Sinn und Zweck der ' Mission'

Hallo
Ich habe da mal eine Frage:
Was ist eigentlich der Sinn und Zweck der Missionsarbeit? Kann ich irgendwie nicht sehen .Warum glaubt die christliche Kirche, Ihren Gott in alle Welt tragen zu muessen? OK, frueher war diese taetigkeit staerker und blutig obendrein. Was ist der Nutzen fuer einen Afrikaner oder Suedamerikaner wenn er an die christliche Kirche glaubt? Ist das nicht ein bischen arrogant und selbstherrlich gedacht ( von der christl. Kirche) ?
Versteht ihr meine Frage?
Tschuess Chri

Hey,
sicherlich nur eine unvollkommene Antwort, aber ich versuch´s mal.
Das Wort Mission bedeutet soviel wie „Aussenden“. Jesus, wurde vom Vater(Gott), in diese Welt gesandt, um durch sein Sterben am Kreuz von Golgatha, für unsere Sünden zu bezahlen. Diese Tat ermöglichte es den Menschen (alle, egal welcher Konfession), durch Glauben, die Vergebung der Sünden zu erlangen und somit einen Platz in der Gegenwart Gottes zu haben.
Da dieses nicht nur einigen Zuschauern und oder Tatzeugen vorbehalten sein sollte, hat Jesus die Jünger und Gläubigen, damals beauftragt in Jerusalem zu bleiben bis sie den Heiligen Geist empfingen(Pfingsten). Danach sollten sie in aller Welt, die gute Botschaft (Evangelium), tragen und den Menschen kundtun. Ohne Mission, wüsten wir nicht um dieser frohen Botschaft. Gott selber läßt sich nicht bringen oder tragen, denn er hat selber alles gemacht und sein Geist durchläuft die ganze Welt.
MfG
Didi

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Hallo Chri,

hast Du gewusst, dass es inzwischen christliche Missionare aus Afrika und Fernost gibt ? Die kommen inzwischen zu uns nach Deutschland, weil wir Missionsland geworden sind.

Gruss
Matthias

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In aller Kürze und unvollständig: Mission hat das Ziel der Rettung, was voraussetzt, daß der Mensch erkennt, daß er überhaupt Rettung braucht. Diese Erkenntnis erschließt sich jemandem erst dann, wenn er merkt, daß er von Gott getrennt ist, d.h., keine Gemeinschaft mit Gott haben kann, weil sein Herz (sein Denken und seine Gesinnung und dadurch sein Leben, seine Handlungen) durch die Sünde von Gott weit entfernt ist. Von diesem Weg führt nur ein von Herzen gefaßter Entschluß, umzukehren von dem bisherigen Lebensweg und nach Gottes Willen zu fragen, zu Gott. Oder mit anderen Worten: Sünde und Sünden müssen beiseite geräumt werden. Dann wird der Mensch wirklich frei und glücklich, weil er einerseits die sein Gewissen belastenden Dinge unter die Vergebung Jesu bringen kann und andererseits zu dem wahren Ziel seines Lebens finden kann - Gemeinschaft mit Gott in der Nachfolge Jesu Christi. Vorher war er an seine eigene Lust gebunden, nun kann er durch die freiwillige Bindung an Gott von dieser Regie des ichhaften Lebens frei werden.

Wer das erleben konnte, kann gar nicht anders, als anderen diese Botschaft zu bringen.
Das muß aber alles auf freier Willensentscheidung beruhen und hat mit der Zwangsevangelisierung wie sie von der kath. Kirche ausgeübt (wurde) durchaus nichts zu tun. Es ist auch nicht zu vergleichen mit der „Christianisierung“, die in der ev.Kirch vorgenommen wird (durch die Kindertaufe).
Soweit, aus Zeitgründen.
Wirklicher Glaube kommt übrigens aus der Verkündigung des Evangeliums und dies wiederum aus dem Wort Gottes (vgl. Römerbrief Kap.10)
Gruß Ralf