Sitzrichtung im Sportwagen

Hallo liebe Eltern im Forum, ich habe da mal eine Frage:

Als unsere Kinder noch klein waren (ist jetzt ca. 30 Jahre her), fuhren sie im Kinder- bzw. im Sportwagen immer rückwärts, d.h. mit Blickkontakt zur Mutter bzw. zum Vater und zu den Geschwistern.

Nach meiner Beobachtung ist das heute beim Kinderwagen noch so, während alle (99%?) Kinder in Sportwagen, die jetzt natürlich Buggy heißen, vorwärts sitzen.

Hat das einen Grund oder ist es eben so?
Gruß Fritz

Hallo Fritz!

Die Kinder, die im Sportwagen sitzen, sind ja schon etwas älter als die, die im Kinderwagen durch die Gegend gefahren werden. In dem Alter, in dem sie das Sitzen im Sportwagen schon meistern können, wollen sie normalerweise auch etwas sehen von ihrer Umgebung, und das geht natürlich wesentlich besser, wenn sie nach vorne gucken können!

Zum anderen ist ein Sportwagen viel kürzer, wenn das Kind nach vorne gerichtet sitzen kann. Sonst müsste man ja noch zusätzlich Platz „einbauen“ für die Beine des Schiebenden. Zumindest mein Sohn zappelt auch mal gerne mit seinen Beinen durch die Gegend, so dass zwischen ihm und mir schon ein gewisser Raum sein müsste, damit er mich nicht treten kann :wink:

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Man läuft heute nicht mehr so schnell, früher liefen die Eltern noch schneller.
Da war das Problem mit den Fliegen im Gesicht viel größer als jetzt.
Deshalb kann man jetzt Kinder auch getrost in Fahrtrichtung sitzen lassen.

***********
Du weißt doch, woran man einen freundlichen Motorradfahrer erkennt?
An den Fliegen zwischen den Zähnen.
***********

Gruß D.

Als wir uns für einen Sportwagen entscheiden mussten haben wir uns auch für die Variante „Kind guckt in Fahrtrichtung“ entschieden.
Denn in der Zeit vorher, also als ich noch schwanger war, ist mir aufgefallen, dass viele Kinder, die rückwärts gefahren wurden, schräg aus dem Kinderwagen „raushingen“, um zu sehen, wohin sie gefahren wurden. Das sah immer sehr lustig aus, ich wollte es aber so nicht haben.

Ausserdem war und bin ich immer noch der Meinung, dass Kind ruhig sehen kann, wohin es gefahren wird und das ein ständiger Blickkontakt zur Mutter oder zum Vater ja auch nicht immer sein muss.

Andrea

Kinder können damit nicht umgehen.
Hallo Fritz,

viele Eltern meinen, es sei für die Kinder besser, weil sie mehr sehen.

Ich habe mich vor knapp 4 Jahren damit beschäftigt, als ich schwanger war. Da gab es bereits Forschungen, die ergeben haben, dass die Kinder damit gar nicht umgehen können. Sie bekommen so zu viele Eindrücke vermittelt, die sie nicht verarbeiten können. Sie brauchen den Blickkontakt mit der Mutter, dem Vater.

Wenn sie älter sind und mehr input brauchen, erkennt man es daran, dass sie sich im Wagen immer wieder in Fahrtrichtung umdrehen. Dann ist es Zeit für eine neue Sitzrichtung. Sofern sie dann nicht schon laufen können und man den Wagen weg lassen kann.

Gruß,

Wassernixe

hallo Fritz,

als nette Variante gibt es da Kinderwagen wie die von bugaboo, die man auch als Buggy verwenden kann und die beide Möglichkeiten durch Schwenken des Schiebegriffs haben. Ich finde beide Varianten gut - wenn Kind Lust hat kann es rausgucken und sich mal selbst beschäftigen, wenn man mit dem Kind quatschen will, finde ich die andere Richtung besser als so von hinten über das Kind hinweg zu kommunizieren.

Hallo Fritz,

wie du bereits sagtest, beim Kinderwagen ist es noch so, da die kleinen Kinder soviele Sinneseindrücke noch nicht verarbeiten können, alles kommt auf sie zu. Darum sollte man die ganz kleinen auch nicht vorwärts in diversen Bauchtragen rumschleppen.

Wenn sie jedoch größer sind sind sie neugieriger, können damit auch besser umgehen. Die Sportwagen/Buggys sind ja eh für größere Kinder gedacht.

Manchmal wäre ich froh, ich könnte meinen „rumdrehen“. Meine Eltern hatten für meine Geschwister einen tollen Kinderwagen. Später als Buggy brauchbar und die Schiebestange umschwenkbar. Je nach „Verfassung“ konnte man sich also entscheiden wo das Kind hingucken kann.

lg, Dany
*Vorwärtsschieber*