Hallo,
ich kenne jemanden, der seit etwa drei Jahren eine Therapie wegen seines geringen Selbstbewußtseins und zwecks Verarbeitung seiner Kindheit macht. Meiner Meinung nach mit gutem Erfolg.
Was mich allerdings irritiert ist, daß diese Therapie so lange ohne Unterbrechung durchgeführt wird. Diese Person bekommt schon direkt Panik bei dem Gedanken, die Therapie zu beenden oder länger zu unterbrechen. Auch habe ich festgestellt, daß sie wichtige Entscheidungen urplötzlich nach einer Therapiestunde trifft. Praktisch wie aus dem Nichts.
Da frage ich mich doch, wo der Sinn dieser Therapie liegen soll. Sollte es nicht darum gehen, daß man im Leben besser klarkommt anstatt von einem Therapeuten abhängig zu sein? Und wie soll ich es verstehen, wenn gerade in so einer Therapie dann Entscheidungen entstehen, die darauf hinauslaufen, alles hinzuwerfen, was ein gewisses Risiko birgt, da man - auch teilweise absolut unberechtigt - Angst hat und lieber ausweicht? Sinn sollte doch wohl eher sein, ein gesundes Selbstvertrauen zu haben und Sachen anzupacken.
Kann eine Therapie durch so einen langen Zeitraum eine falsche Zielrichtung bekommen und irgendwann nur noch schaden?
Danke für ein paar Meinungen!
Joker
