Sind LED-Lampen dimmbar?

Hi,

ich überlege mir eine LED-Wandlampe (Medusa LED) zuzulegen. Für Bilder und technische Daten am besten einmal nach google’n.

Nun habe ich dazu 2 Fragen:

  • Sind Lampen wie diese eigentlich dimmbar? 12V-Halogen-Lampen sind ja nicht wie herkömmliche Lampen per 230V-Dimmer so ohne weiteres dimmbar aufgrund des vorgeschalteten Trafos. Wie verhält es sich bei diesen Lampen?

  • Die o.g. Lampe dient vorrangig zur Beleuchtung von Ölgemälden - nebenbei aber auch zur Ausleuchtung der Umgebung. Sie wird nicht dauerhaft betrieben. Es wird ja immer gesagt, daß zuviel bzw. sehr starkes Licht Gemälde mit der Zeit „beschädigen“ könnten. Ist die Art der Lichtquelle (abgesehen einmal von direkter Sonneneinstrahlung) dabei dann eher unbedeutend, oder sollte man für solche Zwecke eher bestimmte Leuchten nehmen?

Besten Dank für alle Infos!

Christian

Hi,

ich überlege mir eine LED-Wandlampe (Medusa LED) zuzulegen.
Für Bilder und technische Daten am besten einmal nach
google’n.

Die ?
http://www.traumleuchten.de/onlineshop/licht-design/…

die bei der steht: „Leuchtmittel ist nicht im Lieferumfang enthalten“ ? Tipp: LED’s sind nicht so genormt wie Halogen und es gibt sie auch nicht im Laden um die Ecke. Noch nicht mal der Laden da hat die im Sortiment die da reingehören…

  1. Tipp: normale LEDs sind nicht hell genug um als Deckenleuchte eingesetzt zu werden. Das wird eine äusserst dunkle Angelegenheit.

Nun habe ich dazu 2 Fragen:

  • Sind Lampen wie diese eigentlich dimmbar?

LED kann man dimmen, aber das Vorschaltgerät kann’s wahrscheinlich nicht. Und wieso zur Hölle willst du so schwache Lampen noch dimmen ?

  • Die o.g. Lampe dient vorrangig zur Beleuchtung von
    Ölgemälden -

Auch dafür wird es nicht wirklich reichen.

nebenbei aber auch zur Ausleuchtung der Umgebung.

Dafür schonmal gar nicht.

Sie wird nicht dauerhaft betrieben. Es wird ja immer gesagt,
daß zuviel bzw. sehr starkes Licht Gemälde mit der Zeit
„beschädigen“ könnten. Ist die Art der Lichtquelle (abgesehen
einmal von direkter Sonneneinstrahlung) dabei dann eher
unbedeutend, oder sollte man für solche Zwecke eher bestimmte
Leuchten nehmen?

Bei der Leuchtstärke würd ich mir da keine Gedanken machen.

cu

  • Sind Lampen wie diese eigentlich dimmbar?

LED kann man dimmen, aber das Vorschaltgerät kann’s
wahrscheinlich nicht. Und wieso zur Hölle willst du so
schwache Lampen noch dimmen ?

LEDs sind nicht wie normale Glühlampen dimmbar, weil sie eine alles andere als lineare Verlaufkurve der abgegebenen Helligkeit zum Strom haben.
Zudem: wird die Durchlaßspannung unterschritten, geht die LED einfach ganz aus.
–> Dimmbarkeit: nein.

Eine andere Möglichkeit ist die Versorgung der LED mittels einer PWM (Puls-Weiten-Modulation).
Die gibt es fertig aufgebaut, z.B. als Drehzahlsteller für Gleichstrommotore.
Dabei wird der Verbraucher, sehr sehr einfach ausgedrückt, sehr schnell an- und ausgeschaltet. Diesen Vorgang sieht man nicht, aber je nachdem, wie lange dann jeweils die LED eingeschaltet und ausgeschaltet ist, „erscheint“ sie mehr oder weniger hell.
Tatsächlich ist sie in den Momenten, wo sie eingeschaltet ist, auch wirklich 100%ig an. Das Problem mit der Kennlinie (s.o.) gibt es aulso in diesem Fall nicht.

Die ?
http://www.traumleuchten.de/onlineshop/licht-design/…

Jep.

die bei der steht: „Leuchtmittel ist nicht im Lieferumfang
enthalten“ ? Tipp: LED’s sind nicht so genormt wie Halogen und
es gibt sie auch nicht im Laden um die Ecke. Noch nicht mal
der Laden da hat die im Sortiment die da reingehören…

Da hast Du genau den Laden gefunden, der die tatsächlich nicht mit dabei hat, die anderen, die ich gefunden hatte, hatten sie zu dem gleichen Preis im Lieferumfang mit drin.

  1. Tipp: normale LEDs sind nicht hell genug um als
    Deckenleuchte eingesetzt zu werden. Das wird eine äusserst
    dunkle Angelegenheit.

Naja, ich hatte mir mal bei Pearl so eine LED-Taschenlampe geholt, die ansich - für LEDs - schon recht gut leuchtet. Bei der Medusa war ich jetzt einfach mal davon ausgegangen, daß die Spannungsversorgung zum einen eine doch etwas größer bemessenere ist und die LEDs vielleicht auch noch etwas mehr an Leuchtkraft hergeben. Aber wenn ich mir die Beiträge hier so ansehe, sollte ich mich wohl doch eher nach einer Alternative umsehen.

Danke!

Christian

Moien

die bei der steht: „Leuchtmittel ist nicht im Lieferumfang
enthalten“ ? Tipp: LED’s sind nicht so genormt wie Halogen und
es gibt sie auch nicht im Laden um die Ecke. Noch nicht mal
der Laden da hat die im Sortiment die da reingehören…

Da hast Du genau den Laden gefunden, der die tatsächlich nicht
mit dabei hat

  1. Treffer bei google…

die anderen, die ich gefunden hatte, hatten sie
zu dem gleichen Preis im Lieferumfang mit drin.

Gut.

  1. Tipp: normale LEDs sind nicht hell genug um als
    Deckenleuchte eingesetzt zu werden. Das wird eine äusserst
    dunkle Angelegenheit.

Naja, ich hatte mir mal bei Pearl so eine LED-Taschenlampe
geholt, die ansich - für LEDs - schon recht gut leuchtet.

Es gibt durchaus einige Spezial-LEDs die richtig, richtig hell werden: http://www.dansdata.com/da5w.htm . Die haben allerdings einen gewissen Preis, werden sehr warm und deshalb nicht sonderlich alt. Wenn man diese Teile richtig bis zum letzten aussaugt sterben sie schneller als Halogen (500 Stunden … laut Hersteller).

Nun wird der normale Lampenbauer keine solchen LEDs einbauen (zu teuer, sterben zu schnell, wenn voll ausgelastet aufwendige Kühlung, … ). Da sind also höchstwahrscheinlich normale LEDs drin. Die sind weit, weit von dem entfernt was die Spezial-LEDs leisten. OK, die normalen halten dann allerdings auch Jahre am Stück.

Das nächste Problem ist die Lichttemperatur. Weisse LED bleiben nicht all zu lange wirklich weiss. Die chemischen Prozesse im inneren machen sehr schnell einen Wechsel in bläuliche. Dann sehen Gemälde auch nicht sonderlich schön aus.

Bei
der Medusa war ich jetzt einfach mal davon ausgegangen, daß
die Spannungsversorgung zum einen eine doch etwas größer
bemessenere ist und die LEDs vielleicht auch noch etwas mehr
an Leuchtkraft hergeben.

Um die Spannungsversorgung würd ich mir da gar keine Gedanken machen. Notfalls kann man sich aus einem Halogentrafo und ein paar Widerständen selbst eine mit etwas mehr Umpf bauen. Ausserdem: da sind 3 LED’s a maximal 5W drin. Real werden es 3W sein. Es wird eher komplex einen Standardtrafo zu finden der weniger Leistung bringt…

cu

Moien

LEDs sind nicht wie normale Glühlampen dimmbar, weil sie eine
alles andere als lineare Verlaufkurve der abgegebenen
Helligkeit zum Strom haben.

Ist das ein reales Problem ? Glühlampen werden auch nicht linear heller oder dunkler, weder mit dem Strom noch der Spannung oder der Leistung.

Zudem: wird die Durchlaßspannung unterschritten, geht die LED
einfach ganz aus.

Das war schon klar. Eine 230V Glühlampe wird bei 10-20V auch nicht mehr wirklich leuchten.

Eine andere Möglichkeit ist die Versorgung der LED mittels
einer PWM (Puls-Weiten-Modulation).

… also genau das Verfahren das alle 0815-Dimmer für Glühlampen benutzen ? (OK, PWM auf 50Hz-Basis. Nicht ganz der Bringer für LED).

Der Witz bei der Dimmung von LEDs sind die Vorwiderstände. An denen fällt die „überflüssige“ Spannung (Versorgungspannung - LED-durchlassspannung) ab. Die Grösse des Widerstand zusammen mit der Spannung der an ihm abfällt legt die Stromstärke fest. Die Stromstärke legt bei LEDs die Helligkeit fest.

Reduziert man die Versorgungspannung so fällt weniger Spannung am Vorwiderstand ab und es geht weniger Strom durch die LED => dunkler => Dimmbar.

Ohne Vorwiderstand geht es nicht (im extremsten Fall ist der Innenwiderstand des Spannungerzeugers der Vorwiderstand). Wählt man den geschickt so kann man LEDs sehr schön und über einen weiten Bereich dimmen. Zu lasten der Effektivität (Leistungsverlust am Vorwiderstand) und damit Kühlbarkeit. Da es aber um 0.5-2 Watt insgesamt geht …

cu

Moin

Eine andere Möglichkeit ist die Versorgung der LED mittels
einer PWM (Puls-Weiten-Modulation).

… also genau das Verfahren das alle 0815-Dimmer für
Glühlampen benutzen ? (OK, PWM auf 50Hz-Basis. Nicht ganz der
Bringer für LED).

08/15-Dimmer arbeiten keineswegs mit einer PWM, sondern mit einer Phasen-An- oder Abschnittsteuerung.
08/15-Dimmer steuern - 08/15-mäßig - auch keine Gleichstromverbraucher wie LEDs, sondern Wechselstromverbraucher wie Haushaltsglühlampen.

Der Witz bei der Dimmung von LEDs sind die Vorwiderstände. An
denen fällt die „überflüssige“ Spannung (Versorgungspannung -
LED-durchlassspannung) ab. Die Grösse des Widerstand zusammen
mit der Spannung der an ihm abfällt legt die Stromstärke fest.
Die Stromstärke legt bei LEDs die Helligkeit fest.

Reduziert man die Versorgungspannung so fällt weniger Spannung
am Vorwiderstand ab und es geht weniger Strom durch die LED
=> dunkler => Dimmbar.

Soweit das Ohmsche Gesetz.
Dennoch: für LEDs nicht praktikabel aufgrund ihrer Kennlinie.
Ein Halbleiter (LED) verhält sich nun mal nicht wie ein ohmscher Verbraucher (idealisiert für „Glühlampe“).
Der Vergleich mit der auch nicht ideal-linearen Kennlinie der Glühlampe ändert es nicht.

Unsinn
Hallo,

LEDs sind nicht wie normale Glühlampen dimmbar, weil sie eine
alles andere als lineare Verlaufkurve der abgegebenen
Helligkeit zum Strom haben.

Das ist Unsinn.
Es ist gerade so, daß die Lichtleistung von LED ziehmlich
genau linear zum Strom ist, ganz im Gegensatz zur Glühlampe,
die sich ja bekanntlich wie ein Kaltleiter verhält.

Allerdings ist die Helligkeit tatsächlich nicht linear zum
Strom, was allerdings am logarithmischen Helligkeitsempfinden
des Auges liegt.

Ein zweiter deutlicher Unterschied zur Glühlampe ist, daß die
LED auch beim Dimmen ein annähernd konstantes Spektrum beibehält
(auch wenn ich denke, daß dieses nicht gut geeignet ist um
Bilder zu beleuchten).
Bei Glühlampen ändert sich ja logischerweise mit dem abdimmen
die Strahlungscharakteristik (Farbtemp.) in Richtung rot.

Zudem: wird die Durchlaßspannung unterschritten, geht die LED
einfach ganz aus.
–> Dimmbarkeit: nein.

Das ist zwar richtig, aber was hat das mit dem Strom zu tun?
LED werden eh nicht mit einer Spannungsquelle, sondern eben
mit einer Stromquelle betrieben.
Wenn man so wenig Ahnung von etwas hat, sollte man sich nicht
so weit aus dem Fenster lehnen :wink:

Eine andere Möglichkeit ist die Versorgung der LED mittels
einer PWM (Puls-Weiten-Modulation).

Das ist mal richtig. Allerdings wird dann der LED-Strom
moduliert.

Die gibt es fertig aufgebaut, z.B. als Drehzahlsteller für
Gleichstrommotore.

Grrrr …Na prima. Eine Motor-PWM für eine LED-Lampe :smile:
Und in den alten Golf bauen wird einen Motor vom Leopard II
als Ersatzteil ein :smile:)

Tatsächlich ist sie in den Momenten, wo sie eingeschaltet ist,
auch wirklich 100%ig an. Das Problem mit der Kennlinie (s.o.)
gibt es aulso in diesem Fall nicht.

Mit der Kennlinie gibt’s auch bei Konstantstromregelung keine
Probleme. Sowas kann man auch als Schaltnetzteil mit Wirkungsgrad
über 80% bauen.
Gruß Uwi

Hallo

Eine andere Möglichkeit ist die Versorgung der LED mittels
einer PWM (Puls-Weiten-Modulation).

… also genau das Verfahren das alle 0815-Dimmer für
Glühlampen benutzen ? (OK, PWM auf 50Hz-Basis. Nicht ganz der
Bringer für LED).

Bei Glühlampen ist eine Phasenanschnittssteuerung eine einfache
Möglichkeit, mit Wechselspannung zu dimmen.

LED werden eh nicht mit Wechselspannung betrieben, sondern mit
Gleichstrom. Da ist sowieso ein Netzteil nötig und das wird
sinnigerweise eine elektronische Konstantstromquelle sein.

Ohne Vorwiderstand geht es nicht

Das geht schon, eben mit einer elektronischen Konstantstrom-
quelle, die genau wie ein Schaltnetzteil arbeitet.
Ob man dann das Dimmen per PWM (mit deutlich höherer Frequenz
als 50Hz) oder per Stromsteuerung macht, ist egal.
Letzte Variante hat den Vorteil, wesentlich weniger
Störstrahlung zu verursachen (gut bei längeren Leitungen).

(im extremsten Fall ist der
Innenwiderstand des Spannungerzeugers der Vorwiderstand).

Bei einer idealen Stromquelle ist der Innenwiderstand sogar
unendlich groß. In Praxis durchaus im Bereich von MOhm.
Trotzdem kann der Wirkungsgrad um 85% liegen.

Wählt man den geschickt so kann man LEDs sehr schön und über
einen weiten Bereich dimmen. Zu lasten der Effektivität
(Leistungsverlust am Vorwiderstand)

nö.

und damit Kühlbarkeit.

Was hat den das Dimmen mit der Kühlung zu tun???

Gruß Uwi

Hallo Fragewurm,

Eine andere Möglichkeit ist die Versorgung der LED mittels
einer PWM (Puls-Weiten-Modulation).

… also genau das Verfahren das alle 0815-Dimmer für
Glühlampen benutzen ? (OK, PWM auf 50Hz-Basis. Nicht ganz der
Bringer für LED).

08/15-Dimmer arbeiten keineswegs mit einer PWM, sondern mit
einer Phasen-An- oder Abschnittsteuerung.

Dann definiere doch mal was eine PWM so macht :wink:

Eine PWM besteht aus einem Leistungs-Schalter und einem Oszillator.
Meist hat der Oszillator eine feste Frequenz und man kann das Tastverhältnis verändern.

Wählst du nun 100Hz für den Oszillator, synchronisierst diesen noch mit der Netzfrequenz und zudem steht nirgends geschrieben, dass der Leistungs-SChalter einer PWM nur Gleichspannung schalten darf.

MfG Peter(TOO)