Sind wir ein 'Deutschland von Israels Gnaden'

Hallo alle zusammen!
„Er hat die jüdische, zionistische Lobby und ihren Welteinfluss kritisiert, und da sind wir wirklich mitten im Dritten Reich.“
(ZDF Interview mit Michel Friedman, Donnerstag im ZDF)

Dabei bezieht sich Friedmann auf die Aufnahme des syrischstämmigen Jamal Karsli in die FDP-Fraktion des nordrhein-westfälischen Landtags. Also ich als deutscher Staatsbürger verstehe nicht, dass sich Friedman so aus dem Fenster lehnt. Wir Deutsche haben das Recht, als souveräner Staat jeden zu jeder Zeit zu kritisieren, wenn er was falsch macht. Ich denke Friedman sollte sich ruhiger verhalten. Er provoziert nur Hass gegen seine Person. Wenn die Juden keine Kritik aushalten können, müssen sie eben Konsequenzen ziehen. Wenn ich sie immer schon reden höre von Vergleichen zum Dritten Reich, kriegt man die Wut. Wollen sie uns klein halten? Immer niedermachen? Wieso lassen wir uns das gefallen? Durch unser Land muss ein Aufbruch gehen. Wir brauchen kein schwaches, sondern ein starkes, selbstbewusstes Volk, das sich nicht länger demütigen lässt. Wenn uns einer angreift, dann bitte ohne Verweise auf die Vergangenheit. Die ist ad acta gelegt.

Das ist meine Meinung.
Seht ihr das genau so?

Ich kriege Wut,…
wenn ich so etwas hier lese.

Hallo,

„Er hat die jüdische, zionistische Lobby und ihren
Welteinfluss kritisiert, und da sind wir wirklich mitten im
Dritten Reich.“
(ZDF Interview mit Michel Friedman, Donnerstag im ZDF)

Dabei bezieht sich Friedmann auf die Aufnahme des
syrischstämmigen Jamal Karsli in die FDP-Fraktion des
nordrhein-westfälischen Landtags. Also ich als deutscher
Staatsbürger verstehe nicht, dass sich Friedman so aus dem
Fenster lehnt. Wir Deutsche haben das Recht, als souveräner
Staat jeden zu jeder Zeit zu kritisieren, wenn er was falsch
macht. Ich denke Friedman sollte sich ruhiger verhalten. Er
provoziert nur Hass gegen seine Person. Wenn die Juden keine
Kritik aushalten können, müssen sie eben Konsequenzen ziehen.
Wenn ich sie immer schon reden höre von Vergleichen zum
Dritten Reich, kriegt man die Wut. Wollen sie uns klein
halten? Immer niedermachen? Wieso lassen wir uns das gefallen?
Durch unser Land muss ein Aufbruch gehen. Wir brauchen kein
schwaches, sondern ein starkes, selbstbewusstes Volk, das sich
nicht länger demütigen lässt. Wenn uns einer angreift, dann
bitte ohne Verweise auf die Vergangenheit. Die ist ad acta
gelegt.

Herr Friedman ist genau so wenig „die Juden“, wie Herr Lehmann „die Katholiken“ ist.
Man liest genau, dass Du die Vergangenheit „ad acta“ gelegt hast, anstatt gelernt zu haben.
So lange Du hier schreiben darfst kann man doch Herrn Friedman nicht verbieten Blödsinn zu verbreiten, oder?

Gruß, Joe

Ich auch…

So lange Du hier schreiben darfst kann man doch Herrn Friedman
nicht verbieten Blödsinn zu verbreiten, oder?

Gruß, Joe

Wetten Du traust Dich nicht, Friedman mit gleicher Vehemenz zu diffamieren, wie du mich diffamierst?

Ich denke wir sollten einen freundlichen Umgangston pflegen.

Gruß Stefan

PS: Hier sieht man wieder einmal die deusche Krankheit! Andere dürfen alles wir dürfen nichts. Wo ist bloß unser Patriotismus, ohne den ein Staat wohl nicht bestehen kann?

Hallo Stefan,

So lange Du hier schreiben darfst kann man doch Herrn Friedman
nicht verbieten Blödsinn zu verbreiten, oder?

Gruß, Joe

Wetten Du traust Dich nicht, Friedman mit gleicher Vehemenz zu
diffamieren, wie du mich diffamierst?

Ich denke wir sollten einen freundlichen Umgangston pflegen.

Du hast doch „die Juden“ diffamiert, in dem Du sie mit Herrn Friedman geleichgesetzt hast.
Zum Umgangston: Ich wollte nur sagen, dass jeder (auch ich) das Recht hat, mal Blödsinn zu schreiben/sagen.

PS: Hier sieht man wieder einmal die deusche Krankheit! Andere
dürfen alles wir dürfen nichts. Wo ist bloß unser
Patriotismus, ohne den ein Staat wohl nicht bestehen kann?

Patriotismus: Ich bin Stolz auf die deutsche Demokratie, obwohl ich sehr wenig dazu beigetragen habe.
Ich finde, Deutschland ist ein liebenswertes Land.
Aber was ich nicht mag sind Verallgemeinerungen: die Deutschen, die Polen, die was-weiss-ich.
Ich bin garnatiert ganz anderes als Du.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag,
Joe

Der springende Punkt ist doch die Wortwahl. „Zionistische Lobby“ ist nun mal deutlich nationalsozialistisch angehaucht, abgesehen von der Tatsache, dass es gar keine gibt. Karsli, der den gleichen Schrott schon als Grüner gesagt hat, nur da war es dem Außenminister wurst, hat sich deutlich im Ton vergriffen. Wegen der deutschen Vergangenheit aber keine Kritik an Israel äußern zu dürfen wäre ja auch fatal. Man sollte nur darauf achte nicht Israel als ganzes zu kritisieren, sondern die Aktionen von Sharon. Und vielleicht gelegentlich auch erwähnen, dass die Taten der Selbstmordattentäter nicht die von heroischen Freiheitshelden sind.

Wer von einer jüdischen zionistischen Lobby und ihrem Welteinfluss spricht, der kritisiert nicht Israel sondern diffamiert die Juden weltweit indem er Vokabular aufgreift, dass schon unser Gröfaz benutzt hat.

Wenn Du das nicht verstehen kannst, solltest Du Dir die Geschichte des europäischen Antisemitismus und grade die des Herrn Hitler vielleicht nochmal genauer anschauen.

Gruss

Auch hallo!

„Er hat die jüdische, zionistische Lobby und ihren
Welteinfluss kritisiert, und da sind wir wirklich mitten im
Dritten Reich.“
(ZDF Interview mit Michel Friedman, Donnerstag im ZDF)

Gibt’s auch den ganzen Text irgendwie und irgendwo? So ein loser Satz herausgerissen, das ist mir immer nichts Wahres…

Dabei bezieht sich Friedmann auf die Aufnahme des
syrischstämmigen Jamal Karsli in die FDP-Fraktion des
nordrhein-westfälischen Landtags.

Herr Friedman hätte, wenn er das genau so und in diesem Zusammenhang gesagt hat, wie hier von Dir postuliert, nichts Unrechtes getan. Eigentlich hätte er lediglich eine Tatsache wiederholt.

Also ich als deutscher
Staatsbürger verstehe nicht, dass sich Friedman so aus dem
Fenster lehnt.

Ist Herr Friedman etwa nicht deutscher Staatsbürger? Gelten hier andere Rechte bei Dir als bei ihm? Er kann sagen, was er möchte, so lange es nicht gegen Gesetze verstößt. Und das tat es nicht.

Wir Deutsche haben das Recht, als souveräner
Staat jeden zu jeder Zeit zu kritisieren, wenn er was falsch
macht.

Was wir ja auch kräftig ausnutzen.

Ich denke Friedman sollte sich ruhiger verhalten. Er
provoziert nur Hass gegen seine Person.

Das ist einzig und allein seine Angelegenheit. Schreib ihm doch mal einen Brief.

Wenn die Juden keine
Kritik aushalten können, müssen sie eben Konsequenzen ziehen.

Von welchen Konsequenzen - bitte - redest Du?

Wenn ich sie immer schon reden höre von Vergleichen zum
Dritten Reich, kriegt man die Wut. Wollen sie uns klein
halten? Immer niedermachen?

Ich kannte mal ein älteres Pärchen, das in Kanada lebte, Juden, Überlebende des Holokaust, wirklich nette Leute und sehr aufgeschlossen, sonst wären wir wohl kaum bekannt gewesen. Ihre Einstellungen waren liberal und weltoffen - in jeder Hinsicht. Aber ich erinnere mich genau daran, wie sie beide zusammenzuckten, als sie Zeitungen lasen, deutsche Zeitungen, über die Diskussion um das Holokaust-Denkmal in Berlin… In meinem ganzen Leben habe ich nicht so eine Angst in menschlichen Augen gesehen! Ich glaube, wir, die wir das alles ja gar nicht mitgemacht haben, können nicht einmal ansatzweise ahnen, was da noch an offenen Wunden vorhanden ist, die niemals heilen werden. Nicht bei denen, die all das erlebt haben. Also sollten wir doch auch eine gewisse Pietät walten lassen. Selbst, oder gerade, weil wir nicht die Verantwortlichen dessen sind.

Wieso lassen wir uns das gefallen?
Durch unser Land muss ein Aufbruch gehen. Wir brauchen kein
schwaches, sondern ein starkes, selbstbewusstes Volk, das sich
nicht länger demütigen lässt.

Na klar doch: Also gleich zu den Waffen, Jungs, und immer feste einmarschiert und draufgehauen! Sorry, aber ziemlich billige Polemik, die genauso keiner mehr hören will.

Wenn uns einer angreift, dann
bitte ohne Verweise auf die Vergangenheit. Die ist ad acta
gelegt.

Oh nein, das ist sie nicht und das sollte sie auch nicht. Aus Fehlern kann man nur lernen, wenn man sie angenommen hat.

Das ist meine Meinung.
Seht ihr das genau so?

Nö. Aber hast Du ja sicherlich inzwischen auch gemerkt.

Jana

Hi!

So ist das nunmal.
Wie man ja auch hier wieder einmal bewiesen hat (s. die anderen Antworten), ist ein neues Selbstbewusstsein für die Deutschen gar nicht gefragt.
Sobald hier Kritik an Juden und/oder Israelis geübt wird, werden sofort Vergleiche mit der Nazizeit gezogen. Peinlichst genau wird jede Formulierung drauf abgeklopft, ob sie nicht schon mal vor 60 Jahren in Benutzung gewesen war.
Der Kern der Diskussion und die Fakten treten dabei natürlich, wie ja auch gewünscht, in den Hintergrund.

So wird jedwede kritische Diskussion abgebügelt und den Deutschen nach wie vor das Recht aberkannt, in internationalen Belangen als vollwertiger Diskussionspartner mitreden zu dürfen.
Frei nach dem Motto: zahlen sollen sie, aber sonst haben die miesen Nazis ihre Klappe zu halten.

Wen wundert es da noch, dass ein Staat Israel, der sich u.a. auf eine solche Moral stützt, zusehends unglaubwürdig wird?

Ich jedenfalls schließe mich Gerhard dahingehend an, dass ich die Thematik Judenverfolgung für mich in das Reich der Geschichte verbanne (nicht vergessen, jedoch reflektieren und vergeben!) und ansonsten jedwede Sippenhaft der deutschen Bevölkerung ablehne.

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Mathias

Herr Karsli ist arabischstämmig, von daher ist die Diskussion um neues deutsches Selbstbewusstsein in bezug auf diese Aussage eigentlich überflüssig.

Wenn jemand sachliche Kritik an Israel vortragen möchte, kann er ja einfach darauf verzichten, Nazi-Vokabular zu benutzen. In dem Fall sind es schliesslich nicth die Juden, die permanent mit dem Dritten Reich argumentieren und ihre Diskussionsgegner als Nazis titulieren, sondern viele der Gegner Israels, die Sprüche raushauen wie „die machen jetzt das mit den Palästinensern was die Deutschen mit ihnen gemacht haben“ oder „die wenden Methoden an wie im Dritten Reich“, „Israel verübt einen Genozid am palästinensischen Volk“ usw. Auch Arafat hat Scharon ja unlängst als „Nazi“ beschimpft.

Die Vergangenheit wird hier als Keule benutzt - ein Vorgehen, das Martin Walser für Deutschland bzw. die Deutschen angeprangert hat und dafür viel Applaus bekommen hat. Warum soll jetzt Israel immerfort mit der Nazi-Keule einen drauf bekommen? Eigentlich könnte es ja nichts lächerlicheres geben.

Gruss

Hallo Lars!

Herr Karsli ist arabischstämmig, von daher ist die Diskussion
um neues deutsches Selbstbewusstsein in bezug auf diese
Aussage eigentlich überflüssig.

Das sehe ich nicht so.
Herr Karsli hat mit Sicherheit einen deutschen Pass, ist also primär erst einmal Deutscher. Schließlich darf auch Paul Spiegel fröhlich seine Propaganda verbreiten.
Hier greift das demokratische Grundprinzip des Rechtes auf freie Meinungsäußerung.

Wenn jemand sachliche Kritik an Israel vortragen möchte, kann
er ja einfach darauf verzichten, Nazi-Vokabular zu benutzen.
In dem Fall sind es schliesslich nicth die Juden, die
permanent mit dem Dritten Reich argumentieren und ihre
Diskussionsgegner als Nazis titulieren, sondern viele der
Gegner Israels, die Sprüche raushauen wie „die machen jetzt
das mit den Palästinensern was die Deutschen mit ihnen gemacht
haben“ oder „die wenden Methoden an wie im Dritten Reich“,

Diese Vergleiche sind lediglich eine Reaktion auf die ewige Nazikeule der Israelis bzw. der jüdischen Mitbürger hier im Land.

„Israel verübt einen Genozid am palästinensischen Volk“ usw.

Diese Aussage an sich hat nichts mit „Nazi-Vokabular“ zu tun. Auch ich halte sie für wahr. Hier geht es nur darum, eine unbequeme Wahrheit verschleiern zu wollen, was ich ablehne.
Ich gehe in soweit mit, als dass die Nutzung bestimmter Begriffe auf breiter Front, welche häufig in der NS-Zeit gebraucht worden sind, unterbleiben sollte.
Jedweden Vergleich zu unterdrücken halte ich jedoch für falsch, denn oft kann eine solche „Metapher“ durchaus zur Klärung der Situation beitragen.

Auch Arafat hat Scharon ja unlängst als „Nazi“ beschimpft.

Das Verhältnis der beiden alten Männer beruht ja quasi auf solchen Beschimpfungen.
Des weiteren kann das deutsche Volk nichts für Arafats Äußerungen.

Die Vergangenheit wird hier als Keule benutzt - ein Vorgehen,
das Martin Walser für Deutschland bzw. die Deutschen
angeprangert hat und dafür viel Applaus bekommen hat. Warum
soll jetzt Israel immerfort mit der Nazi-Keule einen drauf
bekommen? Eigentlich könnte es ja nichts lächerlicheres geben.

Aus dem Zusammenhang gelöst ist das natürlich richtig.
Der Hintergrund der Vergleiche zwischen Israel und bestimmten Verhaltensweisen der 3.Reich-Diktatur ist aber, dass v.a. Deutschland bei jeder auch nur geringfügigen Kritik am Verhalten Israels sofort die Nazikeule auf den Kopf bekommen hatte. Daraufhin(!) wehrte man sich in der Argumentation dann (m.E. berechtigterweise) mit dem Umkehrschluss. Und ganz nebenbei: der Vergleich sitzt! Das ist das Schlimme daran…

Grüße,

Mathias

Hi

Das sehe ich nicht so.
Herr Karsli hat mit Sicherheit einen deutschen Pass, ist also
primär erst einmal Deutscher. Schließlich darf auch Paul
Spiegel fröhlich seine Propaganda verbreiten.
Hier greift das demokratische Grundprinzip des Rechtes auf
freie Meinungsäußerung.

(Paul Spiegel ist aber in ca. 10. Generation Deutscher. Der ist ja nicht aus Israel hierhergewandert.) Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass die Aussagen eines syrisch-deutschen Politikers mit ganz klar arabischem background nicht unbedingt als Merkmal für ein neues deutsches Selbstbewusstsein im Umgang mit Nazivokabular dienen sollten.

Wenn jemand sachliche Kritik an Israel vortragen möchte, kann
er ja einfach darauf verzichten, Nazi-Vokabular zu benutzen.
In dem Fall sind es schliesslich nicth die Juden, die
permanent mit dem Dritten Reich argumentieren und ihre
Diskussionsgegner als Nazis titulieren, sondern viele der
Gegner Israels, die Sprüche raushauen wie „die machen jetzt
das mit den Palästinensern was die Deutschen mit ihnen gemacht
haben“ oder „die wenden Methoden an wie im Dritten Reich“,

Diese Vergleiche sind lediglich eine Reaktion auf die ewige
Nazikeule der Israelis bzw. der jüdischen Mitbürger hier im
Land.

Ich höre die eigentlich mittlerweile ziemlich selten. Die „Nazikeule“ wird ja gradezu umgekehrt angewandt: Ein Deutscher benutzt Nazivokabular, um j-d polemisch anzugreifen und derjenige verteidigt sich indem er darauf hinweist, dass dies unterste Schublade da historisch begründet gradzu unsäglich ist. Das jüngste Beispiel ist Herr Schäuble mit seinem Goebbelsvergleich. Was soll denn sowas? „aliquid semper haerit“, dat hat doch schon Cicero oder son anderer oller Römer gesagt, soll er sich doch auf den berufen. Sowas ist doch knallhart kalkuliert. Jemand, der sich dieser Sprache bedient weiss ganz genau, was er tut.

„Israel verübt einen Genozid am palästinensischen Volk“ usw.

Diese Aussage an sich hat nichts mit „Nazi-Vokabular“ zu tun.
Auch ich halte sie für wahr. Hier geht es nur darum, eine
unbequeme Wahrheit verschleiern zu wollen, was ich ablehne.
Ich gehe in soweit mit, als dass die Nutzung bestimmter
Begriffe auf breiter Front, welche häufig in der NS-Zeit
gebraucht worden sind, unterbleiben sollte.
Jedweden Vergleich zu unterdrücken halte ich jedoch für
falsch, denn oft kann eine solche „Metapher“ durchaus zur
Klärung der Situation beitragen.

Genozid=Völkermord bezeichnet die planmässige Ausrottung einer Ethnie. Das kann geschehen, indem sich Nachbarn gegenseitig mit Macheten abschlachten, Soldateska Dorfbewohner massakriert oder die Volksgruppe interniert und umgebracht wird. Ganz sicher geschieht ein Genozid aber nicht, wenn Kampfhubschrauber Polizeistationen beschiessen oder Soldaten auf der Jagd nach Terroristen zugegebenermassen völlig übertrieben vorgehen und dabei auch immer mal wieder Zivilisten erwischen.
Das seltsame in Nahost ist ja, dass radikale Israelis die Palästinenser ebenfalls des Versuchs eines Genozids an ihnen bezichtigen.

Auch Arafat hat Scharon ja unlängst als „Nazi“ beschimpft.

Das Verhältnis der beiden alten Männer beruht ja quasi auf
solchen Beschimpfungen.
Des weiteren kann das deutsche Volk nichts für Arafats
Äußerungen.

Hab ich ja auch nirgendwo behauptet. Ich wollte damit nur ein Beispiel geben, dass das Nazi-keulen auch anderswo populär ist.

Aus dem Zusammenhang gelöst ist das natürlich richtig.
Der Hintergrund der Vergleiche zwischen Israel und bestimmten
Verhaltensweisen der 3.Reich-Diktatur ist aber, dass v.a.
Deutschland bei jeder auch nur geringfügigen Kritik am
Verhalten Israels sofort die Nazikeule auf den Kopf bekommen
hatte. Daraufhin(!) wehrte man sich in der Argumentation dann
(m.E. berechtigterweise) mit dem Umkehrschluss. Und ganz
nebenbei: der Vergleich sitzt! Das ist das Schlimme daran…

Auf offizieller binationaler Ebene ist die „Nazikeule“ sicher nicht so oft eingesetzt worden. Und der Vergleich sitzt eben nicht. Das Dritte Reich war so unglaublich krass, dass es vermutlich nie wieder ein Regime geben wird, das diesem an Grausamkeit ebenbürtig sein kann. Es sei denn natürlich, die Leute vergessen irgendwann, wie krass Hitler und Kumpane eigentlich waren.

Gruss