Angesichts der Wahlniederlagen der SPD, des grassierenden Neoliberalismus und der Anbiederung der SPD an die Union stellt sich mir langsam die Frage:
Warum drängen die Sozialdemokraten eigentlich in die neoliberale „politische Mitte“ und orientieren sich nicht am erfolgreichen Modell Schwedens?
Die deutsche Sozialdemokratie ist nicht mehr sozialdemokratisch und merkts nicht mal!
Was zur Zeit vor sich geht ist die gezielte (Selbst?)Demontage von Gewerkschaften und Sozialdemokratie in den Medien und in der Politik! Enden wirds im Wildwestkapitalismus mit 5€ Jobs und steigender Ausbeutung.
Gruss
Sigi
Warum drängen die Sozialdemokraten eigentlich in die
neoliberale „politische Mitte“ und orientieren sich nicht am
erfolgreichen Modell Schwedens?
Das sähe dann z.B. so aus:
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/euro…
bzw. Übersicht:
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/euro…
Das kann ja wohl auch nicht gemeint gewesen sein, oder?
Gruß
Christian
Angesichts der Wahlniederlagen der SPD, des grassierenden
Neoliberalismus und der Anbiederung der SPD an die Union
stellt sich mir langsam die Frage:
Warum drängen die Sozialdemokraten eigentlich in die
neoliberale „politische Mitte“ und orientieren sich nicht am
erfolgreichen Modell Schwedens?
Die deutsche Sozialdemokratie ist nicht mehr
sozialdemokratisch und merkts nicht mal!
Was zur Zeit vor sich geht ist die gezielte (Selbst?)Demontage
von Gewerkschaften und Sozialdemokratie in den Medien und in
der Politik! Enden wirds im Wildwestkapitalismus mit 5€ Jobs
und steigender Ausbeutung.
Hallo Sigi,
sicher wird es da enden. Die Deutschen wollen das so und brauchen das auch. Anders kann ich mir die Wahlergebnisse nicht erklären.
Daß die deutsche Sozialdemokratie nicht mehr sozialdemokratisch ist, stimmt so nicht. Sie ist eigentlich das typische Abbild einer Sozialdemokratie. Seit jeher sind Sozialdemokraten auch Chauvinisten - eine bürgerliche Partei, welche versucht, einen Kapitalismus, welcher immer Wildwestkapitalismus vom Wesen her war, sozialverträglich zu gestalten. Und wenn es mit geeigneter Rhetorik ist.
Diese Wirtschaftsform geht logisch nicht auf - ist prinzipiell unstabil. Mir ist es schleierhaft, weshalb das partout nicht verstanden werden möchte. Wenn man einmal gegen eine Wand läuft, muß man doch diesen Fähler nicht immerwieder machen, nur um sich eine Leben lang zu beweisen, daß man tatsächlich nie mit dem Kopf durchkommt.
Auch in Schweden wird es früher oder später so weit kommen wie in Deutschland.
Gruß
Frank
noch ein link dazu
Hi,
weils gerade so schön paßt:
Auf das, was man sich unter „Eigenverantwortung“ vorstellen könnte, nämlich einen freien Entschluss seiner Bürger, womöglich in infolge eines Appells zur Selbstbeschränkung an sie, verlässt sich der Staat also nicht im geringsten, sehr wohl aber auf den damit gemeinten Geisteszustand seiner Untertanen. Er verlässt sich darauf, dass die Leute dieses System gewohnheitsmäßig als das hinnehmen, was ihnen zugemessen ist und was ihnen zukommt; er verlässt sich darauf, dass die Leute sich auch dann nicht über die prinzipielle Ungemütlichkeit dieses Systems Rechenschaft ablegen, wenn das Kapital seine Verluste und der Staat sein Einbußen an ihnen auslässt und das auch noch für unumgänglich erklärt wird.
http://www.kalaschnikow.net/de/txt/2003/gegenstandpu…
Gruß
Frank
Hallo.
Sei am Rande des Teiches bemerkt, dass das Labournet, allein genommen, nicht unbedingt die seriöseste Quelle der Welt darstellt. Das dort abgebildete politische Spektrum umfasst die gewerkschaftliche und außergewerkschaftliche „Linke“, i.e. Alt- und Neukommunisten und andere Systemgegner. Die Gewerkschaften haben durchaus ihre eigenen Möllemänn- und Weiblein …
Gruß kw
Hallo,
Sei am Rande des Teiches bemerkt, dass das Labournet, allein
genommen, nicht unbedingt die seriöseste Quelle der Welt
darstellt. Das dort abgebildete politische Spektrum umfasst
die gewerkschaftliche und außergewerkschaftliche „Linke“, i.e.
Alt- und Neukommunisten und andere Systemgegner.
ich weiß. Ich wollte mit dieser hhmmmm drastischen Quelle plakativ aufzeigen, daß Schweden nicht mehr das ist, als was es von Sozialisten oder meinetwegen Sozialdemokraten seit 15 Jahren vergöttert wird.
Ein etwas ausgewogener Bericht ist hier zu finden:
http://www.europarl.eu.int/workingpapers/soci/w13/su…
Der ist allerdings aus 1997. Inzwischen hat es einige weitere Einschränkungen des früheren Standards gegeben, die ich aber so auf die schnelle nicht dokumentieren kann.
Gruß
Christian
Hy
Auf Deine Frage…
Warum drängen die Sozialdemokraten eigentlich in die
neoliberale „politische Mitte“ und orientieren sich nicht am
erfolgreichen Modell Schwedens?
Ich denke mal, dass das wohl vor allem daran liegt, dass wir Deutschen den Sozis auf die Pelle rücken würden, wenn wir hier z.B. 25 % MwSt. bekämen (wie in Schweden). Auch andere Steuern sind in Elchland noch erheblich höher als bei uns. Die Schweden sind an sich erheblich mehr bereit, solidarisch bei sich Abstriche zu machen - hätten wir hier schwedische Verhältnisse, hätten wir auch keine Sozialdemokratische Regierung mehr.
Gruß, Frank