Wir wollen am Samstag in den Urlaub nach Dänemark fahren und überlegen, ob es sinnvoll ist vorher noch kräftig in Deutschland einzukaufen. Als wir vor einiger Zeit mal in Dänemark waren, stellten wir fest, dass Lebensmittel dort um einiges teurer sind als hier. Jetzt hab ich im Internet allerdings gelesen, dass die Preise sich angeglichen hätten und es so gut wie keinen UNterschied mehr gibt. Könnt ihr das bestätigen oder sogar ein paar Beispiele nennen?
sagen wir es mal so: Geht es nur um die Frage des Preises oder auch um die Qualität? Und was willst Du einkaufen? Eher möglichst billig Dosenfutter aus dem Supermarkt, oder qualitativ hochwertige dänische Agrarprodukte und Fisch, …
Lidl, Aldi und Co sind AFAIR immer noch etwas teuer als bei uns, kann aber nicht mit eigenen Erfahrungen aus den letzten Jahren dienen, weil ich zur Biogemüse- und Frischfisch-Fraktion zähle. Und da muss man ganz deutlich sagen, dass die Preise angesichts der Qualität sogar deutlich günstiger als bei uns sind. So habe ich vor ein paar Wochen noch ein paar Schollen, zwei Seezungen und einen Steinbutt (die zappelten noch vor Frische) für gerade mal ~ DKK 400,-- gekauft.
Leider haben wir uns in D daran gewöhnt, in der gesamten EU die Nation zu sein, die prozentual vom Einkommen den geringsten Teil für ordentliche Lebensmittel ausgibt, und daher kommen uns die Lebensmittelpreise im Ausland oft - unberechtigterweise - zu hoch vor.
Leider haben wir uns in D daran gewöhnt, in der gesamten EU
die Nation zu sein, die prozentual vom Einkommen den
geringsten Teil für ordentliche Lebensmittel ausgibt, und
daher kommen uns die Lebensmittelpreise im Ausland oft -
unberechtigterweise - zu hoch vor.
Liegt das nicht eher an der geografischen Lage und der Logistik, die dahinter steckt? Deutschland liegt als „Insel“ zwischen vielen anderen Ländern und der Fisch kommt beispielsweise nicht von alleine ins Landesinnere geschwommen Da sind die Wege z. B. in Spanien doch viel kürzer, weil man den Fisch von allen Seiten (N/S/W/O) auf kürzerem Wege liefern kann. Außerdem wachsen z. B. spanische „Billigprodukte“ nicht in Deutschland „umme Ecke“, oder Zitronen, Orangen. Da steckt ja auch dementsprechend ein Aufwand hinter.
Zusätzlich hängt der Preis auch noch mit den Steuern zusammen, die z. B. in Dänemark höher sind als in Deutschland. Ein weiterer Faktor ist noch die Einkommensdifferenz in den verschiedenen Ländern. Man kann auch in Polen keine Preise für Neuwagen festlegen, die den Preisen in GB entsprechen.
Gruß von einem, der Bioprdukte grundsätzlich ablehnt.
Danke erstmal für die schnellen Antworten. Also eigentlich würd ich schon gerne auch auf einigermaßen ordentliche Qualität achten, aber da wir alle noch Schüler sind (wir machen unsere Abi-fahrt nach Dänemark) läuft es wohl eher auf das Günstigste und ergiebigste Essen (hauptsächlich Grillzeugs und Pasta:smile: hinaus, um unsere Geldbeutel nicht zu sehr zu stapazieren.
Danke auch schonmal für hoffentlich noch mehr gute Antworten!
wenn die traurige Qualität des meisten in D angebotenen Fischs von den Transportwegen abhinge, wäre es gänzlich unerklärlich, warum es in Wissembourg und Haguenau keinerlei Mühe kostet, ordentlichen Fisch zu finden, während das in Karlsruhe und Offenburg eine Wissenschaft für sich ist.
Die Transportwege für spanische Agrumen erklären deren traurige Qualität in D auch nicht: Valencia-Paris knapp 1.400 km, Valencia-Karlsruhe gut 1.500 km. Macht gut eine Stunde Unterschied.
Und wenn Du auf die Einkommensunterschiede abhebst, möchte ich schon gern wissen, um wieviel höher als in D nach Deinen Informationen die verfügbaren Einkommen der Haushalte in Portugal, Italien, Griechenland, Frankreich sind - um mal ein paar Länder zu benennen, in denen im Lebensmittelhandel eben nicht ausschließlich der das Geschäft macht, der 2 Cent billiger anbietet.
Ganz bizarr wirds dann, wenn Du mal gegen Torschluss zwischen eins und zwei auf dem Marché Aligre vorbeikommst, dort ist die Ware nicht nur viel besser, sondern auch viel billiger als in D - da schallt es die ganze Straße entlang: „Deux pour un! Deux pour un!“ - d.h. zwei Kilo z.B. allerschönste Kameruner Ananas (sowas kennen wir hier gar nicht) für einen Euro - die Ananas ist allerdings auch äußerlich sichtbar reif, genau wie die wundervollen Bananen, die daneben liegen: Da würde Frau Marianne Proper näsleinrümpfend vorbeistöckeln und erstmal schauen, ob auf dem dicken Neger, der ihr das Obst anbietet, nicht doch irgendwo ein Verfallsdatum eintätowiert ist, und ob es überhaupt „rechtens“ ist, dass Bananen anders als unreif verkauft werden, und wo man sich da „beschweren“ kann.
Getränke (also Limo und Saft) erschienen mir deutlich teurer als in Deutschland. Angebote wie 1,5 l Pepsi für 0,55 € haben wir nie gesehen.
Alkohol ist immer noch deutlich teurer.
Andere Sachen fanden wir relativ vergleichbar zu den Preisen in Deutschland.
Grins: Weber-Grills sind ERHEBLICH günstiger (halber Preis) (nein - ich erkläre jetzt nicht, wie man einen 57 cm Weber Grill One Touch Platinum noch in ein ohnehin voll bis unters Dach gepacktes Auto kriegt, welches mti 4 Personen besetzt ist und wo der Fahrer nichts von dem Grill wissen darf, weils ne Überraschung wird…) Nur soviel: leicht isses nicht…