Hallo,
ich habe eine Grammatik-Frage:
Steht ein Verb, das sich sowohl auf ein Objekt im Singular als auch auf ein Objekt im Plural bezieht, im Singular oder im Plural?
Beispiel:
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘ und ‚y‘, dann ‚z‘.“ zu nennen, in dem „x“ und „y“ Bedingungen und „z“ eine Folgerung darstellt/darstellen.
Ich hoffe hier kann mir jemand helfen, ich weiß leider nicht einmal, bei Welchem Begriff („Plural“ oder „Verb“ oder „Prädikat“ oder was ganz Anderes) suchen muss…
Grüße
maaaunz
Hallo,
Steht ein Verb, das sich sowohl auf ein Objekt im Singular als
auch auf ein Objekt im Plural bezieht, im Singular oder im
Plural?
Du meinst vermutlich nicht Objekt, sondern Subjekt?
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘ und ‚y‘, dann ‚z‘.“ zu nennen, in
dem „x“ und „y“ Bedingungen und „z“ eine Folgerung
darstellt/darstellen.
Grundregel: Bei mehreren mit und verbundenen Subjektteilen steht das Verb im Plural.
Näheres siehe http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Ver…
ich weiß leider nicht
einmal, bei Welchem Begriff („Plural“ oder „Verb“ oder
„Prädikat“ oder was ganz Anderes) suchen muss…
„Kongruenz“ ist das Stichwort.
Gruß
Kreszenz
Hallo Kreszenz!
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘ und ‚y‘, dann ‚z‘.“ zu nennen, in
dem „x“ und „y“ Bedingungen und „z“ eine Folgerung
darstellt/darstellen.
Grundregel: Bei mehreren mit und verbundenen
Subjektteilen steht das Verb im Plural.
Dies ist aber im Beispiel nicht gegeben, denn dort soll eine Satzreihe mit gemeinsamem Prädikat gebildet werden, nur dass das Prädikat einmal im Singular und einmal im Plural stehen müsste.
In dem Satz
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘, dann ‚z‘“ zu nennen, in dem „x“ eine Bedingung und „z“ eine Folgerung darstellt.
tritt das genannte Problem ebensowenig auf wie bei
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘ und ‚y‘, dann ‚z‘ und ‚w‘“ zu nennen, in dem „x“ und „y“ Bedingungen und „z“ und „w“ Folgerungen darstellen.
Sollte es nun tatsächlich heißen:
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘ und ‚y‘, dann ‚z‘“ zu nennen, in dem „x“ und „y“ Bedingungen und „z“ eine Folgerung darstellen.
?
Ich denke, hier kommt man nur mit Umstellung des Satzbaus weiter, indem man das Verb in den ersten Teilsatz holt:
Es ist der Satz … zu nennen, in dem „x“ und „y“ Bedingungen darstellen und „z“ eine Folgerung.
Ich weiß aber nicht, was der Duden oder Canoo zu diesem Problem sagen. Der von Dir verlinkte Artikel äußert sich leider nicht dazu.
Liebe Grüße
Immo
P.S. Ich finde den Beispielsatz auch verwirrend.
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Hallo, Immo,
Sollte es nun tatsächlich heißen:
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘ und ‚y‘, dann ‚z‘“ zu nennen, in
dem „x“ und „y“ Bedingungen und „z“ eine Folgerung
darstellen".
?
der Satz ist in der Tat etwas ungeschickt formuliert, aber m. E. grammatikalisch korrekt - im Gegensatz zu „in dem x und y Bedingungen und z eine Folgerung darstell t“.
Ich denke, hier kommt man nur mit Umstellung des Satzbaus
weiter, indem man das Verb in den ersten Teilsatz holt:
Dennoch bezieht es sich auch auf den Rest („eine Folgerung“).
Es ist der Satz … zu nennen, in dem „x“ und „y“
Bedingungen darstellen und „z“ eine Folgerung.
Weniger holprig klingt es auf jeden Fall; und darüber, dass das Prädikat im Plural zu stehen hat, sind wir uns ja offenbar einig.
Gruß
Kreszenz
Sollte es nun tatsächlich heißen:
Es ist der Satz „Wenn ‚x‘ und ‚y‘, dann ‚z‘“ zu nennen, in
dem „x“ und „y“ Bedingungen und „z“ eine Folgerung
darstellen.
?
Ich denke, hier kommt man nur mit Umstellung des Satzbaus
weiter, indem man das Verb in den ersten Teilsatz holt:
Es ist der Satz … zu nennen, in dem „x“ und „y“
Bedingungen darstellen und „z“ eine Folgerung.
Lieber Immo,
ich teile deine Einwände. Noch deutlicher wird es so:
Während x und y die Bedingungen darstellen, STELLT z die Folgerung dar.
LG
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Oje,
das hat jetzt bei mir und meinem Manne eine heftige Diskussion ausgelöst. Er ist ganz bei Kresz- und der Kongru-enz und kommt mit folgenden Beispiel:
„Man hört, dass auf der Straße zwei Pudel und ein Schäferhund bellen.“
Nun, leuchtet ein, selbst mir.
Jetzt sage ich:
„Es ist vorstellbar, dass meine Mutter und mein Mann SPD , ich aber die Grünen wählen.“(rein hypothetisch 
Und ich finde, das geht SO nicht.
Hier bedarf es m.M. nach zweier Verbformen.War das nicht auch dein Empfinden?
Macht mich kirre, das.
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Es ist der Satz … zu nennen, in dem „x“ und „y“
Bedingungen darstellen und „z“ eine Folgerung.
Dankeschön, den nehm ich!! 
P.S. Ich finde den Beispielsatz auch verwirrend.
Ja das stimmt, habe auch lange überlegt, ob ich den wirklich so umständlich brauche… 
Das sind mal wesentlich bessere Beispielsätze, danke 
Ich denk mal, dass man verschiedene Hunderassen getrost zu einem Subjekt bündeln kann, weil ja immerhin alles noch Hunde sind 
Hallo Kreszenz!
Es ist der Satz … zu nennen, in dem „x“ und „y“
Bedingungen darstellen und „z“ eine Folgerung.
darüber, dass
das Prädikat im Plural zu stehen hat, sind wir uns ja
offenbar einig.
Nicht ganz, nach meinem „Sprachgefühl“ entscheidet hier das nähere Subjekt. Ich würde nämlich sagen:
Es ist der Satz … zu nennen, in dem „x“ eine Bedingung darstellt und „z“ und „w“ Folgerungen.
Wähle ich dort das Verb im Plural, klingt das für mein Empfinden völlig daneben.
(Du kannst das gern anders empfinden, aber solange keine Regel dafür gefunden wird, glaub ich selbst zunächst meinem eigenen Sprachgefühl.)
Liebe Grüße
Immo
verschiedene Hunderassen […] zu einem Subjekt bündeln
Das hat nichts damit zu tun, dass alles noch Hunde sind. Ich kann auch sagen: „Eine Frau und eine Taschenlampe befinden sich in diesem Raum.“ Das Verb ist trotzdem im Plural (übrigens keines der Subjekte!) weil es halt mehrere sind, die sich in diesem Raum befinden.
Wenn ich aber sage, dass „zwei Schäferhunde auf der Straße den Briefträger und ein Pudel im Haus die Katze anbellen“, dann geht das schon nicht mehr so gut, weil hier eben verschiedene Handlungen beschrieben werden (einmal wird der Briefträger angebellt, einmal die Katze). Das lässt sich fast schon als Zeugma betrachten, deswegen funktioniert es nicht udn Du brauchst eigentlich zwei Verben, obwohl sie (fast) gleich aussehen.
Liebe Grüße
Immo
Hallo, Immo
habe bis halb zwei in der Nacht mit zwei deutschen Sprachwissenschaftlern geklönt, und unser Sprachgefühl täuscht uns nicht !
Hatte mir noch den schönen Satz ausgedacht:
„Ich stelle mir einen Staat vor, in dem meine besten Freunde Minister und ich Bundeskanzlerin sind.“
…wer das noch richtig findet, dem ist nicht zu helfen—und auf dem falschen Dampfer ist er auch.
Mit diesem Problem beschäftigen sich die Lingu- und andere -isten übrigens schon lange und intensiv.
Der ursprüngliche Beispielsatz wurde u.a. deshalb als besonders abgefeimt empfunden, weil er so mathematisch daherkommt und deshalb sehr vom sprachlichen abzulenken vermag.
Grüße
Olgu