Ja, das erklärt, warum die ersten Wasserstoffverbindungen so
viel Energie benötigen im Gegensatz zu ihren nachfolgenden
Sprich nicht von „Energie“, wenn du Schmelz- bzw. Siedetemperaturen diskutierst.
Konkret: Warum liegt der Siedepunkt von NH3 unter dem von HF,
der Schmelzpunkt von NH3 aber unter dem von HF.
Es reicht, wenn du es richtig ausdrückst.
Folge bei deinen Überlegungen doch erst einmal den Kurven in den beiden Diagrammen, also den Hauptgruppen z.B. für die VII. Hauptgruppe so: Warum liegt der Schmelzpunkt von HF über dem von HBr? Oder:
Warum liegt für die V. Hauptgruppe der Schmelzpunkt von SbH3 10,7 °C unter dem von NH3, der von PH3 aber um 56 °C unter dem von NH3?
In dem untenstehenden Buch werden auch die schwierigen Zusammenhänge zwischen den ersten Gliedern der V., VI. und VII. Hauptgruppe angesprochen.
In: Mortimer, Müller; „Chemie“, Georg Thieme Verlag (2007) findest du auf den Seiten 166, 167 und 168 noch weitergehende Ausführungen zu den bereits in deinem Link genannten Assoziat-Anomalien:
„Ausnahmen bilden die Verbindungen mit stark elektronegativen Elementen (Fluorwasserstoff, ; Wasser, ; Ammoniak, ), da hier die Wasserstoff-Brückenbindungen zu größeren Assoziaten und damit zu Anomalien in den chemisch-physikalischen Eigenschaften, z.B. bei den Dichten oder den Schmelz- und Siedetemperaturen führen.“
Falls du den Mortimer nicht greifbar hast, gebe bei google ein:
schmelzenthalpie fluorwasserstoff
Es findet sich u.a. ein PDF Dokument: „[PDF] Mortimer, Müller, Chemie“
das du herunterladen kannst und das die genannten Seiten 166, 167 und 168 enthält.
Wenn dir das immer noch nicht reichen sollte, empfehle ich die Besorgung einer Dissertation aus der Physikalischen Chemie über dieses Thema. Da gibt es sicher viele, halt unter wechselnden Namen.