Silver image / master positive / dupe

Hallo allerseits,

ich schlage mich hier gerade mit einem Interview zu einem Film herum, das (leider) auch einen Ausflug in die Filmrestaurationstechniken macht. Davon habe ich ja so gar keine Ahnung!

Folgender Satz bereitet mir gerade Sorgen:

„When you have a colour picture, you make basically separate records of the three primary colours on silver images on black-and-white images on three separate master positives, and these can be recombined in the future and there will be no colour fading, as colour dyes do fade, unfortunately.“

Eine Idee, worum es geht habe ich zwar, aber was sollen die „silver images on black and white images“ und wie nennt der deutsche Kenner „silver image“ und „master positive“?

Außerdem gibt es noch das hübsche Wort „dupe“ in folgendem Satz:
„This is a shot from a British dupe negative and it had a very bad tear in it here.“

Kennt sich jemand aus? :smile:

Grüße
Christiane

Eine Idee, worum es geht habe ich zwar, aber was sollen die
„silver images on black and white images“ und wie nennt der
deutsche Kenner „silver image“ und „master positive“?

Ich denke, damit ist gemeint, daß man vom Ur-Negativ (aus der Kamera) Positive (master positive) erstellt, die nach Farben getrennt sind. Dies findet auf normalem, chemischen Film („silver image“) statt.

Das „master-Positiv“ würde ich nicht weiter übersetzen.

LG
Stuffi

Außerdem gibt es noch das hübsche Wort „dupe“ in folgendem
Satz:
„This is a shot from a British dupe negative and it had a very
bad tear in it here.“

Hi, ein dupe negative ist ein, eh, ein dupe halt, also ein duplicate.
Ich kenne dupes nur von trannies (Diapositiven), da man dort ja nur das Original selbst zur Ansicht hat (im Gegensatz zum Negativ, von dem man - in der stills photography, nicht beim Film - eben Papierabzüge macht), und so halt manchmal mehrere dupes von der gleichen trannie (dem gleichen Dia) macht.

Aber wenn da dupe neg steht, dann wird’s das halt auch irgendwie geben.

Den Rest könnte ich Dir auch einigermassen erklären, nicht aber übersetzen. Wenn Dir aber eine Erklärung weiterhelfen würde, um ne Übersetzung zu finden, sag Bescheid. Bin mom. in Eile, aber irgendwann guck’ ich noch mal rein.

gruss, isabel

PS: kurze Erklärung

„When you have a colour picture, you make basically separate
records of the three primary colours on silver images on
black-and-white images on three separate master positives, and
these can be recombined in the future and there will be no
colour fading, as colour dyes do fade, unfortunately.“

Statt ein Farbneg zu haben, macht man (ich nehme an, cyan magenta and yellow, cmy) eine Art ‚schwarz/weiss Neg‘ (also silver image, aber nicht schwarz/weiss, sondern die silver halides, das silver grain, auf einem neg enthält das cyan das Originalbildes, das nächste silver image das magenta, und das dritte das yellow des Originals. Die silver halides verblassen nicht, im Gegensatz zu den colour dyes des Originals.

Diese drei sind die drei ‚master positives‘, master copy eines Films kennst Du wohl, ich weiss nicht, wie man das auf Deutsch sagt.

Was silver image auf deutsch heisst, weiss ich leider auch nicht! Aber da sollte Dir im Fotografiebrett geholfen werden. Es ist halt ein Negativ (das wir als 'schwarz/weiss Foto kennen), welches halt aus silver grain besteht. Nimm monochrom statt schwarz/weiss, und schon ist die Sache verständlicher: ein silver image (Negativ) besteht nach der Entwicklung aus weggewaschenem silver grain, und dem verbleibendem silver grain. Also ‚schwarz/weiss‘ ‚hell/dunkel‘ oder eben monochrom, einfarbig.

gruss, isabel

Hallo, Isabel,
wenn ich mich nicht allzusehr irre, nennt man die monochromen Bilder auf Deutsch „Farbauszug“.
Gruß
Eckard