Sind beim SWR u.d. and. TV-Öffis alle schwerhörig?

Liebe Lärmgeplagte,

mittlerweile finde ich es immer unverschämter, mit welcher Lautstärke die Öffentlich-Rechtlichen, ganz besonders SWR und HR, nachts zwischen den regulären Sendungen ihre Eigenwerbung ausstrahlen.

Ich habe die Lautstärke schon recht leise gestellt, muß aber in der Pause mit den 2-3 Eigenwerbungen hektisch nach der Fernbedienung greifen, um die schon schlafende Nachbarschaft zu schonen.

Einen recht höflichen Brief an den SWR habe ich vor ca. 1 oder 2 Jahren schonmal geschickt. Damalige Antwort: ich würde mir das nur einbilden, Musik würde lauter empfunden als Sprache, der Sender hätte darauf keinen Einfluß, das übliche blablabla halt.

Übrigens tagsüber und abends hält sich das alles im Rahmen, was für mich der Beweis ist, daß da doch absichtlich am Rädchen gedreht wird.

Mich interessieren Eure Erfahrungen dazu, aber vor allem, ob es einen Verein/Club o.ä. gibt, der sich mit diesem nächtlichen TV-Lärmterror beschäftigt.

Danke im voraus.

Gruß G

Hallo!

Dieses lästige „Phänomen“ kenne ich allerdings auch von den privaten Sendern und das nicht nur zur nachtschlafenden Zeit und Eigenwerbung. Hierzu habe ich vor Kurzem in den diversen Medien auch schon eine Ankündigung zur Abschaffung des Übels vernommen - voilà:
http://www.bz-berlin.de/kultur/fernsehen/tv-sender-g…

In freudiger und hoffnungsvoller Erwartung …

Gruß

Widor

Hallo,

Dieses lästige „Phänomen“ kenne ich allerdings auch von den
privaten Sendern und das nicht nur zur nachtschlafenden Zeit
und Eigenwerbung. Hierzu habe ich vor Kurzem in den diversen
Medien auch schon eine Ankündigung zur Abschaffung des Übels
vernommen - voilà:
http://www.bz-berlin.de/kultur/fernsehen/tv-sender-g…

es wird sich aber wahrscheinlich nichts daran ändern, daß Werbung scheinbar lauter ist. Tatsächlich wird bei Werbung an der Dynamik geschraubt, so daß Werbung nur lauter wirkt. Dieser Effekt dürfte dann durch den letzten Satz des Textes („dramaturgische Effekte“) abgedeckt sein.

Gruß
Christian

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Hallo Christian!

es wird sich aber wahrscheinlich nichts daran ändern, daß Werbung scheinbar lauter ist. Tatsächlich wird bei Werbung an der Dynamik geschraubt, so daß Werbung nur lauter wirkt.

Naja - „lauter“ ist für mich zunächst einmal einfach nur „lauter“. Wie man das dann technisch-physikalisch erläutert bzw. zu verstehen hat, ist für den Laien doch erst einmal egal.

Dieser Effekt dürfte dann durch den letzten Satz des Textes („dramaturgische Effekte“) abgedeckt sein.

Das allerdings bleibt zu befürchten.

Immerhin: _ … „Lautstärkesprünge zwischen Werbeblöcken und dem übrigen Programm sollen künftig seltener werden.“ … _

Dazu wäre eventuell auch die eine oder andere Studie über das Zapping-Verhalten der Zuschauerkonsumenten bei diesen Tonality-Auswüchsen der Sender hilfreich, um Programmredaktionen und die Werbungtreibenden zur Einsicht zu bewegen.

Bei aller Spekulation bleibt es abzuwarten - die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Gruß

Widor

Hallo,

Naja - „lauter“ ist für mich zunächst einmal einfach nur
„lauter“. Wie man das dann technisch-physikalisch erläutert
bzw. zu verstehen hat, ist für den Laien doch erst einmal
egal.

in dem Fall nicht, weil das eine „lauter“ möglicherweise bald verschwindet, das andere „lauter“ aber erhalten bleibt - und das eben, weil es ein anderes „lauter“ ist. :wink:

Gruß
Christian

Hallo!

in dem Fall nicht, weil das eine „lauter“ möglicherweise bald verschwindet, das andere „lauter“ aber erhalten bleibt - und das eben, weil es ein anderes „lauter“ ist. :wink:

Das ist für mich Haarspalterei …

Wenn es mir ( -dem Laien- ) zu laut ist, dann regel ich die Lautstärke herunter, schalte den Ton ganz aus oder wechsel zumindest den Fernsehkanal - egal, ob man das dann Lautstärke, Lautheit oder auch „ein anderes lauter“ nennt.

Gruß

Widor

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Hallo,

Dieses lästige „Phänomen“ kenne ich allerdings auch von den
privaten Sendern und das nicht nur zur nachtschlafenden Zeit
und Eigenwerbung.

die Privaten haben seinerzeit damit angefangen und die Öffis meinten, sie müßten jeden Mist der Privaten nachmachen!

Hierzu habe ich vor Kurzem in den diversen
Medien auch schon eine Ankündigung zur Abschaffung des Übels
vernommen - voilà:
http://www.bz-berlin.de/kultur/fernsehen/tv-sender-g…

In freudiger und hoffnungsvoller Erwartung …

Meine Hoffnung hält sich aber wegen der definierten Ausnahmen „dramaturgisch gewollte Unterschiede“ leider in Grenzen, das öffnet doch schon wieder Tür und Tor.

Danke für Antwort und Link.

Gruß G.

Hallo,

es wird sich aber wahrscheinlich nichts daran ändern, daß
Werbung scheinbar lauter ist. Tatsächlich wird bei Werbung an
der Dynamik geschraubt, so daß Werbung nur lauter wirkt.

nix scheinbar! :wink:
Ich rede nicht von kommerzieller Produktwerbung, die ja glücklicherweise nachts bei den Öffis (noch) nicht zulässig ist, sondern von der Eigenwerbung der Sender in Form von Programmankündigungen, wo z.B. kurze Szenen von Eigenproduktionen gezeigt werden. Diese kurzen Szenen werden ja nicht „extra“ produziert, sondern sind Teil des fertigen Films, der dann ein, zwei Tage später in ganz normaler Lautstärke ausgestrahlt wird.

Dieser Effekt dürfte dann durch den letzten Satz des Textes
(„dramaturgische Effekte“) abgedeckt sein.

Das befürchte ich allerdings auch.

Danke für Deine Antwort.

Gruß G.

Hallo,

Ich rede nicht von kommerzieller Produktwerbung,

ich weiß; wir sind da ein klein bißchen abgeschweift.

Grüße

Christian

Als noch wesentlich schlimmer empfinde ich dieses entsetzliche Gedudel, welches dem gemeinen Fernsehzuschauer als „Hintergrundmusik“ verkauft wird. Diese ist teils so laut eingestellt, dass man den völlig belämmerten Dialog der unterirdischen „Filme“ und „Serien“ Marke Eigenproduktion leider nicht mehr verfolgen kann. Gerade Sender wie die Ard etc., die behaupten, sie hätten einen Programmauftrag, sollten sich mal mehr Gedanken machen über den unsäglichen Schrott den sie da produzieren, anstatt permanent nur an ihre Profitmaximierung via Werbung zu denken…

Hallo Gudrun,

nix scheinbar! :wink:

Jepp

Diese kurzen Szenen werden
ja nicht „extra“ produziert, sondern sind Teil des fertigen
Films, der dann ein, zwei Tage später in ganz normaler
Lautstärke ausgestrahlt wird.

Ähnliche Effekte kenne ich auch vom Radio, wobei es dann eher die Jingles und Moderationen sind, während das Programm als Konserve integriert wird.
Und das dürfte die Ursache sein: Diese Jingles sind „normal“ ausgesteuert, um zum übrigen Programm zu passen.
Hast Du jetzt das große Glück, eine nicht durch den Dynamikkompressor geschickte und dann hoch ausgesteuerte Sendung zu hören, sind die Jingles natürlich deutlich lauter.

Da ich seit vielen Jahren Radiosendungen mitschneide und digital bearbeite, sehe ich sehr gut, was da so verbrochen wird.

Besonders urgh: Übersteuert, komprimiert und dann mit -20db gesendet
und zum Schluss die Abmoderation mit vielfacher Lautstärke :smile:

Ich befürchte, dass die Lösung der Rundfunkanstalten so aussehen wird wie bei den Jugendwellen: Dynamik komprimiert und ordentlich übersteuert. Dann gibt es keine Lautstärkeunterschiede mehr.

Ciao, Allesquatsch