Ich habe folgendes etwas unübliches Problem: Ich möchte meine Stichprobe (mehrere hundert Fälle) in Bezug auf einen Zusammenhang aufteilen. Also 2 Konstrukte (jeweils über mehrere Items auf 6 Skala gemessen – metrisches Datenniveau) besitzen eine bestimmte Beziehung zueinander (hohe signifikante Korrelation bzw. keine Korrelation – je nach Personenkreis). Jetzt möchte ich meine Stichprobe also in 2 Gruppen aufteilen, die Gruppe bei denen der Zusammenhang signifikant ist und die andere Gruppe bei denen der Zusammenhang nicht signifikant ist.
Leider habe ich aber keine Ahnung wie dies über SPSS möglich ist.
Ich würde die Distanzen zwischen den beiden standardisierten Variablen bestimmen: große Distanzen sprechen für keinen Zusammenhang bei einer Person, Null-Distanzen für einen Zusammenhang (vorsicht: bei negativen Zusammenhang vorher eine Variable umpolen).
Nun kann man anhand der Distanzen für jede Person als neue Variable eine z.B. Median-Split-Gruppentrennung machen.
Der Weg zu Standardisierung der Variablen:
Analyze -> Deskriptive Statistics -> Deskriptive -> Häckchen bei „save standardized values as variables“ unten rechts und beide Variablen ins Fenster ziehen -> OK
Die Differenzberechnung:
Transform -> Compute -> Taget Variable = „Neuer Name“ & Numeric Expression = „Variable 1 - Variable 2“ -> OK
Split-Half (Median):
Transform -> Visual Bander -> Variables to Band = „Neuer Name“ -> Continue -> Make Cutpoints -> „Equal Percentiles based on scanned cases“ auswählen und „Number of Cutpoints“ = 1 -> Apply -> bei „Banded Variable“ Namen eingeben -> OK
vielen Dank für deine Antwort. Das hilft mir schon echt weiter. Aber wenn ich dann die Distanz berechne, mit einer Differenz zwischen zwei Variablen, könnte ja auch was negatives rauskommen, da gibt es doch sicher eine Möglichkeit nur den Betrag zu nehmen?
Wenn ich jetzt aber nicht nur zwei Variablen hätte sondern 4 würde, dass ja nach dem selben Prinzip ablufen nur müßte ich dann die jeweiligen Distanzen aufsummieren um somit eine Varible zu erhalten nachem ich dann meine beiden Gruppen bilde. Das wäre zwar möglich, ich finde das aber statistisch gesehen nicht sehr elegant:smile: Gäbe es vielleicht noch eine andere Möglichkeit, um auf eine GRuppierung zu kommen. Am besten wäre es, wenn ich die Signifikanz der zusammenhänge im modell (zwischen den Variablen) mit einbeziehen könnte.
Nach der Art: wenn alles signifikant ergibt das eine Gruppe, wenn zwei oder mehr zusammenhänge nicht signifikant ergibt das die andere Gruppe.
Wäre schön, wenn es da eine Lösung für gäbe!?
beste Grüße und vielen Dank
Michael
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Hi Michael,
vielelicht evrstehe ich deine Aufgabe auch nicht, aber du hast Korrelationen innerhalb bestimmter Personengruppen deiner Stichprobe. Dann hast du doch aber schon deine Einteilung - eben Personenkreis.
Personengruppen möchte ich erst selektieren. Ich habe eine große Masse an Personen (meine ganze stichprobe) welche ich einteilen möchte in zwei GRuppen. diejenigen, für die die eine Beziegung signifikant ist und diejenigen für die diese nicht signifikant ist. Bei der einen Gruppe haben zwei oder mehr Variablen keinen zusammenhang (bzw. eine große differenz in der Beantwortung, bei der anderen Gruppe gibt es aber diesen Zusammenhang (also kaum Differenzen in der Beantwortung bei gleicher Polung auf gleicher Skala z.B. 6er)Die beiden Variablen wurden vorher mittels Faktoranalyse gebildet.
michael
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ich verstehe. Du kannst mit Hilfe eines Distanzmasses eine Clusteranalyse machen. Anschießend musst du dann noch anhand einer Regressionsanalyse wiederum deine Gruppen testen, ob das funktioniert hat, wie es sollte.