Hallo Sven,
nun mal meine Vorgehensweise:
Nachteile Wohneigentum
Langfristige Bindung von Geldkapital in Sachkapital, Gefahr des Untergangs (soll bedeuten Immobilie wird fast wertlos, z.B. durch Naturkatastrophe (z.B. Flut) oder Pfusch am Bau), Gefahr der Enteignung durch den Staat (weil z.B. eine neue Autobahn gebaut werden soll), grundsätzlich darf die Fremdkapitalquote max. 50% betragen (ansonsten Gefahr der Überschuldung), es muss die Arbeitslosigkeit einkalkuliert werden (sofern du nicht Beamter auf Lebenszeit bist), wollen deine Kinder die Immobilie nutzen wenn du ein Pflegefall oder tot bist? Ansonsten steht die Immoblie leer und verursacht nur Kosten, eine alternde Immobilie verursacht hohe Kosten bei der Renovierung oder leidet unter einem hohen Wertverlust, kannst du deine Immobilie mitnehmen wenn du plötzlich 600 km weiter weg arbeiten musst? Ärger mit dem Nachbarn? Musst du die Immobilie verkaufen oder eine neue anschaffen und die alte vermieten.
und das wichtigste: Die Zahl der Bevölkerung in der BRD schrupmft seit geraumer Zeit und wird immer weiter schrumpfen. Folge: Niedrige Mieten, leerstehende Wohnungen, niedrige Immobilienpreise, da hilft die gute Lage auch nicht sehr.
Vorteile Wohneigentum:
Wohnen wie man es will. Keinen Ärger mit dem Vermieter oder Nebenkostenabrechnungen.
Was überwiegt? Vor- oder Nachteile? Muss jeder selbst entscheiden. Ich werde aber nie Wohneigentum haben.
Meine Strategie:
Platz 1. - betriebliche Altersvorsorge, am besten riestergefördert
Platz 2. - eigene Vorsorge per Banksparplan auch riestergefördert (Vorteil: Kein Risiko, angemessene Verzinsung (beim richtigen Vertrag), meine Hinterbliebenen erben bei meinem Tod das Guthaben und haben damit gleich eine Witwen und Waisenrente)
Kleiner Tipp am Rande: Man kann mehr riestersparen als staatlich gefördert, du kannst die Beiträge nämlich voon der Steuer absetzen
Platz 3. - Spekulation mit Fonds:
Aktienfonds Emerging Markets etc. (Hochrisiko)
Rentenfonds (evt. Schwellenländer)
Immofonds (langfristiger Kapitalaufbau)
Platz 4. - Tagesgeld, Festgeld
Alle 4 Bereiche nutze ich. Halte dich grundsätzlich an folgende Regeln:
- Was ich nicht verstehe in das investiere ich nicht
- alle wollen nur mein bestes, nämlich mein Geld
- ich lasse mich nur informieren, die Entscheidung muss ich eigenverantwortlich treffen
- welchen Vorteil hat mein Gesprächspartner wenn ich die Produkte investiere (Provision, Prämien, ist dies ein Bankeigener Fonds etc.)
- nie das Geld in eine Sache stecken (Gefahr des Untergangs)
FAZIT: Alle Ratschläge sind nur gut wenn man sie versteht und genügend Informationen hat.
ALSO: Kaufe die Sonderhefte von der Stiftung Finanztest, belege einen Kurs an der Volkshochschule etc.
Ansonste bist du immer von anderen abhängig wenn es um dein bestes geht - nämlich DEIN Geld!
Frage: Warum Riester und später versteuern lassen?
Antwort: Weil meine Einkünfte und daher mein Steuersatz heute höher sind. Darum spare ich noch zusätzlich Geld wenn ich mein Einkommen später versteuern lasse.
Andi