Sitzen bleiben oder weiterkommen ?!

Hallo zusammen,

seit 1 Woche ärgere ich mich nun schon hier herum und nun will ich einfach mal hier nachfragen. Einer meiner Nachhilfeschüler hat einen blauen Brief bekommen. Bis vor 2 Wochen räumten ihm die Lehrer keine Chance mehr ein, daran noch etwas zu ändern. Dann gab eine Lehrerin nach und sagte ihm, wenn er sich sehr sehr anstregen würde, würde sie das auch zur Kentniss nehmen. Gesagt, getan. Er hat eine 5 seitige Ausarbeitung abgegeben und diese mit der Lehrerin besprochen. Sollte er durchkommen hält er darüber auch noch einen Vortrag. Nun wusste die andere Lehrerin nicht genau ob sie ihm die schlechtere oder bessere Note geben sollten und vertröstete ihn bis diesen Dienstag. An dem Zeugniskonferenzen waren. Sie war dann aber den Rest der Woche nicht da. Daraufhin schrieb er ihr eine Email das ihn dieses „hängen in der Luft“ sehr belasten würde. Hinzu kommt das der Junge an einer Berufsschule ist, das erste Jahr war Vollzeitschule und im zweiten Jahr gehen sie 2 Tage in die Schule und 3 Tage arbeiten. Seiner Stelle hatte er bereits von dem blauen Brief gesagt und das er, laut dem stand von da, die Stelle nicht antreten kann. Er hat diese jedoch auch davon in Kentniss gesetzt dass er die nun doch die Chance hat weiterzukommen. Natürlich fragen die nun auch ständig ob sie ihn für nä. Schuljahr einplanen können oder nicht. Heute kam dann die Email der Klassenlehrerin zurück in der sie ihm schrieb sie dürfte nichts von der Notenkonferenz zu ihren Schülern sagen. Das hieße ja somit das er bis nä. Woche Freitag noch warten muss bis die Zeugnisausgabe ist. Das Schweigepflicht besteht kann ich nachvollziehen aber das ein Schüler nicht das Recht darauf hat zu wissen ob er sitzen bleibt oder nicht? Ich find das irgendwie etwas sardistisch… Könnt ihr mir dazu weiterhelfen?

Vielen Dank & Liebe Grüße

Noa

Hallo Noa,
grundsätzlich entscheidet über Versetzung oder Nichtversetzung die Zeugniskonferenz. Aussagen über eine eventuelle Versetzung vorher zu machen ist schlichtweg illegal, vor allem dann, wenn der Schüler auf der Kippe steht. Schon die Ankündigung, ihm auf Grund einer Ausarbeitung die bessere Zeugnisnote zu geben ist kritisch, denn auch über die Zeugnisnote darf ein Lehrer erst nach der Konferenz sprechen.
Gruß Orchidee

Hallo!

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war der Zeugniskonvent schon. Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, warum man dem Schüler nicht sagt, woran er ist.

Mal nur ins Blaue hinein gedacht, ohne Anspruch darauf, dass das zutrifft, was ich jetzt vermute: Hätte die Schule einen Nutzen davon, ihm zu verschweigen, dass er sitzen bleibt? Ich glaube nicht. Diese Hinhaltetaktik deutet für mich eher darauf hin, dass er versetzt wurde. Vielleicht will man dem Schüler signalisieren: „Freundchen, mit dieser Einstellung kommst Du bei uns nicht weit! Wir drücken diesmal noch ein Auge zu. Sei in Zukunft aber gewarnt!“ Die unter Schüler weit verbreitete Mentalität: „Wenn’s eng wird, mach ich halt ein Referat.“ wird von Lehrern nicht gerade geschätzt (obwohl sie genau diese Mentalität aus „Menschenfreundlichkeit“ unterstützen).

Aber nochmal, dass ich ja nach nicht falsch verstanden werde: Das ist nur eine Erklärung, die ich mir vorstellen könnte - mehr nicht.

Michael

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Wenn die Konferenz schon war, dann kann er vielleicht zum Direktor gehen und den fragen oder ihn bitten der Lehrerin grünes Licht zu geben. Er muss eben klarmachen, dass es dem Betrieb um die Mitarbeiterplanung geht.

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