Sind die deutschen Autos wirklich schlechter?

Hi Christian,
naja, über die optischen Reize kann man natürlich streiten. Wenns nach der Optik ginge, würde ich einen Rover 75 fahren :wink:
Oder aber den Chrysler PT-Cruiser (der beim letzten Neukauf auch in der engeren Wahl stand, aber aufgrund der schwächlichen Motorisierung und dem klapprigen Plastikinterieur dann doch ausgeschieden ist). Ich habe letztens mit einem Opel Verkäufer gesprochen, der sehr bedauerte, daß der Vectra erst im Herbst nächsten Jahres als Kombi kommt. Damit lässt sich Opel viel Geld durch die Lappen gehen. Ausser dem Zafira hat Opel momentan kein gutes Pferd am Start und den Speedster tatsächlich auf den Markt zu bringen, war schon mehr als mutig (der wird genauso schnell wieder verschwinden wie der Sintra und der Monterey). Der Speedster ist zwar eine Höllenmaschine, aber hat null Ausstattung und ist nur als Spassfahrzeug anzusehen. Und diese Klientel kauft sich lieber einen Lotus, einen MX-5, Boxster oder so, aber niemals einen Opel (obwohl der sich fährt wie ein Kart).
Gruss Sebastian

Hi,
ich halte das Qualitätswesen von Ford für ein sehr gutes.
Die Produktion bei Ford genügt höchsten Anforderungen.

Hinzu kommt, dass Ford seit 4 Jahren wieder (oder besser endlich) die Fahrzeuge baut, deren Anspruch sie schon lange haben…
Abgesehen davon: Immer Vorsicht bei Testberichten…die sind immer aus subjektiver Sicht des Verfassers geschrieben bzw. davon stark beeinflusst.
Fahrzeuge miteinander zu vergleichen ist extrem schwierig, da häufig verschiedenste Konzepte dahinter stecken…

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Hi Philipp,

ich halte das Qualitätswesen von Ford für ein sehr gutes.
Die Produktion bei Ford genügt höchsten Anforderungen.

Hmm, naja, kommt drauf an was man unter höchsten Anforderungen versteht :wink:

Hinzu kommt, dass Ford seit 4 Jahren wieder (oder besser
endlich) die Fahrzeuge baut, deren Anspruch sie schon lange
haben…

Genau das: Sie bauen endlich Autos mit einem Standard, den andere Hersteller schon ewig haben. Ich kann mich noch gut erinnern, als Ford die obenliegende Nockenwelle als Innovation feierte. Himmel hilf, zu dem Zeitpunkt war das schon eine alte Kamelle.

Abgesehen davon: Immer Vorsicht bei Testberichten…die sind
immer aus subjektiver Sicht des Verfassers geschrieben bzw.
davon stark beeinflusst.

Am meisten traue ich eigenen Erfahrungen. Und die sind bei Ford nicht besonders prickelnd. Die sollten vielleicht weniger im Ausland produzieren, dann wäre die Qualität sicher besser.

Fahrzeuge miteinander zu vergleichen ist extrem schwierig, da
häufig verschiedenste Konzepte dahinter stecken…

Aber ich kann sehr gut die Zuverlässigkeit vergleichen. Und ich hatte selbst bei Fiat weniger Stress als bei Ford. Alle Nase lang war irgendwas kaputt. Ewig Ärger mit den Schlössern, fehlerhaft auslösenden Crash-Schaltern, störrischer Motorelektronik. Ich erinnere mich mit grausen an diese Ford-Venturi Vergaser. Sicher ist Ford in den letzten Jahren besser geworden. Aber genauso wie es bei Fiat heisst „Fehler in allen Teilen“ ( obwohl es eigentlich ja Fabrizia Italiana Automobili Turini heissen soll), heisst es bei Ford nicht von ungefähr „Er fuhr Ford- und kam nie wieder“ :wink:
Gruss Sebastian

Hallo an alle
Wie wird diese Statistik vom ADAC eigentlich berechnet?Sind das
alle Pannen zusammengenommen und dann nach Marken abgerechnet oder wird hier der tatsächliche prozentuale Anteil der angemeldeten verschiedenen Marken der Fahrzeuge mit berücksichtigt.Das wäre nämlich schon mal wichtig zu wissen.
Gruß
Lenz

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Hi!

So, jetzt wird´s lang, ich opfere Dir nämlich eine Kaffeepause…

Also ich habe auch immer nur gehört, wie fürchterlich doch Opel-Autos sein sollen.
Wir haben dann in meiner alten Firma für Vertrieb und Service Vectras und Astras angeschafft, weil die Dinger auf dem Papier sehr gut ausgestattet und sehr günstig waren.
Die Autos werden so zwischen 60.000 und 110.000 km p.a. bewegt und maximal 2 1/2 Jahre behalten.
Nach nun 4 1/2 Jahren kann man sagen, dass die Opels alle sehr gut laufen (bis auf einen, der wurde anstandslos gewandelt), die Leute sehr mit den Autos zufrieden sind und der eine oder andere sogar privat seinen alten Premiumwagen gegen einen neuen Opel getauscht hat.
Ich selbst hatte ein paar Monate lang einen Vectra gefahren und fand das Ding völlig o.k. Lief immer, wurde nur getreten und kostete in der Werkstatt ca. DM 250 Service (natürlich pro Besuch). Ein Schmankerl sind übrigens die Radios. Das billigste schmeisst schon ordentlich Sound.

Mit zwei Golf 4 und einem Polo, alles Bj. 2000 und neuer, haben wir da in der Familie deutlich schlchtere Erfahrungen gemacht.
Auch die Benz in meiner Firma taugen nichts. Nur mein BMW läuft bestens. Kein Ärger, supergünstiger Service, ordentliche Anmutung des Inneraumes (da sitzt man ja schließlich auch) und eine Traumperformance bei 7 Litern Dieselverbrauch…

Was allerdings wirklich korrekt ist, ist die deutlich
abfallende Qualität bei VW und die deutlich ansteigende
Qualität bei Opel.

Dieses würde mich irritieren. Opel setzt seit vielen Jahren
nur auf den Preis. Die wirklich qualitativ guten Zulieferer
sind nicht mehr in der Lage bzw. Willens, der Opel´sche
Preispolitik zu folgen. Bei Opel ist es wie bei vielen
Maschinenbauern auch: Der Einkauf wird auf niedrige Preise
eingeschworen und bekommt die Kosten für die Nachbearbeitung
nicht zugerechnet. Damit wird viel Schrott eingekauft, der bei
der Qualitätskontrolle gerne mal durchrutscht und letztlich zu
liegengebliebenen Autos führt.

Und das ist bei den anderen besser? Das beste Beispiel ist Benz. Wir hatten einen CL 500 für 215.000 DM inkl. MWSt in der Firma, der nach 1 Jahr und 6-7 ausserplanmässigen Werkstattaufenthalten gegen einen S500 gewandelt wurde. Am ersten Tag bei der ersten Fahrt mit dem S500 verreckte die PDC an der vorderen Stoßstange und die Karre piepst nun jeder Kurve.
Unsere 5 VW Sharan TDI stehen mehr in der Werkstatt als dass sie auf der Straße sind, wo sie als Servicekisten hingehören, nur unsere 4 530d und der eine 320d BMW laufen alle ohne Ärger.
Und die werden auch viel und schnell gefahren, ca. zwischen 40.000 und 100.000 km p.a…

Der Polo Kombi meiner Mutter sah in 15.000 km viermal ausserplanmässig die Werkstatt, davon jeweils einmal wegen Fehlern an ABS, Airbag und Vorderachse.
Diese unsichere Kiste habe ich dann gerichtilich gewandelt und ihr einen Opel Zafira gekauft, der seit nun 20.000 km läuft wie ein Uhrwerk, superpraktisch ist und mit 125 PS und Vollausstattung außer Navi und Leder genausoviel gekostet hat wie ein mies ausgestatteter 75 PS Polo Kombi. Und der Hund mag den Opel auch lieber, denn durch die niedrige Ladekante und den geraden Ladeboden (was der Polo Kombi(!) nicht hat, hier ist die Ladekante hoch und es geht hinter der Kante nochmal runter zum Kofferraumboden) kommt er besser hinten rein.

Da der neue Vectra bei dem ein oder anderen Zulieferer nach
der Verschiebung der Einführung um etliche Monate und seinen
nicht vorhandenen optischen Reizen als Totgeburt eingeschätzt
wird, sehe ich eigentlich keine Chance, daß uns Opel als
eigentständige Marke erhalten bleiben wird.

Sie sind offenbar gerade dabei, das zu ändern.
Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal für Opel eintrete oder auch nur einen fahre, geschweige denn kaufe, aber die Jungs sind auf dem richtigen Weg. Pfiffige Autos wie Corsa und Zafira für Preise, die 15% unter denen von VW liegen, werden der Firma Opel wohl helfen.
Der Astra ist locker so gut wie der Golf, es gibt nur leider keine vergleichbaren Dieselmotoren.

Ich werde wohl mal den neuen Vectra ausprobieren, obwohl ich sicherlich meine Marke erst mal nicht wechseln möchte. Nur mal sehen, ob das Ding wirklich so schlecht ist. Ich kann es mir nicht vorstellen.

Grüße,

Mathias

Hi Mathias,

Ich werde wohl mal den neuen Vectra ausprobieren, obwohl ich
sicherlich meine Marke erst mal nicht wechseln möchte. Nur mal
sehen, ob das Ding wirklich so schlecht ist. Ich kann es mir
nicht vorstellen.

Nachdem was mir zu Ohren kam, wäre der neue Vectra diesmal zusammen zwischen den Abteilungen Entwicklung und Kalkulation entwickelt.

Die letzten 10 Jahre, wo GM aus USA das sparen verordnete ruinierte Opel den Ruf.

Ich habe einige Kollegen, die Opel Vectra / Astra fahren und sehr zufrieden sind. Vor allem die Benziner sind sparsam.

gruß
dennis

Hallo Mathias,

auch ich fuhrt einen Corsa von seinem 4. bis zu seinem 6. Lebensjahr. Am Anfang des 4. Jahres war ein neuer Auspuff fällig, im 5. war irgendwas an den Bremsen. Daraus würde ich keine Rückschlüsse auf irgendwas ziehen, weil das eben ein Einzelfall ist.

In meinem Kundenkreis habe ich 4 Automobilzulieferer, die mir wohl ohne Abstimmung untereinander das gleiche erzählt habe. Alle 4 sind nicht billig, aber eben qualitativ hochwertig. Alle 4 haben in den letzten Jahren Aufträge von Opel verloren, weil Opel die Preise nicht mehr zahlen wollte/konnte. Denen ist auch bekannt, welche Konkurrenten die Aufträge bekommen haben. Diese Konkurrenten sind nach Aussage meiner Kunden dafür bekannt, nahezu jeden Preis zu akzeptieren, aber eben qualitativ nicht am oberen Ende der Skala zu stehen. Da es um millionenfach ausgelieferte Teile geht, halte ich das für repräsentativer als Deine oder meine subjektive Erfahrung mit 1, 5 oder 15 Fahrzeugen.

Beispiel: Einer meiner Kunden hat in 2001 2,5 Mio. Teile an Opel/GM geliefert, davon wurden 96 (!) reklamiert, davon die allermeisten wegen Rostfluges, den sich die Teile auf dem Schiffstransport zugezogen haben, weil die durch den Hersteller bereitgestellten Verpackungen nichts taugen (Holzkisten mit Ölpapier).

Im übrigen sind die Produktionszyklen eher längerfristig. Die tatsächlichen Ausmaße der Folgen der (möglicherweise) qualitativ minderwertigen Teile werden sich erst in den kommenden Jahren wirklich herausstellen.

Gruß
Christian

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Hi Christian!

Ich gehe mit Dir völlig konform.
Ich habe nicht versucht, Dich in Deiner Meinung zu den Zulieferern zu widerlegen. Ich arbeite mit 15 Automobilzulieferern zusammen und kenne das Thema sehr genau.
Die Frage ist nur, wie sich das auswirkt.

Es gibt ja auch noch Rahmenbedingungen wie „höhere Stückzahlen senken üblicherweise die Stückkosten“ oder „die Verwendung billigeren Materials wirkt sich oft nur auf Anmutung und Aussehen, nicht aber auf die Funktion aus“ u.s.w.

auch ich fuhrt einen Corsa von seinem 4. bis zu seinem 6.
Lebensjahr. Am Anfang des 4. Jahres war ein neuer Auspuff
fällig, im 5. war irgendwas an den Bremsen. Daraus würde ich
keine Rückschlüsse auf irgendwas ziehen, weil das eben ein
Einzelfall ist.

Nach 4 Jahren ist ein Kleinwagen eine alte Gurke. Ein neuer Auspuff ist bei Opel üblicherweise alle 2 Jahre fällig und eine Bremsenreparatur nach 5 Jahren ist ein toller Wert.
Ich benötige üblicherweise alle 3 Jahre eine komplett neue Bremsanlage, wobei ich dazu dann meistens gleich ein neues Auto kaufe.

In meinem Kundenkreis habe ich 4 Automobilzulieferer, die mir
wohl ohne Abstimmung untereinander das gleiche erzählt habe.
Alle 4 sind nicht billig, aber eben qualitativ hochwertig.

Das behauptet jeder von sich, ohne das im Kern anzweifeln zu wollen.
Es geht mir nur darum, die Sache kritisch zu beleuchten. Es gibt faktisch keinen Autozulieferer mehr, der nicht unter Kostendruck steht und somit an der einen oder anderen Ecke sparen muss.
Wie krass die Sparmassnahmen ausfallen, steht natürlich auf einem anderen Blatt und da glaube ich gerne, dass Opel hier deftig drückt.
Wie VW eben. Bei VW sieht man die Auswirkungen bereits deutlich, bei Opel kommen sie vielleicht noch schlimmer als es schon in den 90ern der Fall war, ich weiss es nicht.
Ich sehe nur, dass aktuelle opel-Autos ganz o.k. sind. Und ich kann immerhin von ca. 50 Stück sprechen.

Alle 4 haben in den letzten Jahren Aufträge von Opel verloren,
weil Opel die Preise nicht mehr zahlen wollte/konnte. Denen
ist auch bekannt, welche Konkurrenten die Aufträge bekommen
haben. Diese Konkurrenten sind nach Aussage meiner Kunden
dafür bekannt, nahezu jeden Preis zu akzeptieren, aber eben
qualitativ nicht am oberen Ende der Skala zu stehen. Da es um
millionenfach ausgelieferte Teile geht, halte ich das für
repräsentativer als Deine oder meine subjektive Erfahrung mit
1, 5 oder 15 Fahrzeugen.

Ca. 50. s.o.

Beispiel: Einer meiner Kunden hat in 2001 2,5 Mio. Teile an
Opel/GM geliefert, davon wurden 96 (!) reklamiert, davon die
allermeisten wegen Rostfluges, den sich die Teile auf dem
Schiffstransport zugezogen haben, weil die durch den
Hersteller bereitgestellten Verpackungen nichts taugen
(Holzkisten mit Ölpapier).

Ich hoffe, das liegt an der hohen Qualität und nicht an der mangelhaften Wareneingangskontrolle…

Im übrigen sind die Produktionszyklen eher längerfristig. Die
tatsächlichen Ausmaße der Folgen der (möglicherweise)
qualitativ minderwertigen Teile werden sich erst in den
kommenden Jahren wirklich herausstellen.

Da gehe ich mit.
Wobei die erste Sparwelle ja schon in den frühen 90ern und die zweite in den späten 90ern stattfand. Vor allem bei Opel und VW, wobei VW erst mit der zweiten Welle voll ins Klo gegriffen hat, Opel aber angeblich bei beiden.
Kommt wohl auch darauf an, wo genau gespart wird.

Wenn ich wenigstens für Motor, Getriebe und Achsen Geld ausgebe, macht das Sinn.
Momentan ist es aktuell, an der Elektrik zu sparen. Wie zu seligen Käferzeiten bleibt man wieder unvermittelt bei -12°C auf der Landstraße liegen, nur heute nicht mehr wegen einem eingefrorenen Vergaser, sondern wegen einem durchgebrannten Steuerchip. Man spart 10 Pfennig und bezahlt 500€ für Mobilitätsgarantieleistungen. Und das gilt für alle modernen Autos.

Noch besser sind aber Motorschäden bei 5.000 km alten Benz 8-Zylindermotoren. Das gibt einem dann so richtig Vertrauen in das 100.000€-Investment für ein vermeintliches Premiumauto…

Dann macht man es doch lieber so wie Dennis und fährt einen alten Starlet.

Grüße,

Mathias

Hi!

Ich werde wohl mal den neuen Vectra ausprobieren, obwohl ich
sicherlich meine Marke erst mal nicht wechseln möchte. Nur mal
sehen, ob das Ding wirklich so schlecht ist. Ich kann es mir
nicht vorstellen.

Nachdem was mir zu Ohren kam, wäre der neue Vectra diesmal
zusammen zwischen den Abteilungen Entwicklung
und Kalkulation entwickelt.

Die letzten 10 Jahre, wo GM aus USA das sparen verordnete
ruinierte Opel den Ruf.

Ich habe einige Kollegen, die Opel Vectra / Astra fahren und
sehr zufrieden sind. Vor allem die Benziner sind sparsam.

Richtig. Sie sind sparsam und auch spritzig. Ich hatte eben mal ein paar Wochen einen Vectra von 1999 mit 1.6 Liter 100 PS Basismotor und der lief gut.

Der Zafira mit 125 PS von meiner Mami rennt wie Tier, mit 7 Leuten sind wir letztens gemütlich mit 200 nach Salzburg gefahren und haben dabei 8 Liter verbraucht.

Der 75 PS Golf 4 von meiner Schwester hingegen ist lahm und braucht 9 Liter.

Grüße,

Mathias

Hallo Christian,

In meinem Kundenkreis habe ich 4 Automobilzulieferer, die mir
wohl ohne Abstimmung untereinander das gleiche erzählt habe.

Auch ich arbeite bei einem Automobilzulieferer und kann dies nur bestätigen.

Alle 4 sind nicht billig, aber eben qualitativ hochwertig.

Dazu zähle ich unseren Konzern auch.

Alle 4 haben in den letzten Jahren Aufträge von Opel verloren,
weil Opel die Preise nicht mehr zahlen wollte/konnte.

Alle Konzerne / Zulieferer, die auf Vollkostenbasis kalkulieren, können Opel-Preise nicht mehr akzeptieren (selbst bei prozesskosten-orientierter Kalkulation).

Denen

ist auch bekannt, welche Konkurrenten die Aufträge bekommen
haben.

Auch uns. Irgendwann haben wir dann eine ausländische Firma aufgekauft - da hatten wir plötzlich alle Produkte, die wir vorher an die Konkurrenz verloren hatten, als Aufträge im eigenen Haus - bei der Tochterfirma - natürlich mit entsprechenden Verlusten.

Diese Konkurrenten sind nach Aussage meiner Kunden

dafür bekannt, nahezu jeden Preis zu akzeptieren, aber eben
qualitativ nicht am oberen Ende der Skala zu stehen.

Es sind somit garantiert nicht die Technologie-Führer, vielmehr bauen sie bewährte Produkte nach. Vorteil: erheblich weniger Entwicklungskosten. Nachteile: 1. veraltetete Technologie und 2. höhere Produktionskosten, daher kann der Autohersteller keine neuen Technologien anbieten und der Zulieferer hat höhere Produktionskosten durch altes Design.

Heutzutage gewinnt nicht mehr der Zulieferer mit dem besten Produktionskonzept den Auftrag, auch nicht der mit dem besten Produkt-Konzept, sondern derjenige, der sich 1. entweder verkalkuliert hat oder 2. derjenige, dessen Kalkulationssystem das angebotene Produkt zu billig bewertet hat (z.B. Fehler bei Zuschlagskalkulation bei zu geringem Bedarf).

Grüsse

Sven

1 „Gefällt mir“

Elektronik…
Hallo beide,

Momentan ist es aktuell, an der Elektrik zu sparen. Wie zu
seligen Käferzeiten bleibt man wieder unvermittelt bei -12°C
auf der Landstraße liegen, nur heute nicht mehr wegen einem
eingefrorenen Vergaser, sondern wegen einem durchgebrannten
Steuerchip. Man spart 10 Pfennig und bezahlt 500€ für
Mobilitätsgarantieleistungen. Und das gilt für alle modernen
Autos.

Das Problem ist Herstellerübergreifend. Wir haben mit den Linienbussen und auch andere Verkehrsbetriebe bei Ihren Straßenbahnen Probleme mit den elektronisch hypersensiblen Fahrzeugen.

Da hatten wir einen neuen „Citaro“ Gelenkbus, wo die Vordertür öfter wieder aufsprang. Nach lösen der Druckluft und handbetätigung des einen Türflügels bemerkten wir einen minimalen Widerstand in Form eines 1cm zu langen Gummilippchens, das oben überstand und am Türrahmen kurz vor vollendigung des Schließvorganges streifte, was die Elektronik den Einklemmschutz (wobei duie Tür zu 99% zu war) ansprechen ließ.

Dann macht man es doch lieber so wie Dennis und fährt einen
alten Starlet.

Der hat keinen großen Komfort, ist uralt, Lenkung abgenudelt und zu leichtgängig, 240 000km, Unterbrecherkontaktzündung, 8 Ventile, Stößelstangenmotor, Heckantrieb mit Starrachse… aber: er funktioniert. Und deswegen verkauft unser Chef auch unsere „goodiegoodies“ nicht: Vier 20 Jahre alte MercedesBenz O 305 Linienbusse. Im Winter, wenn wieder mehr Schulbusse gebraucht werden und Einsatzwagen, brauchen wir sie wieder; die zuverlässigen vier.

Grüße,

Mathias

gruß

dennis

P.S.: Toyotatreffen in Speyer Technik-Museum 21.06.-23.06.2002 kommt Ihr ??

Hi Dennis!

Momentan ist es aktuell, an der Elektrik zu sparen. Wie zu
seligen Käferzeiten bleibt man wieder unvermittelt bei -12°C
auf der Landstraße liegen, nur heute nicht mehr wegen einem
eingefrorenen Vergaser, sondern wegen einem durchgebrannten
Steuerchip. Man spart 10 Pfennig und bezahlt 500€ für
Mobilitätsgarantieleistungen. Und das gilt für alle modernen
Autos.

Das Problem ist Herstellerübergreifend. Wir haben mit den
Linienbussen und auch andere Verkehrsbetriebe bei Ihren
Straßenbahnen Probleme mit den elektronisch hypersensiblen
Fahrzeugen.

Da hatten wir einen neuen „Citaro“ Gelenkbus, wo die Vordertür
öfter wieder aufsprang. Nach lösen der Druckluft und
handbetätigung des einen Türflügels bemerkten wir einen
minimalen Widerstand in Form eines 1cm zu langen
Gummilippchens, das oben überstand und am Türrahmen kurz vor
vollendigung des Schließvorganges streifte, was die Elektronik
den Einklemmschutz (wobei duie Tür zu 99% zu war) ansprechen
ließ.

Genau das meine ich. Gutes Konzept, miese Realisierung.

Ich fahre gerade einen Chevi Cavalier. Hier ist das Konzept schlecht, die Realisierung jedoch o.k.
Will heissen: das ist zwar eine unmögliche Billigkiste, aber sie funktioniert bestens. Wohl auch weil nix dran ist, aber das ist ja egal. Fakt ist, das Ding hat einen supergeilen CD-Player, eine sanfte Automatik und bringt mich mit Aircondition und 10 Litern/100 km völlig entspannt überall hin. Neupreis nach Abzug aller Rabatte: 6.000 USD, und das sogar in schwarz…

Dann macht man es doch lieber so wie Dennis und fährt einen
alten Starlet.

Der hat keinen großen Komfort, ist uralt, Lenkung abgenudelt
und zu leichtgängig, 240 000km, Unterbrecherkontaktzündung, 8
Ventile, Stößelstangenmotor, Heckantrieb mit Starrachse…
aber: er funktioniert.

Und darum geht es am ehesten, finde ich.
Und deshalb sind auch Maserati 222 so billig.

Und deswegen verkauft unser Chef auch
unsere „goodiegoodies“ nicht: Vier 20 Jahre alte MercedesBenz
O 305 Linienbusse. Im Winter, wenn wieder mehr Schulbusse
gebraucht werden und Einsatzwagen, brauchen wir sie wieder;
die zuverlässigen vier.

Lohnt sich das trotz Steuer, Versicherung u.s.w.?
Was kostet ein Bus eigentlich an Steuern im Jahr?

Grüße,

Mathias

gruß

dennis

P.S.: Toyotatreffen in Speyer Technik-Museum 21.06.-23.06.2002
kommt Ihr ??

Wäre lustig, bin aber für ein paar Monate in den USA. Speyer ist mir da zu weit…

Hi MAthias!

Lohnt sich das trotz Steuer, Versicherung u.s.w.?
Was kostet ein Bus eigentlich an Steuern im Jahr?

Ohne EURO blabla 3500 DM pauschal also 1800€ , Versicherung ist ein Sammelvertrag über alle Busse.

gruß

dennis

Hallo Dennis,

P.S.: Toyotatreffen in Speyer Technik-Museum 21.06.-23.06.2002
kommt Ihr ??

Hast du weitere Infos dazu?

Gruß
Carlos

Hi Mathias,

Diese unsichere Kiste habe ich dann gerichtilich gewandelt und
ihr einen Opel Zafira gekauft, der seit nun 20.000 km läuft
wie ein Uhrwerk, superpraktisch ist und mit 125 PS und
Vollausstattung außer Navi und Leder genausoviel gekostet hat
wie ein mies ausgestatteter 75 PS Polo Kombi. Und der Hund mag
den Opel auch lieber, denn durch die niedrige Ladekante und
den geraden Ladeboden (was der Polo Kombi(!) nicht hat, hier
ist die Ladekante hoch und es geht hinter der Kante nochmal
runter zum Kofferraumboden) kommt er besser hinten rein.

Genau so sehe ich das auch. Ich habe meinen neuen Zafira (der alte war mit 115PS doch zu lahm) letztes Jahr gegen den neuen mit 147PS (Speedster Motor) getauscht. Bis auf Leder und das DVD-Entertainment-System hat der Wagen Vollausstattung. Ich hatte auch mit anderen Autos geliebäugelt, aber für den Preis habe ich bei VW nur die Grundausstattung bekommen, und da der Zafira OPC (der sollte es eigentlich sein) nicht lieferbar war, gabs eben den 2,2 16V. Ich bin Super zufrieden und warte gespannt auf den Signum.
Gruss Sebastian

Hallo Carlos,

P.S.: Toyotatreffen in Speyer Technik-Museum 21.06.-23.06.2002
kommt Ihr ??

Hast du weitere Infos dazu?

Hier: http://www.toyotas.de/cgi/board/ultimatebb.cgi?ubb=g… ist der Leitartikel.

Die anderen Artikel haben immer „Speyer“ im Betreff stehen.

Achtung: Die Suche funktioniert nicht.

gruß

dennis