wir spielen mit dem Gedanken eine Sickergrube für unsere Garage anzulegen.
Die Dachfläche beträgt 21 Quadratmeter.
Wer kennt sich aus und kann uns sagen, wie groß und aufwendig diese Sickergrube sein sollte?
Vorgesehen ist mehr oder weniger 1 Kubikmeter Kies/Schotter als Sickergrube.
Eine allgemeine Antwort ist weder möglich noch sinnvoll:
Bestimmt HAUPTSÄCHLICH die Geologie vor Ort, was wie schnell versickert
Hat ggf. die jeweilige Gemeinde ein Wort mitzureden, was versickert werden darf
Haben Nachbarn das Recht Einspruch einzulegen, wenn das Wasser zu ihnen läuft.
Auch wenn mal schnell selber gemacht deutlich preiswerter wäre, darf man auch auf dem eigenen Grundstück nicht machen was man will, ein behördlich auferlegter Rückbau ist bitter.
Der Begriff Sickergrube passt hier nicht. Darunter versteht man typisch Anlagen für Fäkalien nicht für Regenwasser.
du brauchst ein „Loch“ im Boden, was das Regenwasser vom Dach aufnimmt, bei Starkregen speichert und langsam im Boden versickern lässt.
Steine/Kiesfüllung ist überhaupt nicht erforderlich. Wenn man einen Schachtkörper aus Kunststoff oder Beton hat (Wände gelocht) dann besteht keine Gefahr des Einbruchs von Schachtwänden. Nur dann wäre eine Schotterfüllung sinnvoll.
Es gibt heutzutage auch vorgefertigte Kunststoffbehälter für diese Zwecke, entweder groß und rund oder eher flach und eckig.
Und wie gut dein Boden sicherfähig ist müsstest du ja wissen.
Ist es gut, dann reicht für das Minidach sicher ein Schacht von 50 cm Durchmesser mal ca 1 m Tiefe.
Hier ein DIY-Test zur überschlägigen Ermittlung der „Schluckfähigkeit“ deines Baugrundes. Klicke unten auf das Wort „Bodenschnelltest“
Hmmm - und dass sich zwischen Halberstadt mit ungefähr 540 mm, Mansfeld mit ungefähr 450 mm und Chemnitz mit ungefähr 750 mm Jahresniederschlag dieses oder jenes Detail unterscheiden könnten, hast Du auch bedacht?
Übrigens: In Mitteldeutschland findet man so ziemlich alle in Deutschland vertretenen Böden, von Sand über Schluff bis Ton ist alles dabei. Und versuche mal, in einem Tonboden Wasser versickern zu lassen. Und umgekehrt, in einem Sandboden im Sommer seltener als zwei Mal täglich zu gießen.
Es ist nicht ganz zufällig, dass @HZCE mit Engelsgeduld versucht, Dir die relevanten Angaben aus der Nase zu ziehen: Ohne diese kann man überhaupt nicht abschätzen, wie groß Deine Sickergrube sein muss.