Sinn der Brutalität von Computerspielen

Hallo,

viele Computerspiele sind brutal, bspw. Age of Conan. Kennt jemand das Spiel und könnte mir den Sinn und Ziel dieses Spieles skizzieren ?

Aus welchen Gründen werden brutale Spiele gespielt und von welchen Zielgruppen ?

Mich würde es mal interessieren, welche Motive bei der Entwicklung solcher Spiele verfolgt werden und solche Spiele eher positiv oder negativ auf die Psyche und Entwicklung eines Menschen wirken.

Natürlich sind die Entwickler solcher Spiele nicht daran interessiert, dass junge Menschen danach Leute im wirklichen Leben abknallen. Also was steckt wirklich hinter diese fiktiven Spielwelt ?

Lieben Gruß

Aaliyah

Hallo,

viele Computerspiele sind brutal, bspw. Age of Conan. Kennt
jemand das Spiel und könnte mir den Sinn und Ziel dieses
Spieles skizzieren ?

Aus Sicht des Spielers: Spass haben, einen „Kick“ kriegen. Zeit totschlagen. Besser sein als andere. Und so weiter…

Aus Sicht des Herstellers: gute Absatzzahlen, möglichste große Gewinne.

Aus welchen Gründen werden brutale Spiele gespielt und von
welchen Zielgruppen ?

Zielgruppe: meist männlich, ab 14 Jahren aufwärts.

Mich würde es mal interessieren, welche Motive bei der
Entwicklung solcher Spiele verfolgt werden

Geld verdienen.

Grüße,
Moritz

Moin,

vielleicht weil „Oma Kaluppkes Einkauf im Supermarkt“ nicht ganz so spannend wie „GI Joe im Bootcamp“ ist?

PS: Du weisst das Aaliyah weiblich ist?

Hi Aaliyah,

sorry, aber das Subject „Sinn der Brutalität von Computerspielen“ verwirrt mich ein bißchen. Was ist der Sinn von Pacman? Von Oxyd? Von den Sims? Es ist Fun, sonst nichts.

Ich kenne „Age of Conan“ nicht, dafür aber Doom (I & II), Quake, Duke Nukem 3D, Blood, Unreal, etc. Es macht mir einfach Spaß durch Labyrinthe zu laufen, in dem Wissen daß hinter jeder Mauerecke ein oder zwei Monster lauern, die es zu killen gilt. Noch mehr Spaß macht es mir, wenn ich die Monster abschalte und mich via LAN mit ein paar Kumpels beballere (Deathmatch). Dann weiß ich wenigstens, daß die Schreie aus dem Büro nebenan echt sind und nicht nur computergeneriert.

Aus welchen Gründen werden brutale Spiele gespielt

Ach ja? Hast du schonmal Schach gespielt? Worum geht es denn da? Du opferst die Nullinger (Bauern), um dein Ziel zu erreichen (den gegnerischen König zu killen). Ein Spiel des Friedens? Pustekuchen.

Wie sieht es denn aus mit „Mensch ärgere dich nicht“? Das würdest du wahrscheinlich locker mit deinen Kids spielen. Und worum geht es da? Du „schmeißt“ die anderen raus. Sie können wieder rein, sind aber ins Hintertreffen geraten. Genau wie bei Doom, du mußt nur die Leertaste nach deinem virtuellem Tod drücken, dann bist du auch wieder im Rennen.

und von welchen Zielgruppen ?

Ich würde sagen: von allen Bevölkerungsschichten, wem´s halt Spaß macht. Manche fahren virtuelles Formel-1 (z.B. mein Bruder), andere versuchen bei einem Simulationsspiel ihre Gegner wirtschaftlich klein zu kriegen. Ein Spiel ist IMO immer auch Kampf, die Höhle läßt grüßen. Egal, ob du Schach, Skat, Fußball oder Memory spielst.

Mich würde es mal interessieren, welche Motive bei der
Entwicklung solcher Spiele verfolgt werden

Ich würde sagen: viele Exemplare verkaufen und damit Kohle, Cash, Money, Geld, Gewinn, Zaster zu erwirtschaften. Ich weiß ja nicht womit du deine Brötchen verdienst, aber ich schätze, daß die Zielsetzung deines Schaffens vom eben Gesagten nicht allzu weit entfernt sein dürfte.

und solche Spiele eher positiv oder negativ auf die Psyche und Entwicklung eines Menschen wirken.

Kommt auf den Menschen an. Ich habe mich mit meinen Mitarbeitern monatelang beschossen und wir haben uns gegenseitig teilw. im Sekundentakt umgebracht. Keiner von uns hat nachher dem anderen in die Fresse gehauen. Wenn du anschließend (oder am nächsten Tag) die Mitschüler und Lehrer umbringst, dann hast du IMO wahrscheinlich schon seit längerer Zeit einen an der Klatsche. Das Monsterspiel ist da bestensfalls der letztendliche Auslöser, keinesfalls aber die Ursache.

Natürlich sind die Entwickler solcher Spiele nicht daran
interessiert, dass junge Menschen danach Leute im wirklichen
Leben abknallen. Also was steckt wirklich hinter diese
fiktiven Spielwelt ?

Wie schon gesagt: Kohle. Die Leute mögen sowas, also gebe ich es ihnen. Sowas nennt man auch Marktwirtschaft.

Lieben Gruß

Ebenfalls,

Tim

vielleicht weil „Oma Kaluppkes Einkauf im Supermarkt“ nicht
ganz so spannend wie „GI Joe im Bootcamp“ ist?

Hallo,

Aus welchen Gründen werden brutale Spiele gespielt

wenn du es schon so formulierst, klingt es für mich, als wärst du schon komplett vom ZDF (wahlweise auch von den „Medien“, den „Politiker“ oder der „Panikmache“) eingelullt und bereits auf die Killerspiel-Schiene festgelegt.

Es gibt praktisch keine massenmarktfähigen Spiele in Deutschland, deren einziges Ziel Gewalt ist. Praktisch alle haben irgendein Spielziel oder eine Story - dass auf dem Weg meistens ein paar Böse- und in seltenen Fällen sogar Gutewichter auf der Strecke bleiben ist nicht so schlimm.

Ich versteh das Tamtam sowieso nicht. In Film und Fernsehen störts doch auch keinen, dass schon vormittags Gewalt und Totschlag an der Tagesordnung sind und geistig minderbemittelte, die mehr Schimpf- als sonstige Worte kennen und von Grammatik noch nie was gehört haben, sich in Talkshows gegenseitig die Ohren zuschreien oder vor „Gericht“ das Privat- und Sexualleben ihrer Nächsten ausbreiten. Bei der psychischen Wirkung davon kann kein Computerspiel mithalten, das steht fest.

mfg
MB

Hallo

Age of Conan.

Mich würde es mal interessieren, welche Motive bei der
Entwicklung solcher Spiele verfolgt werden und solche Spiele
eher positiv oder negativ auf die Psyche und Entwicklung eines
Menschen wirken.

Gegenfrage: Wie bist du zu diesem Spiel gekommen? Irgendwie mußt auch du darauf aufmerksam geworden sein und hast dir das Spiel ausführlicher angesehen.

Gruß Nino

Hallo,

Ich versteh das Tamtam sowieso nicht. In Film und Fernsehen
störts doch auch keinen, dass schon vormittags Gewalt und
Totschlag an der Tagesordnung sind und geistig
minderbemittelte, die mehr Schimpf- als sonstige Worte kennen
und von Grammatik noch nie was gehört haben, sich in Talkshows
gegenseitig die Ohren zuschreien oder vor „Gericht“ das
Privat- und Sexualleben ihrer Nächsten ausbreiten. Bei der
psychischen Wirkung davon kann kein
Computerspiel mithalten, das steht fest.

Recht einfach: Man hat schlicht eine weitere Möglichkeit gefunden, um sich NICHT mit den tatsächlichen Gründen eines Amoklaufs an einer Schule beschäftigen zu müssen. Viel einfacher ist es da doch, das alles an einem Ventil abzulassen. In den letzten Jahren sinds die berüchtigten „Killerspiele“ (meine Stimme für DAS Unwort der letzten Jahre), davor warens andere Medien wie Fernsehen, Kino, Bücher etc. (nicht unbedingt in der Reihenfolge), die anscheinend mittlerweile alle uninteressant sind. Ein Sündenbock ist immer schnell zur Hand und wird dementsprechend medial breitgetreten, mit all der dazugehörigen Verlogenheit, Scheinheiligkeit und Polemik. Die wirkliche Frage des WARUMS bleibt nicht nur unbeantwortet, sondern auch weitestgehend ungestellt.

Grüße, Stephan

Hi,
Ich schließe mich der Meinung der vorherigen posts an.

Wer kennt Spiele, bei denen es nicht aufs Gewinnen ankommt ?
Wenn ich gewinne, verliert ein anderer… und wenns ein Computer ist.
Jeder Gewinn ist ein Erfolgserlebnis. Und Erfolge braucht der Mensch.
Das lernt schon jedes Kleinkind auch ohne Zutun von Erwachsenen.

Oder hast du deinen Kiddies schon mal gezeigt, wie man sich um Spielzeug prügelt und anderen ewas wegnimmt ?
Wohl eher nicht. Das ist halt ein urinstinkt aus der frühzeit… und der wiord garantiert noch einige Tuasend Jahre erhalten bleiben.
Wenn meine Schätzung nicht stimmt, gebe ich dir in Tausend Jahren gerne einen aus *g*

Kinder vor „Gewalt schützen“. Das ist gerad sehr aktuell.

Märchenbücher her ? Nein, verbrennen.
Die Hexe verbrennt jämmerlich im Ofen, der Wolf wird erschossen usw…usw… Alkles voller Brutalität.

Tageszeitung ? Verbrennen. Voller Gewalt.
TV ? Weg damit
Radio? Weg damit
Internet ? Weg damit
Spiele ? weg damit
Schule ? weg damit
Beruf ? weg damit
Straßenverkehr ? Weg damit

Anders herum gefargt: Wo gibt es keine Gewalt, Blut, Verletzungen ?

Der Tod gehört zum Leben.
Damit wir leben können , müssen wir töten.
Komm mir nicht mit Vegetarier oder Veganer.
Pflanzen leben auch und wenn ich nur heruntergefallenes nehme, nehme ich den Pflanzennachkommen das zukunftige Leben.

Ein Kind lernt mit dem Alter auch, mit dem Tod zu leben.
Was für eine Grausamkeit und welcher Schock wäre es dennn, wenn ein mensch erst als Erwachsener den Tod begreifen muss, weil seine Eltern sterben ?
Das wäre unmenschlich, weil er es einfach nicht begreifen kann. Ihm fehlen efahrungswerte.

Nagut. Heutige Egoshooter etc. erhöhen die Hemmschwelle. Doch das macht auch das Fernsehen.
In meiner Kindheit war „der weiße Hai“ erst ab 18 Jahre zugänglich - auch als Buch… weil zu brutal.
Heute wird dieser Film im normalen Abendprorgramm gezeigt.

Was uns heute als brutal erscheint, war noch vor 100 Jahren „normal“.
Wer hat schon mal gesehen, wie ein Schwein auf einem Bauernhof zum Schlachten eingefangen wird ? Ich höre heute noch das geräusch, wenn die Ohren einreißen.
Wer war schonmal beim Schlachtn dabei ?

Die Generation der heute 70jährigen hat das alles schon als Kind miterlebt. Es war einfach so üblich.
Für meine Generation , um die 40 rum, waren solche „Erlebnisse“ nur in kleinen Dörfern noch möglich.
Due heute 20jährigen werden es nicht erleben … aber sie werden mit anderer Brutaltät gegen Menschen konfrontiert werden. Und die wird sie sehr schockieren.
Die jetzigen Kinder werden mit dieser Brutalität genauso aufwachsen wie unsere Großeltern mit dem Schlachten.
Es wird für sie normal sein, dass man öfters Blut sieht. Das kann aber auch hilfreich sein.
In Notsituation wird es keinen Schock oder Aussetzer geben, wenn man Blut sieht. Man wird auch eher helfen können und andere vor dem Verbluten retten.

Heutzutage höre ich immer wieder " Ich kann kein Blut sehen"… „deshalb kann ich auch nfallopfern nicht helfen“

Blödsinn. Ich kann auch kein Blut sehen aber habe immer wieder geholfen.

Vertufelt heutige Speile nicht wegen ihrer Brualität. Die Wirklichkeit ist brutaler.
Soll aber nicht heißen, dass man schon Kleinkinder an „Kill&Death“-Spiele setzen soll.

BJ

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Aaliyah

Um den hier doch mitunter überraschend aggressiven Antworten den Wind aus den Segeln zu nehmen:

Was man brutal findet, ist sicher zumeist Ansichtssache.
Letztenendes geht es bei PC-Spielen meist um einen Wettstreit.
Man will sich mit anderen oder dem PC messen, Fähigkeiten vergleichen, etwas (und sei es auch nur in einer fiktiven Welt) verändern.
Menschen haben nunmal zwei Seiten: Eine konstruktive und eine destruktive.
Warum sollte letztere nicht gelegentlich ausgelebt werden dürfen?
Ob PC-Spiele aggressiv machen, ist umstritten.
Meiner Ansicht nach müssen sie (wie viele andere Medien) oft als Sündenböcke für erzieherische Defizite und bereits vorhandene psychische Störungen herhalten.
Sicher wird niemand zum blutrünstigen Amokläufer, weil er das „falsche“ Spiel spielt.
Und wenn jemand an den Waffenschrank seines Vaters geht, um Mitschüler umzubringen, sollte man sicher zunächst zwei Fragen stellen:

  1. Wozu braucht der Vater einen Waffenschrank?
  2. Was bewegt den Täter dazu, andere Menschen umbringen zu wollen?

In diesem Zusammenhang seien dir zwei Links empfohlen:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/…

und

http://de.wikipedia.org/wiki/Killerspiel

Ebenfalls einen lieben Gruß.

hi Aaliyah,

Tatsache ist, dass sich solche Spiele gut verkaufen. Liegt ev. daran, dass unsere Geschichte auch viel Gewalt beinhält.

Ich persönlich finde, dass kämpferische Spiele nicht schaden, benötige aber keine Abtrennung von Körperteilen um Spass zu haben.

Der einzige Sinn der mir einfällt wäre das Abreagieren. Jemand der Spiel und Wirklichkeit nicht unterscheiden kann, der braucht kein Spiel um falsches zu tun. Dafür reichen die Nachrichten und die Politik :wink:

Ihr solltet euch nicht so sehr von den Medien beeinflussen lassen, die diese langweilige Diskussion immer wieder aufwärmen.

Mörder und Gewalttäter gabs schon lange bevor es Spiele gab, wem wurde da wohl die Schuld in die Schuhe geschoben?

lg,
fred

Wer kennt Spiele, bei denen es nicht aufs Gewinnen ankommt ?

Pen&amp:stuck_out_tongue_winking_eye:aper RPGs. Genau ein Brett über diesem.

Ein Spiel wo alle Spieler zusammen gegen den Spielmechanismus spielen ist „Schatten über Camelot“. Da „verliert“ dann das Spiel, ich denke nicht, das man das zählen kann.

Grüße,

Anwar

hi,

Das Monsterspiel ist da bestensfalls der letztendliche Auslöser,
keinesfalls aber die Ursache.

Es ist nichteinmal der Auslöser. Ausgelöst wird sowas durch psychische Belastung oder etwas das der Leidgeprüfte als solch eine empfindet. Spiele lösen keine Gewalt aus. Wenn ich mal beim Spielen aus mir rausgehe, dann deshalb, weil ich nicht geschickt genug bin. Da kann keiner was dafür, am wenigsten das Spiel.

lg,
fred

hi,

eine empfindet. Spiele lösen keine Gewalt aus. Wenn ich mal
beim Spielen aus mir rausgehe, dann deshalb, weil ich nicht
geschickt genug bin. Da kann keiner was dafür, am wenigsten
das Spiel.

Das Spiel kann zwar nichts dafuer, dass du ungeschickt bist,
aber in dem Moment loest es doch deine Reaktion aus. Wenn du
das Spiel nicht spielen wuerdest, haettest du auch keinen
Grund dich ueber deine Ungeschicktheit zu aergern.

Game on
Patrick

hi,

aber in dem Moment loest es doch deine Reaktion aus. Wenn du
das Spiel nicht spielen wuerdest, haettest du auch keinen
Grund dich ueber deine Ungeschicktheit zu aergern.

…und diese Reaktion endet nicht in Massenmord oder Schädigung meines Umfeldes… und ist somit vernachlässigbar.

lg,
fred

…und diese Reaktion endet nicht in Massenmord oder
Schädigung meines Umfeldes… und ist somit vernachlässigbar.

Du hattest geschrieben, dass ein Spiel keine Gewalt ausloesen
kann. Da es aber offensichtlich sehr wohl Emotionen hervorrufen
kann, kann es mit Sicherheit auch Ausloeser fuer Formen der
Gewalt sein. Und sei es nur gegen den Joystick oder die Tastatur.

Ich halte Steigerungen bei psychisch labilen Personen fuer
durchaus moeglich.

Gruss
Patrick

Hallo!

Du hattest geschrieben, dass ein Spiel keine Gewalt ausloesen
kann. Da es aber offensichtlich sehr wohl Emotionen
hervorrufen
kann, kann es mit Sicherheit auch Ausloeser fuer Formen der
Gewalt sein. Und sei es nur gegen den Joystick oder die
Tastatur.

Ich halte Steigerungen bei psychisch labilen Personen fuer
durchaus moeglich.

Andersrum wird ein Schuh draus: Bei der betreffenden Person könnte dann so ziemlich ALLES die genannten Reaktionen auslösen… auch eine runtergefallene Kaffeetasse oder eine lästige Fliege. Das auf Computerspiele zu reduzieren ist - meiner Meinung nach - recht kurzsichtig.

Grüße, Stephan

auslösen… auch eine runtergefallene Kaffeetasse oder eine
lästige Fliege. Das auf Computerspiele zu reduzieren ist -
meiner Meinung nach - recht kurzsichtig.

Es geht doch hier um Computerspiele!? Daher ist das Reduzieren
(hier wurde ja eigentlich nicht reduziert) vollkommen legitim.

Die Aussage war „Spiele lösen keine Gewalt aus“. Und das ist
meiner Meinung nach eben nicht zwangslaeufig fuer alle gueltig.
Immer vorausgesetzt, dass das Fass bis zum Rand gefuellt ist.

Eine runtergefallene Kaffeetasse kann genauso Ausloeser fuer
Formen der Gewalt sein. Aber, wie schon angedeutet, hier geht
es in erster Linie um Computerspiele, daher schienen mir
Vergleiche mit anderen Szenarien hier erstmal unpassend.

Gruss
Patrick

Hallo Nino,

dass ich speziell Age of Conan hat einen Grund, ja, aber ich möchte dies hier nicht weiter ausführen okay.

Ich habe mich mit dem Spiel etwas bis gar nicht auseinander gesetzt, möchte aber nun die Meinung anderer insbesondere derjenigen die Spiel kennen kennen lernen. Conan ein Dispot, Tyran oder Diktator und Menschen die um ihr Überleben kämpfen müssen ??? Geht es darum in diesem Spiel und was soll das Spiel dann für einen Sinn haben ? Das Leben in „autoritären“ oder chaotischen Staatssystemen wo keine Gesetze herrschen zu simulieren ?

Gruß
Aaliyah

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wo die Auslöser von real praktizierter Gewalt (also keine Spiele) doch in Wirklichkeit auf dem Umfeld, an der Erziehung und in der Psyche des Gewalttäters begründet ist.

hi,

Die Aussage war „Spiele lösen keine Gewalt aus“.

Nein, die Aussage war, dass bei psychisch labilen Menschen ALLES Gewalt auslösen kann und wir nicht verstehen, wieso das nun von manchen, ich muss es leider sagen, Vollidioten auf Spiele begrenzt wird.

Spiele lösen Emotionen aus, wie ALLES was wir tun Emotionen auslöst. Wie sich diese Emotionen auswirken ist nicht darauf zurückzuführen WAS wir machen, sondern wie wir mit den Emotionen umgehen.

Dass Spiele Emotionen auslösen, bedeutet wiederum lang noch nicht, dass sie Gewalt auslösen. Auch Filme lösen Emotionen aus… und hat schon jemals wer deshalb Kriegs- oder andere Gewaltfilme verbieten wollen? Gewalt ist eine Handlung und keine Emotion.

Wenn ich mich beim Spielen über mein Ungeschick ärgere, dann hör ich auf zu spielen, oder übe und versuche mich zu verbessern, aber ich geh nicht auf die Strasse und übe Gewalt aus, nur weil ich nicht geschickt genug für manche Spiele bin.

Aber darum gehts eigentlich auch nicht, weil psychisch kranke Menschen ja eigentlich gut sind bei Gewaltspielen, was wiederum nur positive Emotionen bei ihnen auslöst, weil sie sich freuen können anderen virtuell schmerzen zuzufügen.

„Jetzt hab ich dich, wo du mich haben wollte!“ wirst du jetzt denken. Nur haben diese Art Menschen früher halt ihre Stofftiere oder gar Haustiere malträtiert, Bilder der gehassten Menschen zerrissen, verbrannt, sich gewalttätige Filme angesehn, mit Luftdruckwaffen auf Tiere geschossen, Ameisen und andere Insekten zertreten etc.

Gewohnheiten der Gewaltäter wirken sich nicht negativ auf anderen Menschen aus, nur weil diese Gewaltäter diese ausgeübt haben. Viele Gewalttäter gehen in die Kneipe, also lasst uns ALLE Kneipen verbieten!

Beispiel gefällig? Ich weiss von einem Selbstmörder der ein bestimmtes, hier nicht näher genanntes, Onlinespiel gespielt hat. Bedeutet das nun, dass wir alle potentielle Selbstmörder sind, sobald mehrere Selbstmörder zufälligerweise dieses Spiel gespielt haben?

Psychisch kranke oder labile Menschen bauen ihre Gewaltbereitschaft überall auf, dazu sind keine Spiele von Nöten. Somit müsste man alles verbieten, was solche Menschen zuvor getan haben.

Die Medien und Politiker suchen IMMER eine schnelle Lösung, anstatt zu versuchen die wahren Hintergründe zu erforschen. Wie es aussieht frisst das Gros des Volkes dies scheinbar unbesehn und gibt sich einfach damit zufrieden einen Schuldigen zu haben. Ist ja nicht so wichtig, dass man den Falschen beschuldigt, solange wer den Kopf dafür hinhält um das dumme Volk zufriedenzustellen…

Beim Spielen kann man Agressionen, welche sich im Alltag (durch Arbeit, Politik, Familie, Beziehungen etc.)aufgebaut haben, wunderbar abreagieren. Womit man genausogut sagen kann, dass Spiele eine therapeutische positive Beeinflussung sind, seine Agressionen NICHT an seiner Umwelt auszulassen. Und das kann genauso, oder im Speziellen, auf Gewaltspiele zutreffen.

In meinem Leben hab ich schon weitaus gewaltätigere Filme gesehn als Spiele gespielt. So arg, dass ich mich gefragt hab, welches kranke Gehirn überhaupt darauf kommt, soetwas zu verfilmen.

Ich spiel lieber MMORPG´s aber auch da gehts ums kämpfen. Man bekämpft halt die bösen Monster (na dann is ja gut, weil Sie keine Menschen sind) und steigt durch Erfahrung im Level.

Spielt Aufbauspiele. Da werden ganze Zivilisationen vernichtet. Ginge es nach euch, müssten Präs. Bush oder div. Diktatoren wohl soeins gespielt haben, weil allein würden die ja NIEMALS auf solche Ideen kommen! Was ich mich dabei frage ist: „Woher kam dann all die Gewalt in unserer Vergangenheit, wo es doch damals noch garkeine Computerspiele gegeben hat?“

Was unsere Geschichte beinhält fliesst in Spiele ein. Deshalb gibt es AUCH Gewaltspiele, aber halt auch andere.

lg,
fred

Verdammt die Verdammer!