Hallo,
ich habe ein Beispiel, bei dem ich untersuchen soll, ob es einen Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen gibt. Also habe ich zunächst mit dem F-Test nach Fischer geprüft, ob die Varianzen gleich sind. Das waren sie nicht und deshalb habe ich den Welch-Test gemacht, wobei dort herausgekommen ist, daß die Einkommen verschieden sind.
Jetzt bleibt noch die Frage, ob der verwendete Test für diese Fragestellung sinnvoll ist. Ich würde spontan „ja“ sagen, aber wenn man solche Fragen stellt, lautet die Antwort meistens „nein“. Also könnt Ihr mir da weiterhelfen? Ist der Test hier sinnvoll oder nicht und warum?
Vielen Dank im voraus,
Angela
Hi,
wenn es sehr viele, sagen wir mindestens ein paar hundert, Daten sind, und die beiden Dichtefunktionen (im Volksmund ~Verteilungsfunktionen) per Auge nicht offensichtlich von Normalverteilung abweichen, dann waere der Test fuer mich valide.
Gruss,
Hallo,
aber
wenn man solche Fragen stellt, lautet die Antwort meistens
„nein“.
Wer sagt das und vor allem: warum sagt er das?
Ist der Test hier
sinnvoll oder nicht und warum?
Ich sage, er ist sinnvoll, wenn du mehr als ca. 30 Werte pro Gruppe hast. Warum? Der Welch-Test ist eine Anpassung des t-Tests an Strichproben mit ungleichen Varianzen. Der t-Test setzt normalverteilte Daten voraus. Du testest Mittelwerte. Nach dem zentralen Grenzwertsatz sind Mittelwerte aus vielen Werten näherungsweise normalverteilt. Also sind t-Test (bzw. Welch-Test) absolut ok, zumal der t-(bzw. Welch-)-Test recht robust sind gegenüber abweichungen zur Normalverteilung. Und >30 Einzelwerte sind nach Erfahrung hinreichend viele Werte.
LG
Jochen
Hallo,
Bortz zufolge ist der Welch-Test insbesondere bei kleineren Stichproben sinnvoll anwendbar, wenn die Varianzhomogenität nicht gegeben ist.
Grüße,
Oliver Walter
Hallo,
erstmal danke für Eure Antworten.
Seltsam ist, đaß das ein übungsbeispiel ist und da werden üblicherweise keine Fragen gestellt, wo dann die Antwort: „Es geht eh.“ rauskommt. 
Aber von der Anzahl her ist es schon ok, denke ich, 200 Männer und 120 Frauen.
Liebe Grüße,
Angela