Hallo,Ich bin sehr viel mit (neuen) Leuten unterwegs.Man fährt zum See,Karneval der Kulturen,zum feiern.Viele davon vertrauen sich mir schnell an und fragen wenn sie Probleme haben,fragen wann so was geht etc.Nun waren wir gestern feiern&wollten uns um 0h an einem Treffpunkt treffen,die anderen haben noch vorgeglüht,kamen dann aber erst 45min später.Alle 7 hatten meine Nr.aber keiner kam auf die Idee Bescheid zu geben,dass es später wird,obwohl ich vorher nochmal nahcgefragt hatte.Auch kommen alle nur wenn sie was wollen & fragen selber nichtmal nach.Frag mich gerade ob ich mich mit diesen Leuten noch abgeben sollte.
Eines an dem Szenario verstehe ich noch nicht ganz:
Nun waren wir gestern feiern&wollten uns
um 0h an einem Treffpunkt treffen,
Wart ihr vorher feiern und wolltet dann andere aus der Gruppe noch irgendwo treffen, oder hattet ihr zum Feiern diesen Treffpunkt um 0 Uhr vereinbart?
die anderen haben noch
vorgeglüht,kamen dann aber erst 45min später.Alle 7 hatten
meine Nr.aber keiner kam auf die Idee Bescheid zu geben,dass
es später wird,obwohl ich vorher nochmal nahcgefragt
hatte.
Was genau ist das Problem? Hast du allein an dem Treffpunkt gestanden und gewartet?
Auch kommen alle nur wenn sie was wollen & fragen selber
nichtmal nach.Frag mich gerade ob ich mich mit diesen Leuten
noch abgeben sollte.
Wenn es das erste Mal war und die Pünktlichkeit dir wichtig ist, solltest du mit Ihnen darüber reden. Man sollte anderen immer die Möglichkeit geben, ihr Verhalten zu ändern.
Ich hab in meiner neuen Heimat lernen müssen, dass Verbindlichkeit hier nicht wichtig ist, eher Spontaneität. Und dann muss man sich eben fragen, ob man damit leben kann oder eben solange nach Freunden sucht, bis man welche findet, die die gleichen Werte haben. Ich hab letzteres getan.
Du kannst die Beziehung zu diesen Leuten nennen wie Du willst: Freunde, Kumpel, Bekannte, Kollegen, Seelenverwandte, Saufkumpane u. w. w. i.
Tatsache ist, dass Du diese Beziehung offenbar anders siehst als die übrigen; Die scheinen das überhaupt nicht verbindlich, verlässlich und belastbar zu nehmen und verstehen Deine Verbindlichkeit als Einbahnstraße, die sie ausschließlich nutzen, wenn sie was wollen bzw. wenn es Ihnen nützt.
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!
wenn sieben Leute was gemeinsam machen und dich außen vor lassen, würde ich vermuten, dass ihnen nicht besonders viel an deiner Gesellschaft liegt.
Und: Hätte das Ganze was mit Freundschaft zu tun, würdest du auch nicht in einem Forum fragen müssen, sondern könntest mit den Leuten direkt klären, was da wohl schief gelaufen ist.
Kann es sein, dass die anderen eigentlich nicht wirklich was mit dir zu tun haben wollen, du dir aber einbildest, dass ihr miteinander befreundet wärt? Drängst du dich möglicherweise auf?
Wie auch immer: Freundschaft sieht in meinen Augen anders aus - von beiden Seiten betrachtet.
Wenn du Spaß hast, wenn du mit ihnen zum See, zum Karneval der Kulturen und zum Feiern fährst, dann „gib dich mit ihnen ab“. Wenn nicht, dann eben nicht. Man sollte nicht in jeder Freundschaft Seelenverwandtschaft, Anerkennung oder Verlässlichkeit suchen. In den meisten Fällen genügt es, wenn man gelegentlich eine gute Zeit miteinander hat. Die tiefe Freundschaft hingegen, die auf gegenseitiger Wertschätzung des Charakters beruht, ist ein seltenes Gut. Man macht sich das Leben unnötig kompliziert wenn man die Ansprüche einer solchen Charakterfreundschaft auf jede Kumpelei anwendet. Und „neue Leute“ fallen sicherlich in letztere Kategorie.
wohl kaum.
Freunde hat man im ganzen Leben vielleicht ein paar. Und es sind oft andere, als du erst denkst. Es sind die, die für Dich da sind, wenn du sie brauchst.
Also aufdrängen ganz sicher nicht.
Oft mache ich vorschläge und alle ziehen dann mit.
Mit dem vorglühen war es so,dass alles gefragt wurden,aber ich es eben erst später geschafft habe.
Sie wenden sich ja auch oft mit persönlichen Dingen an mich.
Es kann aber tatsächlich sein,dass es Ihnen relativ egal ist ob man mitkommt oder nicht.
Und das ist dann wirklich der Punkt,den niemand nötig haben sollte.
Und natrülich kann ich mit Ihnen darüber reden.
Ich war allerdinsg so sauer,dass ich mir das erstmal von der Seele schreiben musste bzw.mit anderen Leuten darüber gesprochen habe.
Das hängt auch damit zusammen,dass ich überlege mich da erstmal zurückzuziehen.
Aufdrängen denke ich nicht,aber dadurch,dass ich sehr offen bin und immer viel organisiert habe,das Gefühl haben,sie bekommen diese Aufmerksamkeit geschenkt.
Ich kenne das auch, diese Rolle des Zuhörenden, aber sonst denkt man kaum an mich. Ich finde das auch nicht schlimm, denn diese Verbindlichkeiten möchte ich gar nicht haben - ich bin ja nicht der Problemlöser für alle und alles.
Also wirkliche Freunde sind das sicher nicht. Und ich würde mich auch nicht auf diese verlassen wollen. Ich würde das an deiner Stelle nicht so persönlich sehen. Nimm doch die Dinge wie sie kommen, sei gelassen und genieße eure gemeinsamen Abende. Genau das tun die anderen auch irgendwie. Sie lassen sich treiben.
Und du? Hattest du denn mal jemanden angerufen und gesagt, dass du da stehst und wartest und dir ganz komisch vorkommst? (Vielleicht hättest du genau auf diese Weise herausfinden können, wer dich wirklich ernst nimmt.)
Vermutlich hätte es sich auch anders gestaltet, wenn ihr nur zwei oder drei gewesen wärt. Eine Gruppe - und dann noch angeheitert - ist immer schwerer zu „disziplinieren“.
hast du schonmal probiert, 7 Leute beim Vorglühen zum pünktlichen Aufbrechen zu bewegen, weil jemand anderes wartet? Ich schaffe das manchmal nicht mal bei zwei anderen, wenn noch nicht mal einer beschwipst ist.
Da muss der eine noch mal aufs Klo, der andere öffnet plötzlich noch ne Flasche Bier, der dritte zündet sich ne neue Zigarette an, und selbst wenn man im Hinterkopf noch hat, dass man mit einem einzelnen noch draußen verabredet ist, ist es noch bewundernswert, wenn man es innerhalb einer Stunde Verspätung dorthin schafft.
Dass Dich keiner angerufen hat, liegt wohl daran, dass man bei 6 Leuten um einen rum nicht explizit an den einzelnen denkt, der da fehlt. Und daran, dass der einzelne eher die Gruppe anruft und nicht umgekehrt. So ist das halt. Unter Bekannten. Und es sind neue Bekannte. Eine engere Freundin in der Gruppe würde schonmal eher an dich denken, aber wenn sich alle erst zusammenfinden im Moment, darfst du einfach nicht gleich so viel erwarten. Ja, da ist es egal, wer genau nun mitkommt. Da ist es Hauptsache, DASS Leute mitkommen und man Spaß hat. Und den hatten die schon, ohne Dich, und Du musst Dich erst anschließen, tja, ist so. Wer in der Gruppe sein will, muss sich kümmern.
Wenn du jetzt meinst, du hast es „nicht nötig“ und ziehst dich zurück, wirst du selbst die Leidtragende sein, denn die wollen einfach gern auf unkomplizierte Art Spaß haben und nicht beim feiern und trinken noch Rücksicht auf jemanden nehmen, der gleich beleidigt ist, wenn man nicht pünktlich ist und nicht anruft.
Dass die Leute dir ihre Problemchen anvertrauen, hat übrigens nichts darüber auszusagen, welche Wichtigkeit Du innerhalb der Gruppe hast. Es sagt nur darüber aus, dass du jemand bist, dem man schnell seine Problemchen anvertraut, nicht mehr und nicht weniger.
Freunde? Nein, wohl kaum, davon hat man meist nur sehr wenige. Freunde sind Menschen, mit denen man nicht in Gruppen unterwegs ist und guckt, was so los ist, sondern mit Freunden kann man tagelang schwatzen udn man kennt sich wirklich gut.
Das was du beschreibst sind Kumpel. Man mag sich, unternimmt was zusammen, aber hat sonst eigentlich nicht so viel gemeinsam. Das Verhältnis zueinander ist eher oberflächlich.
Jetzt sei mal nicht beleidigt,weil die dich haben sitzen lassen - wie schon gesagt, vorglühen um Mitternacht zu siebt - da geht das Zeitgefühl verloren, Pünktlichkeit ist da nicht zu erwarten.