre vor uns mit der Arbeit aufhören… Dass nenne ich mal historischen Ausgleich…
Gruß
Tilman

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