habe im Wohnzimmer eine 30bändige Brockhaus Enzyklopädie und ich staube sie hi und da nur noch ab. Früher habe ich ja noch reingeschaut, wenn auch schon selten, doch seit ich eine Flat habe, schaue ich nur noch in Suchmaschinen. Worin liegt der Vorteil solcher Enzyklopädien gegenüber Internetwissen? Vorstellen könnte ich mir, daß Brockhaus eventuell genauer recherchiert. Doch hier geht es oft um „altes“ Wissen, denn früher kam nur alle 4 Monate ein Band und das auf 10 Jahre verteilt. Wer tut sich das heute noch an? Nun hadere ich mit mir. Ich brauche Eure Anregungen um zu entscheiden, ob ich die Enzyklopädie doch noch behalte oder verkaufe.
Also ich habe spontane folgende Argumente gefunden
pro (Verkauf):
-du bekommst Geld dafür
-du hast mehr Platz
-Software-Recherche geht schneller,
-somit komfortabler
-auch aktueller
contra:
-dein Bücherregal sieht nicht mehr so voluminös aus
-kein „Papier-Feedback“ (manche Leute bevorzugen es, was sie lesen auf Papier vor sich zu haben [deswegen sterben ja auch Zeitungen nicht aus])
-durchs Internet kann man auch mal auf falsche Informationen stossen
-eventuell Informationsüberfluss im Internet
-viel Porto beim verschicken
-du kannst auch bei einem Stromausfall recherchieren
-Quellenangaben aus Büchern sind einfacher (eventuell „seriösere“ Optik bei einem Referat etc. [bei Internetquellen kommt manchmal der Copy&paste Vorwurf])
hmm was anderes fällt mir auch nicht ein. Ich würd sie verkaufen…
wir haben auch einen Brockhaus zu Hause stehen und ich würde ihn sehr vermissen.
Zwar habe ich eine tolles Nachschlagewerk am Computer, aber so zum spontan Nachschlagen finde ich den Brockhaus spitze.
Immer wenn wieder einmal ein Disput über etwas bei uns im Gange ist, die Kleinen etwas sehr genau wissen wollen oder ich einfach nur in Ruhe darin herumblättern möchte ist er da. Keine Viren, keine Augenschmerzen und kein sich unnötig verzetteln.
Sicherlich ist er nicht mehr der Neueste und enthält nicht immer die aktuellsten Informationen, aber das Wissen was er enthält ist eher unvergänglich (mag heißen, in den nächsten 30 Jahren wird sich wenig verändern) und man müsste einmal alles wissen was darin steht um unzufrieden zu sein.
Und wenn es schon nicht um den Gebrauch geht: „Ein Brockhaus in der hauseigenen Bibliothek sieht doch furchtbar gebildet aus.“ (Zitat Helene, mein Schwesterherz)
30 Bände sind natürlich eine Menge Platz, aber ganz ehrlich ich wäre für behalten:
Es gibt Dinge die ändern sich nie… Bei solchen Sachen: Wenn mir des nächtens etwas einfällt, schleiche ich mich leise an den Bücherschrank, schlage nach und geh wieder ins Bett…
Ich bin nicht immer online - das hieße für mich also: PC an, warten bis er hochfährt, googeln - viele Links kommen, also liest man nicht nur einen - da ist ja locker ne Stunde weg…
Es gibt Dinge die ändern sich oft: Also kann ich im Internet schauen, wie ist das jetzt, und im Buch, wie war das 1985… ist schon immer wieder interessant
Ich kann mein Buch überall mitnehmen ohne Strom, Kabel und Zusatzkosten…
Gute Entscheidung wünscht Dir
Uschi
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nur was nutzt mir wenn ich gerade A dabei habe, aber was bei G nachschlagen möchte? Und ich habe nun mal kein Handtäschchen für solche Sachen. Bin mit meiner DSL Flat viel online, das wäre nicht das Problem. Auch interessieren mich mehr aktuelle Sachen. Die spräche dagegen sie zu behalten. Mehr wert werden sie auch nicht und ich habe keine Hausfrauengene. Doch es könnte ja mal sein… doch für die paar Fälle in denen ich Brockhaus als Quelle angeben möchte…
Bin momentan mehr für’s Verkaufen als für’s Behalten, was in 4 Minuten schon wieder anders aussehen kann. Was bin ich heute wankelmütig.
„weg damit“ heißt? ) Ich möchte sie gegebenenfalls verkaufen und nicht verschenken. Und ich würde mich in dem Fall auch nicht unbedingt an Ebay wenden, wobei eine adäquate Ausgabe unlängst für knapp 900 EUR wegging. Aber es gibt bessere Adressen. Ich glaube, das wird nix aus unserem Geschäft.
die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Mein Tip wäre: Behalte die Bücher solange Du Dir nicht sicher bist. Immer noch besser die Teile verstauben zu lassen, als sich hinterher in den Allerwertesten zu beissen, dass man sie verkauft hat
warum gibt es heute noch leute die lieber platten als CDs sammeln??? wieso haben manche leute noch kinder bücher in ihren regalen verstauben, die sie einmal geliebt haben aber sicher nie wieder lesen werden???
ist ja schon richtig, dass man sich manchmal von den dingen trennen sollte, und das internet hat (gegenüber all den bereits genannten vorzügen der bücher natürlich auch entscheidende vorteile.
an deiner stelle, würde deine brockhaus sammlung nicht hergeben - einfach weil ich finde, dass es sich besser anfühlt, ein buch in der hand zu halten, als auf nen bildschirm zu starren.
huh - wenn ich nur das geld hätte mir so ne sammlung anzulegen
gruß von kati
habe im Wohnzimmer eine 30bändige Brockhaus Enzyklopädie und
ich staube sie hi und da nur noch ab. Früher habe ich ja noch
reingeschaut, wenn auch schon selten, doch seit ich eine Flat
habe, schaue ich nur noch in Suchmaschinen. Worin liegt der
Vorteil solcher Enzyklopädien gegenüber Internetwissen?
Vorstellen könnte ich mir, daß Brockhaus eventuell genauer
recherchiert. Doch hier geht es oft um „altes“ Wissen, denn
früher kam nur alle 4 Monate ein Band und das auf 10 Jahre
verteilt. Wer tut sich das heute noch an? Nun hadere ich mit
mir. Ich brauche Eure Anregungen um zu entscheiden, ob ich die
Enzyklopädie doch noch behalte oder verkaufe.
das erste, was mir in den Sinn kam, war: behalten, behalten, behalten!
Nun weiß ich nicht, wie Du zu Büchern stehst; mich schmerzt es jedesmal, wenn ich ein Buch aussortiere, verschenke oder verkaufe. Deswegen komm ich ja auch nicht mehr durch.
Ich habe zum Beispiel ein wunderschönes altes Lexikon, Meyers Konverstationslexikon von 1896 - 1900 in 16 Bänden und einem Supplementband: natürlich sind die naturwissenschaftlichen Kenntnisse seit Jahrzehnten überholt, aber eine derartige Fülle von Details in historischen Fragen wirst Du im Internet schwerlich finden. Versuch doch mal, etwas über die Kunst des Festungsbaus im 18. und 19. Jhdt im Internet herauszufinden (na gut, das Thema interessiert Dich nicht so richtig und mich auch nicht - ich hab’s nur gestern zufällig aufgeschlagen). Der Brockhaus oder der Meyer sind da viel ausführlicher und zugleich präziser als alles, was Du Dir im Internet zusammensuchst.
Falls Du aber Bücher nur als Staubfänger ansiehst, dann schaff Dir die Encyclopaedia Britannica für 14,90 € auf 2 CDs an. Sie vereint den Vorteil des Computers mit der durchdachten und konzentrierten Darstellung in einer Enzyklopädie.
Ich schon! Wer überlegt, eine Enzyklopädie, wie Du sie besitzt, ohne Not zu verkaufen, hat in meinen Augen nicht die passende Einstellung dazu, und es ist schade, daß sich das Werk (noch) nicht in den Händen von jemandem befindet, der es mit Kußhand nehmen würde (zu einem reellen Preis von mir aus, an einen interessierten Fremden; besser: wäre mir an Deiner Stelle jemand bekannt, dem beim Anblick der 30 Bände die Augen zu glänzen begännen, ich würde sie ihm SCHENKEN!).
Bin ein wenig trotzig im Ton, und ich empfinde auch so, ist aber trotzdem ein gut gemeinter Rat .
Beste Grüße,
Tizian
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habe im Wohnzimmer eine 30bändige Brockhaus Enzyklopädie und
ich staube sie hi und da nur noch ab.
Dann wird sie nicht häufig genutzt
Ich hab auch (unter anderen) einen 24-Bänder von Brockhaus und benutze ihn fast täglich.
Internet ist mir schlicht zu stressig, wenn ich nachsehen will, wann Goethe gestorben ist, wie der Name der Hauptstadt von Bhutan ist, wo Jekatarinenburg liegt etc.
Auf Fragen meiner Kinder, die ich nicht aus dem Kopf beantworten kann, wird schnell nachgeschlagen ohne den Rechner anzuschalten, Internet starten, Suchmaschine aufrufen, Links durchschauen, ev. neue Anfrage starten.
Dann kommt noch dazu, daß Lexika meist eine gute Redaktion mitgekriegt haben, will meinen, die Fehlerrate ist ziemlich niedrig, was bei Suchergebnissen im Netz nicht unbedingt immer so ist.
Fazit:
Trotz Kenne von Internet und Suchmaschinen (beides will ich nieeeeee mehr missen) bin ich seeehr froh, eine gut sortierte* analoge Bibliothek zu besitzen.
*
etwa 300 Lexika, verschiedenster Themen, etwa genauso viele Fachbücher auch mit den verschiedensten Themen und zig Lehrbücher, auch mit einem breiten Themenspektrum
Ich habe zum Beispiel ein wunderschönes altes Lexikon, Meyers
Konverstationslexikon von 1896 - 1900 in 16 Bänden und einem
Supplementband: natürlich sind die naturwissenschaftlichen
Kenntnisse seit Jahrzehnten überholt, aber eine derartige
Fülle von Details in historischen Fragen wirst Du im Internet
schwerlich finden.
Hi!
Also ich habe selbst einen aktuellen 15-Bändigen Brockhaus im Regal stehen. Als Schüler schätze ich mich sehr glücklich darüber, evtl. auch weil ich eine besondere Einstellung zu Büchern habe.
Und der Punkt der Einstellung ist es auch, an dem du für dich entscheiden musst, wie du weiter handelst. Aber ich finde, obwohl ich das Internet mit allen seinen Informationen wirklich liebe, dass es einfach ein Wahnsinns-Gefühl ist, diese riesige Fülle von Wissen in meinem Zimmer stehen zu haben. Es bedeutet meiner Meinung nach einfach etwas, einen gewissen Teil der menschlichen Erkenntniswelt auf Papier gedruckt jederzeit griffbereit vor sich zu haben und vorsichtig Seite für Seite durchzublättern.
Ich finde es dagegen wesentlich langweiliger, durch ein paar Mausklicks, angeregt durch einige Pixel, zu einer Information zu gelangen, die im gegensatz zum Brockhaus oft auch fehlerhaft sein kann.
Außerdem ist der faszinierende Geruch von Papier und Druckerschwärze einfach etwas anderes als das Surren eines PCs. Veruchs mal, such mal etwas interessantes in deinem Brockhaus und riech mal an den Seiten. Ich finde das einfach klasse.
In diesem Sinne kann ich nur für behalten plädieren.
Bernhard
PS- evtl. mögen mich einige jetzt für durchgedreht erklären, aber mindestens genauso viele werden es verstehen.
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