SINNVOLLE Rentenabsicherung?

Hallo,

da ich ja wohl kaum was durch die gesetzliche Rentenversicherung wiederbekomme, muss ich wohl oder übel eine eigene Absicherung treffen.

Was ist denn nun wirklich das Sinnvollste zur Rentenabsicherung?

Mietwohnungen?

Riester-Rente?(wäre eine endliche Rente…)
nachteil:
Zwar zuschüsse vom Staat, muss aber versteuert werden.

Was diese Thematik betrifft, bin ich etwas ratlos :frowning:

Danke und Grüße
Sven.

hallo Sven,

Mietwohnungen?

In optimaler Lage und günstig imEeinkauf recht interessant.

Riester-Rente?(wäre eine endliche Rente…)
nachteil:
Zwar zuschüsse vom Staat, muss aber versteuert werden.

Und an D gebunden. Wenn du D verlässt, musst Du alle Förderungen zurück geben.
Ich halte mehr von einmer Mischung (schon wegen der breiten Streuung) diverser Kapitalanlagen, die nachweislich eine hohe Sicherheit bieten und eine geringe Schwankungsbreite (also keine Aktien).
So jemand zusätzlich zu versorgen ist (z.B. Kinder oder Ehefrau) dazu eine Risikoversicherung.
Eine Möglichkeit ist z.B. Private Eqity (Dach-).Eine der sichersten Kapitalanlagen.Doch vorsicht. Mir wurde schon als PE vorgestellt eine Kapitalanlage, die nur in einer Firma investiert. Hier ist das Risiko enorm.
Grüße
Raimund

Was ist denn nun wirklich das Sinnvollste zur
Rentenabsicherung?

Riester-Rente?(wäre eine endliche Rente…)

Mein persönlicher Standpunkt (in dieser Reihenfolge):

  1. Betriebliche Altersvorsorge (z.B. Pensionskasse)
  2. Riesterrente
  3. private Rente

nicht zu vergessen: Die selbstgenutze Immobilie

Hallo Sven,

nun mal meine Vorgehensweise:

Nachteile Wohneigentum

Langfristige Bindung von Geldkapital in Sachkapital, Gefahr des Untergangs (soll bedeuten Immobilie wird fast wertlos, z.B. durch Naturkatastrophe (z.B. Flut) oder Pfusch am Bau), Gefahr der Enteignung durch den Staat (weil z.B. eine neue Autobahn gebaut werden soll), grundsätzlich darf die Fremdkapitalquote max. 50% betragen (ansonsten Gefahr der Überschuldung), es muss die Arbeitslosigkeit einkalkuliert werden (sofern du nicht Beamter auf Lebenszeit bist), wollen deine Kinder die Immobilie nutzen wenn du ein Pflegefall oder tot bist? Ansonsten steht die Immoblie leer und verursacht nur Kosten, eine alternde Immobilie verursacht hohe Kosten bei der Renovierung oder leidet unter einem hohen Wertverlust, kannst du deine Immobilie mitnehmen wenn du plötzlich 600 km weiter weg arbeiten musst? Ärger mit dem Nachbarn? Musst du die Immobilie verkaufen oder eine neue anschaffen und die alte vermieten.

und das wichtigste: Die Zahl der Bevölkerung in der BRD schrupmft seit geraumer Zeit und wird immer weiter schrumpfen. Folge: Niedrige Mieten, leerstehende Wohnungen, niedrige Immobilienpreise, da hilft die gute Lage auch nicht sehr.

Vorteile Wohneigentum:

Wohnen wie man es will. Keinen Ärger mit dem Vermieter oder Nebenkostenabrechnungen.

Was überwiegt? Vor- oder Nachteile? Muss jeder selbst entscheiden. Ich werde aber nie Wohneigentum haben.

Meine Strategie:

Platz 1. - betriebliche Altersvorsorge, am besten riestergefördert

Platz 2. - eigene Vorsorge per Banksparplan auch riestergefördert (Vorteil: Kein Risiko, angemessene Verzinsung (beim richtigen Vertrag), meine Hinterbliebenen erben bei meinem Tod das Guthaben und haben damit gleich eine Witwen und Waisenrente)

Kleiner Tipp am Rande: Man kann mehr riestersparen als staatlich gefördert, du kannst die Beiträge nämlich voon der Steuer absetzen

Platz 3. - Spekulation mit Fonds:

Aktienfonds Emerging Markets etc. (Hochrisiko)
Rentenfonds (evt. Schwellenländer)
Immofonds (langfristiger Kapitalaufbau)

Platz 4. - Tagesgeld, Festgeld

Alle 4 Bereiche nutze ich. Halte dich grundsätzlich an folgende Regeln:

  • Was ich nicht verstehe in das investiere ich nicht
  • alle wollen nur mein bestes, nämlich mein Geld
  • ich lasse mich nur informieren, die Entscheidung muss ich eigenverantwortlich treffen
  • welchen Vorteil hat mein Gesprächspartner wenn ich die Produkte investiere (Provision, Prämien, ist dies ein Bankeigener Fonds etc.)
  • nie das Geld in eine Sache stecken (Gefahr des Untergangs)

FAZIT: Alle Ratschläge sind nur gut wenn man sie versteht und genügend Informationen hat.

ALSO: Kaufe die Sonderhefte von der Stiftung Finanztest, belege einen Kurs an der Volkshochschule etc.

Ansonste bist du immer von anderen abhängig wenn es um dein bestes geht - nämlich DEIN Geld!

Frage: Warum Riester und später versteuern lassen?

Antwort: Weil meine Einkünfte und daher mein Steuersatz heute höher sind. Darum spare ich noch zusätzlich Geld wenn ich mein Einkommen später versteuern lasse.

Andi

Hallo,

hier gibt es sicher einiges zu überdenken oder zu hinterfragen, ich möchte hier nur auf eines eingehen:

Meine Strategie:

Platz 1. - betriebliche Altersvorsorge, am besten
riestergefördert

kurz und knapp: FINGER WEG von Riester in der bAV
Riester ist gut, hat aber in einer betrieblichen Altersvorsorge nichts zu suchen. Es gibt nur einen kleinen Grund, warum man auf die Idee kommen könnte, Riester als bAV zu machen - das wäre, wenn der Arbeitgeber einen gaaanz tollen Gruppentarif bei Riester hätte.
Ansonsten: keinerlei Vorteile zum privaten Riestervertrag, dafür aber einige der Nachteile, die eine bAV hat.

Viele Grüße

Thomas

Meine Strategie:

Platz 1. - betriebliche Altersvorsorge, am besten
riestergefördert

Ich wäre vorsichtig. Wenn Du mit Riester-gefördert die Zulagen und den Sonderausgabenabzug meinst, gibt es folgendes Problem: Die Einzahlungen werden aus versteuertem und verbeitragtem Gehalt geleistet, dafür bekommt man Zulage und SA-Abzug.

Bei Auszahlung hingegen besteht Steuerpflicht (logisch) aber leider auch Sozialversicherungspflicht. Zumindest nach momentanem Recht. Das bedeutet doppelte SV-Pflicht. Das mag zwar verfassungswidrig sein (eventuell), ist aber noch geltendes Recht.

Grüße

Steevvee