Simulation einer Induktivität

Hallo,

Ich habe einmal gehört, daß es möglich sein sollte, eine Induktivität durch eine OP-Schaltung zu simulieren. Wenn das stimmt, dann könnte man sich vielleicht das Wickeln von Spulen sparen und Spulen von ganz genau bestimmter Induktivität „herstellen“.
Ist es wahr, daß eine solche Schaltung existiert? Wißt Ihr vielleicht sogar, wie eine solche Schaltung aussieht? (und warum sie funktioniert?)

Viele Grüße,

Bernhard

Hallo Bernhard,
das Wickeln von großen Spulen kannst du höchstens durch den Kauf fertiger Spuler sparen :wink:

Was du meinst, ist der sog. Gyrator, der wirklich Induktivitäten simuliert, aber eben nicht z.B. für große Leistungen benutzbar ist (Vorschaltdrossel Leuchtstofflampen).
Dabei wird die Phasenverschiebung an einem Kondensator durch einen OP invertiert.

Einiges zum Thema findest du auf diesen (und vielen weiteren) Seiten:
http://www.flr.at/schule/labor/5-20-ww3.shtml
http://www.epanorama.net/documents/telecom/gyrator.html
http://www.creativeblue.de/electronic.html

Gruß, Markus

Hallo Bernhard,

Ich habe einmal gehört, daß es möglich sein sollte, eine
Induktivität durch eine OP-Schaltung zu simulieren. Wenn das
stimmt, dann könnte man sich vielleicht das Wickeln von Spulen
sparen und Spulen von ganz genau bestimmter Induktivität
„herstellen“.

Ja das kann man, solange man sich auf niedrige Leistungen und Frequenzen beschränkt. Man kann damit sogar mit nur wenigen Bauteilen ideale Spulen sehr großer Induktivität simulieren. Das ist sehr eindrucksvoll für Demonstrationszwecke, wenn man einen damit aufgebauten Schwingkreis anstösst und dieser noch stundenlang weiterschwingt. Der praktische Nutzen von Gyratoren ist aber eher gering. Für alle gängigen Filterfunktionen gibt es einfache Filterschaltungen, die sich leicht berechnen lassen. Einfache Gyratoren werden oft in Equalizern eingesetzt um Schwingkreise für die verschiedenen Frequenzbereiche aufzubauen.

Jörg