Sinnvoll leben, und wunschlos gluecklich sein

Liebe Freunde,

Ich bin immer noch auf meiner Suche, Sinn in meinem Leben zu finden … hier sind ein paar sachen, die ich bisher gefunden habe:

Von meiner Vergangenheit lerne ich. Fuer meine Zukunft sorge ich.

In meinem Fall, ist es Zeit zu lernen, in meiner Gegenwart , sinnvoll zu leben … und … wunschlos glücklich zu sein.

Aber … meine Welt … ist voll mit Bewertungen … ist voll mit Rat … ist voll mit Wünsche … die mich depressive, abhängig, und unglücklich machen.

Zum Glück, erinnere ich mich:

  • daß ich einzigartig bin

  • daß ich mich selbst akzeptieren kann, so wie ich bin, so wo ich bin

  • daß ich meine eigenen Probleme selber lösen kann

  • daß ich sinnvoll leben kann

  • und, daß ich wunschlos glücklich sein kann.

Herzliche Grüße, Werner

Hallo Werner,

vielleicht etwas straight, aber ich finde, wer „wunschlos glücklich ist“, der ist doch längst tot, oder?

Ich bin immer noch auf meiner Suche, Sinn in meinem Leben zu
finden…

Du schreibst, Du akzeptierst Dich so, wie Du bist. Das ist dann aber ein ziemlicher Widerspruch zu dieser Einführung hier. Das, was uns vorwärts treibt, was uns dazu bewegt, doch noch nicht aufzugeben, neugierig zu sein auf das, was vielleicht doch noch kommen könnte - DAS ist LEBEN, und hier liegt wohl auch der SINN, so es einen solchen im metaphysischen Bezug überhaupt gibt. C. S. Lewis beschrieb das einmal (etwas frei übersetzt) so: Das goldene Tal ist gar nicht golden, es ist sumpfig und voller Mücken. Ein Fehler in der Übersetzung. Aber die Menschen suchen es immer wieder. Doch das Glück wartet immer genau hinter der nächsten Ecke, um die wir noch fahren müssen…

hier sind ein paar sachen, die ich bisher gefunden
habe:

Von meiner Vergangenheit lerne ich. Fuer meine Zukunft sorge
ich.

Du hast das JETZT vergessen!

In meinem Fall, ist es Zeit zu lernen, in meiner
Gegenwart , sinnvoll zu leben … und … wunschlos
glücklich zu sein.

Siehe oben. Und was heißt „sinnvoll“? Was ist der Maßstab? Und wer gibt diesen vor?

Aber … meine Welt … ist voll mit Bewertungen … ist voll
mit Rat … ist voll mit Wünsche … die mich depressive,
abhängig, und unglücklich machen.

Mach Dich frei von den vermeintlichen Erwartungen Deiner Umwelt. Dahinter stecken Einzelne, die sich über Dich profilieren wollen - bewusst oder unbewusst. Es kann nur zählen, was gut für Dich ist. Zur Not müssen Zäsuren her. Gut für Dich kann die kleinste Kleinigkeit sein, und der Moment zählt mehr als Zukunftsplanungen für eine total imaginäre Zukunft (wer weiß schon, was tatsächlich kommen wird?). Die nächsten 5 Minuten sind die wichtigsten, habe ich mal irgendwo gelesen.

Zum Glück, erinnere ich mich:

  • daß ich einzigartig bin
  • daß ich mich selbst akzeptieren kann, so wie ich bin, so wo
    ich bin

Wirklich?

  • daß ich meine eigenen Probleme selber lösen kann

Den Ansatz würde ich hinterfragen. Niemand ist allein auf der Welt! Alle Probleme wirst Du also gar nicht lösen können, aber sehr-sehr viele Entscheidungen kannst Du alleine fällen, sind weniger abhängig von anderen, als man glaubt. Ist das Lehrgeld, das ich zahlen musste. Aber es war gut angelegt. Es hilft, aktiv sein zu können!

  • daß ich sinnvoll leben kann

Noch einmal die Frage: Was soll das sein?

  • und, daß ich wunschlos glücklich sein kann.

Naja, da wiederhole ich mich jetzt nicht noch einmal :smile:

Herzliche Grüße, Werner

Zurück, Deine Jana

Hallo Little Buddha!
Hi Werner
Nimm Dir mal nicht zuviel vor! Der Wunsch, wunschlos glücklich zu sein, ist ein allzu großer Wunsch! :wink:
Gruß, Branden

Liebe Freunde,

Lieber Werner,

ich habe beim Lesen deinen Ausdruck „wunschlos“ glücklich anders/ fast gegensätzlich als die anderen Poster interpretiert. Du willst/ hoffst/ möchtest glücklich werden indem du eben gerade keine Wünsche hast. Und schon ganz sicher nicht auf materiellem Gebiet. Liege ich da richtig?

Und da hätten wir dann auch schon die Crux, die diese Haltung so extrem schwierig/ kompliziert/ beinahe unerreichbar macht (zum Glück nur fast ). Ich wünsche mir ja, um bei diesem Beispiel zu bleiben, dass ich dich richtig verstanden habe. Und schon habe ich einen Wunsch zuviel um „wunschlos“ zu sein, erfülle also meine eigene Forderung/ mein eigenes Verlangen nicht.

Das ist wie beim Zazen-sitzen, desssen Ziel es ja ist „den plappernden Affen“ in sich (gemeint ist hier der innere Dialog, den ja jeder Mensch pausenlos mit sich selbst führt, und der so oft, so unnötig viele Energien absorbiert) zur Ruhe zu bringen. Wenigstens hin und wieder mal, wenigstens für kurze Zeit. Dieses „ziel- und absichtslos“ einfach nur sitzen, ist so ziemlich der größte, (scheinbar) unauflösliche Widerspruch den ich kenne/ bisher kennen gelernt habe.

Aber: es gibt einen Ausweg aus diesem Dilemma. Es dreht sich im Grunde um den Unterschied zwischen Wahrnehmen von Impulsen, Gedankenblitzen bzw. -ansätzen, Stimmungen und Befindlichkeiten und dem Nachgehen dieser Dinge. Und eben genau dies nicht zu tun kann man lernen, üben.

Man nimmt die Dinge, die in einem aufsteigen/ zum Vorschein kommen als vorhanden wahr, be- verurteilt ihr Vorhandensein nicht, schon gar nicht, ist man sich selbst „böse“ dafür, dass sie vorhanden sind/ „angeloffen kommen“ und lässt sie wieder ziehen, schenkt ihnen bewusst und willentlich keine Aufmerksamkeit mehr.

Auch das hat zu Anfang etwas von dem Versprechen einen Hunderter geschenkt zu kriegen, wenn man es in den nächsten zehn Minuten schafft, nicht an einen himmelblauen Elefanten zu denken. Visualisieren hilft da am Anfang sehr!

Man sollte das nur in dem Bewusstsein, dass es sich um eine Krücke handelt, die man so schnell als möglich ablegen möchte, tun. Sonst verbringt man irgendwann seine Zeit damit visualisierte kreischende kleine Rhesusäffchen anzusehen und, milde lächelnd, weg zu schubsen. Auch nicht das, was man erreichen wollte.

Ich finde das nicht leicht, es fällt mir extrem unterschiedlich schwer/ es gelingt mir extrem unterschiedlich, aber wenn es mir öfter mal gelungen ist, hat es immer positive Auswirkungen auf meine Befindlichkeiten, meine Lebenshaltung, für unterschiedlich lange Zeit, gehabt.

Lieber Werner, ich würde mich freuen, wenn du mich erkennen ließest ob ich mit meiner Lesart falsch liege.

[…]

Von meiner Vergangenheit lerne ich.

Wenn du damit mehr meinst als die Erfahrung z.B. einen Mantel zu tragen wenn es kalt ist, wenn du damit meinst aus Fehlern für die Zukunft gelernt zu haben, dann ist dir da wirklich was gelungen. Und ich würde gerne mehr darüber hören.

[…]

Herzliche Grüße, Werner

Herzlichen Gruß
Renate

Das-Gefühl-von-Sinn-stiftende Dingelchen
Hallo Werner,

so ähnliche „überhöhte“ Ansprüche an mich und die Welt hatte ich auch, als ich noch im Bereich Esoterik/Medidation unterwegs war. Dann bin ich da weitgehend ausgestiegen, weil ich den Eindruck hatte, das das alles mit meinem praktischen Leben nichts zu tun hatte und mich eher gehindert hat, als mir geholfen zu haben.

In einer Zeit vor ein paar Jahren, als ich mich einsam und unglücklich, von meinem Leben allgemein überfordert gefühlt habe, habe ich dann angefangen über den „Sinn des Lebens“ nachzudenken. Damals habe ich für mich sinnstiftende Dingelchen entdeckt.

Ich mußte den Text erst wieder suchen. Dann hab ich ihn von überflüßigem persönlichen Zeugs entleert und übriggeblieben ist das gleich folgende.

Meister der Philosophie mögen mir meine Naivität verzeihenund das das ganz platt ist und schon an Millionen Stellen besser steht, aber damals war das für mich die Spitze der Erkenntnis.

Das-Gefühl-von-Sinn-stiftende Dingelchen (glücksverheißend):

O. Grundversorgung gewährleistet

  1. erfüllende Beschäftigung
  2. eng-vertraute liebende Bezugsperson
  3. Kontakt in der Welt
  4. den Eindruck, der Kraft der Veränderung

Alles andere schien mir überflüßiger Zinnober.

Gruß
Kerstin

Diese ganze Rumsinniererei ist doch einfach kacke!

Geh raus, schreib was, mach was, bastel was oder mach sonst was kreatives/produktives!

Egal was, sorg dafür, dass Du Output hast!

Sport, Modellbau, was weiß ich…

mfg

Diese ganze Rumsinniererei ist doch einfach kacke!

  • in meinem fall, hilft es mir nicht, wenn ich mich selbst bewerte … oder … wenn ich von anderen bewertet werde

  • im gengenteil … bewertungen machen mich depressive

Geh raus, schreib was, mach was, bastel was oder mach sonst
was kreatives/produktives!

Egal was, sorg dafür, dass Du Output hast!

Sport, Modellbau, was weiß ich…

  • ratschlaege, sind erfahrungen anderer, die zu anderen passen, auf die sich anderere verlassen und vertrauen koennen

  • ratschlaege, sogut sie auch gemeint sind, helfen mir nicht auf mich selbst zu vertrauen, meine eigene innere stimme zu hoeren und zu folgen, meine eigene erfahrungen selber zu sammeln, die zu mir passen

  • ratschlaege machen mich abhaengig

mfg

Das-Gefühl-von-Sinn-stiftende Dingelchen (glücksverheißend):

O. Grundversorgung gewährleistet

  1. erfüllende Beschäftigung
  2. eng-vertraute liebende Bezugsperson
  3. Kontakt in der Welt
  4. den Eindruck, der Kraft der Veränderung

Alles andere schien mir überflüßiger Zinnober.

hallo kerstin, danke fuer deine antwort, danke fuer alle einzelheiten … ich verstehe alles … gruss … werner

ich habe beim Lesen deinen Ausdruck „wunschlos“ glücklich
anders/ fast gegensätzlich als die anderen Poster
interpretiert. Du willst/ hoffst/ möchtest glücklich werden
indem du eben gerade keine Wünsche hast. Und schon ganz
sicher nicht auf materiellem Gebiet. Liege ich da richtig?

ja liebe renate, das hast du richtig verstanden … ich bin fern meiner heimat … ich lebe hier ein schlicht und einfaches leben …

Wenn du damit mehr meinst als die Erfahrung z.B. einen Mantel
zu tragen wenn es kalt ist, wenn du damit meinst aus Fehlern
für die Zukunft gelernt zu haben, dann ist dir da wirklich was
gelungen. Und ich würde gerne mehr darüber hören.

ja … auf meiner homepage habe ich geschrieben … wie es mir im leben so gegangen ist

herzliche gruesse in die heimat, werner

Hi Werner
Nimm Dir mal nicht zuviel vor! Der Wunsch, wunschlos glücklich
zu sein, ist ein allzu großer Wunsch! :wink:
Gruß, Branden

oh ja … banden … eine neue perspektive … ich strahle mit freude … gruss … werner

Mach Dich frei von den vermeintlichen Erwartungen Deiner
Umwelt. Dahinter stecken Einzelne, die sich über Dich
profilieren wollen - bewusst oder unbewusst. Es kann nur
zählen, was gut für Dich ist. Zur Not müssen Zäsuren
her. Gut für Dich kann die kleinste Kleinigkeit sein, und der
Moment zählt mehr als Zukunftsplanungen für eine total
imaginäre Zukunft (wer weiß schon, was tatsächlich kommen
wird?). Die nächsten 5 Minuten sind die wichtigsten, habe ich
mal irgendwo gelesen.

liebe jana … ich lebe nun schon 45 jahre auf der andersen seite der welt … und das wort wunschlos … gibt es hier nicht … dafuer bin ich dabei … schlicht und einfach zu leben … und mit mir und mit meiner welt zufrieden zu sein … herzliche gruesse, werner

liebe freunde,

danke fuer alle antworten …

ich habe mein artikel geaendert:

für mich … ist es Zeit zu lernen … in meiner Gegenwart … sinnvoll zu leben … und … glücklich zu sein.

Aber … meine Welt … ist voll mit Bewertungen … ist voll mit Rat … ist voll mit Wünsche … die mich depressive, abhängig, und unglücklich machen.

Zum Glück, erinnere ich mich … daß ich einzigartig bin … daß ich mich selbst akzeptieren kann, so wie ich bin, so wo ich bin … daß ich meine eigenen Probleme selber lösen kann … und … daß ich lernen kann … weniger zu wünschen.

Hallo,
„wunschlos glücklich“ hat für mich einen faden Beigeschmack aber evtl. verstehe ich etwas anderes darunter. Wie verhält sich „wunschlos glücklich“ in Deinem Verständnis zu der Neugier Neues zu erfahren und dem Drang Neues zu erschaffen ?

Gruss
Enno

ich habe zugelernt:

meine Welt … ist voll mit Bewertungen … ist voll mit Rat … ist voll mit Wünsche … die mich depressive, abhängig, und unglücklich machen.

Zum Glück, habe ich das Internet, wo ich lernen können … weniger zu wünschen … mehr auf mich selbst zu vertrauen … eigene Probleme, selber zu lösen