Hallo, Ich habe vor meine T-Shirts selbst zu bedrucken, da Ich beim einkaufen eigentlich nie fündig werde und meistens nur Klamotten mit irgendeinem Schriftzug angeboten werden. Ich möchte das ganze in relativ kleiner Auflage machen, sprich für mich, ein oder zwei Freunde und vielleicht stell Ich das ein oder andere Shirt, Beutel etc. ins Netz zum Verkauf. Ich bin mir nun nicht ganz sicher wie das funktioniert.
Ich trage die Fotoflüssigkeit auf ein Sieb (möglichst im dunkeln) auf, lege darauf mein Motiv (z.B. irgendein einfarbiges, auf durchsichtige Folie aufgedrucktes Bild etc.). Das ganze leg Ich dann „Mit dem Gesicht nach unten“ auf einen Glastisch und bestrahle das von unten her (z.B mit einem Baustrahler). Nach einiger Zeit (30 Minuten?) müsste das Sieb belichtet sein und Ich kann selbiges abspühlen. Danach trag Ich dann meine Farbe aufs Sieb bzw. leg vorher mein Textil darunter.
Stimmt das soweit? Und was brauch Ich gegebenenfalls noch, oder kann/ muss Ich anders machen.
MfG herrroos
Hi,
ganz so einfach ist das mit dem Siebdruck nicht… Zunächst einmal musst du wissen, wie fein das Sieb sein soll, das hängt z. B. von dem zu bedruckenden Material ab, der Flüssigkeit der Farbe…
Ich zähle jetzt einfach mal die Schwierigkeiten auf, die mir so auffallen:
Negativ: Ein einfaches gedrucketes Negativ reicht meist nicht aus, es kann vorkommen, daß die Kanten unscharf werden bzw. das das Motiv ‚löchrig‘ wird. Dann musst du mit Hand am Sieb nacharbeiten.
Belichtung: ein reiner Baustrahler reicht meiner Erfahrung nach nicht aus. Wir benutzen einen UV-Strahler mit 1500 Watt. Dann kommt es bei der Belichtung noch auf die Dauer und den Abstand zum Sieb an.
Siebdruck selbst: Hast du so etwas schon einmal gemacht? Textilien sind immer ein wenig heikel, da sehr saugfähig. Du musst schon imstande sein, die Farbe richtig einzustellen, d. h. nicht zu flüssig und nicht zu dick. Sonst kann es uU schon mal passieren, daß dein Motiv durchfärbt. Auch solltest du darauf achten, daß du einen Tisch hast, auf den du das Shirt ziehen kannst, wenn du Vorder und Rückseite aufeinanderliegen hast, wird das drucken schwieriger.
Trocknen: Hast du Möglichkeiten, die Shirts zu trocknen? Bitte denk daran, daß Siebdruckfarbe übel riecht. In der Wohnung möchte man den Geruch nicht haben.
Reinigung: Hast du die Möglichkeit das Sieb nach Gebrauch zu reinigen und das Wasser zu entsorgen? Die Farben sollten nicht in die Kanalisation gelangen.
Ernsthaft, für eine Mini-Auflage und Laien lohnt sich der Siebdruck nicht. Die Anschaffung eines Siebes, Rakel, Belichter, Farben etc. ist relativ teuer und die Gefahr, daß man mehr T-Shirts versaut recht hoch. Ach ja, beim Verkauf im Netz mit Gewinnerzielungsabsicht musst du das auch noch in deiner Steuererklärung angeben.
Such dir lieber einen Beschrifter, der auch Textilbeflockung macht.
Gruss,
Julia
Hab mir schon gedacht, dass das nicht ganz so einfach ist. Das schreckt mich aber nicht ab
Das ganze ist auch umständlich und mit Arbeit verbunden, aber selbst wenn Ich nur 1 T-Shirt mit dem Verfahren bedrucke hab Ich ein Unikat und vorallem eins das mir gefällt. Und Ich denke von den Kosten her liegt das dann deutlich unter 30 Euro bzw. wenn Ich 10 Stück herstelle sowieso. Zum üben wollt Ich erst mal ein paar Stofffetzen und Beutel bedrucken.
Ich studiere zur Zeit und dachte daran via eBay oder DaWanda einige zu verkaufen (Vielleicht krieg Ich ja über die Jahre den Anschaffungspreis zusammen), das dürfte also Steuertechnisch keine Probleme darstellen. Hauptsächlich soll das ja für mich sein. Von der finanziellen Seite her bin Ich von maximal 150€ ausgegangen, das stimmte aus so ziemlich mit dem überein, was Ich im Internet gelesen hab. Das ganze Zeug bekommt man „günstig“ im Netz oder im Baumarkt. Farbe oder diese Belichtungsflüssigkeit sind zwar relativ teuer, aber reichen auch für mehrere Drucke, bzw. wenn ich mit einer Farbpackung z.B. 10 T-Shirts machen kann, dann lieg Ich immer noch deutlich unter dem was Ich im Handel bezahlen würde.
Was die Sache mit dem Belichten angeht: Ich hatte einige bedruckte T-Shirts gesehen, die mit der Baustrahler-Methode entstanden sind und an denen war garnichts zu bemängeln. Ich denke dabei auch weninger an komplexe Strukturen, mehr an einfache Sachen. Linien und angedeutete Sachen, keine Fotos. Ich will keine „coolen“ T-Shirts machen, sondern eher was neutrales, was nich gleich für jeden erkennbar ist und vorallem nicht jeder trägt. Warum weiß Ich auch nich so genau, den Gedanken schlepp Ich schon lange mit mir rum 
Aber danke erst mal, Ich hab mein Equipment auch bald zusammen, hoff Ich.
Guten Abend,
mit Siebdruck hatte ich vor gut 35 Jahren zu tun un da war das so, wie Du es beschreibst. Da wurde, besonders bei Schriften, erheblich nachgebessert. Und wenn ich mich dunkel entsinne nicht nur freigestochen sondern auch Maschen gefüllt.
Gibt es keine Möglichkeit, wo er sich die Fotogeschichte sparen kann indem er entsprechend Material aufträgt? Zumal er ja nur einfache Sachen drucken will. Wohl auch noch mehrfarbig mit den jeweiligen Sieben.
Gruß
Markoliner
Ich glaube auch das es seit 1974 deutlich besseres Material gibt, vorallem was die Fotoflüssigkeit anbelangt. Ich hab zahlreiche Videos auf Youtube gesehen und das was die da machen sieht nicht besonders problematisch aus…