Sinn der Brutalität von Computerspielen

Spiele lösen Emotionen aus, wie ALLES was wir tun Emotionen
auslöst. Wie sich diese Emotionen auswirken ist nicht darauf
zurückzuführen WAS wir machen, sondern wie wir mit den
Emotionen umgehen.

Ok, damit kann ich arbeiten. Dann kann ein Computerspiel
eben indirekter Ausloeser fuer Formen der Gewalt sein.

Gruss
Patrick

Ich hab vorhin gegen mein Auto getreten weil ich zu nem wichtigen Termin musste und die Zuendung mich im Stich gelassen hat.

Loesen Zuendkabel Gewalt aus?

Loesen Zuendkabel Gewalt aus?

Nicht direkt. Per Definition loesen defekte Zuendkabel
eine Emotion aus, die Gewalt zur Folge haben kann.

Gruss
Patrick

Hallo Fred,

Aber darum gehts eigentlich auch nicht, weil psychisch kranke
Menschen ja eigentlich gut sind bei Gewaltspielen, was
wiederum nur positive Emotionen bei ihnen auslöst, weil sie
sich freuen können anderen virtuell schmerzen zuzufügen.

Die müssen sich ja garnicht unbedingt freuen. So ein Ballerspiel kann ja auch schlicht eine Art temporäres Ventil sein.

Du bist kontaktscheu und hast keine Freunde. Auf normalem Weg (soziale Kontakte aufbauen) kannst Du dein Problem nicht lösen. Irgendwann wirst du (zunächst latent) aggressiv und möchtest eigentlich der ganzen Welt eine reinhauen. Weil die anderen sich immer so schön amüsieren, nur du nicht. Der Welt eine zu zimmern geht aber nicht, also machst du´s mit virtuellen Monstern. Ist für eine Zeit ganz lustig, behebt aber auf Dauer nicht dein eigentliches Problem. Und irgendwann kommst du halt mal auf die Idee, das Ganze ein bißchen realer zu gestalten…

Dieser Mechanismus würde aber ohne Computerspiele ganz genauso funktionieren.

Grüsse,

Tim

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Spiele lösen keine Gewalt aus. Wenn ich mal
beim Spielen aus mir rausgehe, dann deshalb, weil ich nicht
geschickt genug bin. Da kann keiner was dafür, am wenigsten
das Spiel.

Nach der üblichen „guter Erziehung“ ist es dem Menschen zuwider, anderen Gewalt anzutun. Genau das ist aber der Sinn einiger Spiele. Somit ehöhen diese Spiele die (aberzigenen) Gewaltbereitschaft, um so mehr, je realistischer die Grafik.
Natürlich wird man allein vom Computerspielen nicht zum Mörder, aber ganz unbeteiligt sind die Spiele auch wieder nicht.

Hallo Johannes

Nach der üblichen „guter Erziehung“ ist es dem Menschen
zuwider, anderen Gewalt anzutun.

Ist es das? Wenn ich mir so anschaue, was tagtäglich in den Medien darüber berichtet wird, was Menschen anderen Menschen so antun, so habe ich da gewisse Zweifel. Jemand wird überfallen und dabei massiv zusammengeschlagen. Wegen ein paar Teuro. Oder häusliche Gewalt. Oder die Gewalttätigkeiten, die es z.B. bei Fussballspielen immer wieder gibt.

Andererseits habe ich auch schon Artikel gelesen, die Deine Aussage bestätigen. Da wurde berichtet, dass z.B. im amerikanischen Bürgerkrieg (Nordstaaten gegen Südstaaten) bei direkten Konfrontationen relativ viele Schüsse daneben gingen. Weil es den Soldaten widerstrebte, auf Menschen zu schiessen. Dementsprechend werden heutzutage in militärischen Ausbildungen Versuche unternommen, dies zu ändern.

Genau das ist aber der Sinn einiger Spiele. Somit ehöhen diese Spiele die :frowning:aberzigenen) Gewaltbereitschaft, um so mehr, je realistischer die Grafik.

An sich hat jeder Mensch ein mehr oder weniger grosses Gewaltpotential. Erziehung hin oder her. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Möglichkeiten der Einzelne wählt, um das auszuleben. Da gibt es Leute, die in ihrem Job mit rücksichtslosem Verhalten ihre Karriere betreiben. Andere leben sich beim Sport aus. Und so weiter, es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Dazu gehört auch die Möglichkeit, sich bei Spielen ‚abzureagieren‘.

Ob Spiele wie Counterstrike oder andere geeignet sind, die Gewaltbereitschaft zu erhöhen oder eher im Gegenteil sie zu vermindern, darüber sind sich die Fachleute bis heute nicht einig. Eine Erhöhung der Gewaltbereitschaft gibt es aber, jedenfalls nach meiner persönlichen Einschätzung, nur in Einzelfällen. Dazu muss ich sagen, dass ich einerseits selber Spiele wie Counterstrike etc. spiele und dass ich andererseits in der Organisation von sLANp (http://www.slanp.ch), einem Organisator für LAN-Parties in der Schweiz, mithelfe und dadurch schon einige LAN-Parties mit jeweils um die 400 Gamern miterlebt habe. An all diesen LAN-Parties war die Stimmung immer völlig friedlich, fröhlich… Die Clans, die sich eben noch im Turnier gegenüberstanden und sich gegenseitig virtuell getötet haben, sind anschliessend zusammen im Foyer gesessen, haben gelacht, ggf. was gegessen und so weiter.

Natürlich wird man allein vom Computerspielen nicht zum
Mörder, aber ganz unbeteiligt sind die Spiele auch wieder
nicht.

Es behauptet niemand, dass solche Spiele völlig unbeteiligt sind an so etwas wie einem Amoklauf à la Emsedetten. Aber sie stellen keinen wesentlichen auslösenden Faktor dar. Erstens gibt es weltweit x Millionen Leute, die solche Spiele wie Counterstrike, Battlefield etc. zocken. Wie viele Leute laufen pro Jahr amok? Ein paar wenige. Ist das Hobby bzw. der Sport von x Millionen Leuten deswegen wirklich so schlimm und gefährlich?

Ich habe grad heute in diesem Zusammenhang ein Video auf Youtube gesehen. Guckst Du hier:
http://www.youtube.com/watch?v=esVUZ3XDYdE

-> Wieviele Menschen sterben jedes Jahr wegen Alkohol? Direkt und indirekt? Deutlich mehr als jährlich Menschen aufgrund von ‚Killerspielen‘ ums Leben kommen…

Bei Computerspielen werden nur virtuelle Menschen, Pixelhaufen, ‚getötet‘. Was 99% der Menschen problemlos vom realen Töten unterscheiden kann. Ich habe z.B. kein Problem damit, in einem Computerspiel jemanden effektiv mit einer Maschinenpistole zu durchsieben. Weil ich genau weiss, dass das nur virtuell ist. In echt würde ich aber noch lange nicht mit einer Waffe auf Menschen schiessen.

Wenn Dir wirklich etwas an der Thematik liegt, dann solltest Du unbedingt auch mal den originalen Abschiedsbrief des Emsdetter Amokläufers lesen. Der hat diesen Amoklauf über Jahre geplant. Die Gründe dafür waren vielfältig, aber Computerspiele hatten da wenig bis gar nichts damit zu tun. Vielleicht solltest Du auch einmal ausprobieren, wie unterschiedlich es ist, eine Waffe in einem Computerspiel zu verwenden und in der Realität. Ein Beispiel: Als Schweizer kenne ich das Sturmgewehr, das die Schweizer Armee verwendet. Ich hatte es selber zwar nie (Spitalsoldaten haben bei uns nur eine Pistole), aber ich habe mal mit einem Kollegen in einem Schiessstand etwas ‚geballert‘ und durfte da mal sein Sturmgewehr verwenden. Und ich habe, als wir mal im LAN Counterstrike gespielt haben, die dortige virtuelle Nachbildung des selben Gewehrs verwendet. Sorry, aber da liegen Welten dazwischen. Das ist definitiv nicht das selbe.

Gar nicht erst davon zu reden, dass es kaum ein Computerspiel gibt, in dem man einen Vorderlader verwendet, wie es der Typ in Emsdetten getan hat… Bei CS ist mir jedenfalls keiner begegnet.

CU
Peter

Ob Spiele wie Counterstrike oder andere geeignet sind, die
Gewaltbereitschaft zu erhöhen oder eher im Gegenteil sie zu
vermindern, darüber sind sich die Fachleute bis heute nicht
einig.

Da ist was dran.

Allerdings führen solche Spiele meiner Meinung nach zu einer gewissen Gewöhnung an Gewalt. Doch vermutlich haben Nachrichtensendungen in der Hinsicht eine viel größere Wirkung. Auch da schaut man beim Töten zu, nur das es eben echt ist.

Loesen Zuendkabel Gewalt aus?

Nicht direkt. Per Definition loesen defekte Zuendkabel
eine Emotion aus, die Gewalt zur Folge haben kann.

Weshalb wir gleich auch Auto´s verbieten, weil die Agression, die (zusätzlich zu Ausfällen bei div. Defekten) beim Autofahren aufkommt kann allzuleicht in gewalttätige Handlungen umschlagen.

Weshalb wir gleich auch Auto´s verbieten, weil die Agression,
die (zusätzlich zu Ausfällen bei div. Defekten) beim
Autofahren aufkommt kann allzuleicht in gewalttätige
Handlungen umschlagen.

Ja, ich glaube, damit haetten wir es dann.

Gruss
Patrick

Hallo,

Nach der üblichen „guter Erziehung“ ist es dem Menschen
zuwider, anderen Gewalt anzutun.

Ist es das?

definitiv. Man muss aber auch beachten, dass der Mensch ein Tier ist. Ziel: Töten und überleben. Wir überlassen diese schändliche Tätigkeit heute einer kleinen Minderheit und kaufen im Supermarkt fertig verpacktes, ohne uns darüber Gedanken zu machen, dass das auch mal gelebt hat (und noch leben würde, wenn wir keinen Hunger hätten).

Wenn ich mir so anschaue, was tagtäglich in den
Medien darüber berichtet wird, was Menschen anderen Menschen
so antun, so habe ich da gewisse Zweifel. Jemand wird
überfallen und dabei massiv zusammengeschlagen. Wegen ein paar
Teuro. Oder häusliche Gewalt. Oder die Gewalttätigkeiten, die
es z.B. bei Fussballspielen immer wieder gibt.

Die Medien zeigen dir das, weil du es dir ansiehst. Zweifellos gibt es viele undokumentierte Fälle, und ich glaube, dass in vielen Fällen die Erziehung während der Kindheit ein Mangel war (oder sonstige Probleme aufgetreten sind…).

Ob Spiele wie Counterstrike oder andere geeignet sind, die
Gewaltbereitschaft zu erhöhen oder eher im Gegenteil sie zu
vermindern, darüber sind sich die Fachleute bis heute nicht
einig. Eine Erhöhung der Gewaltbereitschaft gibt es aber,
jedenfalls nach meiner persönlichen Einschätzung, nur in
Einzelfällen.

Computerspiele erhöhen vielleicht nicht unbedingt die Menge an Gewalt, die man seiner realen Umgebung zufügt, aber ich denke, dass sie die Hemmschwelle sehr wohl senken, auch wenn man das entweder nicht bemerkt oder nicht wahr haben will. Ich persönlich tue zum Beispiel niemandem was, aber falls es nötig sein sollte, wäre ich heute (nach intensivem Komsum von Spielen, Filmen, usw.) vermutlich bereit, sehr viel weiter zu gehen, als noch vor ein paar Jahren.

Ich habe z.B. kein Problem
damit, in einem Computerspiel jemanden effektiv mit einer
Maschinenpistole zu durchsieben. Weil ich genau weiss, dass
das nur virtuell ist. In echt würde ich aber noch lange nicht
mit einer Waffe auf Menschen schiessen.

Grundsätzlich nicht? Oder nur aus Spaß nicht, aber wenns ernst wird schon? Man muss da differenzieren finde ich. Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen (Selbst-)Verteidigung, Soldatsein - oder des Spaßes wegen mordend durch Schulgebäude zu rennen.

mfg
MB

Bei Computerspielen werden nur virtuelle Menschen,
Pixelhaufen, ‚getötet‘. Was 99% der Menschen problemlos vom
realen Töten unterscheiden kann. Ich habe z.B. kein Problem
damit, in einem Computerspiel jemanden effektiv mit einer
Maschinenpistole zu durchsieben. Weil ich genau weiss, dass
das nur virtuell ist. In echt würde ich aber noch lange nicht
mit einer Waffe auf Menschen schiessen.

Vielleicht solltest Du auch einmal ausprobieren, wie
unterschiedlich es ist, eine Waffe in einem Computerspiel zu
verwenden und in der Realität. Ein Beispiel: Als Schweizer
kenne ich das Sturmgewehr, das die Schweizer Armee verwendet.
Ich hatte es selber zwar nie (Spitalsoldaten haben bei uns nur
eine Pistole), aber ich habe mal mit einem Kollegen in einem
Schiessstand etwas ‚geballert‘ und durfte da mal sein
Sturmgewehr verwenden. Und ich habe, als wir mal im LAN
Counterstrike gespielt haben, die dortige virtuelle
Nachbildung des selben Gewehrs verwendet. Sorry, aber da
liegen Welten dazwischen. Das ist definitiv nicht das selbe.
CU
Peter

Hi Peter,
auch ich habe eine Waffenausbildung hinter mir. Das zu einer Zeit als gerade auf „human“ umgestellt wurde.
Pappkameraden hatten nur noch Umrissse von Menschen.
Ich hatte auch mehrmals „Gelegenheit“, dass ich laut Befehl, hätte auf menschen schießen müssen. In allen Fällen habe ich es vorgezogen, andere Möglichkeiten zu nutzen… und es war jedesmal gut so.
OK… andererseits habe ich keine Skrupel, wenn ich beschossen werde, ohne nachzudenken „draufzuhalten“. Der Drill steckt drin und wenn ich selbst angegriffen werde, wird halt nur noch reagiert.
Sind also 2 Welten für mich im Umgang mit Waffen.

Wer die Speile mit einem „echten Waffendrill“ vergleicht, wird feststellen, dass im Spiel das Angriffspotential zwar gesteigert wird… da es aber trotz realistischer Grafik trotzdem nicht auf die Realität umgesetzt werden kann, bleibt die Agression oft im Spiel (drin).
Dein erwähnter Unterschied zwischen echten Waffen und „Spielwaffen“ ist weiterhin so eklatant, dass spätestens beim „Abdrücken“ kaum Schaden entsteht *lach*
Naja spätestens dann merkt man doch, dass man die Spielewelt verlassen hat… und wer zum 1. Mal mit Rückschlag zu tun hat, der wird auch nciht so treffen wie im Game geübt.

Anders sehe ich die Sache bei Softair und Gotcha:
Die Optik und Handhabung nähern sich einer „normalen“ Waffe schon eher an. Ich schieße direkt auf echte Personen und werde auch spürbar beschossen.
Da könnte schon eher eine Verrohung anfangen.
Die Ergebnisse der Treffer nähern sich schon an normale Waffen an: rote farbe - rotes blut.
Wenn man dann aus Entfernung schießt könnte beides gleich aussehen.
Umfallen+rot bespritzte Kleidung.

Habe kein Gotcha gespielt. Stelle mir nur vor.

Gruß
BJ

Hallo Markus

Ist es das?

definitiv. Man muss aber auch beachten, dass der Mensch ein
Tier ist. Ziel: Töten und überleben. Wir überlassen diese
schändliche Tätigkeit heute einer kleinen Minderheit und
kaufen im Supermarkt fertig verpacktes, ohne uns darüber
Gedanken zu machen, dass das auch mal gelebt hat (und noch
leben würde, wenn wir keinen Hunger hätten).

Und weil die meisten von uns heute nicht mehr auf die Jagd gehen, trotzdem aber noch in mehr oder weniger starkem Mass unseren Trieben unterliegen, muss das ‚Töten und überleben‘ anders kanalisiert werden.

Die Medien zeigen dir das, weil du es dir ansiehst.

Das ist ein Grund, warum ich wenig Nachrichtensendungen anschaue. Weil ich mir das nicht täglich anschauen muss bzw. will. Wobei durch die heutige Situation (u.a. Internet) man auch jederzeit fast überall erfahren kann, was am anderen Ende der Welt passiert. Das war früher nicht so.

Zweifellos gibt es viele undokumentierte Fälle, und ich glaube, dass in
vielen Fällen die Erziehung während der Kindheit ein Mangel
war (oder sonstige Probleme aufgetreten sind…).

Jedenfalls sind es eine Vielzahl von Dingen, die eine Rolle spielen. Manche mehr, manche weniger. Computerspiele sind da nur ein Mosaikstein.

Computerspiele erhöhen vielleicht nicht unbedingt die Menge an
Gewalt, die man seiner realen Umgebung zufügt, aber ich denke,
dass sie die Hemmschwelle sehr wohl senken, auch wenn man das
entweder nicht bemerkt oder nicht wahr haben will. Ich
persönlich tue zum Beispiel niemandem was, aber falls
es nötig sein sollte, wäre ich heute (nach intensivem Komsum
von Spielen, Filmen, usw.) vermutlich bereit, sehr viel weiter
zu gehen, als noch vor ein paar Jahren.

Erstens stellt sich die Frage, ob Du Dir das nur so vorstellst oder ob Du das tatsächlich so tun würdest. Zweitens dürfte die Betonung in Deiner Aufzählung auf dem ‚usw.‘ liegen. Neben Spielen und Filmen sind auch noch zahlreiche andere Aspekte an Deinem Sinneswandel beteiligt. Etwa die Meldungen, die man fast täglich liest, wo wieder jemand wegen ein paar Teuro überfallen wurde und dabei z.B. zusammengeschlagen wurde. Da denkt man dann, dass man da anders reagieren würde.

Grundsätzlich nicht? Oder nur aus Spaß nicht, aber wenns ernst
wird schon? Man muss da differenzieren finde ich. Es besteht
ein himmelweiter Unterschied zwischen (Selbst-)Verteidigung,
Soldatsein - oder des Spaßes wegen mordend durch Schulgebäude
zu rennen.

Wenn es ernst würde, dann möglicherweise schon. Das ist aber schwer zu beurteilen, da ich so eine Situation bislang zum Glück nie erlebt habe und hoffentlich auch nie erleben werde.

Aber Du sprichst es selber an: Es gibt einen Unterschied. Und ‚des Spasses wegen mordend durch ein Schulgebäude rennen‘ dürfte, unabhängig von allfällig konsumierten Spielen etc., weiterhin etwas sein, das nur wenige Menschen tun.

CU
Peter

Hallo BigJohn

OK… andererseits habe ich keine Skrupel, wenn ich beschossen
werde, ohne nachzudenken „draufzuhalten“. Der Drill steckt
drin und wenn ich selbst angegriffen werde, wird halt nur noch
reagiert.
Sind also 2 Welten für mich im Umgang mit Waffen.

Sehe ich ähnlich.

Wer die Speile mit einem „echten Waffendrill“ vergleicht, wird
feststellen, dass im Spiel das Angriffspotential zwar
gesteigert wird… da es aber trotz realistischer Grafik
trotzdem nicht auf die Realität umgesetzt werden kann, bleibt
die Agression oft im Spiel (drin).

Jepp.

Dein erwähnter Unterschied zwischen echten Waffen und
„Spielwaffen“ ist weiterhin so eklatant, dass spätestens beim
„Abdrücken“ kaum Schaden entsteht *lach*
Naja spätestens dann merkt man doch, dass man die Spielewelt
verlassen hat… und wer zum 1. Mal mit Rückschlag zu tun hat,
der wird auch nciht so treffen wie im Game geübt.

Exakt.

Anders sehe ich die Sache bei Softair und Gotcha:
Die Optik und Handhabung nähern sich einer „normalen“ Waffe
schon eher an. Ich schieße direkt auf echte Personen und werde
auch spürbar beschossen.

Auch ich habe bisher nie selber Gotcha gespielt. Aber unterscheidet es sich wirklich so stark vom ‚Cowboy und Indianer‘-Spielen, wo wir früher uns mit den ‚Chäpslipistolen‘ gegenseitig ‚beschossen‘ haben?

Die Ergebnisse der Treffer nähern sich schon an normale Waffen
an: rote farbe - rotes blut.

Rote Farbe? Ich habe zwar wie gesagt noch nie selber gespielt. Aber auf Videos, die ich mal von Gotcha-Spielen gesehen habe, hatten die z.B. gelbe und grüne ‚Patronen‘. Pink war das, was rot noch am nächsten kam. Aber wirklich rot wie Blut habe ich noch nie gesehen.

Klar, Gotcha ist, ebenso wie Computerspiele wie CS, nicht für Kinder geeignet. Aber Leute über 18 haben da wirklich in aller Regel kein Problem zwischen Spiel und Wirklichkeit zu unterscheiden.

CU
Peter

Auch ich habe bisher nie selber Gotcha gespielt. Aber
unterscheidet es sich wirklich so stark vom ‚Cowboy und
Indianer‘-Spielen, wo wir früher uns mit den ‚Chäpslipistolen‘
gegenseitig ‚beschossen‘ haben?

Klar, Gotcha ist, ebenso wie Computerspiele wie CS, nicht für
Kinder geeignet. Aber Leute über 18 haben da wirklich in aller
Regel kein Problem zwischen Spiel und Wirklichkeit zu
unterscheiden.

CU
Peter

Hi Peter,
was sind „Chäpslipistolen“ bitte ?
Hört sich an wie Kartoffel - Chäps *g*
Bin leider nur aus D und habe diesen Begriff noch nie gehört.

Cowboy und Indianer? Peng-Peng… uargh… du bist tot… bei uns flogen nur Worte, keine gegenstände *g*

CU
BJ

Hallo,

viele Computerspiele sind brutal, bspw. Age of Conan. Kennt
jemand das Spiel und könnte mir den Sinn und Ziel dieses
Spieles skizzieren ?

Hi,

ich habe Age of Conan nie gespielt.
Aber nach einem kurzen googeln scheit es mir ein Fantasy-Rollenspiel zu sein, mit ner Welt, Klassen, Völker, Quests und dem ganze Trallalla, wobei besonderer Augenmerk auf ein aufregendes und herausforderndes Spieler gegen Spieler Kampfsystem gelegt wurde. (verbessert mich, wenn ich irre)

wenn du mmorpgs nicht kennst, schlage ich vor wikipedia zu bemühen, wäre ziemlich langatmig das jetzt zu erklären ^^ Dort kannst du auch nachlesen, welche Ursprünge diese Spiele überhaupt haben.

Aus welchen Gründen werden brutale Spiele gespielt und von
welchen Zielgruppen ?

Zielgruppe wären somit die Leute, die gern mmorpgs spielen, und denen dabei pvp Spaß macht.

Der Grund für solche Spielen (hier rede ich immer noch außschließlich von Age of Conan) kann je nach Person unterschiedlich sein. (und diese Vielfalt an Gründen ist denke mit einer Erklärung, warum diese Spiele so erfolgreicht sind)
Die einen mögen das Rollenspiel und nutzen die Spielwelt dazu. Andere den Abenteuerapekt: man hat Quests, man erkundet Gebiete, die Welt ist aufregend und interessant gemacht etc pp. Andere mögen die Taktik, die man braucht um die Aufgaben zu erledigen, und in Kämpfen mit anderen.
Das kann alles je nach Person natürlich „gesund“ oder „krankhaft“ sein - wie alles im Leben.

Warum Age of Conan und nicht eines der vielen anderen? Vielleicht will man das tolle Kampfsystem ausprobieren, weil man sich davon besondere taktische und geschickliche Herausforderungen vorstellt, und weil es einem eben viel mehr Spaß macht gegen andere Menschen zu kämpfen als gegen das Programm.
Oder es gefällt einem, dass die Welt düster ist, weil einem märchenhaft schöne Fantasywelten nicht gefallen.
(wäre dann damit vergleichbar, dass manche Leute düstere Filme bevorzugen und andere lustige)

Leute, die nur Blut spritzen sehen wollen, werden kein Age of Conan spielen. Denn dazu gibt es bessere Spiele, die ähnlich wie… uhm sagen wie Moorhuhn aufgebaut sind, nur dass man auf Zombies schießt und viel ekelhaftes Zeug dabei herumspritzt.
Warum diese Zombiemoorhuhnspiele spielen? Der Hauptgrund ist vermutlich seinen Kumpels zu zeigen, wie tough man ist. Oder weil man es cool findet. Oder mit seiner Düsterheit kokketieren will. Und ein paar mehr Gründe, die grad zu hoch für mich sind ^^

Mich würde es mal interessieren, welche Motive bei der
Entwicklung solcher Spiele verfolgt werden und solche Spiele
eher positiv oder negativ auf die Psyche und Entwicklung eines
Menschen wirken.

Einfluss auf die Psyche:
Die größte Gefahr bei mmorpgs ist meiner Meinung nach Sucht.
Dass man beim Spielen anfängt andere wichtige Teile seines Lebens zu vernachlässigen. (Und ja: ich denke auf jeden Fall, dass Online-Spiele rein duch ihr Wesen viel süchtiger machen als Nicht-online-Spiele.)

Natürlich sind die Entwickler solcher Spiele nicht daran
interessiert, dass junge Menschen danach Leute im wirklichen
Leben abknallen. Also was steckt wirklich hinter diese
fiktiven Spielwelt ?

Das Motiv ist natürlich ein Spiel zu entwickeln, das gefällt und sich gut verkauft, nicht mehr und nicht weniger.

MFG