Hallo,
offensichtlich hat ver.di jedes Augenmass verloren und die deutsche Bevölkerung in Geiselhaft genommen. Was sich hier abspielt, wie hier Funktionäre gegen das Volk Front machen, hat schon fast Züge einer Gefährdung der inneren Sicherheit. Eine Gewerkschaft wie ver.di, bislang keine Urabstimmung, greift zu Mitteln, die nicht zu billigen sind. Streik ja, wenn eine Urabstimmung erfolgreich für den Streik ist. Kein wilder Streik jedoch dann, wenn noch nicht einnal klar ist, wie die Tarifverhandlungen weitergehen.
Nun nimmt ver.di zuerst einmal die Bürger als Geisel gegen die Gemeinden, Länder und den Bund. Mich überzeugt dieser wilde Streik.
Was spricht eigentlich dagegen, dass in den Behörden, dort wo noch nicht geschehen, der reinigungsdienst an Private gegeben wird ? Was spricht dagegen, städt. Gas- und Stromwerke, Wasserwerke, Abwasserwerke zu privatisieren ? Was spricht dagegen, Hochbauämter abzuschaffen und die Vergabe der Aufträge an frei Architekten zu vergeben ? Was spricht dagegen, dass wir die Vermessungsämter privatisieren ? Was spricht gegen eine Privatisierung der Müllabfuhr ? Was gegen die Auflösung von Stadtgärtnereien ? Was spricht gegen die Privatisierung der U-Bahnen und S-Bahnen, des Personennahverkehrs ? Vor allem, was spricht dagegen, dass weitere Bundesländer, ausser Berlin, aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder austreten ? usw.
Ich glaube es spricht alles dafür, dass wir hier die Potentiale nutzen und künftig privatisieren. So kann sich eine deutsche Geisel befreien - und so wird es kommen -. Egal wie dieser Tarifstreit ausgehen wird, der öD wird weniger Personal in der Zukunft einstellen werden und frei werdende Stellen werden durch Umschichtung der Arbeit ausgeglichen.
Bsirske wird wohl bei 1,5 % erklären: " Das ist gut so ". Er ist ja nicht von der Mehrarbeit betroffen, er stellt auch nicht weniger Auszubildende ein (die nun arbeitslos bleiben) und er wird jenen, die dann in die freie Wirtschaft gehen müssen, wenn der Arbeitsgeber privatisiert, keine Hilfe sein. Denn jamnern hilft den Arbeitnehmern, die die Suppe von ver.di auslöffeln müssen.
Überall da, wo derzeit Weihnachtsgeld gestrichen ist, Urlaubsgeld dieses Jahr nicht gezahlt wurde, Sonderzulagen gestrichen und mehr Stunden für dasselbe Geld verlangt wurde, können nur noch mit Staunen zur Kenntnis nehmen, dass alle Gruppen erhebliche finanzielle Einbussen haben, während sich im öD in der Einkommensstruktur gerade jetzt vor Weihnachten ein Füllhorn geöffnet hat.
Mit einem 13. Gehalt lässt es sich eben doch besser streiken.
Dass wir uns richtig verstehen, der Briefträger, die Angestellte und der Beamte in den unteren Gruppen benötigen ihr Geld genauso dringend wie andere. Nur im Moment ist die Situation wirklich nicht geeignet mit derartigen Aktionen zu agieren. Wenn sich ver.di verschätzen sollte, was durchaus schon in Ansätzen geschieht, möglicherweise dieses Jahr vielen Weihnachten vermiesen wird, wird sich die Wut der Bürger gegen -leider - die Beschäftigten in öD. richten - und leider - nicht gegen die Verantwortlichen bei ver.di.
Will ver.di den Notstand in DE betreiben ?
Gruss Günter