Silent Hill? Verständnisprobleme!

Guten Morgen!
Habe gestern Silent Hill geguckt und ich bin ja ein Mensch mit guter Vorstellungsgabe, aber ich habe dieses Ende beim besten Willen nicht verstanden!!!
Sind Rose und Sharon jetzt tot oder was? „Für immer auf der anderen Seite“? Die gute Seite des toten Mädchens hat seinen Frieden gefunden und die Adoptivmutter wurde halt mitgenommen?
Ich verstehe das nicht…
Kann mir jemand helfen?
DANKE im Voraus!

Link
Hi,

ich habe keine Ahnung von dem Film, aber vor kurzem fragte schon mal jemand das Gleiche:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/searcharch…

Villeicht hilft das ja weiter.

Gruß
Anna

NOCH IDEEN???
Das ist ganz lieb Anna!
Leider scheint es da nur einen Eintrag zu geben, wo jemand äußert, was passiert sein könnte, nämlich, dass Mutter und Tochter bereits bei dem anfänglichen Autounfall starben und darüber hatte ich auch bereits nachgedacht, aber es wurde ja gesagt, dass der Jeep gefunden wurde, aber die Leichen nicht und das war das Einzige, was mich an dieser Theorie zweifeln ließ…
Also - noch jemand eine Verständnisidee???

*evtl. SPOILER*

Hallo Dani,

das ist eine interessante Theorie, daß die beiden schon beim Autounfall starben.

Wenn man sich Teil 1 der Spiele ansieht, weiß man, daß es mehrere Enden hatte, je nachdem, wie man gespielt hat.
Und ein Ende (das „schlechte“) war, daß die Endsequenz Harry Mason (das Rose-Pendant im Spiel) tot im Wagen gezeigt hat.
In den „guten“ Enden kann er aus SH entkommen.

Und das ist auch das Problem, was ich mit der Theorie „gestorben beim Unfall“ habe: das ganze Szenario (Nebel + Wechsel zum verrotenden SH) ist auf die Stadt begrenzt. Eben WEIL es diese Stadt ist.
Es ist eben NICHT auf die Charaktere zugeschnitten - sobald sie SH verlassen konnten, sollten Nebel, Monster etc. zurückbleiben.

Das ist auch ein weiterer Kritikpunkt meinerseits am Film: das neblige + verrotende SH wird als eine Art „Paralleluniversum“ dargestellt (Rose ist im verrotenden SH, während Christopher und der Polizist zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind, aber eben in einem normalen, verlassenen SH) - und das läuft völlig konträr zur ursprünglichen Story in den Spielen. Dort gibt es geographisch gesehen nur *ein* SH, das zwischen Nebel, Dunkelheit und verrotend alterniert. Was außerhalb passiert, weiß niemand - und es interessiert auch nicht. Das einzige, was interessiert ist, daß niemand hinein oder hinaus gelangt.

Daher halte ich das Ende für ein Hirngespinnst des Drehbuchautoren, um dem Film eine „persönliche Note“ zu verleihen (und ein Sequel zu vereinfachen). Als einen abschließenden Beweis, daß wieder einmal eine vielversprechende Spielvorlage im Film verhunzt wurde.

Als Fan der SH-Spiele bin ich sehr enttäuscht von Christophe Gans - gerade *weil* er in einem Interview erzählt hatte, er sei auch ein Fan der Spiele und wolle die Story möglichst 1:1 übertragen.

Gruß
Christian

Ich habe leider auch keine direkte Lösung parat, möchte mich aber der grundsätzlichen Frage über das Ende anschließen. An diversen Ecken und Enden im Netz lese ich, daß es angeblich im Film Hinweise gäbe, das Ende zu deuten, aber keiner begründet das mal richtig.
Vielleicht läßt sich alles damit begründen, daß der Streifen laut IMDB.com im Original ca. 3,5 Stunden gehen soll. Vielleicht würde in dieser Version mehr erklärt werden…

Hi!

Ich war trotz der unnötigen Splatter-Szenen (besonders am Schluss) positiv überrascht vom Film.
Sie haben doch tatsächlich A. Yamaokas Sounds mit reingenommen!
Und -wer von Euch SH2 kennt- der Pyramiden Kopf ist ja wohl unheimlich gut gelungen!
Bei Leuten, die vom „Blecheimer“-Mann reden, und „was das soll“, wird einem sofort klar, dass sie das SH-Universum wohl nicht kennen.

Die Atmosphäre ist am Anfang so gut dargestellt, ich habe mich immer gefragt, wie es ist in „real“ durch die Stadt zu gehen. Und dann dieser Ascheregen statt Schnee, die Schule die Verwandlung in das „andere“ SH, das hat mir am besten gefallen.
Überhaupt, wie die Monster beim Wandel verschwinden, sich in Asche auslösen, genial; die „Heldin“ klopft eben nicht drauf und mit einem *plopp* verschwindet das Monster. (qie es in einem Spiel wäre)

Im Kino konnten sich einige Dumpfdödels es nicht nehmen über die blonden Hauptdarstellerinnen zu lästern…Na ja, es gibt weitaus schlechtere Game-Verfilmungen.

Ok, zu Deiner Frage, mir ist das Ende so wie „Dark Water“ vorgekommen.
Kennst Du das Original? (nicht die Hollywood Umsetzung?)
Also… SPOILER

-der Geist des Mädchens da (auch „gut“ nur durch tragische Umstände ums Leben gekommen,und fand keine Ruhe) hat nur eine Mutter gesucht
jemand, der sie liebt, der für sie da ist. Auch in der Zwischenwelt.
Die Mutter hat sich hier geopfert, damit ihr leibliches Kind aus dem Szenario rauskomm, und war fortan für den Geist des verstorbenen Mädchens da.

ENDE SPOILER

Im SH-Film verstehe ich es so, dass Alessa auch jemanden braucht („Für ein Kind ist eine Mutter Gott“), die leibl. Mutter hat sie zwar leben gelassen, aber diese war ja nicht mehr richtig im Kopf, bzw. schon gestraft genug.
Und vergiss nicht den Blick: während des Massakers in der Kirche, ist der „Dämon“ (=das Böse) zu Rose und Alessa hochgeklettert. Alessa öffnete ihr Auge…*Abblende*
Also ist das „gute“ Mädchen trozdem wieder besessen von dem Bösen. Und dieses hält eben Rose für immer in SH fest. Aus „Spass“ am Leid. Gefangen in der Zwischenwelt. Vorgaukeln falscher Realitäten, wie das mutmassliche Verlassen der Stadt, was nie geschehen ist…

Ich hoffe, dass hilft Dir weiter.

Grüsse,
Nicole

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Blechschädel
…nur kurz die Enstehungsgeschichte vom Pyramiden-Kopf:

die Pyramiden-Männer waren einst Scharfrichter im alten Silent Hill.
Als auf dem sumpfigen Gebiet nur das Gefängnis stand.
Die Ku-Klux Clan ähnliche Kappe verhüllte ihre Identität während sie ihr blutiges Werk ausführten.
Später wurde der Scharfrichter mit als Monster übernommen in die Parallelwelt (also in den „Himmel“ ist er nicht gekommen).
Die Metallkappe soll Schmerz symbolisieren, die Kanten sind scharf und die Pyramide läuft auf einen tödlich spitzen Höhepunkt zu.

Zumindest war das die Idee der Art-Designer des Spiels.
Die rohe Gewalt, das Daherschleifen des Messers unterstreicht die Herkunft des Pyramidendings nur noch mehr. Und man beachte die Schlachterschürze.

-Nicole

P.S. In SH2 hat fast jedes Monster eine Bedeutung, die oft mit dem Dilemma des Protagonisten einhergeht.

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Moin.

Ich habe jetzt alle Beiträge zum Thema hier gelesen, und jetzt will ich den Film sehen :wink:.

Nach „Doom - der Film“ wollte ich in keine Spieleumsetzung mehr, aber der scheint sich zu lohnen. Wobei: Die Spiele kenne ich nicht.

Schöne Grüße

Leo