Ich würde gerne mit jemandem über die Inhalte der „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ und das „Traktat über die menschliche Natur“ sprechen. Humes Spepsis ist Schwerpunktthema meiner Examensprüfung, da ich niemanden kenne, der das gleiche Thema gewählt hat, fehlt mir jemand, mit dem ich (eventuell telefonisch) mal über die Schriften spreche, damit es besser verständlich wird, bzw. ich eine Argumentationsstruktur entwickeln kann.
Ich würde mich freuen, selbst, wenn das Buch nur mal gelesen wurde und nicht näher damit beschäftigt.
schade, dass sich hier niemand meldet. vielleicht würde es ja was bringen, ein paar konkrete fragen zu nennen? hier gibt es sicher einige humekenner…
und schade, dass deine anfrage zeitlich nicht mit meiner arbeit passt… in ca. einem monat werde ich wohl dasselbe diskussionsbedürfnis haben, wenn ich meine arbeit über hume schreibe, aber momentan haue ich mir noch kant um die ohren. wann ist denn deine examensprüfung?
Von Albert Schweitzer stammt diese einfache Aussage:
„Die Stadt der Wahrheit kann nicht auf dem Sumpfboden des Skeptizismus erbaut werden“
Wenn man den Zweifel zum Prinzip des Denkens erhöht, mag man bei Kant landen, aber nicht bei der Wahrheit.
Selbst die Biologen unserer Zeit mussten zur Erkenntnis gelangen, dass dass Leben geheimnisvoller ist, als eine bloße Aneinanderreihung von Basenpaaren.
Die Erforschung des Gehirns und seiner Arbeitsweise steckt noch in den Kinderschuhen. Dein „Denker“ aus dem 18. Jahrhundert würde wohl bei heutiger Erkenntnislage über sich selbst lächeln.
Ganz nebenbei, Kant hat nie die Wahrheit für sich beansprucht,
das überließ er den Klerikern.
Ja - das sage ich doch!
er hat sie nicht für sich beansprucht, aber vermutlich auch nicht gefunden.
Die Wahrheit einer Weltanschauung hat sich darin zu erweisen, daß das geistige Verhältnis zum Sein und zur Welt, in das wir durch sie kommen, innerliche Menschen mit tätiger Ethik aus uns macht.
Alles Tiefe ist zugleich ein Einfaches.
Man kann den Sinn eines Gedichtes nicht mit dem Mikroskop zwischen den geschriebenen Zeilen finden!
er hat sie nicht für sich beansprucht, aber vermutlich auch
nicht gefunden.
er hat sie noch nicht einmal gesucht!
Er war sich durchaus bewust, daß es ‚Wahrheit‘ als Absolutum nicht geben kann.
Dazu muß man bei ihm nicht zwischen den Zeilen lesen.
Den Bezug Kant / Hume habe ich nur deshalb hergestellt, wegen Kants Lehre vom unerkennbaren „Ding an sich“.
Ähnlich wie Hume sprach Kant nur dem mathematischen Wissen wahrhaft wissenschaftlichen Charakter zu.
Man kann also über Hume zu Kant gelangen.
Aber vertiefen möchte ich das nicht
mfG Hermes