Hallo,
da ich ein ziemlich papierloses Leben anstrebe, habe ich angefangen, alles mögliche einzuscannen. Fotos, Briefe usw. Momentan sind noch alles (ziemlich große) BMP-Dateien, die ich in etwas platzsparenderes konvertieren möchte.
Ich suche also ein Format, was folgende Anforderungen erfüllt:
Hohe Kompression
kein Qualitätsverlust
möglichst zukunftssicher (die Bildbetrachtungsprogramme in 20 Jahren sollten es noch unterstützen)
Meine ACDSee-Konvertierungs-Tests (mit einer ziemlich bunten Farbvorlage) haben folgende Plätze ergeben (bei gleicher Auflösung und anscheinend gleicher, maximaler Qualität):
TIF (mit JPEG-Komprimierung) (4299 kB)
GIF (6917 kB)
JPG Progressive Huffman 100% (12175)
PNG …
…
BMP Originalbild (34856 kB)
Ist TIF (mit JPEG-Komprimierung) für Farbbilder einfach am besten oder gibt es noch andere Kriterien wie Farbgenauigkeit oder ähnliches? Letztens habe ich erlebt, wie ein JPG(100% Qual.) die Farben verfälschte, das GIF degegen war mit dem Original identisch…
also als erstes würd ich mal sagen, dass deine dateien zu gross sind. ich kann mir nicht vorstellen, dass du in 20 jahren ein bild brauchst das 34 mb hat. da wird dir auch bestimmt der heutige speicherplatz ziemlich teuer kommen (ausser du machst pro jahr nur 10 bilder). also bilder kleiner machen. eine auflösung die größer ist ale sie dein monitor darstellen kann ist bei deinem problem sowieso sinnlos, da du die bilder ja nicht wieder ausdrucken willst (kannst ja für den 30-zoll-bildschirm den du dir 2020 zulegst die breite auf 2000 pixel setzen).
also: bilder so scannen/bearbeiten, dass du sie auf deinem monitor gut anschaun kannst.
zu den bildformaten:
jpg ist meiner meinung für fotos schon das richtige format (soweit ich das für die zukunft beurteilen kann). es wird ja momentan an einem erweiterten jpg - format gebastelt, das kompatibel sein soll. dateigröße ca. 1 mb bei 1280*1024
für briefe würde ich an deiner stelle ein schwarz-weiss - format wählen (z.b. pcx). das kompriemiert enorm und der algorythmus (schreibt man das so?) sollte auch in ein paar jährchen noch verstanden werden.
etwas riskanter aber ungleich eleganter wären .pdf - dateien. ich arbeite sehr gern damit. damit kannst du indizierungen durchführen , kommentare einfügen (damit du weisst von wem der heisse brief damals geschrieben wurde)… der vorteil von pdf-dateien ist, dass die betriebssystem-unabhängig sind. riskant is das weil es kann ja sein, dass adobe den acrobat-reader nicht mehr weiterentwickelt für das überüberübernächste windows (naja, dann haben wir eh alle linux ).
grüße, wolfgang
da ich ein ziemlich papierloses Leben anstrebe, habe ich
angefangen, alles mögliche einzuscannen. Fotos, Briefe usw.
Momentan sind noch alles (ziemlich große) BMP-Dateien, die ich
in etwas platzsparenderes konvertieren möchte.
Ich suche also ein Format, was folgende Anforderungen erfüllt:
Hohe Kompression
kein Qualitätsverlust
möglichst zukunftssicher (die Bildbetrachtungsprogramme in
20 Jahren sollten es noch unterstützen)
Meine ACDSee-Konvertierungs-Tests (mit einer ziemlich bunten
Farbvorlage) haben folgende Plätze ergeben (bei gleicher
Auflösung und anscheinend gleicher, maximaler Qualität):
TIF (mit JPEG-Komprimierung) (4299 kB)
GIF (6917 kB)
JPG Progressive Huffman 100% (12175)
PNG …
…
BMP Originalbild (34856 kB)
Ist TIF (mit JPEG-Komprimierung) für Farbbilder einfach am
besten oder gibt es noch andere Kriterien wie Farbgenauigkeit
oder ähnliches? Letztens habe ich erlebt, wie ein JPG(100%
Qual.) die Farben verfälschte, das GIF degegen war mit dem
Original identisch…
Das ist ein ziemlicher Widerspruch. Zumindest mit den derzeitigen Formaten.
Ist TIF (mit JPEG-Komprimierung) für Farbbilder einfach am
besten oder gibt es noch andere Kriterien wie Farbgenauigkeit
oder ähnliches? Letztens habe ich erlebt, wie ein JPG(100%
Qual.) die Farben verfälschte, das GIF degegen war mit dem
Original identisch…
GIF ist unkomprimiert, was der Bildqualität zuträglicher ist. Andererseits beherrscht GIF maximal 256 Farben. JPG kann 24bit Farbtiefe, hat dafür den Nachteil, dass man abwägen muss, wie stark man ein Bild komprimieren will. Weniger komprimiert bleibt die Qualität besser, dafür wird die Datei grösser. Stärker komprimiert wird die Datei kleiner, dafür treten Verluste auf, etwa sogenannte Artefakte (So Vierecke, die je nachdem sehr störend sind). JPG ist auch nicht geeignet, wenn Du eine Grafik noch bearbeiten willst.
Wie in der anderen Antwort angedeutet, würde ich im Fall von Bilddateien die Dimensionen spätestens nach dem Scan reduzieren, so dass es auf dem Bildschirm gut lesbar ist.
Der Tip mit dem PDF-Format ist auch sehr gut. Einerseits kann z.B. Adobe Acrobat (nicht der Reader) Dokumente vom Scanner direkt importieren. Ob Du die Dokumente farbig oder in Schwarz/Weiss einscannst, musst Du je nach Dokument entscheiden. Reine Textdokumente holst Du besser nur in Schwarz/Weiss, dann wird das PDF am Schluss erheblich kleiner.
Allerdings kann es u.U. dennoch sinnvoll sein, zumindest einen Teil der Schriftstücke in Papierform zu archivieren. Denn gerade grössere Firmen etc. haben nach wie vor umfangreiche Archive auf Papier, da dies auf lange Sicht am zuverlässigsten ist.
BTW: Um PDF-Dokumente zu erstellen gibt es auch eine kostenlose Alternative zum Acrobat: Ghostwriter. In der aktuellen CHIP (Nr. 04/2002) ist ein Beitrag zu diesem Thema.
da ich ein wenig aus dem „Fach“ bin (ich arbeite bei einem Archivdienstleister) ein paar Anmerkungen:
Letztens habe ich im DLF einen Beitrag über einen Amerikaner gehört, der sein gesamtes Leben digital archiviert.
Leider habe ich dessen Namen vergessen, es war aber irgendein bekannter Veteran aus der Internet- oder Software-Sphäre.
Der meinte, TIF und JPG wären „goldene“ Formate, die es seiner Ansicht nach auch in Jahrzehnten noch geben wird. PDF sah er als solches nicht an.
Allerdings kann es u.U. dennoch sinnvoll sein, zumindest einen
Teil der Schriftstücke in Papierform zu archivieren. Denn
gerade grössere Firmen etc. haben nach wie vor umfangreiche
Archive auf Papier, da dies auf lange Sicht am zuverlässigsten
ist.
Der letzte Satz ist eindeutig falsch, zumindest, wenn es um große Unternehmen geht und wenn es sich um wirklich langfristige Archivierung handelt (>10 Jahre).
Papier über lange Zeit aufzubewahren ist einfach nicht zuverlässig.
Ich war mal bei einem Kunden (ein sehr großes Unternehmen) im Keller, um mir das Personalaktenarchiv anzusehen. Die ältesten waren aus den 50er Jahren. Und es bröselte allein schon vom Hinsehen… Das fing schon bei Belegen an, die 20-30 Jahre alt waren.
Die eindeutig zuverlässigste Methode über sehr lange Zeiträume Belege aufzubewahren ist die Mikroverfilmung. Einen Mikrofilm kannst du praktisch ohne Qualitätsverlust in 50, höchstwahrscheinlich sogar noch 100 Jahren lesen.
Problematisch ist vielleicht das Lesegerät (und evtl. Rückvergrößerungsgerät), aber letzten Endes ist das nichts weiter als eine Lampe und eine Lupe.
Natürlich ist die Mikroverfilmung für Privatleute eher unpraktikabel, da Verfilmungskameras und Entwicklungsgerätschaften nicht so verbreitet sind wie Scanner.
Deswegen ist es im privaten Bereich derzeit schon richtig, auf digitale Standardfomate zu setzen, wenn man wirklich langfristig archivieren möchte.
Das Format, das zu verwendende Format hängt hauptsächlich von der Art der Bilder ab: Für Fotos ist jpg unschlagbar, allerdings gibt es Verluste, die man nur bei großer Vergrößerung erkennt.
Für Grafiken (wenige Farben) nehme ich png. Bei diesem Format kannst Du die Dateigröße wesentlich durch die Beschränkung auf geringere Farbzahlen (wenn möglich) oder durch die Verwendung von speziellen Filtern beeinflussen. Es gibt dazu die Tools pngrewrite und pngcrush, die das automatisch erledigen (leider nur command - line). Aber auch das normale Speichern mit Irfan - view (mit Komprimierung auf 9) brachte bei mir durchaus akzeptable Ergebnisse (besser als gif bei 256 Farben). Natürlich kannst Du für Fotos auch png verwenden - verlustfrei, aber die Dateien werden dann wesentlich größer als jpg.
Hallo Michael,
ich hab alle meine Bilder im bmp-Format, (wobei ich jetzt aber nicht behaupte hier der große Fachmann zu sein) und anschließend die einzelnen Ordner gezipt, das hat einiges an Speicherplatz eingebracht.
Gruß
Suse
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